Dienstag,28.November 2023
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Goldpreis steigt mit neuen Inflations-Sorgen

Der Goldpreis legte zu Wochenbeginn erneut zu. Die Inflations-Erwartungen steigen wieder, dennoch bleiben die Anleihe-Renditen gedeckelt (mit Update am Artikelende).

Gold, Goldpreis, Renditen (Bild: Goldreporter @midjourney)
Schwacher US-Dollar, starker Goldpreis: Mit jeder Krise klettert Gold ein Stückchen höher. Die Marke von 2.000 US-Dollar bleibt aber hart umkämpft.

Goldpreis

Der Goldpreis ist weiter in Lauerstellung, jede weitere Verwerfung könnte den Kurs des Edelmetalls über die Schwelle von 2.000 US-Dollar tragen. Und jede Stärke von Gold ist typischerweise mit einer Schwäche des US-Dollars verbunden. In beiden Fällen kamen zuletzt Impulse vom Ölmarkt. Die Opec will die Öl-Produktion drosseln, um den Preis zu stabilisieren. Das kam für viele überraschend. Damit verbunden waren Befürchtungen an den Märkten, die zuletzt nachlassende Inflation könnte wieder Fahrt aufnehmen.

2.000 US-Dollar im Blick

Eine der Konsequenzen: Der Goldpreis schaute am gestrigen Montag im US-Futures-Handel wieder kurzzeitig über die Marke von 2.000 US-Dollar. Dagegen kostete eine Feinunze Gold am heutigen Dienstag um 8:45 Uhr wieder 1.981 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.816 Euro. Immerhin: Damit zog der Kurs gegenüber Vorwoche wieder um 1,4 Prozent an. Aber mit dem sinkenden US-Dollar gelang Gold auf Euro-Basis nur ein Anstieg um 0,6 Prozent.

Anleihe-Renditen

Gleichzeitig gab es auch bei den Renditen 10-jähriger Staatsanleihen keine großen Sprünge mehr. Nach dem Abklingen der Krisenwellen aus dem US-Bankensektor waren diese kurzfristig wieder deutlicher angestiegen. Dagegen rentierten US-Bonds mit dieser Laufzeit zuletzt mit 3,44 Prozent. Vor einer Woche waren es noch 3,51 Prozent. Das heißt, auch diese Entwicklung stützt derzeit den Goldpreis.

Währenddessen zeigen sich die Renditen in der Eurozone nur wenig verändert und insgesamt uneinheitlich. So lagen die Marktzinsen für deutsche Papiere bei 2,24 Prozent – nach 2,23 Prozent am vergangenen Dienstag.

Anleihen, Staatsanleihen, Renditen, Zinsen, Deutschland, USA

Ausblick

Als vielleicht wichtigster Berichtstermin der Woche erscheinen am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat März. Allerdings können die Märkte darauf kaum reagieren, denn am Karfreitag wird an den Börsen nicht gehandelt. In Deutschland steigen die Händler erst am Dienstag wieder ein. Dagegen sind die US-Börsen schon am Ostermontag wieder geöffnet.

Währenddessen steht die nächste US-Zinsentscheidung erst am 3. Mai 2023 an. Derzeit wird eine Anhebung der Federal Funds Rate um 25 Basispunkte am US-Terminmarkt mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent gehandelt. Zwischenzeitlich war im Umfeld der Krise bei US-Regionalbanken schon mit einer Nullnummer nach den kommenden Fed-Sitzungen gerechnet worden.

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

Update, 04.04.2023, 16:30

Der Goldpreis ging am Dienstagnachmittag in den Steilflug über. Denn um 16:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 2.020 US-Dollar pro Unze (+1,8 %). Das entsprach 1.842 Euro (+1,2 %). Begleitet war der Anstieg von schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA. So blieben die Zahlen zur Arbeitskräftenachfrage unter den Erwartungen, genau wie die Auftragseingänge im Februar. Außerdem warnte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon, die Bankenkrise sei noch nicht vorbei. Man werde sie noch jahrelang spüren.

