Dienstag,28.Mai 2024
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Goldpreis: Jetzt wird es kritisch!

Der Goldpreis testet erneut wichtige kurzfristige Unterstützungen. Auf Dollar-Basis hat sich die technische Lage bei Gold deutlich verschlechtert.

Goldpreis schwächer

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 1.919,80 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.816,44 Euro. Damit fiel der Kurs des Edelmetalls gegenüber Vorwoche um 1,7 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent (in Euro). Seit Jahresbeginn verzeichnet der Goldpreis in Euro gemessen weiterhin einen Kursgewinn von rund 6,5 Prozent (+5,1 % in USD).

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Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 26. September 2023. Der Futures-Preis notiert derzeit umgerechnet rund 20 Euro über dem Spotkurs.

Allerdings hat sich die charttechnische Lage mit dem jüngsten Rücksetzer wieder eingetrübt. Wichtige Unterstützungen rücken nun wieder in den Fokus. Deshalb betrachten wird zunächst den Euro-Goldchart auf Basis der US-Futures per 26. September 2023.

Charttechnik

Nach dem Ausbruch über die Kante des 4-monatigen Abwärtstrends stieg der Goldpreis zunächst auf 1.847 Euro an. Das war der Tagesschlusskurs vom vergangenen Mittwoch. Daraufhin folgte der erneute Kursrückgang, der nun den Mitte August etablierten Aufwärtstrend gefährdet. Die wichtigsten kurzfristigen Unterstützungen befinden sich jetzt auf der Höhe von 1.810 Euro und 1.800 Euro.

Letztgenannte Schwelle wird von der 50-Tage-Linie tangiert, während die 200-Tage-Linie sich nun auf der Höhe von 1.787 Euro befindet. Spätestens in diesem Bereich muss ein erneuter Rebound passieren, damit kein größerer technischer Schaden entsteht. In einem solchen Szenario könnte der Goldpreis noch einmal bist zur Kante des im November 2022 entsprungenen Aufwärtsmechanismus zurücklaufen.

Gold-Sentiment

Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von knapp 52 ist der Goldpreis aus Sicht von 14 Tagen wieder in den neutralen Bereich zurückgelaufen. Das heißt, Gold ist aus dieser Sicht kurzfristig weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Hier bilden Werte von 70 und 30 die definitorischen Grenzen.

Goldpreis auf Dollar-Basis

Dagegen sieht es bereits kritischer in der Entwicklung des Dollar-Gold-Charts aus. Denn hier rückte die Chartlinie zuletzt an die ganz wichtige Unterstützung von 1.915 US-Dollar heran. An dieser Stelle drehte der Goldpreis seit Juni bereits dreimal nach oben. Allerdings hat der Goldchart mittlerweile den 10-monatigen Aufwärtstrend durchbrochen und auch die 200-Tage-Linie Richtung Süden passiert. Im vorläufig schlimmsten Fall wird nun die Marke 1.820 US-Dollar anvisiert. Denn hier startete die vergangene März-Rally.

Gold, Goldchart, Goldpreis, US-Dollar
Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 26. September 2023.

Hinweis: Der Futures-Preis notiert derzeit umgerechnet rund 20 Euro über dem Spotkurs (FOREX).

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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16 Kommentare

  1. Die kritische Grenze liegt bei 1885 Dollar.
    kippt die, könnten wir schnell 100 Dollar weniger auf den Tafeln sehen.
    Deshalb, Geld bereit halten um zu kaufen.
    Das Band liegt dann zwischen 1650 und 1750 Dollar.
    In Euro ist das schwer zu sagen, aber bei tendenziell schwachem Euro +\- 50 Euro mehr oder weniger,
    also 1600 bis 1700 oder 1700 bis 1800 Euro, je nach Eurokurs.
    Wir könnten Ende 2023 durchaus noch Tiefstkurse sehen, or dem Hintergrund erneut steigender Zinsen in den USA.
    Steil steigende Kurse jedoch sehen wir dann, wenn Anleger den Eindruck gewinnen, dass die FED die Kontrolle über Inflation oder Rezession verloren hat.
    Die mittlerweile sogenannten Ad hoc Agitationen der FED tragen förmlich dazu bei.
    Auf gut deutsch:
    Bei denen brennt die Hütte und jemand kippt noch Brandbeschleuniger oben drauf.

    • Der euro/ Dollar scheint im freien Fall zu sein. Das ist die gute Nachricht für goldbesitzer in der EU. Die schlechte ist das hier bald die Wirtschaft in Schutt und Asche liegt.

  2. Wie war das die Commercials haben ihre Shortposition gegenüber Vorwoche um über 5% erhöht obwohl der Goldpreis am Wochenende bei $1925 stand und die weichen eher für höhere Kurse standen . Seit Montag gehts nur noch Abwärts jetzt schon 3 tage in folge selbst die völlig überteuerten Aktienmärkte sind auf Erholungskurs während der Goldpreis weiter gedrückt wird .

    Ich weiß das der Goldpreis manipuliert wird aber jeder sollte sich einfach fragen wie man in einem Marktumfeld das eindeutig für Gold spricht die Shortposition weiter erhöht das kann man doch nur dann tun wenn man direkten einfluß auf den Goldpreis hat sonst wäre das finanzieller Selbstmord .

    Man kann eindeutig erkennen das aktuell versucht wird das der Goldpreis nicht vom freien fall des Schrotteuros profitiert um zu verhindern das Kapital vom Fiatmüll in die Edelmetalle abwandert . Ich hoffe die Menschen wachen endlich auf und begraben diesen drecks Euro .

