Montag,16.Mai 2022
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Goldpreis: Spannung vor neuen Inflations-Daten

Gold, Goldpreis, Inflation (Foto: Goldreporter)
Erhöhte Inflationsraten waren zuletzt bereits eingepreist, aber weiter steigende Inflationserwartungen könnten den Goldpreis noch einmal deutlich beflügeln (Foto: Goldreporter).

In dieser Woche gibt es neue Inflationsdaten aus den USA. Wie werden die Börsen und der Goldpreis reagieren?

Goldpreis erholt

Der Goldpreis ist mit leichten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Am Montagvormittag um 9:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.812 US-Dollar. Das entsprach 1.583 Euro (+0,28 %). Dagegen kletterte der Silberpreis um 1,2 Prozent auf 22,74 US-Dollar beziehungsweise 19,86 Euro.

Wichtige Wirtschaftsdaten

Am Vormittag waren Zahlen zur deutschen Industrieproduktion im Dezember erschienen. Diese gingen gegenüber Vormonat um 0,3 Prozent zurück. Dabei hatten Analysten hatten einen Anstieg um 0,4 Prozent prognostiziert. Im Verlauf der Woche kommen weitere wichtige Konjunkturdaten. Dazu gehört die deutsche Handelsbilanz (Importe/Exporte) im Dezember am Mittwoch.

US-Inflation

Dagegen erfahren wir am Donnerstagnachmittag, wie die offizielle US-Inflation im Januar ausgefallen ist. Diese hatte im Dezember 7,0 Prozent erreicht. Das Ergebnis wird ein wichtiges Signal für die Märkte sein, auch hinsichtlich der kurzfristig zu erwartenden US-Geldpolitik. Außerdem am Donnerstag interessant sind die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten.

Geschäftsberichte

Darüber hinaus melden in dieser Woche auch noch einige Konzerne ihre Quartalszahlen. Dazu gehören unter anderem Toyota, Walt Disney (jeweils Mittwoch) sowie Coca-Cola, Credit Suisse, Kellogg, Linde, Philip Morris, Siemens, Société Générale, Twitter, Unilever (alle Donnerstag).

Goldpreis-Perspektive

Wie werden die Märkte und der Goldpreis reagieren, wenn die Inflation in den USA weiter anzieht? Ein weiterer Anstieg ist eingepreist. Denn Analysten rechnen für Januar mit einer Inflationsrate von bis zu 7,3 Prozent und einer Kerninflation von 5,9 Prozent. Überschießt die US-Inflation, dann dürften die Edelmetalle profitieren.

Des Weiteren dürften hinsichtlich der Entwicklung bei Gold und Silber eher unzuträglich sein, was den US-Dollar stärkt und die US-Renditen weiter nach oben reißt. 10-jährige US-Staatsanleihen rentierten in Erwartung einer baldigen US-Zinserhöhung am Montag bereits mit 1,9 Prozent.

Goldreporter

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19 Kommentare

  1. Was wir ab März von der FED erwarten können, stammt aus dem
    Zauberkasten mittelalterlicher Gaukler: ๑•͡ .̫•꒜.

    Die Zentralbank (FED) muss die Zinssteigerungserwartungen
    der Anleger wachhalten.

    Das wiederum macht es erforderlich, die Marktzinsen innerhalb
    des Zinssenkungstrends nicht nur zu senken, sondern
    zwischenzeitlich (quasi als Show-Einlage) auch mal (leicht)
    anzuheben.
    Das ist vor allem dann nötig, wenn die Inflation
    ansteigt, wenn sich in der Öffentlichkeit die Sorge vor dem
    Kaufkraftverlust des Geldes ausbreitet. Denn dann schwindet das
    Vertrauen in Zentralbank und ihr ungedecktes Geldsystem.“

    Daher:
    „eine hohe Inflation und negative Realzinsen bleiben uns viel länger
    erhalten …“, (hier mehr:)

    Das „Zins-Erhöhungs-Schreckgespenst“ ✌(༼•!•༽)✌ der FED
    muß wohl in der Büchse der Pandora bleiben – vorläufig.
    [bis nach dem „reinigenden Gewitter“ eines satten Finanzcrashs]