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44 Kommentare

  1. Die BRICS*-Staaten wollen eine eigene Währung als Alternative zur US-Leidwährung implementieren und dann die Entscheidung der OPEC+, die Ölproduktion zu drosseln. Ein Schelm, wer darin eine konzertierte Aktion zur Unterminierung der US-Hegemonie sieht. Jedenfalls wird es für die Fed nicht einfacher werden, den Gordischen Knoten der systemischen Widersprüche ohne größere Kollateralschäden zu entwirren.

    https://www.coinkurier.de/laut-russland-werden-brics-laender-eine-neue-waehrung-entwickeln/

    Aber es gibt da noch mehr unbotmäßige Projekte. Claro!

    https://amerika21.de/analyse/263073/fuenf-projekte-gegen-hegemonie-us-dollar

    *’BRICS‘ steht für die Anfangsbuchstaben von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

    • Update

      2.000 US-Dollar im Blick – und schon nur noch im Rückspiegel.

      Das ‚Sentiment‘ ist eben von Kopf bis Fuß auf Krise eingestellt. Die OPEC-Entscheidung kam da zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt. Sehr bedauerlich.

      JPMorgan CEO Jamie Dimon bringt es stellvertretend für seine Zunft auf den Punkt: Die Bankenkrise sei „noch nicht vorbei“ und werde noch jahrelang zu spüren sein.

      Und eine Bitte hat er: Die Regulierungsbehörden sollen doch bitteschön nicht „überreagieren“. Eigentlich seien selbige sogar Schuld an der Krise.

      Ihr seht mich gerührt, Jamie, die verfolgte Unschuld, ein tragisches Schicksal mehr auf dieser Welt.

      Konfuzius sagt: Überall ist Liebesdarben, überall blickt die Schuld, das große Verwirren, aus glanzlosen Augen.

      https://finanzmarktwelt.de/jpmorgan-ceo-jamie-dimon-investorenbrief-266617/

      • @Velvet

        Das ist ja mal nett. Danke!
        Wenn nur die Tagesform nicht wäre, bin schließlich ein Alter Weißer Mann.

        Bei der brandneuen BRICS-Währung muss man natürlich zwischen den schon öfters erfolgten Ankündigungen und der tatsächlichen Umsetzung unterscheiden. Aber nach meiner Beobachtung verdichten sich diesbezügliche Hinweise. Die Abtrünnigen arbeiten dran – und der Hegemon is not amused.

        #Fratelli Tutti

  2. @Translatur

    Gut gemeint aber sinnlos. Ohne Wertschöpfung kein Geld und Wertschöpfung gibt es seit ca 1970 nicht mehr.
    Das Geld das seitdem in Gebrauch ist, ist der Zugriff auf eine Wertschöpfung der Zukunft, eine Zukunft die genausowenig kommen wird, wie dereinst das Himmelreich der klassenlosen Gesellschaft. Dies heißt nichts Anderes, als das sämtliche papierne Ansprüche in Rauch aufgehen. Wer noch über echtes Geld verfügt, hat in den kommenden Apokalypsen, die besseren Karten.

    • @Jeff Costello Oder kurz gesagt wir verfressen heute das Geld welches unsere Kinder in 10 Jahren erarbeiten sollen……

      • @Materialist +Jeff
        Man kann es auch mit Humor sehen:
        Die Schulden (und Sondervermögen), die heute gemacht werden, sind gar nicht unser Problem.
        Das was wir zu unseren Lebzeiten an Steuern zahlen, ist schon von 1980 bis 1990 als Schulden aus dem Fenster geworfen worden.
        Die Steuerzahlungen unserer Kinder für die Deutsche Einheit (da gibt es auch noch ein Sondervermögen, kein Witz)
        Die Steuerzahlungen unserer Enkel für die ersten 10 Jahre Eurostablilisierung.
        Die Steuern unserer Urenkel und Ur-Ur-Enkel in der 2008er Finanzkrise.
        Die folgende Eurokrise und Corona waren die Steuergelder unserer Ur-Ur- Ur- Ur-, Urenkel.

        Sie sehen: bei der gegebenen Demographie der „Biodeutschen“ und der aktuellen Migrationspolitik ist das gar kein „deutsches“ Problem mehr.

