Mittwoch,21.Februar 2024
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Goldpreis profitiert von sinkenden Marktzinsen

Die jüngste Goldpreis-Stärke war begleitet von deutlich sinkenden Marktzinsen, die geringere Leitzins-Erwartungen widerspiegeln.

Goldpreis

Am Dienstagvormittag um 11:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.026 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.869 Euro. Damit verbuchte Gold im Vorwochenvergleich weitere Kursgewinne. Denn auf Dollar-Basis zog der Goldpreis um 0,8 Prozent an, während er in Euro um 1,7 Prozent zulegte. Aber nach dem Erreichen neuer Rekordhochs am vergangenen Freitag sehen wir nun zu Wochenbeginn eine Kurskonsolidierung.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis hat am Freitag ein neues Allzeithoch markiert. Am US-Terminmarkt schloss die Notierung bei 2.089 US-Dollar, was 1.920 Euro entsprach (Februar-Futures). Die sinkenden Zinserwartungen unterstützen die Gold-Rally (Bild: Goldreporter).

Anleihe-Renditen

Allerdings war der jüngste Kursaufschwung bei Gold begleitet von einem deutlichen Rückgang der Marktzinsen, was die deutlich geringeren Erwartungen an weiterer Leitzinserhöhungen reflektiert. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen zuletzt mit 4,25 Prozent – nach 4,42 Prozent in der Vorwoche. Parallel ist die Rendite entsprechender deutscher Papiere von 2,55 Prozent auf 2,32 Prozent zurückgekommen. Und entsprechend deutlich ging es mit den Marktzinsen in den anderen Euroländern zurück.

Ausblick

Im Mittelpunkt der Berichtswoche steht der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat November. Dieser wird am Freitagnachmittag erscheinen. Besondere Beachtung findet dabei auch die Lohninflation, die eine wichtige Rolle bei der längerfristigen Entwicklung der Verbraucherpreise spielt.

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Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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9 Kommentare

  1. Also mMn spielen die Zinsen nur eine kleine rolle vielmehr wird der Goldpreis eher von der katastrophalen Weltlage getrieben was das marode Finanzsystem , Kriege ,abschmierende Wirtschaft und Weltverschuldung beinhaltet . Wenn ein Staat wie z.b. die USA schon sogut wie Pleite sind dann können sie noch soviel Zinsen anbieten das risiko ist einfach zu hoch und anscheinend sehen das die großen US gläubiger wie China und Japan genauso die massiv US Staatsanleihen dumpen .

    • @blockbuster
      Was Zinsen bewirken, sieht man an den jüngsten Ereignissen. Allein die die Wortwahl des Herrn Powell genügte, um Aktienkurse nach oben zu treiben.
      Marode Firmen werden wie geschnitten Brot gekauft.
      Gold legte eine beispiellose Volatilität hin.
      Derweil die Bonität von China auf negativ herabgestuft wurde.
      Offenbar haben Fondmanager derart viel Kapital zur Hand, dass man damit so zocken kann, was jede Spielhölle vor Neid erblassen lassen würde.
      Die Gier scheint keine Grenzen zu kennen.
      Ein Blick in den Dax beispielsweise zeigt nach Powells Rede, da werden solide Werte in hohen Bogen rausgeschmissen zu Gunsten von völlig maroden Unternehmen.
      Das ist in etwas so, als würde einer sein Haus in Guter Lage verscherbeln um sich 2 marode und baufällige Hütten nahe der Autobahn zu kaufen.

      • @Maruti Desweilen nimmt das Tempo der Deindustrialisierung in Deutschland weiter Fahrt auf .Das Michelin Reifenwerk in Karlsruhe welches 2031 hundersten Geburtstag hätte wird geschlossen plus einige Zweigbetriebe dazu passend noch die Goodyear Standorte in Fürstenwalde und Fulda ,macht so rund 3000 Arbeitsplätze allein im Reifenbereich.Ich bin zwar seit Januar Rentner trotzdem wird mir Angst und Bange um dieses Land.Irgendwann sind hier nur noch Politiker ,Beamte und Polizisten BESCHÄFTIGT,ich frage nur wer deren Gehälter erarbeiten soll.Na ja eigentlich ist das auch wieder nicht so wichtig,dann wird ne Notlage ausgerufen und die Notenpresse angeworfen the same procedure as every time.

