Dienstag,23.April 2024
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Goldpreis-Rally: Jetzt steigen auch ETF-Investoren ein!

Nach anfänglichem Zögern springen nun auch ETF-Investoren auf den „Gold-Zug“ auf. Der Euro-Goldpreis erreichte wiederholt neue Rekordstände.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Mittwoch schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.994,90 pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.888,04 Euro. Damit wurde auf Euro-Basis ein neues Rekordhoch erreicht. Silber zum gleichen Zeitpunkt 23,01 US-Dollar beziehungsweise 21,77 Euro pro Unze. Damit zeigten die Edelmetall-Kurse im Vorwochenvergleich eine uneinheitliche Entwicklung. Denn Gold kam um 1,4 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent (in Euro) voran. Währenddessen gab der Silberpreis um 0,4 Prozent und 0,7 Prozent (in Euro) nach.

Gold, Goldbarren, Gold-ETF, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Mit der anhaltenden Goldpreis-Rally sehen wir nun auch einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Gold-ETF-Anteile. Der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete innerhalb einer Woche die größte Bestandszunahme seit Mai 2020 (Bild: Goldreporter)

Größter Gold-ETF

Nachdem Gold-ETF-Investoren sich im Zuge der Goldpreis-Rally bis zur vergangenen Woche noch zurückhielten, sogar verkauften, springen nun wieder viele Anleger auf den Zug auf. Denn per 25. Oktober 2023 meldet der Betreiber des größten Gold-ETF (SPDR Gold Shares; GLD) Metallbestände im Umfang von 861,80 Tonnen. Damit sehen wir im Rahmen unserer Donnerstagsanalyse den ersten Inventar-Anstieg beim GLD seit sieben Wochen. Gleichzeitig war es die größte wöchentliche Bestandszunahme seit dem 26.05.2022. Damals waren es innerhalb von fünf Handelstagen 20,6 Tonnen.

Begleitet war die Lagermengenausweitung in dieser Woche von einem Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 417 Millionen US-Dollar. Damit sehen wir den größten wöchentlichen Netto-Investments im GLD seit 26. Mai 2023.

Zur Erinnerung: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der GLD-Betreiber eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern.

Größter Silber-ETF

Auch im größten Silber-Fonds, dem iShares Silver Trust (SLV), stiegen die Metallbestände. Denn der ETF verzeichnete gegenüber Vorwoche Zugänge von 27,08 Tonnen oder 0,2 Prozent auf 13.822,13 Tonnen. Das führte zu Netto-Investitionen von 2,65 Millionen US-Dollar.

Gold, ETF, GLD, SLV, Bestände

Einordnung Gold- und Silber-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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10 Kommentare

  1. Arme ETF investoren mit ihrem Kapital wird etwas physisches Gold eingelagert an das sie sowieso nicht rankommen wohl aber die Finanzmafia die das Gold für die Golddrückung nutzen was wiederum diese ETFs auch fallen lässt und dafür sorgt das die Investoren wieder mit minus die flucht ergreifen und somit auf dauer ein hass auf Gold bekommen . Was besseres hätte die Finanzmafia nicht erfinden können tja was soll ich sagen mehr als vor dem Papierschrott warnen kann man nicht.

  2. So sind sie, die ETF “Investoren”.. alle paar Tage ließt man, wie sie im großen Stil aus Gold gehen, später wieder einsteigen .. und so wiederholt sich das nun schon seit ziemlich langer Zeit.

    Für mich eher ein Grund von demnächst sinkenden Gold-“Preisen” auszugehen, da es sich dann umso mehr für die “Balkongesellschaft” lohnt, die Paletten auch bald wieder abzuwerfen..

    Schade dass man von Wolfgang Schneider seit geraumer Zeit nichts mehr liest .. Hoffe ihm und Katze Tina geht’s gut.