        Hoffentlich liege ich richtig, sonst müsste man jetzt unbedingt Gold und Silber haben, um der Katastrophe zumindest finanziell zu entgehen.

    • @Klapperschlange

      Gold stürmt nach Norden.
      Andy Schectman CEO von Miles Franklin berichtet in seinem aktuellen Video:
      Die letzten 30 Tage um 12 000 neue Kunden.

      Immer wieder kurios.
      Die Münze Österreich ist beim 1 Unze Phil um ca. 20 Euro teurer als GVS.
      Beim Kilo Barren schon um 1000 Euro.

      Das Geschäft boomt.
      Der Mainstream schweigt dazu.

      • @Bauernbua
        Ich denke, der höhere Preis bei der MünzeÖsterreich liegt daran, dass es sich um prägefrische Stücke handelt, quasi Neuwägen statt Gebrauchte. Ist vielleicht für einen Münzsammler interessant eine UNC/Stempelglanz zu haben, als Anleger unbedeutend.
        LG aus Oberösterreich

        • @Bauernbua
          Vielleicht ist es auch ganz einfach „Kapitalismus“: jeder nimmt so viel, wie er von seinen Kunden kriegen kann.
          Sehen Sie sich mal die Preise bei Kettner an.
          Da müsste die Unze eigentlich 40 Gramm wiegen.
          Degussa ist auch immer mind. 30 Euro teurer.
          Man ist bekannt, die Leute vergleichen nicht, also nimmt man was geht.
          Wie im echten Leben.
          Der gleiche Joghurt hat auch 30 % Preisunterschied, je nach Laden.
          In München gibt es eine größere Metzgereikette mit vielen Filialen.
          Da ist die gleiche Ware im Süden (teurere Wohngegend) auch deutlich teurer als im Norden.
          Augen auf und Hirn einschalten hat schon immer geholfen.

          • @Meister Eder
            Ich schaue auf die Preise – genau.
            Zusätzlich gleich wichtig – Seriösität.

            Kettner ist teuer.
            GVS billig.
            Maruti kennt den gut, ich auch.
            100% seriös.

        • A:B.
          Zum Teil hast Du recht.
          Aber verkauft die Münze Ö. viel, schlagen die nochmals drauf.
          Vergleiche mal den 1 kg Barren.
          1000 Euro für neu oder “gebraucht“.

      • @Bauernbua

        Schlechte Daten vom US-Arbeitsmarkt und die Bankenkrise
        signalisieren das Ende der FED- „Leidzins-Erhöhungen“.
        Schon die nächste Zins-Nullrunde wird Gold erneut anschieben,
        denn jetzt wird es im Immo-Markt anfangen zu brennen und
        Zahlungsausfälle folgen.

        Wohl dem, der „Hartgeld“ sein EIGEN nennt und vorgesorgt
        hat.
        ✌ ❤ ✌

  3. Verwunderlich dass der Preis für nicht noch viel höher liegt ,wo doch zum Beispiel in Deutschland ein SONDERVERMÖGEN schon das Nächste jagt.Auf jeden Fall steigen jetzt auch die Minenaktien wie Phönix aus der Asche.Gold Fields ist auf 213% geklettert.

  4. Bitte an eine Frage an euch alle:

    Seit kurzer Zeit kann ich über einen Betrag von XXX.XXX € verfügen. Ist sozusagen „frei“ geworden;-)
    Zu einem extrem dummen Zeitpunkt, da Gold nun wohl anzieht und nicht mehr so schnell fallen wird.
    Bin sehr verärgert deswegen!

    Ich bekomme es einfach nicht übers Herz, alles auf einmal gegen Gold zu tauschen, da der Gewinn doch im Einkaufspreis liegt.

    Auf der anderen Seite könnte man für die Papierlappen bald nichts mehr bekommen, wenn man außerdem von der Geldentwertung absieht.

    Ich bitte euch alle um eure Strategie-Tipps. Wäre sehr glücklich, wenn sich möglichst alle Poster hier beteiligen. Herzlichen Dank im Voraus!

