Sonntag,21.April 2024
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Südafrika: Gold-Absatz im Mai explodiert

Der Absatz an südafrikanischem Gold ist im Mai stark angestiegen. Alleine im Vorjahresvergleich ging es um 71 Prozent nach oben.

Gold aus Südafrika

Südafrika hat im vergangenen Mai Gold im Wert von 15,78 Milliarden Rand verkauft. Das entspricht aktuell 773 Millionen Euro. Damit stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 71 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat haben die Betriebe sogar viereinhalbmal mehr Gold verkauft. Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Monatsbericht von Statstics South Africa (Stats SA).

Gold, Goldmine, Goldproduktion, Südafrika (Bild: Goldreporter)
Deutliche Belebung der Gold-Geschäfte in Südafrika. Sowohl Produktion als auch Absatz sind im Mai deutlich gestiegen (Bild: Goldreporter).

Außerdem steigerten die Minen ihre Goldproduktion deutlich. Denn im Vorjahresvergleich stieg der Output um 27,3 Prozent. Im Vormonat hatte man die Produktion um 27,4 Prozent gesteigert.

Gold, Produktion, Goldproduktion, Südafrika
Gold-Produktion stark gestiegen: Entwicklung der Mineralien-Produktion Südafrikas seit Dezember 2022 jeweils im Vorjahresvergleich (Quelle: Stats SA)

Platin / Diamanten

Dagegen ist die Produktion von Metallen der Platingruppe (Platin, Palladium =PGM) weiter rückläufig. Hier haben die Bergbaubetriebe im Vorjahresvergleich 7,2 Prozent weniger gefördert (Vormonat: -4,2 %). Allerdings stieg der Absatz dieser Edelmetalle deutlich, zumindest im Vormonatsvergleich. Denn mit 22,17 Milliarden Rand (1,08 Mrd. Euro) lag der Wert 30 Prozent höher. Dagegen verzeichneten PGM-Verkäufe einen Rückgang um 20 Prozent.

Gold, Absatz, Verkäufe, Südafrika
Entwicklung der Gold- und anderer Mineralien-Verkäufe Südafrikas seit Dezember 2022 in Millionen Rand (1 Rand = 0,049 Euro; Quelle: Stats SA).

Gegenüber Vorjahr verzeichnet auch Diamanten-Produktion weiterhin rückläufige Zahlen. Denn im Mai fiel das Ergebnis um 31,4 Prozent zurück. Allerdings hatte das Minus im Vormonat noch 41 Prozent betragen.

Stats SA macht in ihren Monatsberichten keine Angaben über die absoluten Produktionszahlen.

Hintergrund

Bis zum Jahr 2006 war Südafrika auch der größte Goldproduzent (Sorge in Südafrika: „Goldförderung am Ende“). Im Folgejahr übernahm China die Rolle des globalen Marktführers. Rückläufige Mineralisierung im Gestein und das Ausbleiben neuer substanzieller Gold-Funde ließen die Produktionszahlen des Landes fallen. Allerdings litt die südafrikanische Minenbranche in den vergangenen Jahren auch unter schwierigen Förderbedingungen (Bergbau in extremer Tiefe, Streiks, Stromausfälle, Corona). Außerdem sind die Kosten der Goldförderung weiter gestiegen.

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2 Kommentare

  1. Der Krügerrand gilt als Goldanlage schlechthin.
    Traditionsbedingt. Die Produktionskosten sind niedrig und so verdient der Betreiber eben mehr.
    Manche Goldhändler bieten diese Münze zu erstaunlich niedrigen Preisen an.
    Die Menschen in diesen Minen arbeiten unter Bedingungen, welche sich hier keiner vorstellen mag.
    Und so fordert hier:
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/IW-Chef-Wir-muessen-wieder-mehr-arbeiten-article24267916.html
    Der gute Mann will nicht verstehen, dass er und seinesgleichen eben mit weniger Profit wird auskommen müssen. Die Zuwanderer reichen offenbar nicht oder können nicht oder wollen nicht unter hiesigen Bedingungen arbeiten und schon gar nicht mehr.
    Auch nicht, wenn weitere 10 Mio ankommen.
    Und die ansässigen Fachkräfte, der Mittelstand, will auch nicht länger die Melkkuh der Nation sein.
    Also muss weniger produziert werden. Die Umwelt und das Klima wird danke sagen.
    Es gibt ohnehin zu viel unnütze Produktion und Firlefanz, welche keiner braucht. Dann fahren eben weniger Autos hier. Auch nicht schlecht.

  2. Was ich noch sagen wollte:
    Die Betreiber machen keine Angaben über absolute Zahlen, sondern nur Prozente.
    Dazu ist zu sagen, dass auch 20% mehr von vorher schon Wenig auch nicht viel mehr sind. So manche Rentner können ein Lied davon singen.
    In SA werden eben die Minen und damit die Arbeiter ausgequetscht wie die Zitronen.
    Hätten solches die früheren Minenbetreiber gemacht, würde man heute von Sklaverei in der Welt, besonders in Deutschland schreien. Aber hier hört man nichts von Amnesty, Racketes und Humanity und Ärzte ohne Grenzen oder wie diese NGO so alle heissen mögen.
    Es ist eine Schande zum Schreien, wie sich die Medien und all diese NGO verhalten.
    Keiner traut sich was zu sagen, könnte ja rassistisch gewertet werden.

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