Samstag,13.April 2024
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Goldpreis-Entwicklung: Darauf kommt es jetzt an!

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Was macht der Goldpreis? Im Mittelpunkt der Handelswoche stehen die US-Arbeitsmarktdaten und der Rechenschaftsbericht von Jerome Powell vor dem US-Kongress.

Der Goldpreis startete mit leichten Kursgewinnen in den März. Die neue Berichtswoche kann den weiteren Gold-Weg wesentlich mitbestimmen.  

Silber- und Goldpreis

Am Montagvormittag um 10 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.853 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.741 Euro. Damit startete die Handelswoche zwar mit kleinen Abschlägen. Allerdings verbuchte der Goldpreis seit Monatsanfang einen Kursgewinn von 1,5 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent (in Euro). Silber notiert in den ersten März-Tagen 1 Prozent oder 0,3 Prozent im Plus, mit 21,16 US-Dollar beziehungsweise 19,87 Euro pro Unze. Wie geht es weiter für Gold und Silber?

Wichtige Termine

In den kommenden Tagen stehen wieder zahlreiche potenziell marktbewegende Termine auf dem Programm.  Zunächst einmal werden neue Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt veröffentlicht. Denn am Mittwoch erscheinen der Februar-Bericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP sowie die JOLTs Job Openings für den Monat Januar (offene Stellen). Am Donnerstag folgt der wöchentliche Jobreport (Anträge auf Arbeitslosenhilfe). Schließlich werden am Freitagnachmittag die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar bekanntgegeben (Non-farm Payrolls). Und hier schauen Marktbeobachter mit besonderem Interesse auf die Lohninflation.

Geldpolitik

Darüber hinaus stehen einmal mehr öffentliche Auftritte von Notenbankern im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Denn am Dienstag und Mittwoch legt Fed-Präsident Jerome Powell vor dem US-Kongress seinen halbjährlichen Rechenschaftsbericht vor. Dabei muss er sich den Fragen der Abgeordneten stellen. Dagegen meldet sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Mittwochnachmittag zu Wort. Sie hält eine Rede auf dem durch die WTO organisierten International Women’s Day in Genf.

Erweiterter Terminplan

Weitere Termine von gesteigertem Interesse:

Montag

  • 16:00 Uhr: Auftragseingänge der Industrie (USA)

Dienstag

  • 04:00 Uhr: Handelsbilanz (China)
  • 08:00 Uhr: Auftragseingänge der Industrie (D)
  • 16:00 Uhr: IBD/TIPP Verbrauchervertrauen (USA)

Mittwoch

  • 08:00 Uhr: Industrieproduktion (D)
  • 08:00 Uhr: Einzelhandelsumsätze (D)
  • 11:00 Uhr: BIP-Wachstum in Q4; 3. Schätzung (Eurozone)
  • 14:30 Uhr: Handelsbilanz (USA)
  • 20:00 Uhr: „Beige Book“ der Fed (USA)

Donnerstag

  • 02:30 Uhr: Inflationsrate im Februar (CHN)
  • 16:00 Uhr: Rede Fed-Mitglied Michael Barr (USA)

Freitag

  • 08:00 Uhr: Inflationsrate im Februar, finale Zahlen (D)

Alle Angaben ohne Gewähr.

Vor diesem Hintergrund gelten der Entwicklung von US-Dollar und Anleihe-Renditen  weiterhin besondere Aufmerksamkeit, und deren Einfluss auf Aktien, Gold und Silber.

Goldpreis-Perspektive

Vom US-Terminmarkt kamen zuletzt wieder positive Signale (Goldpreis: Goldmarkt gewinnt wieder an Stärke!). Aber dies sind zunächst nur kurzfristige Einflüsse. Ob sich der Goldpreis nach dem schwachen Februar wieder deutlich nach oben absetzen kann oder sogar ein neuer belastbarer Aufwärtstrend etabliert, bleibt erst einmal abzuwarten. Die Ergebnisse der genannten Berichtstermine könnten hier eine bedeutende Rolle spielen. Aus charttechnischer Sicht muss Gold kurzfristig die Marke von 1.720 Euro halten. Allerdings wurde mit 1.740 Euro zuletzt bereits ein bedeutender Widerstand angesteuert. Das Gleiche gilt auf Dollar-Basis für die Marken $ 1.820 und $ 1.840.

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8 Kommentare

  1. Begleitendes Thema: der Staat lügt noch dreister.
    Das Statistische Bundesamt bastelt wieder an der Statistik, rein durch Rechentricks sinkt die Inflation diesmal um ca. 2 %.
    Erste Details sickern durch:
    Die Kosten für Wohnen und Energie werden heruntergerechnet. Ihr Anteil im fiktiven Warenkorb wird verkleinert.
    Klar, wer wohnt schon und verbraucht Energie.
    Fast niemand.
    Mietsteigerungen und die stark anziehenden Zinsen für Immos interessieren nicht.
    Klar.
    Dafür wird die willkürliche Gewichtung von „Produktqualität“ und darin technischem Fortschritt höher gewichtet.
    Auch klar, ich wusste auch immer schon, dass der VW ID3 für 45.000 eigentlich billiger ist als ein 20.000 Euro Verbrenner -Golf.
    Die halten uns für komplett doof.