    Mein Instinkt sagt mir, die Linie über 2000 USD wird jetzt mal getestet, aber wird nicht lange halten…
    Soll ich jede Woche zB 5 oder 10 Unzen kaufen, alles auf einmal umsetzen, total abwarten etc. Übrigens ist es mir egal, wenn der Kauf nicht anonym ist. Weiß schon, daß es anders rum besser wäre…

    Also nochmal DANKE für eure Mühe und beste Grüße

    • @Quoi Faire?

      Quo vadis, Güldenes? [Wohin des Weges, mein Schätzchen?]

      Mein Ratschlag: Beginne bald, kaufe aber sukzessive und regelmäßig.

      Verteile also Deine FIAT-Munition. Nutze die Preisunterschiede zwischen den Händlern und vor allem: Beobachte intensiv die ökonomische Frontlage. Der US-Dollarindex, der Anleihenmarkt, die Zinspolitik, die volkswirtschaftlichen Profitraten, Inflation, Banken, der ganze finanzkapitalistische Kladderadatsch eben. Wenn Du da auf dem Laufenden bist, werden Dir die Preisdellen quasi frei Haus geliefert.

      Nur vertraue aus systematischen Gründen nicht den notorischen Goldbashern mit ihren immer neuen Tiefstständen, auf die man doch bitteschön zu warten habe. A la longue steigt der Preis ganz notwendig. Dafür sorgen alleine schon die fröhlich vor sich hin prozessierenden Systemkrisen. Versprochen. Wie gesagt, nur kennen musst Du sie.

      Guten Morgen, liebe Krisen
      Seid ihr auch schon alle da?
      Habt ihr auch so gut geschlafen?
      Na dann ist ja alles klar…

      Jürgen von der Lippe
      [wirklich nur minimal verändert]

    • Quoi Faire:
      Meister Eder liegt (wie immer in diesen Fragen) richtig. Dennoch möchte ich seine Liste ergänzen: gönnen Sie sich etwas. Etwas, woran Sie Freude haben: einen Urlaub, eine teure Uhr o.ä.. Noch bekommt man etwas für das Geld und möglicherweise wird man künftig andere Sorgen haben.
      Ein weiterer Punkt wären Vorräte. Wenn Ihre finanzielle Ausstattung dies zulässt, könnten Sie sich auch Gedanken um ein Domizil im Ausland machen.

      • @Racew
        Völlig richtig, danke für die Ergänzungen.
        Ich lebe so als Eichhörnchen und Murmeltier, dass ich das Thema Vorräte schon als integralen selbstverständlichen Bestandteil sehe.
        Und den Spass am Leben sowieso. Heute das Motorrad dem Frühjahrscheck unterzogen nächste Woche die erste kleine Tour.
        Unten blüht es, oben Schnee, optisch der reinste Genuss.
        Und ich kann hier ja nicht permanent über alkoholische Spezialitäten schreiben,
        Ist ja kein Whisky-Forum, obwohl die Farbe schon ganz gut kommt.
        Schöne Erinnerungen kann einem kein Finanzminister mehr wegnehmen !

        Das mit dem Wohnsitz im Ausland ist so eine Sache, da muss man aufpassen.
        Wir hatten ja gedacht, dass wir in CH gut aufgehoben sind.
        Und dann zeigt sich (was leider schon absehbar war), dass die Schweizer Notenbank ein komplett irrer Hedgefonds ist und nun jeder Eidgenosse (vielleicht nicht ganz freiwillig) ein Vermögen für die UBS/CS riskieren muss, als Steuerzahlen und BÜRGE(R).
        Wir sind hier ja „nur“ Mieter, aber der Grund war, dass wir „eiskalt“ das Platzen der Immoblase abwarten wollten, um dann billig einzusteigen. So wie es aussieht, bleiben wir Mieter, und die Kohle bleibt absolut „feuersicher“ gelagert, man weiss ja nie.

        Wie gefälltes Ihnen, dass sich die Polen jetzt zum Turbo-Stiefellecker und erstem Kriegstreiber der Amis machen ?
        Hätte ich nicht so erwartet.

        Augen auf und Hirn an.
        Ist jetzt genauso überlebenswichtig wie in der Coronazeit.

    • Quoi Faire Langsam angehen ein paar schon mal kaufen und dann den Markt beobachten. Am Ende ist der Einkaufspreis eh eine Mischung.Kleinere Rücksetzer sind immer möglich aber auf 1000 oder wahrschein auch 1500 wird man beim gegenwärtigen Geld wettdrucken sicher vergeblich warten.