    Die (rechtskräftig) wegen fahrlässigem Umgang mit Steuergeldern
    verurteilte EZB-Chefin zögert beharrlich mit Zins-Erhöhungen; sie weiß,
    schon, warum . . .
    (♥Ĺ̯♥).
    (merke: „klappern“ gehört zum Handwerk ✌)

    • @Klapperschlange

      Naja, „schaun mer mal, dann sehn mer scho“ [der gefallene Engel Beckenbauer nach dem Höllensturz]. Nachdem nun auch das ̶U̶f̶o̶ Ifo-Institut die Inflationsprognose für das Gesamtjahr deutlich auf 3,1 Prozent heraufgesetzt hat, rechnet das EZB-Ratsmitglied Klaas Knot [oder war’s Knot Klaas?] mit einer ersten Zinsanhebung noch in diesem Jahr. Aber auch er übt sich in geldpolitischer Esoterik: Man könne die Euro-Zone nicht mit den USA vergleichen, schließlich käme die Inflation vorrangig „aus dem Ausland“, wogegen die EZB nicht viel tun könne. Aha, soso, na dann.

      In God’s Own Country wird die Diskussion schon ein wenig ernsthafter geführt. Gegenstand der Debatte: Die flottierende Geldmengenausweitung. Alleine in den letzten zwei Jahren der Corona-Pandemie erhöhten die Rettungs- bzw. Notfallmaßnahmen der Fed die Geldmenge um veritable 40 Prozent. Eine glatt viermal so große Menge neuen Geldes wie in den zwei Jahren zuvor. All die frei fluktuierenden Dollars würden nun begrenzten Warenvorräten hinterherjagen, so die Kritiker.

      Die Sprachregelung der Fed widerspricht dem: Es gäbe keinen Zusammenhang mehr zwischen der zirkulierenden Geldmenge und steigenden Preisen. Verantwortlich seien vielmehr atypische „Störungen“, verwiesen wird vor allem auf den Umstand, dass ein großer Teil des schönen Geldes im Finanzsektor verbleibt, statt in die sog. Realwirtschaft oder sogar bis zu den Endverbrauchern durchzusickern. So hätten die Banken mehr als 2 Billionen Dollar einfach auf ihren Konten bei der Fed geparkt.

      Der Chef vom Janzen, Jerome „Jay“ Powell, beharrt darauf, dass die Verbindung zwischen der Geldmenge und der Inflation bereits „vor 40 Jahren endete“. Die Deregulierung der Finanzmärkte habe es den Banken erlaubt, eine ganze Reihe Instrumente zu generieren, um das neugeschaffene Geld innerhalb des Finanzsektors zu verwerten. Ein Narrativ also, welches die eigene Hilflosigkeit betont – die Fed-‚Bemühungen‘ als „Übungen in Sinnlosigkeit“.

      https://www.washingtonpost.com/business/2022/02/06/federal-reserve-inflation-money-supply/

      • @Thanatos Die Inflation muss ja aus dem pösen Ausland kommen, denn mit sinnfreiem Gelddrucken hatte Inflation ja noch niemals was zu tun .Der Putin wars oder die bösen Chinesen.Am meißten beeindruckt mich an den Medien immer aufs neue, für wie blöd man die Leute hält.

        • @Materialist
          Viele Leute sind es leider. Die glauben am Ende, daß wir EM-Bugs dran schuld sind, daß die Banane krumm ist. Deshalb an dieser Stelle mein Glaubens-Bekenntnis: Our wealth has one foundation
          https://www.youtube.com/watch?v=yz72eK_JsNc

          Our wealth has one foundation.
          It’s bullion in the hoard;
          For me and for my nation
          It is our shield and sword:
          From space it came, I sought it.
          It is now by my side;
          With my own cash I bought it,
          The FIAT world has died.

          Stockpiled by every nation,
          Yet one o’er all the earth,
          Its charter of salvation,
          One Lord, one faith, one birth;
          One holy Name it blesses,
          Partakes one holy food,
          And to one hope it presses,
          With every grace endued.

          Long with a scornful wonder
          Men saw her sore oppressed,
          By schisms rent asunder,
          By heresies distressed.
          Yet saints their watch were keeping
          To hail a brighter day,
          When gold should stop their weeping,
          Take their reproach away.

          ’Mid toil and tribulation,
          And tumult of her war,
          It waits the consummation
          Of peace for evermore;
          Till, with the vision glorious,
          Its longing eyes are blest,
          And the great gold victorious
          Shall be the gold at rest.

