Dienstag,07.Februar 2023
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Diese Länder haben Gold gerade gekauft

Gold, Goldbarren, Goldreserven (Foto: Goldreporter)
Goldreserven: Die USA besitzen offiziell noch das meiste Staats-Gold. Russland und China haben in den vergangenen Jahren aber aufgeholt (Foto: Goldreporter).

Im asiatischen Raum häuften Zentralbanken Ende 2022 weiter Gold an. Prominenteste Käufer waren zuletzt die Türkei und China.

Internationale Goldreserven

Der World Gold Council (WGC) hat eine neue Rangliste mit den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Sie enthält die offiziellen nationalen Goldbestände per Oktober/November 2022. Angeführt wird die Ländertabelle unverändert von den Vereinigten Staaten mit 8.133,5 Tonnen gefolgt von Deutschland mit 3.355,1 Tonnen und Italien mit 2.451,8 Tonnen. Der IWF wird als größter multinationaler Goldhalter mit 2.814 Tonnen in der Aufstellung genannt.

China und Russland

Aber in den Top-10 tut sich etwas. Denn China hat erstmals seit mehr als drei Jahren wieder einen Anstieg seiner Goldreserven bekanntgegeben (Goldreporter berichtete). In der WGC-Liste wird das Land nun mit 1.980,3 Tonnen auf Rang 87 geführt. Damit sind der 32 Tonnen schwere Zukauf aus dem November enthalten – nicht aber die jüngste Aufstockung um weitere 30 Tonnen: Machtdemonstration? Chinas Zentralbank kauft massiv Gold

Der aktuelle Stand der chinesischen Goldreserven liegt laut unserer Berechnung bei 2.010.53, Tonnen. Damit rückt das Land näher an die offiziellen russischen Bestände, die derzeit mit 2.298,5 Tonnen angegeben werden.

Gold der Türkei

Auf der Käuferliste stand zuletzt einmal mehr auch die Türkei. Deren Bestände werden nun mit 517 Tonnen beziffert. Damit kamen weitere 19,3 Tonnen hinzu. Insgesamt meldete die Türkei per Ende November 761,94 Tonnen (Goldreporter berichtete). Darin enthalten sind aber die Goldeinlagen von Geschäftsbanken bei der türkischen Zentralbank. Klar ist aber, dass die Türkei genau wie China und Russland zuletzt enorme Mengen an Gold angehäuft hat. Die Abkehr vom US-Dollar als Reservewährung steht bei diesen Staaten ganz oben auf der (geld-)politischen Agenda.

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Weitere Veränderungen

Bewegung gibt es weiterhin auch bei den Goldreserven ehemaliger Sowjetrepubliken. So kamen in Kirgisien 6,2 Tonnen an staatlichen Beständen hinzu – mit nun insgesamt 16,4 Tonnen. Dagegen stießen zwei regelmäßige Goldkäufer zuletzt Gold ab. Denn die Goldreserven Kasachstans sind um 2,2 Tonnen gefallen, Usbekistans Bestände sanken um 1,5 Tonnen.

Weitere Veränderungen in der WGC-Liste gegenüber Vormonat:

  • Katar: +0,8 t
  • Philippinen: +0,5 t
  • Tschechien: +0,5 t
  • Ägypten: +0,2 t
  • Südafrika: +0,1 t
  • Mexiko: -0,1 t
  • Mongolei: -0,3 t

Weltweite Goldreserven

Die gesamten weltweiten Goldbestände werden vom World Gold Council aktuell mit 35.369,1 Tonnen beziffert. Warum plötzlich 1.376,7 Tonnen weniger als Summe im WGC-Bericht stehen als im Vormonat, geht aus den publizierten Zahlen nicht hervor. Druckfehler und Zahlendreher waren in den vergangenen Jahren immer wieder in diesen Reports zu entdecken. Zu beachten gilt aber: Einige Länder machen keine regelmäßigen Angaben zu ihrem nationalen Goldbesitz. Dazu gehören unter anderem Staaten wie Iran, Israel und Nordkorea. Russland seinen monatlichen Bericht zu den nationalen Goldreserven am 18. Februar 2022 eingestellt.

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3 Kommentare

  1. Gab es eigentlich in den USA und Germany in den letzten 10 Jahren jemals eine Kontrolle der Bestände?
    Angeordnet von der jeweiligen Zentralbank und buchhalterisch dokumentiert.
    Wenn ja, will ich diesen Zahlen gerne glauben.

  2. Die entspr. Akteure der Nationalbanken wissen scheinbar sehr gut, was sie machen! Mehr Unabhängigkeit von den unsäglichen Fiat-Währungen, insbes. vom Dollar – genau das, was hier viele Mitforisten (inkl. mir) ja auch tun. Die klugen Ratten verlassen als erste das sinkende Schiff; die letzten werden die Hunde beißen. Aber noch ist die große Masse der Ignoranten zu dumm, die Gefahr zu erfassen – so auch meine Erfahrung im Bekanntenkreis. Bis auf einige wenige, die mit mir den Weg der Sachwerte gehen und daher besser schlafen können…
    Da geht mir dauernd ein Zitat aus einem sehr bekannten Anti-Kriegsfilm (die älteren hier werden sich noch erinnern) im Kopf herum. Dialog zw. Oberst Brandt & Fw Steiner: „Feldwebel, wieviel Zeit bleibt uns noch?“ „Keine, der Iwan ist schon an der Rollbahn…“
    Wie sicher auch einige Mitstreiter hier, habe auch ich gestern wieder einen AU-Kauf getätigt – im Zweifelsfall wieder „another day in paradise“…
    Gebt nicht auf, Kollegen! Baut Eure Sicherheitsreserven aus!
    Der Dokta

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