  5. @ Quoi Faire
    Ganz ehrlich: da müsste ich in die Zukunft sehen können.
    Aber ein Versuch, ist nur meine persönliche Strategie.
    1.) Raus aus dem Euro, man kann auch CHF, Norwegische Kronen, Dollar, auch Singapore-Dollar etc. als Parkplatz nehmen. Jede Kartoffelbank bietet Fremdwährungskonten an, für 8 Euro je Monat und Stück.
    Jede Währung hat ihre Probleme, aber der Euro ist die „toteste“ Leiche.

    2.) Geld verteilen, ich würde auf keiner Bank über 50.000 haben, macht Mühe, aber sicher ist sicher.
    Ihr Auto hat auch nicht nur 1 Bremse.
    3.) Euros in Cash halten, als Kriegskasse.

    4.) Systeme leben immer länger als man glaubt. Ich glaube nicht, das das jetzt in 2 Wochen zusammenbricht.
    Man wird alle Regeln, alle Gesetze brechen und drucken, drucken, drucken.
    Man wird versuchen, die Pleite über eine Hochinflationsphase zu vermeiden.
    Dann ist die Kohle auch weg, aber ohne „Wumms“.

    5.) Preisdellen nutzen, also, wenn die Biz mal wieder den Balkon reinigt.
    Mit glück kommt noch mal so ein Firesale wie im Corona-März.

    6.) Ein Freund hat genau zur Corona-Zeit eine grosse Lebensversicherung rausbekommen. Gold war auf 1.600 gesprungen. Selbes Problem. Selbe Gedanken. Er hatte etwas Geduld und dann um die 1.550 eingekauft, sauteuer, wie man damals dachte.
    Jetzt, 2 Jahre weiter hat er 400 je Unze verdient.
    Sieht verdammt danach aus, dass man in 2 Jahren auch so denken kann.

    Ruhe bewahren, keine Panik.

  6. @Quoi Faire
    Liegt der Betrag über 500000,00€, können Sie sich überlegen eine Immobilie, Haus(?) in Türkische oder Griechische Ägäis, Kroatische oder Griechische Adriaküste, vielleicht auch Südspanien oder Kanaren. Der Rest 80% in Gold, 20% in Silber. Oder auch reduzieren des edelmetallkaufs und dafür gut ausgewählten Aktien, buy and hold, wenn Sie persönlich nicht an den Weltuntergang glauben. Ein Teil davon nicht vergessen zu verleben, Urlaub am Meer, in die Berge, vielleicht auch schöne Wellness Anwendungen.

  7. @Racew
    Völlig richtig, danke für die Ergänzungen.
    Ich lebe so als Eichhörnchen und Murmeltier, dass ich das Thema Vorräte schon als integralen selbstverständlichen Bestandteil sehe.
    Und den Spass am Leben sowieso. Heute das Motorrad dem Frühjahrscheck unterzogen nächste Woche die erste kleine Tour.
    Unten blüht es, oben Schnee, optisch der reinste Genuss.
    Und ich kann hier ja nicht permanent über alkoholische Spezialitäten schreiben,
    Ist ja kein Whisky-Forum, obwohl die Farbe schon ganz gut kommt.
    Schöne Erinnerungen kann einem kein Finanzminister mehr wegnehmen !

    Das mit dem Wohnsitz im Ausland ist so eine Sache, da muss man aufpassen.
    Wir hatten ja gedacht, dass wir in CH gut aufgehoben sind.
    Und dann zeigt sich (was leider schon absehbar war), dass die Schweizer Notenbank ein komplett irrer Hedgefonds ist und nun jeder Eidgenosse (vielleicht nicht ganz freiwillig) ein Vermögen für die UBS/CS riskieren muss, als Steuerzahlen und BÜRGE(R).
    Wir sind hier ja „nur“ Mieter, aber der Grund war, dass wir „eiskalt“ das Platzen der Immoblase abwarten wollten, um dann billig einzusteigen. So wie es aussieht, bleiben wir Mieter, und die Kohle bleibt absolut „feuersicher“ gelagert, man weiss ja nie.