  3. Moin,
    dem „drecks Euro“ habe ich es aber zu verdanken, daß ich in Gold und Silber eingestiegeb bin. Jedem der nur ein wenig gesunden Menschenverstand hat, musste klar sein, daß der Euro zum scheitern verurteilt ist. Und wer seit Einführung des Euros in Gold und Silber investiert hat, der muss sich um die derzeitigen Kursschwankungen keinerlei Gedanken machen und sitzt das einfach bei einem guten Whisky aus.

    • @ Barmbetasch So war es, als 2002 der Euro eingeführt wurde entstand für mich zwangsläufig Handlungsbedarf weil ich mir meine Euros mit viel Zeitaufwand sauer erarbeitet hatte,Als ich dann die erste Au Münze eine sogenannte deutsche Doppelkrone 20 Reichsmark für lumpige 72,50 Euro ersteigern konnte war der Weg vorgezeichnet und er war richtig. Ob wir jetzt bei 1500 oder 2000 stehen ist egal.Sollte dann in diesem Land noch einmal eine Ampelregierung ans Ruder kommem pack ich alles in einen 7,5 Tonner und ab nach Ungarn den Weg kenn ich noch aus der Jugendzeit.Insofern muss ich dem Euro etwas dankbar sein,die Inflation hätten wir mit der D-Mark auch bekommen.Man hätte sich aber in falscher Sicherheit gemeint.

    • @Karl Eder
      Da kann aber einer seine Schadenfreude schlecht verbergen. Schichten Sie doch einfach um. Aktien oder Euro Bargeld. Gute Einstiegskurse derzeit.

    • Karl Eder:
      Zu den Kursveränderungen kommt das Wechselkursrisiko, D,h., dass eine Abwärtsbewegung dann deutlicher ausfällt, wenn der Euro im Verhältnis zum Dollar schwach dasteht. Und das ist gerade der Fall. Es gibt keinen Grund zu verzagen, Ihre Altersversorgung steht und von Kursschwankungen darf man sich nicht verunsichern lassen. Maruti hat recht, wenn er darlegt, dass es praktisch keine Alternative gibt.

  4. Der Oktober ist bekanntlich ein hervorragender Crash-Monat. Es ist die Ruhe vor dem Sturm – alle Leute sind auf wundersame Weise völlig depressiv.
    Nun wird auch noch die Arbeitslosigkeit ansteigen und die unteren 50 % um ihr bisschen Lebensstandard bringen.
    Die kommende ökonomische Depression kann, wie ab 1929, viele Jahre andauern, bevor sie durch eine Hyperinflation oder gar einen Krieg beendet wird.
    Gute Zeiten für Goldhorter, denn die Richtung gen Süden stimmt.
    Den ersten 100 g Barren kaufe ich bei 1700 €, bei 1600 und tiefer geht’s dann ordentlich zur Sache.
    Wünsche den Aktien,-und Immobilienbesitzer
    gute Nerven – – die werden sie nämlich brauchen!

    • Ich denke der schnell ansteigende Ölpreis hat enorme Sprengkraft. Er nähert sich rasant der 100 Dollar Marke. Da hat man vor ein paar Jahren noch gelacht über 10-20 Dollar.
      Das wird die Wirtschaft noch mehr lähmen. Es geht sowieso schon nicht mehr viel. Gute Nacht

      • @TheMAc
        Die Bundesregierung arbeitet doch sehr erfolgreich an der Problemlösung:
        Wenn wir endlich die störende Industrie losgeworden sind und die Untertanen nur noch 1 x im Monat mit dem Rad zum Sozialamt fahren müssen, um das Bürgergeld abzuholen, ist der Ölpreis nicht mehr so relevant.
        Das Heizungsproblem ist dann auch gelöst, wenn wir mit 20 Mitbürgern auf 30 qm in der zugewiesenen Platte hausen dürfen/müssen.
        Da wir die künftige 15-Minuten-Stadt sowieso nicht mehr verlassen dürfen, wird es recht kuschelig. Warme gemütliche Käfighaltung wie bei Tönnies/Wiesenhof.

        • @Meister Eder
          Da jeder Mensch ca. 3 KWh täglich durch Körperwärme erzeugt, ist das mit 20 Personen eigentlich eine gute Idee. Bleibt sogar noch etwas für die Wärmpumpe einer angeschlossene Arztpraxis über.

    • @Donaustreuner
      Ich möchte sie nur sanft darauf hinweisen, dass nicht nur Anleihen und Aktien fallen.
      Es gibt zwar immer Gegenbewegungen.
      Der Goldpreis ist innert wenigen Tagen von 1945 US Dollar je Unze auf 1852 Dollar je Unze gefallen. Kein Mensch weiss wo die Abwärtsbewegung aufhört. Wenn man jetzt kauft, regt man sich bestimmt auf, wenn es noch bis 1780 abfällt. Es könnte aber bereits ab Montag wieder steigen, das liebe Gold.
      Die Märkte sind volatil und unberechenbar.
      Der Oktober ist bekanntlich kein guter Monat für Aktien. Aber vielleicht gibt es gerade im Oktober 2023 eine Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Irrungen der Verwirrungen.
      Seid vorsichtig beim Investieren, überall lauert Gefahr. Wenn man falsch liegt, wird man abgezockt.
      Beste Grüsse aus der Schweiz

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