Dienstag,23.April 2024
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Goldpreis-Rally: Wiederholt sich dieses Szenario?

Auf kurzfristige Kursexplosionen folgen oft ausgeprägte Rücksetzer, wie 2022. Wir betrachten die aktuelle charttechnische Lage beim Euro-Goldpreis.  

Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis auf Basis der US-Futures mit 1.941 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Das entsprach 1.802 Euro. Am vergangenen Montag hatte Gold im Tagesverlauf bereits die Marke von 2.000 US-Dollar überschritten, kam zum Handelsschluss aber zurück auf 1.982 US-Dollar. Dagegen war der Goldpreis auf Euro-Basis zwischenzeitlich auf 1.879 Euro nach oben gelaufen. Auf Tageschlussbasis wurde das Jahres-Hoch am vergangenen Freitag bei 1.851 Euro erreicht. Und im Vorwochenvergleich stand Gold am Dienstag 1,6 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent (in Euro) höher.

Gold, Goldpreis, Goldchart, Charttechnik
Goldpreis in Euro, 2 Jahre, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt) per 21. März 2023.

Charttechnik

Wir betrachten die charttechnische Lage beim Euro-Goldpreis per 21. März 2023. Hier wurde das Allzeithoch vom 8. März 2022 bei 1.874 Euro zu Wochenbeginn nicht ganz erreicht. Und der steile Anstieg musste erst einmal verdaut werden. Dabei kam es zu einem deutlichen Rücklauf, wobei die Schwelle von 1.800 Euro als wichtige Unterstützung erhalten blieb.

Allerdings befindet sich die wichtigste kurzfristige Haltezone auf der Höhe von 1.788 Euro. Hierbei handelt es sich um das Januar-Hoch. Sollte diese Kursniveau auf Tagesschlussbasis unterlaufen werden, dann wäre ein weiterer Rücksetzer bis zur 50-Tage-Linie (aktuell: 1.759 Euro) wahrscheinlich. Sollte dies nicht geschehen, dann wären Kurse im Bereich von 1.800 Euro Ausgangspunkt für eine Plateau-Bildung mit der Möglichkeit auf einen fortgesetzten Kursanstieg in Richtung des Allzeithochs.

Sentiment

Nach dem steilen Anstieg am Montag war Gold mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von mehr als 70 „überkauft“. Nun lief der Wert bereits wieder auf 57 zurück. Damit ist ein Teil der kurzfristigen Überhitzung abgearbeitet. Mit einem Abstand von rund 4 Prozent zur 200-Tage-Linie sehen wir auch noch keine große Kursübertreibung. Ob die „Fahnenstange“ vom Montag schon ausreichend abverkauft ist, muss man nun abwarten.

Ausblick

Gold, Charttechnik, US-Dollar
Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt) per 21. Februar 2023

Auf ausgeprägte Peaks folgen häufig auch deutliche Gegenbewegungen. Das haben wir bereits Anfang vergangenen Jahres gesehen. Auch jetzt ist aus rein technischer Sicht die Wahrscheinlichkeit weiterer Abgaben groß. Es bleibt jedoch ausgehend von der Bodenbildung Ende Februar/Anfang März ein starke Aufwärtsdynamik bestehen.

Auf Dollar-Basis sehen wir kurzfristige Unterstützungen bei 1.940 USD und 1.910 USD, wobei die 50-Tage-Line auf der Höhe von 1.888 USD verläuft. Der Doppelboden von Anfang März ist bei 1.820 USD eingezogen.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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11 Kommentare

  1. Die Börsen feiern schon \ (•◡•) / die Rettung der angeschlagenen Banken,
    (◡̀_◡́҂). ✌ obwohl das Dilemma weiter eskaliert:

    die Umstrukturierungsbemühungen der „First Republic Bank“ verpufften
    gestern, weil sich sich kein Käufer gefunden hat. („logo “).
    Nach einem anfänglichen Erholungskurs crashte ⚡ die Aktie erneut um 50%. ⚡

    Was die FED es sich kosten läßt, ihre in Not geratenen Banken(-Kumpel) zu
    retten, sieht man deutlich am „FED-Balance-Sheet“:
    (siehe hier:)

    in nur wenigen Tagen erhöhte sich der Schuldenstand um $300,-Milliarden Dollar
    („Hallo, QE-# 5, nice to C U!“)
    Quelle: Zerohedge.

    Als Folge der übereilten (?!) FED-Zins-Erhöhungen in kürzester Zeit
    geraten nun die ersten US-Hedgefonds in Schwierigkeiten und
    fahren schwere Verluste ein; die ersten Hedgefonds machen dicht:

    https://finanzmarktwelt.de/hedge-fonds-stuerzt-32-ab-wegen-anleihen-turbulenzen-265062/

    Und wie entscheidet Mr. Powell heute Abend?

    Eine Zins-Nullrunde würde wohl als FED-Schwäche-Anfall gewertet werden;
    der Konsens liegt daher bei maximal 0,25% Zins-Erhöhung, um eine
    weitere Panik an den Finanzmärkten zu vermeiden.
    ✍. (>‿◠)✌

      • @Klapperschlange

        „Die aktuellen Spannungen führen zu existenziellen Ängsten“ – und: „Ist die Fed zu weit gegangen, oder nicht weit genug? Beides könnte gleichzeitig der Fall sein.“ Ich bin begeistert, besser kann man die Ausweglosigkeit des geldpolitischen Dilemmas nicht beschreiben.

        Eine Aporie shakespeareschen Ausmaßes.