    Wie gefälltes Ihnen, dass sich die Polen jetzt zum Turbo-Stiefellecker und erstem Kriegstreiber der Amis machen ?
    Hätte ich nicht so erwartet.

    Augen auf und Hirn an.
    Ist jetzt genauso überlebenswichtig wie in der Coronazeit.

    • Meister Eder:
      Polen überschätzt sich selbst. Es sieht sich als Partner auf Augenhöhe und hat aus der Geschichte nicht gelernt. England und Frankreich hatten 1939 keinen Schuss Pulver riskiert, um dem Verbündeten beizustehen. Wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, wird er auch einen Tritt von seinem amerikanischen Freund erhalten.
      Bis dahin bedient der politische Opportunismus die bewährten Feindbilder: Deutschland und Russland. In Verbindung mit dem traditionellen polnischen Nationalismus sieht die PiS hier ihre Chance auf die Wiederwahl. Wer es den Deutschen und den Russen heimzahlt, der hat den Fuß in der Tür.
      Die polnische Sicht der Dinge bedeutet allerdings auch, dass man mit dem Sozialismus durch ist. Genausowenig würde man sich E-Autos, Wärmepumpen oder energetische Sanierungen aufzwingen lassen. Sprachverhunzung und “Bildungsreformen“ würde man ebensowenig akzeptieren wie Politiker, die sich in Wort oder Tat gegen das eigene Land richten. Man ist stolz auf jeden Fortschritt und niemand würde auf die Idee kommen, ein sicheres und einwandfrei arbeitendes KKW abzuschalten. Man ist froh, dass die Zeit häufiger Stromausfälle überwunden ist. Der hiesige Umgang mit dem Islam und mit dem Asylrecht ist in Polen nicht denkbar. Vertiefen möchte ich dieses Thema hier aber nicht.
      Kurzum: auch die polnische Medaille hat zwei Seiten.
      Bei der Auswahl der Örtlichkeit ist m.E. wichtig, dass maximal eine Tagesreise mit dem Auto erforderlich sein sollte. In normalen Zeiten ist dies wichtig, da man sich selbst um alles kümmern muss. Alles andere funktioniert nicht oder nur schlecht. Im Notfall darf man nicht auf das Flugzeug angewiesen sein und man sollte sein Ziel schlimmstenfalls auch mit einem Bummelzug, per Bus oder sonstwie auf dem Landweg erreichen können.
      Die westeuropäischen Nachbarländer kommen m.E. per se nicht in Frage, da sie die deutschen Probleme teilen. Insofern kommen Polen und Tschechien in Betracht für denjenigen, der in Norddeutschland wohnt. Für Süddeutsche wären dagegen die Slowakei, Ungarn und Slowenien interessant. In den genannten Ländern kann man wohl noch für überschaubare Summen eigene vier Wände erwerben. Auch wenn in Deutschland der Immobilienmarkt am kippen ist, ändert dies nichts an der Vielzahl schwerwiegender Probleme, die sich aus meiner Sicht gerade erst in der Entstehung befinden.
      Dee geduldige Goldreporter mag mir meine langatmige Darstellung nachsehen.

      • @Racew
        Danke. Sie liegen zu 100 % richtig.
        Die Polen sollten sich mal das Schicksal von Saddam Hussein und des Irak ansehen.
        Die waren für die USA auch eine Zeit lang nützlich, gegen den Iran.

        Die Wurzeln meiner Familie liegen im Osten, das Haus meiner Großeltern (mütterlicherseits) steht noch, sogar schön renoviert. Nicht weit weg von Prag und Pilsen.
        Sehr schöne Landschaft, in der Gegend könnte man auch gut leben, oder in Ungarn.
        Da gibt es z.B. schon Alten- und Pflegeheime für Deutsche. die sich das hier nicht leisten könnten, aber da recht gut versorgt sind.
        Vielleicht schließt sich ja ein Kreis.
        Gut , wenn man mobiles, kompaktes und feuersicheres Vermögen hat.
        Kleinkram: 9 % Rendite seit Weihnachten !

