Dienstag,07.Februar 2023
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Goldpreis: Jetzt kann es nochmal rund gehen!

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Goldpreis profitiert: Die Anleihen-Renditen sinken mit den zunehmenden Erwartungen an geringere Inflation und kleinere Zinsschritte.

Der Goldpreis nahm das positive Momentum mit in die neue Handelswoche. Jetzt stehen noch einmal potenziell marktbewegende Termine an.

Goldpreis fest

Am Dienstagvormittag um 10:15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.875 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.747 Euro. Damit legte Gold gegenüber Vorwoche 1,7 Prozent zu. Auf Euro-Basis blieb aufgrund des rückläufigen Dollar-Kurses ein Plus von 0,4 Prozent.

Während der Goldpreis vergangene Woche noch trotz steigender Anleihe-Renditen nach oben kletterte, erfolgte der jüngste Aufschwung unter dem Eindruck fallender Marktzinsen. Dabei wird die Entwicklung der Inflations- und Leizinserwartungen nun erneut eine dominierende Rolle auch bei der Goldpreis-Entwicklung spielen.

Anleihe-Renditen

Zunächst einmal rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen zuletzt mit 3,53 Prozent (Vorwoche: 3,67 %). Die deutschen Zinsen kamen gegenüber Vorwoche von 2,44 Prozent auf 2,24 Prozent zurück. Entsprechend gesunken sind auch die Anleihe-Renditen der anderen Eurostaaten. Wie es hier weitergeht, hängt auch von einigen anstehenden Termine ab – noch bevor US-Notenbank und EZB Anfang Februar ihre nächste Zinsentscheidung treffen.

Staatsanleihen, Renditen

Zinserwartungen

Am heutigen Dienstagnachmittag um 15 Uhr MEZ hält Fed-Präsident Jerome Powell eine Rede im Rahmen eines von der schwedischen Zentralbank veranstalteten Symposiums. Und am Donnerstag gibt es neue Inflationsdaten aus den USA. Für Dezember rechnen Analysten mit einer offiziellen Inflationsrate von 6,5 Prozent und damit einem weiteren Rückgang des Verbraucherpreisanstiegs.

Jeder Hinweis darauf, dass die Fed einen moderaten Zinspfad einschlägt, kann die Aktienmärkte und den Goldpreis weiter beflügeln. Aber bis zuletzt kamen von Jerome Powell in Sachen Inflation auch immer wieder warnende Worte mit einem eher „hawkischen“ Unterton.

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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7 Kommentare

  1. Es läuft dieses Jahr schon wieder prima beim Gold. Der Preis scheint nach unten gut abgesichert zu sein, Mal sehen was das baldige Zinsplateau so bringt. Wird nicht lange bestehen bleiben!
    War gerade beim Einkaufen, schon wieder bei vielen Artikeln des täglichen Bedarfs
    ca. 15 % Preiserhöhung und viele neue Mogelpackungen bei Kosmetika.
    Wie gut, daß Gold mein Hauptinvestment ist, es schluckt die böse Inflation einfach weg und die Nachtruhe ist gesichert.

    • @donaustreuner
      Zu DM Zeiten waren Lebensmittel oder Kosmetica im Vergleich zu anderen Ländern unglaublich billig.
      Alle meine Besucher staunten nur so. Das änderte sich erst so allmählich mit dem Euro. Nun darf Kroatien den Euro ausleben und das Teuro Gejammere geht dort schon los.
      Sehr bald werden wir uns auch in Deutschland freuen können. Teuro Lebenshaltungskosten und niedrige Einkommen für die nicht Illuminierten, den unteren 10.000.
      Und als Sahnehäubchen eine kräftige Inflation.
      Dann sind endlich auf der Welt alle gleich, wie schon immer gewünscht.