    • @Mar Azul
      Dagegen haben wir Goldanleger überhaupt keine Chance.
      Gold Papiere werden im Sekundentakt ge- und verkauft.
      Dabei kommt es darauf an, wer ein paar Meter nur näher am Börsenrechner sitzt. Kabelgebunden, denn Internet dauert viel zu lange. Die sind sogar in der Lage, den Rechner für ein paar Microsekunden zu blockieren, bis deren Order oder Storno durch ist.
      Man erkennt das, wenn der Goldpreis senkrecht fällt.
      Selbst wenn einer bei 2.000 Dollar am PC zu Hause tätig wird, kommt seine Order erst durch, wenn der Preis 40 Dollar runter ist und kann erst dann verkaufen.
      Alles nachzulesen im Buch Flashtrader.
      Das geht übrigens alles mit Lichtgeschwindigkeit.
      So schnell kann keiner von uns zum Goldhändler flitzen.
      Es werden tausende Dollar mehr Miete pro Tag bezahlt, für eine Kellerbude, bloss, weil diese 100 Meter näher am Server liegt und eben Licht auch dahin seine Zeit braucht.
      All das sind Gründe, sich keinesfalls in die Falle locken zu lassen und zu teuer kaufen oder zu billig verkaufen.
      Wenn man schon meint, verkaufen zu müssen.
      Zur Zeit sieht es so aus, als würde Gold die 2.000 nicht schaffen.
      Montag ist auch noch ein Tag.

    • @Mar Azul
      Ist vollkommen egal, was EFT Spekulanten tun oder wann gerade einmal wieder am Goldpreis manipuliert
      wird. Ein Beispiel. Wer sein Sparguthaben 2008 in Gold umgeschichtete, bekam bis 2022 eine Rendite
      darauf von zirka 7,5 % jährlich. Quelle Börse.de.
      Wie wichtig sind kurz – oder mittelfristige Kurse für Nichtgoldspekulanten wirklich ? Doch nur, um günstig nachzukaufen.

      • @Goldhase
        Völlig richtig, es geht ausschliesslich um den günstigen Einkauf. Denn nur darin kann für Investoren der Gewinn liegen.
        Kauft man dem Kartell zu teuer das Gold ab, macht man einen möglichen Gewinn für Jahre zunichte.
        Man muss auch berücksichtigen, dass, neben dem Gewinnverlust noch der Verlust des zu wenig gekauften Goldes hinzukommt. Denn, man hätte ja für das gleiche Geld mehr Gold bekommen.
        Ich versuche dieses Procedere immer wieder zu vermitteln und bin glücklich, dass es nun von mehreren verstanden wird.
        Fairerweise muss man sagen, dass es auch einen Unterschied macht, ob man Gold als Versicherung oder zu Anlagezwecken oder zu beidem erwirbt.
        Damit eine Rechnung aufzustellen ist zugebener maßen nicht einfach und kann schnell überfordern.

        • @Maruti; Doc
          Danke Euch beiden. Vielleicht noch der Hinweis: In Börse. de gibt es dieses Renditedreieck Gold. Da kann man über 2 Zeitachsen jede Rendite zwischen Einzahlung und gedachtem Auszahlungstermin ermitteln. Das sind eigentlich überraschend gute Zahlen, wir werden schon so falsch nicht liegen.

          • @Goldhase
            Danke für den Hinweis.
            Die Renditerechnung ist ähnlich herausfordernd wie der Rendite Vergleich
            Eigenheim / Mietwohnung.
            Kommen noch persönliche Umstände hinzu, braucht es schon eine KI und einen Quantencomputer, aber nicht den von
            Herrn Musk.:)

  3. @Goldhäschen
    Richtig erkannt! Ich spiele das Spiel mehr als 40 Jahre. 2005 noch eine größere Tranche nachgekauft – zu 379,– EUR / oz. – Preis heute rd. 1.880,– EUR! Mal ausrechnen??? Ich bin sooo schlecht im Dreisatz… :-)))
    Euer Dokta aus’m Norden (nicht Landarzt)

    • @Frosch
      Ich befürchte nur, dass, wenn die Musik ausgeht, wir nicht mehr den Krieg vor der Haustüre haben, sondern dann im Wohnzimmer.

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