      • @Racew
        Über einen Wohnsitz in Polen (neben Dänemark) habe ich auch schon nachgedacht. Aber als Deutscher könnte das wohl wegen der Ressentiments schwierig werden. Ich war allerdings noch nicht in Polen – somit ist das nur eine Vermutung.
        Grundeigentum im Ausland finde ich generell nicht unproblematisch. Für Polen gilt das erst recht.

        • Gussev:
          Dänemark hatte meines Wissens bereits Mitte der 1990er Jahre den Erwerb von Ferienimmobilien durch Deutsche strikt verboten. D.h., Sie müssten dort Ihren Hauptwohnsitz haben, wenn Sie eine Immobilie erwerben wollen. Dies wird im Übrigen auch kontrolliert.
          Ich habe meinen Wohnsitz in Deutschland. Das Domizil in Polen betrachte ich als Ausweichmöglichkeit bzw. als künftigen Alterswohnsitz.
          Offener Feindseligkeit bin ich dort noch nicht begegnet. Ressentiments im Sinne von Argwohn und Unfreundlichkeit aber doch recht häufig. Viele Polen mögen generell keine Ausländer, nur stört sich dort niemand daran. Ich bemühe mich jedenfalls , keinen Anlass für Beanstandungen zu liefern, weil mein Verhalten nicht auf mein Land zurückfallen soll. Bislang bin ich dort gut zurechtgekommen.
          Bedingt durch unsere Historie werden Sie aber wohl in den meisten europäischen Ländern auf Ressentiments stossen. Deswegen würde ich mir die Gegend vorab anschauen und nach Möglichkeit Landsleute vor Ort zu deren Erlebnissen befragen.

  8. @ Big Driver, Meister Eder, RACEW und Thanatos (in alphabet. Reihenfolge;-)

    Ich danke vielmals für eure Tipps und natürlich auch für die Zeit, die Sie mir damit geschenkt haben. Alles sehr freundlich und wohlmeinend. Nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit…

    Die Summe ist unter 500 k. Möchte alles in Au investieren. Hab schon ein bisschen was.
    Immos machen zu viel Arbeit. Von drohenden Schröpfungen der Regierenden ganz zu schweigen.
    Habe eine eigene Immobilie. Das genügt. Da ich aber nicht undankbar erscheinen will, werde ich mir doch den einen oder anderen Vorschlag von euch, was nicht eine Anlage in EM betrifft, durch den Kopf gehen lassen…

    Sich mehr zu gönnen, werde ich eher nicht schaffen. Da komme ich leider nicht so leicht aus meiner Haut. Klar, es wäre eine sehr kluge Entscheidung, sich nach Jahrzehnten des Aufbaus was zu gönnen.

    Ich warte nun ab, ob mir noch jemand was raten möchte. Nochmals vielen Dank an euch und bleibt gesund!

    • @Quoi Faire ?

      Sie kommen nicht so aus Ihrer Haut ?
      Verstehe ich.
      So war ich auch. Es macht Spass, man kommt voran, finanziell läuft es auch, alles sieht super aus.
      Lassen Sie sich Mut machen: Ich habe es auch geschafft. Ich war vorher auch so ein Hochleistungshamster.
      Aber das „neue “ Leben, das ist das wahre Leben.

      Ich war aber so blöd und habe es nicht aus eigener Intelligenz geschafft.
      Ich habe einen „Schups“ gebraucht, naja, es war fast ein Knock Out.
      Irgendwann bei einem langweiligen Routinecheck haben irgendwelche Werte nicht mehr gestimmt.
      Ich hatte „ganz normal“ reagiert: ok, morgen und übermorgen habe ich Termine, komme ich am Freitag wieder.
      Antwort: ab jetzt haben Sie nur noch einen Termin. Upps.
      2 Tage später verlässt man eine Uniklinik und draussen neben dem eigenen Auto parkt plötzlich die Kutsche vom Boandlkramer.
      Was folgte, war komplett humorfrei und es war knapp.
      Warten Sie nicht, bis Sie vor so einem Prof. Dr. Dr. sitzen und der einen Satz beginnt mit: „Ich will ehrlich zu Ihnen sein, aber die Prognose ist……“ und Sie ab da quasi auf eine Sanduhr gucken, wie der Sand durchläuft.
      Und es eben nicht nur Sand ist, der da durchläuft.
      Ich habe das Glück einer zweiten Chance gehabt.
      Haben viele nicht.