  2. @Donaustreuner
    Sehr richtig – ist mir auch aufgefallen, hier in Dummland! Sie schreiben aus ÖS, wenn ich das richtig sehe!?
    Die tatsächliche Inflation (wg. Energie & Nahrungsmitteln) liegt mind. bei 15 – 20 %…! Gestern wieder Termin beim Goldhändler meines Vertrauens gehabt…! :-)
    Dr. GoldenEye (alle Kassen)

  3. Mit ein wenig Vorratshaltung und konsequentem Kauf im Angebot bekommt man das wirklich Nötige doch noch günstig. Im Moment sogar Markenwaren, die früher kaum reduziert waren, jetzt bei den ca. 50%-Aktionen billiger als die teurer gewordenen Hausmarken. Mancher Artikel kommt auch schon wieder runter, z.B. waren früher Barilla Nudel-Angebote immer 0,77, zwischendurch 0,99, jetzt wieder 0,88. Scheint wohl doch alles schwer verkäuflich zu den höheren Preisen, die man halt mal getestet hat. Und Vorrat anlegen kann man entgegen aller Unkenrufe auch mit kleinem Einkommen. Das Geld kommt monatlich, und wie man dann die Käufe vorteilhaft auf den Monat verteilt, ist die einzige Kunst. Die Prospekte kann man online oft schon vorher abrufen und planen. Bei den Strompreisen kann man leider nicht sparen, wenn man sowieso schon immer auf Wenigverbrauch getrimmt war. Im Moment hat man das alles übertüncht mit Preisbremsen, Einmalzahlungen und Transferleistungen, die die Preissteigerungen teils outperformen. Aber das Energieproblem ist ungelöst und einfach immer mehr Schulden machen ist wohl kaum nachhaltig.

  4. Gerade Sonnenblumenöl wieder für 1,99 gekauft. In der Tat gibt es (nicht bei Nudeln) sogar Angebotspreise, die noch nie so günstig oder günstiger waren als momentan. Nebenbei: Komischerweise sind seit dem angeblich schlechten Kartoffeljahr damals (Entschädigung für Bauern) die Kartoffelchipspreise (im Angebot) total im Keller. Und ich frage mich immer, wer z.B. Pringles tatsächlich für 2,69 kauft, wenn sie andauernd für 1,19-1,39 im Angebot sind.

    • Goldo:

      Bei geschätzten 0,05 – 0,10 € Herstellungskosten incl. Flasche und Etikett ist ein Verkaufspreis von 1,99 €/Flasche nicht wirklich günstig. Und Chips sind auch mit 1,19 € zu teuer, wenn man bedenkt, was das für ein Müll ist.
      Vor Jahren habe ich mal mit jemandem gesprochen, der als Einkäufer für eine Supermarktkette tätig war. Er sagte, dass man z.B. bei Joghurt um Preise im Bereich von 1/10 Cent erbittert feilscht. Da werden enorme Mengen für 2,00 – 2,50 Cent pro Becher gekauft. Verkauft wird der Becher dann für 40 Cent aufwärts. Bei diesen Spannen kann man sich denken, was für Ware verkauft wird, wenn die Erzeuger, die Hersteller und die Transporteure auch noch ihre Gewinne einpreisen.

      • @Racew, Goldi
        Man muss nur sehen, wer unter den reichsten Deutschen ganz vorne dabei ist.
        Neben einem Herrn Schwarz, knappe 40.000 Millionen Vermögen, die Nr. 1 der Besserverdienenden (Lidl, Kaufland und noch jede Menge andere Sammelstücke) der riesen ALDI-Clan.
        Aldi Süd hatte einen Teil seiner Milliarden in Bayern in einer Stiftung geparkt, schlappe 20.000 Millionen.
        War aber nur ein Teil und eine Stiftung, die sind etwas gschamig und lassen niemanden die ganze Armut sehen.
        Oder der arme Herr Beisheim (Metro, der hatte aber schon seinen Termin beim Schreiner).

        Kaufmannsweisheit aus Bayern:
        Unterhalten sich 2 Bauern:
        Na, Nachbar, wie geht es denn so ?
        Super, ich handele jetzt auch mit Kartoffeln.
        Lohnt sich das denn ?
        Ja, geht schon: Ich kauf den Sack Kartoffeln für 2 Euro und verkauf ihn für 6 Euro weiter.
        Von den 4 % lebe ich nicht schlecht.

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