Montag,06.Februar 2023
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Goldpreis: Starkes Comeback nach Einbruch!

Gold, Goldpreis, Bullen (Foto: Goldreporter)
Goldpreis erholt: Das „Managed Money“ kehrte zurück ins Bullenlager. Und an der COMEX sind die Gold-Lagerbestände erstmals seit neunundzwanzig Wochen wieder angestiegen (Foto: Goldreporter)

Im Verlauf der Handelswoche gewann der Goldpreis zunehmend an Stärke. Allerdings hatte es gleich zu Wochenbeginn einen Dämpfer gegeben.  

Goldpreis

Der Goldpreis absolvierte erneut eine bewegte Handelswoche. Nach dem Kurseinbruch gleich zu Wochenbeginn holte sich das Edelmetall schrittweise und ging am US-Terminmarkt fast unverändert und knapp über 1.800 US-Dollar ins Wochenende.

Was geschah am US-Terminmarkt? Wir betrachten die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 6. Dezember 2022.

CoT-Daten

Hier stieg die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber Vorwoche um 9 Prozent auf 130.079 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 4,6 Prozent zu auf 115.125 Kontrakte. Dabei stockten die Untergruppe des „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) ihre Netto-Käufe nun um 59 Prozent auf. Damit standen diese trendorientierten Händler wieder mit 23.487 Kontrakten (umgerechnet 73 Tonnen) auf der Käuferseite. Bis zum 8. November war diese Untergruppe noch zehn Wochen in Folge netto-short positioniert.

Open Interest

Währenddessen sank der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, in der dritten Woche in Folge. Zuletzt ging er gegenüber Vorwoche um 2,6 Prozent zurück auf 422.100 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag ging es dann um 1,4 Prozent nach oben auf 427.823 Kontrakte.

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Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis beendete Handelswoche auf Basis der US-Futures mit 1.809 US-Dollar pro Unze (Februar-Kontrakt). Damit gab der Kurs gegenüber Vorwoche um 2 US-Dollar nach. Der Blick auf den Wochenchart zeigt, wie der Goldpreis nach dem Einbruch am frühen Montagmorgen (Tagestief: 1.778 USD) sich im Wochenverlauf schrittweise und unter deutlichen Schwankungen erholte. Am Freitag profitierte Gold dann kurzfristig von den gestiegenen Inflationserwartungen in den USA.

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Goldpreis in US-Dollar, Wochenchart (5 Min.), Basis: US-Futures, Dezember-Kontrakt (Quelle: CME Group)

COMEX-Gold-Lager

Unterdessen stiegen die Goldbestände in den COMEX-Tresoren erstmals seit neunundzwanzig Woche in Folge mit sinkendem Inventar. Denn per 8. Dezember 2022 summierten diese sich auf 23,49 Millionen Unzen. Damit nahmen die Bestände gegenüber Vorwoche um rund 80.000 Unzen zu (Vorwoche: -240.000 Unzen). Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Edelmetall-Bestände der Kategorie „eligible“ um 10.000 Unzen auf 11,78 Millionen Unzen.

Erkenntnis: Bei einem Open Interest von 427.823 Kontrakten wurden Ende der Woche insgesamt 42.782.300 Unzen Gold in Form von Standard-Futures gehandelt (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war offiziell zu 54,90 Prozent mit entsprechenden Lagerbeständen gedeckt (Vorwoche: 53,85).

Lieferanträge

Diese Unterdeckung wird vom Börsen-Betreiber damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt werden. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Wie hoch der Anteil ist, kann man ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung ersehen.

So meldete die Börsenaufsicht CFTC für den neuen Kontraktmonat Dezember nun 16.578 Anträge auf physische Auslieferung. Damit kamen innerhalb einer Woche 4.597 Anträge hinzu. Zum Vergleich: Im Vormonat waren es insgesamt nur 8.716 Anträge. Dagegen gab es im bisherigen Rekordmonat Juni 2020 insgesamt 55.102 „Delivery Notices“.

Goldpreis-Ausblick

Auch in der ersten Wochenhälfte nutzten viele Futures-Händler die Goldpreis-Erholung, um sich aus dem Handel mit Gold-Futures zu verabschieden, denn der Open Interest sank. Aber Richtung Wochenende gewann Gold an Marktstärke.

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10 Kommentare

  1. Nach Einbruch ?

    Nein, nach Überfall in Pjöngjang !

    Drei maskierte Räuber überwältigten zwei bewaffnete Wachen und
    erbeuteten Gold ( 200 kg ) im Wert von etwa 11 Millionen US-Dollar, so
    die Quelle.