      • @Thanatos

        Zitat:
        . . .atypische „Störungen“ resultieren aus dem Umstand,
        dass ein großer Teil des schönen Geldes im Finanzsektor verbleibt,
        statt in die sog. Realwirtschaft oder sogar bis zu den Endverbrauchern
        durchzusickern.“

        Wie wahr.
        Die Kreditvergabe liegt auf Eis.
        Diese „atypischen Störungen . . .“ halten nun schon seit mehreren
        Monaten an; im Durchschnitt werden von den großen US-Banken (>75) jede
        Nacht im „Reverse Repo-Markt“ zwischen $1,6 und $1,7 Billionen
        US-Dollar geparkt und den Märkten Liquidität entzogen, indem die FED
        die US-Schulden „monetisiert“, um dem Rest der Welt eine kontinuierliche
        Nachfrage nach US-Schuldscheinen vorzugaukeln. ⸍⚙̥ꇴ⚙̥⸌

        https://www.newyorkfed.org/markets/data-hub
        ໒( •́ ∧ •̀ )७.

        • @Klapperschlange
          Da hilft manchmal nur noch beten.
          Guide me, O Thou great Jay Powell
          https://www.youtube.com/watch?v=L2QvFKKCzzs

          Guide me, O Thou great Jay Powell,
          pilgrim through this FIAT land,
          I am weak, but Thou art mighty,
          hold me with Thy printing hand.
          Money printing, money printing,
          cheat me till I want no more, want no more,
          Cheat me till I want no more.

          Open now the money fountain,
          whence the FIAT stream does flow,
          Let the crooks and bank consultants
          lead me all my journey through.
          When the banks and brokers pilfer,
          be Thou still my strength and shield, strength and shield,
          Be Thou still my strength and shield.

          When I tread the verge of reset,
          bid my anxious fears subside,
          Death of bonds, and shares destruction,
          land me safe on bullion’s side.
          Songs of praises, songs of praises,
          I will ever give to Thee, give to Thee,
          I will ever give to Thee.

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  3. Die normale ( was ist in diesen Zeiten schon normal, aber wenn mal doch), Öl Gold Relation beträgt 15.
    Es gab durchaus kurzfristige Übertreibungen nach oben bis 50 und unten bis 12.
    Sollten aber normale Zustände eintreten, müsste man mit 15 rechnen.
    Bliebe Gold bei 1800 würde das einen Ölpreis von
    120 Dollar bedeuten, bei einem Goldpreis von 2100 Dollar gar 140 Dollar.
    Was das aber für die Inflation bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Benzinpreis 3 Euro, Inflation 12 und mehr Prozente.
    Dann wäre sie endlich angekommen, die von allen Seiten gewünschte und erhoffte Inflation.
    Einen leichten Hauch davon können wir allerdings schon jetzt geniessen.
    PS:
    anders herum, bliebe Öl bei 80-90 Dollar, das ist etwa erträglich, dann aber müsste Gold auf 1200 bis 1300 Dollar sinken. Was denkt die Forengemeinschaft, was wahrscheinlicher ist ?
    Ich könnte mir denken, etwas dazwischen, dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Geldverwalter.

  4. Es ist ganz einfach und es gibt in der Geschichte schon ein praktisch durchgeführtes Beispiel:
    Die finanzielle Repression in den USA nach dem 2. Weltkrieg.
    Mit Inflation und gedeckelten Zinsen hat man die Gläubiger jedes Jahr um einen stattlichen Prozentsatz enteignet, bis die Schulden weg waren.
    So machen wir es jetzt auch.

    Aber nur vorübergehend.
    Wie lange ist „vorübergehend“ ?

    Ganz einfach: Bis die Schulden weg sind.
    Klitzekleiner Nebeneffekt: die Vermögen der Papiereigentümer sind dann auch weg.
    Aber egal, irgend ein kleiner vernachlässigbarer Kollateralschaden ist immer.

