Donnerstag,25.April 2024
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Goldpreis: Spannung vor neuen Inflationsdaten

In Erwartung neuer Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten tendierten Anleihe-Renditen und Goldpreis am Dienstag schwächer.

Goldpreis-Entwicklung

Am Dienstagvormittag um 10 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.931 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.758 Euro. Damit kamen die Kurse gegenüber Vorwoche um 0,8 Prozent beziehungsweise 0,1 Prozent (in Euro) zurück. Die Entwicklung ist begleitet von gemischten Signalen aus der Wirtschaft, begleitet von einer zunehmend geringeren Erwartungshaltung an eine weitere geldpolitische Straffung in den USA.

Gold, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis reagiert in der Regel auf die Bewegungen des US-Dollars und der Anleiherenditen. Zuletzt sanken die Erwartungen an weitere Zinsanhebungen, zumindest in den USA. Gleichzeitig steigt aber auch die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung (Bild: Goldreporter).

Denn zuletzt wurde die Wahrscheinlichkeit für eine Pause bei der Zinsanhebung in der September-Sitzung am US-Terminmarkt mit 85,5 Prozent gehandelt. Und auch die Fed-Entscheidung im November wird mehrheitlich ohne weiteren Zinsschritt antizipiert (68,5 %).

Anleihe-Renditen

In diesem Zuge haben sich auch die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen nicht mehr signifikant nach oben entwickelt. Während die Marktzinsen in den USA im Vorwochenvergleich praktisch unverändert blieben, sind die Renditen in der Eurozone mehrheitlich zurückgekommen. So brachten 10-jährige deutsche Staatspapiere am Dienstag 2,46 Prozent – nach 2,51 Prozent in der Vorwoche. Entsprechend rentierten auch die Renditen in den anderen Euroländern niedriger.

Ausblick

Die kommenden Tage stehen einmal mehr im Einfluss neuer Inflationsdaten. Diese können auch den Goldpreis tangieren. Denn am Mittwoch gibt es hier neue Zahlen aus China. Donnerstag und Freitag folgen entsprechende Updates aus den USA. Zunächst wird dort die Verbraucherpreis-Entwicklung für Juli veröffentlicht und am Tag darauf folgen die US-Erzeugerpreise. In allen Fällen sind insbesondere die Kernraten interessant. Denn geben besseren Aufschluss darüber, wie stark und womöglich nachhaltig die Preise unabhängig von den schwankenden Energiekosten angestiegen sind.

Anleihen, Renditen, Zinsen, Länder, Deutschland, USA

Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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2 Kommentare

  1. Die Kurse kommen nun fast jeden Tag zurück und bewegen sich nun Richtung 1900 Dollar abwärts.
    Wie ukunda beschrieb, liegt die kritische Linie nun bei 1885. Würde die zum Wochenschluss durchbrochen,
    kommt es zu weiteren Abverkäufen.
    Die Inflationsdaten ( die gemogelten) haben nur einen kurzfristigen Einfluss. Der Trend ist wichtiger und der ist zur Zeit bärisch. Wann es auch in Euro abwärts geht, hängt von vielem ab. Da der Euro aber weiter schwächer tendiert, könnte dies einen geringen Ausgleich bedeuten.
    Jedenfalls, potentielle Goldkäufer sollten auf der Lauer liegen.
    Bei Spot Preisen unter 1700 Euro zuschlagen.
    Trost: Die DAX ( sog. Papierwerte) scheint es heftiger zu erwischen. Traurig für jene, welche meinten bei knapp 16600 den Zug zu nicht zu verpassen zu müssen.

  2. Heute berichten die Medien:
    China in der Deflation.
    China, Katar, der Retter der deutschen Wirtschaft von 2008 ( China soll es richten mit seinem Boom),
    fällt nun flach für die Exportindustrie und die billigen Produzenten des deutschen Maschinenbaus und der Automobile.
    Offenbar haben es die Aktionäre noch nicht realisiert und kaufen weiter Aktien deutscher DAX und MDAX Papiere.
    Zum Wohle der hiesigen Manager und deren Boni.
    Noch lässt man es sich zusätzlich einen Haufen Geld kosten, die EM billig zu galten und damit zu subventionieren. Doch wehe, wenn das Gerenne aus den Aktien losgeht und klar wird, dass auch die Zinsen wieder gegen Null gehen und die Inflation gegen 10%.
    Diesmal hofft man, die USA wird es schon richten.
    Nur, das sind geborene Dollar Jäger und werden den Firmen hier was husten. America first, liebe Aktionäre.

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