    Der Überfall ereignete sich, als das Fahrzeug auf der Nationalstraße 1 von
    Sinuiju in der Provinz Nord-Pyongan in Richtung der Hauptstadt Pjöngjang
    unterwegs war.“

    Hey, @Thanatos, alter Junge: ( ᕙ(⇀‸↼‶)ᕗ ✌ ❤ ✌)
    wo willst Du denn das Zeug verkaufen?
    „Da es in Nordkorea keinen Goldmarkt gibt, ist das gestohlene Gold
    praktisch wertlos, es sei denn, es kann an chinesische Käufer geschmuggelt
    werden.“

    ✌(༼•!•༽)✌

  2. Investigative @Klapperschlange,

    anbei die Quelle zur Quelle. Unsere weiteren Informanten, liebe binäre bzw. nichtbinäre LeserInnen bzw. LGBTQIA+ müssen wir* natürlich schützen – versteht sich.

    Dennoch einige exklusive Impressionen aus dem Grenzgebiet zu China. Demnach ist die Stadt Hyesan [혜산] mit Flyern übersät, in denen die Bürger aufgefordert werden, sich sofort bei den Behörden zu melden, wenn sie Gold angeboten bekommen. Im Grenzgebiet zu China wird von Ausnahmezustand und höchster Alarmbereitschaft berichtet. Auch die interne Revision im Bereich der Sicherheitskräfte soll auf Hochtouren laufen.

    Derweil scheinen viele Menschen die Gold-Banditen insgeheim als Helden zu betrachten.
    Das müssen wir mit Abscheu verurteilen und zurückweisen!

    https://www.rfa.org/english/news/korea/gold-12012022142916.html

    *Klapperschlange und ich sind assoziierte Journalisten des „Büros 39“ der Arpeiterpartei Nordkoreas. Von den 2 bis 4 Tonnen Gold, die Nordkorea jährlich produziert, wird der überwiegende Teil an das „Büro“ geschickt. Wir sitzen also quasi an der besagten Quelle.

    • @Thanatos

      Schön, daß Du Dich wieder meldest; viele Mitleser haben Dich schon vermißt,
      denn nur ich wußte ja, daß Du den tollen Coup ausarbeiten mußtest . . .

      Mein Dank gilt natürlich auch „ Claire Shinyoung Oh Lee„, die den
      „rfa-Artikel“ für uns translatiert hat.

      Wir freuen uns, weiter von Dir zu hören lesen, paß auf Dich
      und die 200 kg auf; möge Konfuzius Dich beschützen!

      • Klapperschlange

        Ja, es war sehr aufwändig. Um nicht als westliche Langnase, CisMann und Babyboomer aufzufallen, musste ich mich quasi neu erfinden. Das gelang nur, weil Du mir derweil beim GR den Rücken freigehalten hast. Auf Dich kann man sich eben verlassen!

        Achja, bevor ich es vergesse…
        약속대로 방울뱀, 당신의 몫은 모을 준비가 되었습니다!

        • @Thanatos

          Nanu ?! Seit wann sprichst Du fließend Slowenisch?

          „yagsogdaelo memobaem, dangsin-ui mogs-eun mo-eul junbiga
          doeeossseubnida!“

          ﴾͡ ๏̯͡๏﴿ ❤

    • @MeisterEder

      Lieben Dank, das ist sehr nett.
      Ich muss mal schauen, ob es zeitlich überhaupt machbar ist.
      Wie meinte Konfuzius gerade heute noch in einer WhatsApp an mich:
      „Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.“

      • @Thanatos
        Völlig klar, wer noch im Berufsleben steht, hat ausreichend um die Ohren.
        Ausserdem tut sich hier bei unserem Thema ja nix.
        20 Euro rauf oder runter, mehr ist nicht.
        Wir warten gemütlich und mit Geduld auf den „Rumms“.
        Auch deshalb gleiten hier die Themen von Gold hin und wieder ja auch ins banale Leben ab.
        Kompliment zur Netzabdeckung an dem Ort, an dem Sie gerade sind.
        Zu Konfuzius komme ich nie durch.
        Aber der Bayer ist es ja gewohnt, vergeblich auf Erleuchtung zu warten.
        Schon seit Engel Aloisius.

  3. Apropos, Translator, wo bist Du denn abgeblieben? Mein Lieber, befindest Du Dich wieder auf Abwegen?
    Ich hoffe, Du bist nicht „Transferleistungsempfänger-das-Wahlrecht-entziehen“-Krall in die selbstgewählte Verbannung des EvaHermanschen Elysiums der kanadische Provinz Nova Scotia gefolgt!?
    Oder hat Dich die Welle der 3000 geläutert? Das Purgatorium könnte Deine letzte Chance sein!

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