    • @MeisterEder
      Wer die Macht hat, kann das tun.
      Es heisst doch, den Bürgen sollst du würgen und den Gläubiger glauben lassen ( dass er sein Geld wieder sieht).
      Das gilt für alle Schuldenscheine, Papiergeld, Giralgeld, Aktien und Anleihen ( sic!), aber auch Immobilien.
      Da man mit selbigen nich flüchten oder diese verstecken kann und glaubt, dass sie einem der Staat nicht wegnimmt, wegbesteuert oder weg verauflagt.
      Aber das kommt, wie @ws weiss, niemals vor.
      Einzig und allein ist eben Gold Schuldfrei, wohlbegehrt und dazu noch zu verheimlichen.
      Quasi ein Affront, eine Klatsche ins Gesicht eines jeden rechtschaffenen Bank(st)ers oder Finanzpolitikers.
      Welche immerzu beteuern:
      Wir wollen doch nur Ihr Bestes.
      (Ihr Vermögen ist damit gemeint).

      • @MeisterEder
        Frei nach Johann Wolfgang von Goethe
        Fausts letzte Worte (etwas anders)

        Ein Sumpf zieht am Gebirge hin,
        Verdauet alles schon Verschlungene;
        Den dummen Michel abzuzieh’n,
        Das letzte war das Höchsterrungene.
        Verschwenden wir dann viele Millionen,
        Nicht offenbar, doch heimlich, keinen schonend.
        Grün das Gelaber, furchtbar; Mensch und Herde.
        Sogleich verdrießlich auf der heißgeword’nen Erde.
        Gleich angewidert von der Steuern Kraft,
        Die aufgewälzt kühn – emsige Beamtenschaft.
        Im Innern hier ein paradiesisch Land,
        Da rase draußen Target bis auf zum Rand,
        Und wie man lügt, gewaltsam einzuschießen,
        Finanzamt eilt, die Bürger zu verdrießen.
        Ja, diesem Unsinn bin ich ganz ergeben,
        Das ist der Bosheit letzter Schluß.
        Nur der verdient sich Steuern wie das Leben,
        Der täglich sie erhöhen muß.

  5. Man kann es im Vorfeld ablesen, wie die Inflationsdaten ausfallen. Sinkt der Goldpreis wieder deutlich unter 1800
    ( so 1775 etwa), ist die Inflation höher als erwartet. Bei etwas knapp unter 8%.
    Steigt der Goldpreis aber Richtung 1840 ist die Inflation rückläufig und war nur vorübergehend.

    • @Rolandb Kommt mir auch so vor als ob der hundertjährige Kalender zwar nicht beim Wetter aber in der Wirtschaft wunderbar funktioniert.Die Weichen sind gestellt dafür.

  6. Man sollte nun nicht meinen, dass die Notenbanken nicht wissen, was sie tun. Da entscheidet nicht einer, sondern ein ganzes Team. Und das hat Zugriff zu allen möglichen Ressourcen.
    Grosscomputer, Finanzmathematiker, Umfragewerte, Politiker und Entscheidungsträger, ganze Gremien samt Denkfabriken und vieles mehr. Und nutzen diese auch.
    Da werden wahrscheinlich hunderte Szenarien durchgerechnet, analysiert, diskutiert bevor man dann eine Mehrheitsentscheidung trifft und diese an die Öffentlichkeit bringt.
    Natürlich kann es Fehlentscheidungen geben, aber ehrlich, hätten wir als Laien überhaupt eine Chance keine zu treffen ?
    Diese Leute sind nicht dumm, das zu meinen wäre ein schwerer Fehler. Was aber nicht heisst, dass sie altruistisch eine Heilsarmee sind. Eher kühle Strategen.
    Woher ich das weiss ?
    Nun, ich kenne einen davon. Der galt schon in unserer Schule als Mathe Genie. Etwas verschroben ist und war er, aber dumm keineswegs. Und keineswegs ein Mädchenschwarm, das auch nicht.
    Ob die sich wirklich sehenden Auges in eine Sackgasse manövrieren, ohne Hintertür ?
    Ich kann es nicht glauben.
    Aber wenn doch ? Nichts ist nämlich unmöglich.
    Naja, dafür horten wir halt Gold.
    Für das Unmögliche, das Undenkbare.

    • Maruti:
      Die öffentliche Hand hat im Unterbau der Ministerien, Behörden, etc. durchaus sehr kluge und fähige Menschen. Das bringt jedoch rein gar nichts, wenn diese Behörden von politischen Beamten geführt werden, bei denen nicht die fachliche Kompetenz, sondern das richtige Parteibuch, die Quote und die Unterwerfung unter Haltungen und Ideologien zählen. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

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