Mittwoch,01.Februar 2023
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Goldmarkt: So sind die Banken jetzt positioniert

Am US-Terminmarkt ist die Verkaufsposition der im Gold-Futures-Handel tätigen Banken gegenüber Vormonat um bis zu einem Drittel gestiegen.

Goldpreis

Der Goldpreis hat im November deutlich angezogen. Im Monatsdurchschnitt stieg der Kurs um 4 Prozent auf 1.726 US-Dollar pro Unze. Im Zuge dieses Kursanstiegs ist die Netto-Short-Position der im US-Gold-Futures-Handel tätigen Banken stark angestiegen. Das zeigen die Zahlen des aktuellen, einmal am Monatsanfang veröffentlichte Bank Participation Report der US-Börsenaufsicht CFTC.

Gold-Futures

Demnach stieg die Netto-Short-Position der US-Banken gegenüber Vormonat um 34 Prozent auf 51.071 Kontrakte. Das entspricht Netto-Verkäufen im Umfang von 158 Tonnen Gold. Damit wurde gleichzeitig der höchste Stand seit Juni 2022 erreicht. An dieser Goldposition waren nur fünf Banken beteiligt.

Gold, Futures, Banken, Position

Banken auf der Short-Seite

Dagegen stieg die Netto-Short-Position aller 23 im US-Gold-Futures-Handel tätigen Banken (US-Banken und Nicht-US-Banken) um 26 Prozent auf 81.764 Kontrakte. Damit verkauften sie Anfang Dezember unter dem Strich 254 Tonnen Gold auf Termin. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert seit vergangenem August.

Silber-Futures

Währenddessen stieg die Netto-Short-Position der US-Banken auf Silber zuletzt um 23 Prozent auf 26.695 Kontakte und damit ebenfalls auf den höchsten Stand seit Juni. Mit der genannten Position standen die fünf (nicht namentlich genannten) US-Geldhäuser bei Silber mit 4.151 Tonnen auf der Verkaufsseite.

Silber, Futures, Banken, Position

Goldpreis vs. Gold-Futures

Wie ist die Entwicklung einzuordnen? Die Banken agieren als Market Maker, handeln Silber und Gold aber auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis / Silberpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn die Edelmetall-Kurse besonders stark gefallen waren. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Kursrückgang zu rechnen. Insofern ist erkennbar (siehe Grafik), dass der Goldmarkt bereits im September/Oktober eine Bodenbildung signalisierte und es für die Bank-Positionen (und den Goldpreis) offensichtlich weiterhin Spielraum nach oben gibt.

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1 Kommentar

  1. Bekanntlich habe ich ja nach der Amour fou [[amurˈ fu:] mit meiner Sparkasssen-Beraterin in meinem Ausweis den Hinweis „Gebranntes Kind“ stehen. Dennoch möchte ich heute für mein Lieblings-Institut „Saxo-Bank“ in die Bresche springen – und jegliches Stahlgewitter der Zweifler aushalten.

    Die Saxo hat mich schließlich noch nie enttäuscht. Auch heuer brilliert das Bank-ähnliche Gebilde mit wunderbaren Forecasts: Auf nicht weniger als 3000 US-Dollar könnte der Goldpreis schnellen [wenn nur nicht der Konjunktiv (Irrealis?) wäre, Anm. der Red.]. Insbesondere die globale Ökonomie würde nur noch Unsicherheit produzieren – der systemimmanente Wachstumszwang frisst eben seine Kinder. Die Inflation ließe dauerhaft grüßen, dennoch werde der zinspolitische Straffungszyklus Anfang 2023 beendet, da die Gefahr einer globalen Rezession die Zentralbanken dazu zwingen werde, wieder Liquidität in die globalen Finanzmärkte zu pumpen.

    https://www.deraktionaer.de/artikel/gold-rohstoffe/saxo-bank-das-bringt-gold-auf-3000-dollar-20322413.html

    Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.
    Wilhelm Busch

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