Sonntag,11.April 2021
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Goldpreis steigt nach Fed-Sitzung

Gold, Goldpreis (Foto: Goldreporter)
Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn um 23 Prozent angestiegen (+12 % in Euro). Der Silberpreis legte sogar um 42 Prozent zu (+32 % in Euro) (Foto: Goldreporter).

Der Goldpreis ist wieder im Aufwind. Die Fed verspricht die Zinsen nahe Null zu halten, bis die wirtschaftliche Erholung abgeschlossen ist.

Goldpreis im Aufwind

Der Goldpreis notierte am Donnerstagvormittag um 10:30 Uhr bei 1.877 US-Dollar pro Unze (FOREX). Das entsprach 1.535 Euro (+0,5 Prozent). Silber kostet zum gleichen Zeitpunkt 25,72 US-Dollar beziehungsweise 21,02 Euro (+1,1 Prozent). Am Vorabend hatte die US-Notenbank in ihrer geldpolitischen Sitzung den US-Leitzins bei 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Und man beteuerte, die Federal Funds Rate werde auf diesem Niveau bleiben, bis sich die US-Konjunktur vollständig erholt habe.

Fed-Statement

In der Pressekonferenz am Abend erklärte Fed-Präsident Jerome Powell, dass die US-Wirtschaft weiterhin fiskal- und geldpolitische Unterstützung benötige. Man sei bei der Fed wachsam und werde nicht zögern, die Unterstützung auszuweiten. Powell äußerte sich im Zuge der Corona-Krise besorgt über die Entwicklungen der kommenden vier bis fünf Monate. Er sei aber hinsichtlich der beginnenden Impfungen optimistisch für das zweite Halbjahr 2021. In den USA wartet man unterdessen auf eine Einigung über ein zweites staatliches Konjunkturpaket im Umfang von rund 900 Milliarden US-Dollar.

Gold, Goldpreis, Chart
Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, FOREX: Nach der Konsolidierung der vergangenen Wochen scheint Gold wieder in den Aufwärtstrend überzugehen (Quelle: GodmodeTrader)

Kursrally

Der Goldpreis hat seit Jahresbeginn um 23 Prozent zugelegt. In Euro gerechnet, betrug das Kursplus zuletzt 13 Prozent. Silber legte seit Januar um 42 Prozent beziehungsweise 32 Prozent (in Euro) zu. Das Allzeithoch bei Gold wurde am 6. August 2020 bei 2.069 US-Dollar beziehungsweise 1.741 Euro erreicht (Basis: US-Futures). Silber erreichte am gleichen Tag sein Jahreshoch von 28,40 US-Dollar oder 23,90 Euro. Auch die Aktienmärkte zogen zuletzt wieder deutlich an. Der DAX stand mit 13.694 Punkten nicht weit von seinem Allzeithoch entfernt, das im Februar bei 13.725 Punkten erreicht wurde. Das gilt auch für Bitcoin. Eine Einheit wurde auf der deutschen Plattform Bitcoin.de am Vormittag zu 18.527 Euro gehandelt.

Goldreporter

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9 KOMMENTARE

  1. Heute Nachmittag steigt der Gold-Preis auch nach den aktellen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt.

    Die Zahlen sind wegen Corona-Lockdown erneut viel schlechter, als erwartet.


    Die Zahl der Amerikaner, die Arbeitslosenunterstützung beantragten, stieg in der Woche zum 12. Dezember auf 885 Tausend, gegenüber dem revidierten Wert der Vorwoche von 862 Tausend und deutlich über den Markterwartungen von 800 Tausend.
    Es war die höchste Zahl seit Anfang September, inmitten eines Rekordanstiegs an COVID-19-Fällen, Todesfällen und Krankenhausaufenthalten sowie neuen Schließungen im ganzen Land. Auf nicht saisonbereinigter Basis ging die Zahl der Anträge auf 935 Tausend zurück, verglichen mit 956 Tausend in der Vorwoche. Außerdem beantragten etwa 455 Tausend Menschen Hilfe aus der Pandemie-Arbeitslosenhilfe, die Arbeitnehmer abdeckt, die sich nicht für Erstanträge qualifizieren, verglichen mit 415 Tausend in der vorherigen Periode.“

    https://tradingeconomics.com/united-states/jobless-claims

    ¯\_(ツ)_/¯

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  3. Die US-Notenbank Fed lässt also den Leitzins unverändert – verspricht aber dauerhafte Krisenhilfe. Das Anleihenkaufprogramm werde fortgesetzt, bis am US-Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung herrscht. Powells Anleihen-Staubsauger als Running Gag.

    Die Fed machte deutlich, dass sie zunächst die Finanzpolitik bei weiteren Konjunkturhilfen in der Pflicht sieht, bevor die Höhe der Anleihenkäufe verändert oder gar an der Zinsschraube gedreht wird. Letzteres kann dann nur noch die Implementierung von Negativ-Zinsen bedeuten.

    Etwaige Negativ-Zinsen waren in den USA zuletzt heftig umstritten, sind selbige doch mit hoher symbolischer Bedeutung aufgeladen. Und sie würden die Realzinsen [Nominalzinsen minus Inflation] weiter sinken lassen – den Goldbug freut’s.

    Meine bescheidene Prognose: Sie werden kommen. Die „Währungsmanipulatoren“ aus der Schweiz machen es doch vor – bereits seit Anfang 2015. Der Leidzins liegt weiterhin bei minus 0,75 Prozent. Die Strafgebühr für Sichteinlagen bei der Zentralbanknbleibt ebenfalls bei 0,75 Prozent.

    https://www.reuters.com/article/schweiz-notenbank-idDEKBN28R11Y

    • @thanatos Zustimmung. Und diese „Währungsmanipulatoren“ haben noch mehr vorgemacht: Seit 2008 hat die SNB ihre Aktiva um mehr als das 10fache(!) aufgebläht. Wenn sich Christine oder Jerome auch daran orientieren, dann Gute Nacht!

      • @Hänschen

        Wie wir wissen, sind die Wände in den schweizer Bankbüros ganz besonders dick getäfelt. Vielleicht ein äußerer Ausdruck der dort gepflegten Selbstgefälligkeit. Aber die Schweizer sind ja durchaus stolz auf ihren hypertrophen Finanzsektor – mit Ausnahme von Jean Ziegler, claro.

        Dabei hat die Schweizerische Nationalbank, genauso übrigens wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich [BIZ, Basel, Schweiz, allerdings auf exterritorialem Gebiet], allen Grund, sich in Demut zu üben. Denn in Sachen Geldwäsche wurden sie ihrer Vorreiterrolle bestens gerecht.

        https://www.watson.ch/history/adolf%20hitler/624139167-neuer-dokfilm-zeigt-die-schweiz-als-hitlers-geldwaescher

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  5. Ohne die kontinuierlichen Papiergeldfontaenen der Notenbanken waere ja auch relativ schnell Schicht im Schacht.The show must go on,und die Kapelle spielt munter und frohgemut weiter auf der Titanic 2.0.

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