        • @Materialist
          Von den 84 Mio. in Germanien „Wohnenden“ sind noch 15 Mio. sog. Nettoeinzahler.
          Das sind die, die mehr Steuern und Sozialabgaben zahlen, als sie Leistungen zurückerhalten.
          Davon gehen jedes Jahr mindestens 250.000 ins Ausland.
          Und die nächsten Jahre steht die Verrentung der Babyboomer an, dann sind wir bei 10 Mio. Nettoeinzahlern für 74 Mio. Empfänger.
          Klingt doch klasse.
          Dann gibt es jedes Jahr ein Sondervermögen Rente und ein Sondervermögen Bürgergeld..

          Also wenn ich der Finanzminister wäre, ich würde noch ein paar Druckermaschinchen für das Fiatgeld bestellen.

          Und von dem Laden soll man Staatsanleihen kaufen und an seine bunten Bildchen glauben ?

          • @Meister Eder Ergänzend möchte ich noch sagen dass zu dieser schlimmen Veränderung innerhalb von D noch zusätzlich eine Beeinflussung durch fast eine Million von aussen dazukommende Nettoempfänger erfolgt.Doch wehe,wehe wenn ich auf das Ende sehe,da möchte ich gar nicht so unbedingt direkt dabei sein.

    • Sehe ich ähnlich, geehrter @blockbuster.

      Erstmalig sackte ja Gold dieses mal nicht mit den ZInsanstiegen ab. Für mich stellt das ganz klar einen Performancegewinn dar. Im Gegenteil, es steigt straffer.
      Viele haben sich mit Bonds die Finger verbrannt. Durch die Zinsanstiege sind die Preise für Bonds eingebrochen. Bittere Erfahrung mit dem angeblich „sicherem Hafen“. Wenn sie also nicht mit mind. 30% + X -Verlust verkaufen wollen,bleibt denen nur die Anleihen bis zur Fälligkeit zu halten. Aber danach macht man wegen der Opportunitätskosten samt Inflation auch Verlust.
      Hinzu kommt, das China seit 2009 massig US-Bonds abverkauft. Ich habe das erstmals 2009 zur Kenntnis bekommen, damals hatte China was um die 2,3 Bio. $ Anleihen, jetzt sinds nur noch was über 800 Mrd. $. Russland hat auch keine mehr und wer verbrennt sich dan US-Papieren die Finger, wenn die jederzeit rechtswidrig beschlagnahmt oder sanktioniert werden können? Womöglich wird die EZB dazu verdonnert, den US-Schrott abzunehmen.
      Also fällt jetzt die wichtigste Konkurrenz zu Gold aus. Das dauert aber noch etwas, bis sich das in den trägen Entscheider-Etagen der Bankentürme rum spricht. Noch sind ja viele Kassen, Fonds usw. verpflichtet, Bonds als „Sicherheit“ zu kaufen.

      Auf was man auch wetten kann, dass eine Krise der Nächsten folgt und es demnächst (bzw. schon jetzt) mehrere Krisen gleichzeitig gibt, die die Leute ins Gold treiben. Es bleibt also weiter spannend.

    • Genauso sehe ich das auch Blockbuster. Auch interesieren mich in diesen Zeiten keine Charts denn ich will nichts von den gesammelten Werten verkaufen. Und zum kaufen ist es für mich jetzt zu spät und ich hoffe, daß ich für meine bescheidenen Bedürfnisse genügend abgesichert bin.

      Gruß in die Runde
      barmbekbasch

  2. @Blockbuster
    Wo ist das Problem? Wenn China und Japan nicht mehr so viele US Staatsanleihen annehmen, da gibt’s andere dafür. Ob freiwillig oder mit Gewalt, da haben die Amis viel Fantasie in sowas. Deutschland wäre doch ein guter Kandidat, auch ohne Gewalt. Den Menschen hier kann man fast alles als Alternativlos verkaufen, die ziehen den Gürtel noch enger an wenn es verlangt wird, man ist ja Staatstreue!
    Die jenigen die nicht auf linie sind, ob Covid Imp.. verweigerer, Goldbesitzer, Prepper, kein Vertrauen in den Staat und das System haben, sei gesagt. Pfui Teufel? Nein, gut gemacht. Weiter so!

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