Mittwoch,22.Mai 2024
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Goldpreis: Jetzt wird es kritisch!

Der Goldpreis befindet sich sowohl in US-Dollar als auch in Euro unmittelbar auf der Höhe bedeutender kurzfristiger Unterstützungen.  

Goldpreis schwächer

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 1.959,90 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.788,39 Euro. Damit sanken die Gold-Notierungen gegenüber Vorwoche um 1 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent (in Euro). Dagegen hat der Goldpreis im Jahresverlauf 7 Prozent oder 4,8 Prozent (in Euro) zugelegt. Wir betrachten die aktuelle charttechnische Lage im Euro-Goldchart per 8. August 2023.

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Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 08. August 2023.

Charttechnik

Hier befindet sich das Edelmetall seit dem Erreichen des Jahreshochs am 5. Mai (1.866 Euro) weiterhin im Abwärtstrend. Dabei betrug der Abstand zu diesem Peak 4 Prozent. Mit dem jüngsten Schlusskurs verweilte der Goldpreis unmittelbar auf der Höhe einer bedeutenden Unterstützung. Dann auf diesem Niveau ereignete sich Ende Januar ein markantes Zwischentief und gleichzeitig wird es von der 50-Tage-Linie tangiert.

Wichtige Unterstützung

Sollte diese Haltezone auf Tagesschlussbasis unterschritten werden, so gerät sofort der 200-Tage-Schnitt bei 1.768 Euro ins Visier sowie die Kante des seit November bestehenden Aufwärtsmechanismus, der dem Chart im Bereich von 1.750 Euro entgegenkommt. Richtung Norden bilden 1.810 Euro und 1.820 Euro entscheidenden Widerstand.

Sentiment

Die Markstimmung befindet sich mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 51 (Vorwoche: 55) weiterhin im neutralen Bereich. Das heißt, aus der Sicht von 14 Tagen ist Gold weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Hier bilden 30 und 70 die definitorischen Grenzen.

Gold auf Dollar-Basis

Auch die Lage beim Dollar-Goldchart ist derzeit buchstäblich auf Kante genäht. Denn der Goldpreis schloss hier zuletzt unmittelbar an der steigenden Trendgeraden, die im November 2022 ihren Ausgangspunkt hat. Nach unten sind dann bei 1.945 USD und vor allem 1.915 USD wichtige Unterstützungen zu finden.

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Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 08. August 2023

Ausblick

Sollten die aktuellen Unterstützungen nicht halten, dann ergeben sich womöglich im Bereich von 1.750 Euro erneut gute Chancen für einen Einstieg. Dies entspräche vermutlich dem Unterstützungsniveau von 1.915 US-Dollar.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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11 Kommentare

  1. Wie gesagt, 1700-1750 Euro sind erst mal gute Preise für den Nachkauf.
    Kaufen würde ich allerdings erneut bei Preisen von Ende 2021, zu 1600 Euro und Anfang 2020, zu 1400 Euro und darunter. Sonst nicht mehr.
    Das kann geschehen, wenn die EU in die massive Deflation rutscht und auch in die Rezession und die EZB diesmal nicht den Markt mit Geld flutet und den Ball den Politikern zuspielt. Der Euro würde massiv aufwerten und damit Gold und Importe verbilligen.

    • Halten die es für wirklich wahrscheinlich das die EZB bei einer richtigen EU Krise nicht den Markt mit Geld flutet?
      Irgendwie ist das schwer zu glauben nach den letzten Rettungsaktionen.
      Im Hintergrund bahnt sich nämlich schon die nächste Krise an.
      Der Ölpreis steigt und steigt und keiner merkt es wirklich.
      Das könnte die Wirtschaft und den privaten Konsum noch weiter schwächen.

  2. Interessant finde ich den 5 Jahreschart bei Gold in Dollars:
    Wann hatten wir 1800 Dollar:
    Im Dezember 2020 ( eigentlich erst Anfang 2021), Dezember 2021, Dezember 2022.
    Und es könnten auch im Dezember 2023 (oder Anfang 2024) wieder die 1800 Dollar auf den Charts stehen.
    Was meinen die Teilnehmer hier zu diesem Mysterium ?
    Ich finde den 5 Jahreschart kurios.