      Ziehen Sie dem Stress den Stecker, bevor irgendwas Ihnen den Stecker zieht.
      Keiner ist unsterblich.
      Noch was „positives“: dieses Gerücht mit dem „Licht“, es stimmt.
      Ich habe es immer für kompletten Quatsch gehalten.
      Ich habe es gesehen.

      Leben Sie !

      • S. g. Meister Eder!
        Herzlichen Dank für Ihre klugen Worte, die ich mir im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen nehmen werde. Momentan geht es drunter und drüber. Mittagspause von 10 min…
        Liebend gerne würde ich länger antworten, aber es geht nicht. Sie sind jedenfalls ein wirklich guter Mensch. Alles Gute für Sie und Ihre liebe Frau!

      • Vielen Dank für alles, Herr Schneider!
        Hoffe, Sie haben sich wieder erholt. Immer schön, von Ihnen zu lesen.

  9. Eine allgemeine Antwort bzgl Immobilienbesitz im Ausland:

    Ist nur ein Bauchgefühl, kein Evangelium: Kaufe im Ausland nur etwas , wenn du dort auch die (zweite) Staatsbürgerschaft besitzt!!! Den anderen Staaten wird es tendenziell auch nicht besser gehen… Ergo dessen werden sie sich an den „pöhsen“ Ausländern schadlos halten. Mehr als am eigenen Volk. Es wird extreme Abgaben (x-faches von heute) geben bzw. die Endstufe wird die Endeignung (!!) sein, wovon ich zB in der Türkei und vielen anderen Ländern zu 100 % ausgehe. Gold und Silber muss selbstverständlich beschlagnahmt werden. Bei der Polizeifolter wird man seine Verstecke wohl eher doch preisgeben.

  10. @1996*
    Das was Sie hier schreiben kann, muss nicht passieren. Wenn die Menschen mit den Rücken zur Wand stehen, wenn Ihnen alles genommen wird, wenn die Kinder hungern und frieren, wenn das Geld wertlos geworden ist. Dann ist land unter, Bürgerkrieg und Chaos.
    Meinen Sie nicht das die politischen Entscheider dies nicht wissen, das die dieses Risiko eingehen? Da hilft denen das ganze Militär und Polizei nichts, ganz zu schweigen das viele die Seiten wechseln. Bäume und Seile gibt’s genug, wenn die Menschen nichts mehr zu verlieren haben. Ich empfehle Ihnen anonymousnews.org über das Menü auf Videos gehen, Rede an das deutsche Militär und die Polizei.

    • Big Driver:
      Ein kroatisches Sprichwort sagt: „Wecke niemals schlafende Bären und Deutsche“. Ob es in Kroaten ein Parallenuniversum mit anderen Deutschen gibt weiß ich nicht. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

  11. @Quoi faire
    Mein Tip sieht nicht viel anders aus: so viel wie möglich in AU! Die meisten hier haben den Punkt schon richtig getroffen: es ist egal, ob man für AU hier und da mal einen 50er oder 100er mehr ausgibt. Entscheidend ist nur, dass man nach und nach die unsäglichen EURO-Lappen gegen echte, allgemein anerkannte Werte tauscht! Neben AU und AG sind auch Luxusuhren nie schlecht – auch dort gut gestiegene Preise. Ich spreche da aus Erfahrung; mein AU-Hobby betreibe ich schon gut 40 Jahre… Und wie schon beschrieben: ein wenig bare Euro als Kriegskasse für die ersten Tage sind auch O.K.! Wenn auch noch ein paar nette Steine aus Antwerpen dabei sind, kann’s auch nicht schaden… :-)
    Ansonsten hat MeisterEder vollkommen recht – LEBEN und Genuss nicht vergessen! Wenn der Boandlkramer erst vor der Tür steht, isses zu spät! Hier im Norden heisst der Typ übrigens „Freund Hein“…
    Wünsche allen eine gewaltfreie Auferstehung zum Osterfest!
    Der Dokta

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