    Es bleibt also bei der bekannten Regel: offizielle Inflation verdoppeln, dann stimmt es.
    Wenn die so weitermachen, muss man in 3 Jahren mit 3 multiplizieren.

    • @meister Eder
      Durch den EURO haben sich kurz nach dessen Einführung die Preise Verdoppelt. Durch die Inflation bedingt durch das Gelddrucken nach der Eurokrise haben sie die Preise erneut verdoppelt in manchen Fällen verdreifacht.
      Das bedeutet, wir haben 4 fach so hohe Preise wie vor dem Euro und Finanzminister Waigel hatte recht:
      Der Euro wird so hart und solide sein, wie die DM, dafür garantiere er. Sagte er.
      Da aber die Menschen hier Herrn Waigel nicht in die Haftung nehmen wollen, ist man wohl mit der vorübergehenden Teuerung einverstanden.
      Ist ja nur für kurze Zeit. Danach ist wieder Mediamarkt.
      Alles saubillig.

  2. Frage an das Duo Infernale @Meister Eder & @Maruti

    Wer hat das gesagt: „Die Inflation ist ein Monster, dem wir auf den Kopf schlagen müssen“? Konfuzius? Die Red.? Nein, nichts dergleichen, es war herself, die Trägerin des ‚Globalist of the Year Awards‘ und Head of Everything Christine Lagarde.

    Die EZB zeigt sich in der Causa ‚Inflation‘ inzwischen zutiefst gespalten. Ganz nach dem existenziellen Dilemma, in welchem sich das Wirtschafts- und Finanzsystem befindet. Einer Wahl zwischen Szylla – künstliche Stimuli und Geldmengenausweitung bis der Arzt kommt – und Charybdis – Haushaltskonsolidierung, Austerität und Kreditkontraktion bis zum Atemstillstand. Während sich das autochthone Wachstum längst aus dem Staub gemacht hat.

    Die Fronten sind jedenfalls verhärtet. Die Südschiene und die Rezession ante Portas [RaP] fordern eine Abflachung der Zinserhöhungs-Orgie. Wie Bloomberg vermeldet, kann der portugiesische Notenbankchef Centeno kein Monster erkennen, nirgendswo. Ziemlich „dovish“ also. Und das, nachdem die Kern-Inflationsrate im Euroraum – Lebensmittel und Energie werden hier nicht berücksichtigt – einen neuen Rekordwert erreicht hatte und die Gesamtinflationsrate hartnäckig hoch bleibt.

    https://finanzmarktwelt.de/ezb-immer-gespaltener-bei-zinsen-und-inflation-263230/

    Anzumerken bleibt, dass die Einführung des butterweichen Euro im vitalen Interesse der deutschen Exportindustrie lag. Mit einem genauso „harten“ wie „soliden“ Euro hätte es all die schönen Extra-Profite der Konzerne nie gegeben. War doch die Eurozone von Anfang an als ein Freihandelsprojekt zu Gunsten des deutschen Exportkapitals konzipiert worden. Wer auch immer den „Teuro“ beklagt, sollte dessen ökonomisches Fundament geflissentlich mitdenken.

    • @thanatos
      Ich beklage mich keineswegs über den Euro.
      Er hat mir schöne Gewinne beschert.
      Es war mir allerdings von Anfang an klar, dass der Euro zum Profit verdienen da ist und nicht als Spargroschen.
      Ich hoffe doch stark, dass dies anderen auch bewusst gewesen ist.

  3. @Thanatos
    @Maruti

    habe im Jahr 2000 eine E-Klasse gekaut, (E220D).
    Hat damals DM 70.000 gekostet. Habe direkt im Werk Sindelfingen abgeholt.
    War ein sehr gutes Fahrzeug. Hat auf Langstrecken max. 5,2 Liter Diesel „gefressen“.

    Natürlich haben SIe recht. Der Euro war und ist eine Währung für die Industrie und den Handel und -nicht zu vergessen- für die „Bankgster“ und Politelite.
    Schon der Einführungskurs von 1:1.95583 war obszöner Betrug an der Bevölkerung. Die sog. Eliten haben ihre Einkommen unmittelbar nach Einführung durch sog. Zuschläge angepasst. Die Preisstellung für fast alle
    Produkte wurde in kürzester Zeit auf den DM-Betrag angasst. Nach ca. 6 Wochen kostete eine Semmel und
    Brezel genau so viel in € wie vorher in DM. Alle anderen Produkte und ebenfalls. Mit Ausnahme der Fracht-
    entgelte füfr Transportunternehmer; die wurden durch den Wegfall der Kontigentierung und der Tarifpflicht halbiert und haben sich seither nur langsam erholt. Die Staatsschulden wurden ebenfalls halbiert.
    Deutschland hatte nach der Wiedervereinigung DM 4Billionen Schulden, nach der Euroeinfürhung waren es dann noch € 2,2Billionen. Man kann die Liste beliebig fortsetzten.

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