    • @maruti

      Der Goldpreis ist ein politischer Preis und hat wenig mit dem natürlichen Preis zu tun. Der Rest ist Show.

      Darum kann auch die nächsten Jahre da 1800 Dollar daran stehen. Wenn man entscheidet, 1800 ist zu wenig, dann wird er eben steigen. So einfach ist das. Angebot und Nachfrage ist da wenig relevant.

  3. Hallo Zusammen
    Nun steht Country Garden, einer der größten Immobilien Konzern in China vor dem Bankrott?
    Die Anleihenzinsen sind ausstehend. Evergrande, man erinnert sich, ist total abgestürzt. Die Investoren haben gewaltig Kohle verloren. Nun droht erneut Ungemach.
    Die Immobilienkrise in China ist noch nicht ausgestanden.
    Ich hoffe, von Euch hat dort niemand investiert. Es wird vermutlich hässlich werden. Der Aktienkurs spricht Bände.
    Grüsse aus der Schweiz

  4. Der Preis kann nicht beliebig nach unten gedrückt werden, weil die Bergbaufirmen auch noch ein Wort mitzureden haben. Ich gehe nicht davon aus, dass der Goldpreis unter 1700 Euro fallen wird. Denn dann wird es mit den Förderkosten schwierig.

    • @Snowflake
      Vor wenigen Jahren wurde der Ölpreis auf fast 10 Dollar gedrückt und manche sprachen sogar von gratis Tanken und Heizen.
      Die Goldminen stehen nahezu alle unter Kuratel der Banken durch Darlehen und Schulden.
      Die Banken subventionieren doch schon seit Jahren den Goldpreis und binden damit die Unternehmen an sich.
      Bei Gold, als monetäres Metall gibt es de facto keinen Markt. Der gehört nämlich den Grossbanken und die Fixen den Goldpreis nach Absprachen untereinander.
      Nur, hier kann kein Kartellamt eingreifen und diese Absprachen unterbinden.
      Diese Grossbanken sind autark.
      Will man Gold als Inflationsschutz ( nicht als Rettungsboot, da gelten andere Prinzipien),
      muss man sehr genau darauf achten, wann und zu welchem Preis man kaufen soll.
      1700 Euro die Unze finde ich noch relativ teuer.
      Ideal wären 1200-1300 Euro die Unze.
      Wie gesagt, als Inflationsschutz. Als Rettungsboot gilt jeder Preis, auch 2.000 und darüber.

    • @snowflake
      Ich sehe das genau so wie maruti. Die Minen sind von den Banken auf Gedeih und Verderb abhängig. Grundsätzlich sind alle Minen verschuldet und können sich nicht befreien, weil die Banken über den Papiermarkt den Preis regulieren. Rein hypothetisch: bei einem Silberpreis von 50 Dollar könnten sich die Minen entschulden und die Banken wären aus dem Spiel.

  5. @Themac
    Schön das der Ölpreis steigt, das bedeutet die Aktien der Öl Förderer werden nachziehen. Habe eine größere Position in Exxonmobil, werde weiter aufstocken. Dazu überlege mir noch eine Öl Firma, d.h. die Aktien zu kaufen. Chevron und Occidental Petroleum wären interessant, aber ich möchte nicht alles in der USA investieren. Shell und Total Energies werde mir noch anschauen.
    Wie sagt man so schön schwarzes Gold, glänzt aber nicht so schön wie echtes Gold. Nicht wahr?

    • @ Big Driver: Habe mich mal von Ihnen inspirieren lassen und Exxon und Accident ähm Occidental Petroleum ins Depot geholt. Sind ja heute schon ein Bisschen gelaufen.

  6. Nun, eben wurden 1745 Euro erreicht.
    Und der Freitag naht. Geht es morgen noch mal etwas runter, so Richtung 1730, könnte der Freitag zum Einstieg genutzt werden. Jedoch mit Vorsicht, denn die auch die 1700 Euro sind nicht in Stein gemeisselt.
    Im Prinzip kann man sich auch nach dem DAX richten, denn die Fondmanager kaufen und verkaufen heutzutage alles en bloc.
    Dann stellt sich noch die Frage, ob die Händler die Preise weitergeben oder es wie die Banken bei den Sparzinsen machen. ( Die Sparkassen bieten immer noch 0.0% Zinsen dem Sparer an).

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