Donnerstag,25.April 2024
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Goldpreis: So sind die Banken jetzt positioniert!

Die jüngste Zunahme der US-Gold-Futures-Verträge bei steigendem Goldpreis geht nicht primär auf den Deckel der Banken. Das zeigt ein aktueller Kontrollbericht. 

Goldpreis-Erholung

Im Handel mit Gold-Futures sahen wir im Zuge der Goldpreis-Erholung zuletzt einen deutlichen Anstieg des Open Interest und damit eine zunehmende Marktstärke. Das heißt, bei anziehendem Kurs wurden mehr Futures-Verträge angeschlossen. Wer sind die Neueinsteiger? Dazu gibt es in den wöchentlichen CoT-Daten nur recht allgemeine Hinweise, etwa unterschieden in gewissen Händlergruppen („Commercials“/“Spekulanten“).

Bankenbeteiligung an Gold-Futures

Etwas konkreter wird es im Rahmen des monatlichen „Bank Participation Report“, den die US-Börsenaufsicht CFTC publiziert. Denn hier werden die Positionen der an der COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken offengelegt. Dabei wird unterschieden zwischen US-Banken und Nicht-US-Banken. Und diese Daten gegen Auskunft über die Marktkonzentration im Goldgeschäft.

Gold, Goldpreis, Gold-Futures, Banken
Der Goldpreis verharrte zuletzt relativ nahe an den Rekordständen (gelb). Die Netto-Short-Position der an der COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken ist aber weit von den Höchstständen entfernt (weiß).

Verkaufsposition fast unverändert

Was zeigen die aktuellen Zahlen? Per 11. Juli 2023 waren fünf (nicht namentlich genannte) US-Banken bei Gold mit insgesamt 46.933 Kontrakten netto-short. Das heißt, diese Institute verkauften zu diesem Zeitpunkt 146 Tonnen Gold auf Termin. Allerdings blieb dieser Wert gegenüber Vormonat (148 Tonnen) annähernd konstant. Dabei entsprach diese Netto-Position zuletzt 13,3 Prozent der Summe aller offenen Gold-Kontrakte (Open Interest). Dagegen waren es im Vormonat noch 14,7 Prozent. Generell ist der Wert in den vergangenen Monaten gesunken. Beispielsweise lag er Ende April noch bei 16,10 Prozent.

Sinkende Marktkonzentration

Wie sieht es bei allen Banken gemeinsam aus? Hier hielten 31 Banken eine Netto-Short-Position auf Gold im Umfang von 82.054 Kontrakten (umgerechnet 255 Tonnen). Dabei ergibt sich auch hier gegenüber Vormonat keine wirklich signifikante Veränderung (-0,13 %). Aber der Open Interest stieg im Vormonatsvergleich um 11 Prozent auf 483.170 Kontrakte. Damit lässt sich feststellen: Die jüngsten Neuabschlüsse bei den Futures-Verträgen stammen mehrheitlich nicht aus dem Bankensektor. Denn der Anteil der Netto-Short-Position aller Banken am Open Interest ging von 31 Prozent auf nun 28,3 Prozent zurück (siehe Grafik).

Gold, Futures, COMEX
Die Netto-Short-Position aller mit Gold-Futures an der COMEX handelnden Banken hatte zuletzt einen Anteil von weniger als 30 Prozent am Open Interest. Die Marktkonzentration hat sich seit 2020 kontinuierlich verringert. Das liegt auch daran, dass mehr Nicht-Banken im Bereich der Gold-Futures die Short-Seite der Trades einnehmen.

Banken, Goldmarkt und Goldpreis

Allerdings lassen sich daraus keine unmittelbaren Schlüsse über Ursache und Wirkung ableiten. Nur so viel: Die Banken agieren als Market Maker, handeln Silber und Gold aber auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis / Silberpreis regelmäßig parallel zu den Long-Positionen der Spekulanten ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Allerdings hat sich hier in den vergangenen Jahren etwas geändert, so dass der klare Zusammenhang (Korrelation) zwischen Preis und Banken-Positionen insbesondere bei Gold etwas an Stichhaltigkeit verloren hat (siehe Grafik zu den Gold-Short-Positionen der Banken oben). Wir haben 2020 schon einmal darüber berichtet: Goldpreis-Rally 2020: Das ist diesmal anders! 

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4 Kommentare

  1. Der Goldpreis in Dollars nähert sich der 1980 Dollar Grenze. Das bedeutet, ein Balkonabwurf steht spätestens da an. Da der Euro zudem steigt, könnte die den Goldpreis in Euro unter die 1700 bringen.
    Goldkäufer sollten auf der Lauer liegen, sicher am Donnerstag oder Freitag Nachmittag.

    • Hey dann passt es ja, am Samstag bin ich in Österreich. Kann danach alles in den endlosen Tiefen des Balaton versenken. Sie haben mich inspiriert.

      • @GoldBewbie
        Ein Garten oder Fischteich tut es auch.
        Sondengänger haben da Probleme mit den Geräten,
        und drinnen graben tut da nun wirklich keiner gerne.
        Den Balaton allerdings würde ich nicht wählen.
        Drunten zu dunkel und oben zu nah an der Oberfläche. Vergraben Sie es lieber in einer feuchten Erde, mindestens 1 Meter tief und verstreuen Sie rostige Nägel, Muttern und Blechdosen wahllos rundherum in der Umgebung, nicht zu nahe am Grabungsort.
        Ideal geeignet, ein Naturschutzgebiet, wo weder gebaggert noch gebaut werden darf.
        Mindestens 1 Meter tief, besser tiefer, denn Füchse und Wildschweine können relativ tief so manches ausgraben.
        Ich hege den Verdacht, dass man Gold nicht auf 2.000 Dollar steigen wird lassen, sondern den Abwurf in Etappen startet. Zur Zeit schon 1982$ !
        Die Bruderschaft wird bald handeln.
        Balkonwurf und Glattstellen.

  2. Mir wären die prognostizierten
    1.500,- €
    für die Goldunze sehr angenehm, um meinen Baumwollschrott endlich los zu werden.
    Vielleicht hilft ein Stossgebet vom besten Orakel aller Zeiten an den Allmächtigen.
    Für einen Silberpreis unter 20 € ist vermutlich seit geraumer Zeit der Wolfgang da oben mit seiner Silberharfe verantwortlich.

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