        Mit anderen Worten – ich darf mit Translators Erlaubnis mal dechiffrieren -. die Angst ist groß und egal wie das Federal Reserve System entscheidet, die Angst bleibt einfach. Einfach so.
        #Gekommen um zu bleiben.

        Wusstest Du, dass es auch eine Angst vor der Angst gibt? Sinnigerweise auch ‚Erwartungsangst‘ genannt.
        https://www.der-postillon.com/2019/05/friseurin-villen.html

    • @Klapperschlange

      Immer diese Hitzewallungen! Mal bin ich freudig erregt [der Zinsentscheid!], mal überkommt mich so eine merkwürdige Traurigkeit [die First Republik Bank!]. Das wird aber nur das Klimakterium sein.

      Die First Republik hat in den letzten 3 Monaten tatsächlich 90 Prozent der Marktkapitalisierung unterwegs verloren [und nicht wiedergefunden]. Selbst in Schweden ist man darüber not amused. Die schwedische Pensionskasse Alecta hat in einer Notoperation am offenen Herzen ihrer Rendite-Hoffnungen sämtliche Anteile an der Regionalbank verkauft – mit drastischem Verlust. Um ganz genau zu sein: 7,5 Milliarden schwedische Kronen – umgerechnet knapp 676 Millionen Euro.

      Aber alles ist besser, als mit dem sinkenden Schiff gleich komplett unter zu gehen.

      https://www.reuters.com/markets/deals/swedish-pension-fund-alecta-sells-its-stake-first-republic-bank-2023-03-21/

      Konfuzius sagt: Arbeiter, meidet die Junk-Bank.

  2. Fahnenstangen werden nahezu immer abverkauft.
    Dabei spielt das Basis Asset keine Rolle. Das kann Öl sein, Bohnen, Kobalt, Magerschwein oder Rinderhälften. Natürlich auch Gold.
    Von all diesen Werten besitzen die Abverkäufer kein Gramm, meist ist es so, dass die gar nicht wissen was Kobalt ist und mit Kobolden verwechseln.
    Man handelt einfach irgendwelche Verträge, gemacht von irgendjemanden für irgendjemanden, auch genannt Futures.
    Keiner dieser Abverkäufer macht sich die Hände mit Kohle oder Öl schmutzig oder gar mit Magerschwein.
    Er kauft und will keinesfalls das Magerschwein geliefert haben und er verkauft ab, ohne das arme Magerschwein je gesehen zu haben, ausser als Zahl auf dem Monitor.
    Insofern hat eben alles seine Ordnung.
    Ich verkaufe Mars Staub, 1.000 Kg ( eine Einheit)
    zum 18.August diesen Jahres zu 800 Dollar.
    (Ich nehme doch stark an, dass keiner das Zeug geliefert haben will und es nur am 15.September abverkaufen will.)
    Ich bitte nur um rechtzeitigen Deposit auf mein Kto:
    125787680100 bei der Credit Suisse, Schweiz

    • Gold wird jetzt bald reagieren, Luft holen für das alltimehigh.
      Wenn das fliegt wird Gold relativ schnell die 3000 erreichen. Wahrscheinlich schneller als viele das erwarten.
      Und Silber wird der ganz große Gewinner werden…!!!

      • Da meine Erwartungen bei Silber bewusst niedrig gesetzt sind: Es reicht mir, wenn ich mir von einer kleinen Silbermünze immer mindestens ein physisch vorhandenes, frisches und gesundes/nicht vergiftetes Brot und einen Humpen Bier erwerben kann. Von demher, hätte es schon immer gewonnen. Wenn es dann doch ein ganzes Fass Bier zum Brot wird, muss ich die Nachbarn einladen. Wird ja sonst schlecht/warm und ich müsste den Rest vom Schatz im Mittelmehr versenken. Ich weiß nicht, ob ich das will. Reicheleuteprobleme

      • @Themac
        Ruhig Blut. Die hier schreiben und `freiwillig` mitlesen, genießen das Spiel ohnehin von
        der Seitenlinie. Und haben ihre Wetten längst platziert.

  3. @Themac, mit welcher Begründung,obwohl FED 0,25 % erhöht hat,warum sollte Silber steigen?
    Hier im Forum wurde schon seit Jahren oft geschrieben,das die Edelmetalle abheben,aber nichts passiert!

    • @excellent
      Die normalen Marktregeln sin schon lange ausser Kraft.
      Es herrscht Hauen und Stechen und Manipulation, dass sich die Balken biegen. Das gilt für alle Assets, besonders aber bei Gold und Silber. Beides schärfste Konkurrenten zum Fiatmoney, mal vom Bitcoin abgesehen, welcher noch zu jung ist.
      Möglich, dass die Fed nun die Zinsen nicht hoch genug angesetzt hat, 0,75% wäre angebracht gewesen und der Markt, so es den überhaupt noch irgendwo gibt, meint, das Gelddrucken geht wieder los und damit die Abwertung von Dollar und Euro.
      Der einzige Schutz davor war, ist und wird eben immer Gold und Silber sein. So traurig das auch ist, da man in 5.000 Jahren noch nichts dazugelernt hat. Weder bei der Umwelt noch dem Miteinander.
      Liest man das Buch vom Gelben Kaiser, welches 4.000 Jahre alt ist und seinem Lehrmeiste Chi Bo, weiss man, dass sich nichts geändert hat. Nirgendwo.
      Auch nicht in der Technik, der Medizin oder Biologie, schon gar nicht im sozialen Leben.
      Und so stellt sich maruti immer die Frage:
      Was können wir und wissen wir bitte heute mehr als vor 4.000 Jahren ?
      Meine Antwort: Nichts, aber auch gar nichts.

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