Donnerstag,25.Juli 2024
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Goldpreis-Turbulenzen: Das geschah am US-Terminmarkt!

Nach einem dynamischen Ausflug über die Schwelle von 2.200 US-Dollar, kam der Goldpreis am Donnerstag schnell zurück. Wir analysieren interessante Gold-Entwicklungen am US-Terminmarkt!  

Gold um 2.200 Dollar

Nach Bekanntgabe des Fed-Sitzungs-Ergebnisses am Mittwochabend kletterte der Goldpreis über die Marke von 2.200 US-Dollar pro Unze. Die Markterwartungen wurden getroffen, Aktienmärkte und Edelmetalle zogen an. Allerdings konnte Gold diese Gewinn nicht ins Wochenende retten. Am Donnerstag waren überwiegend positive US-Wirtschaftsdaten nicht nach dem Geschmack der Long-Spekulanten.

Gold, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Interessante Entwicklungen auf dem Goldmarkt: Im Westen wird verkauft, die COMEX-Tresore leeren sich. Dagegen sehen wir in Fernost eine starke Goldnachfrage und der Goldpreis peilte zuletzt bereits die Marke von 2.200 US-Dollar an (Bild: Goldreporter).

Wir analysieren, was vergangene Woche am US-Terminmarkt passierte. Dazu betrachten wir zunächst die jüngsten CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 19. März 2024.

CoT-Daten

Hier sehen wir erstmal seit drei Wochen wieder einen leichten Rückgang der Netto-Short-Position in den Händen der „Commercials“ – um 0,3 Prozent auf 217.530 Kontrakte.

Auf der Gegenseite blieb die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ interessanter Weise exakt auf dem Vorwochenniveau von 201.602 Kontrakten. Dabei stiegen die Netto-Käufe des „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) aber noch einmal leicht um 1 Prozent auf 142.896 Kontrakte. Damit sehen wir hier weiterhin den höchsten Wert seit dem 8. März 2022.

Open Interest

Gleichzeitig stieg der Open Interest im Vorwochenvergleich um weitere 3 Prozent auf 535.047 Kontrakte. Allerdings ging es dann bis zum Handelsschluss am Freitag um 1,2 Prozent zurück auf 528.468 Kontrakte. Damit sank der Open Interest im Freitagsvergleich um 2 Prozent.

Gold, CoT, Comex, Futures

Gold, CoT-Daten, Commercials, Spekulanten, Open Interest, Put/Call-Ratio

Einen erneuten Anstieg sehen wir hier auch bei den Gold-Optionen. Denn der Open Interest stieg in diesem Handelssegment noch einmal um mehr als 7 Prozent auf 987.442 Optionen. Dabei ging die Put/Call-Ratio nun rauf auf 0,701 (Vorwoche: 0,662). Damit kamen auf 100 Put-Optionen zuletzt 143 Call-Optionen. In der Vorwoche waren es noch 151. Das heißt, im Optionshandel verringerte sich der Goldpreis-Optimismus ein weiteres Mal, es gibt als erneut mehr Wetten auf einen fallenden Goldpreis.

Goldpreis-Entwicklung

Die Goldpreis-Grafik unten zeigt die Kurspitze nach dem Fed-Meeting. Interessant dabei: Am Mittwoch schloss der offizielle Futures-Kurs (April-Kontrakt) nicht über 2.200 US-Dollar, während im Tageshoch noch 2.225 US-Dollar erreicht worden waren. Der Mittwochsschlusskurs wird vom Betreiber der COMEX mit 2.161 US-Dollar angegeben. Hier wurde im späten Handel bei hohem Volumen massiv auf den Kurs gedrückt. Deshalb gab es vergangene Woche auch kein neues Allzeithoch – zumindest auf Tagesschlussbasis. Denn das aktuelle stammt vom 11. März 2024 mit 2.188,60 US-Dollar pro Unze. 

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Wochenchart, Gold in US-Dollar: Neuer Goldpreis-Rekord auf Tagesschlussbasis verhindert. Allerdings erreichte der Futures-Preis (April-Kontrakt) kurzfristig 2.225 US-Dollar (Quelle: CME Group).

Schließlich ging der Goldpreis mit 2.166,50 US-Dollar pro Unze ins Wochenende. Das entsprach 1.998 Euro. Damit ergibt sich gegenüber Vorwoche ein Kursanstieg von 0,3 Prozent – beziehungsweise 0,7 Prozent in Euro.

COMEX-Gold-Lager

Unterdessen sanken die Goldbestände in den COMEX-Tresoren gegenüber Vorwoche um weitere 140.000 Unzen auf 17,73 Millionen Unzen (Vorwoche: -160.000). Dabei nahmen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um genau diese 140.000 Unzen ab auf 9,99 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet).

Erkenntnis: Bei einem Open Interest von 528.468 Kontrakten handelten Trader Ende der Woche insgesamt 52.846.800 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war offiziell nur noch zu 33 Prozent mit entsprechenden Lagerbeständen gedeckt, genau wie in der Vorwoche.

Lieferanträge

Diese Unterdeckung wird vom Börsen-Betreiber damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt werden. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Wie hoch der Anteil ist, kann man ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung ersehen.

So meldete die Börsenaufsicht CFTC für den neuen Kontraktmonat März nun 5.345 Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Somit kamen in einer Woche nur noch 95 hinzu. Zum Vergleich: Im Vormonat waren es insgesamt 7.300 Anträge. Dagegen lag die Summe im bisherigen Rekordmonat (Juni 2020) bei 55.102 Anträgen auf physische Auslieferung des als Futures gehandelten Goldes.

Goldpreis-Ausblick

Die Marke von 2.200 US-Dollar ist nun die nächste, vermutlich schwer umkämpfte Kursschwelle Richtung Norden. Nun stehen in der kommenden Woche die Verfallstermine an. Bereits am Montag laufen die April-Optionen bei Gold und Silber aus. Am Dienstag ist dann letzter Handelstage der April-Kontrakte im Futures-Handel. Dass der Open Interest zuletzt bei fallendem Goldpreis anstieg, ist eigentlich ein Zeichen für eine kurzfristige Top-Bildung. Denn das deutet auf Gewinnmitnahmen hin.

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21 Kommentare

  1. Dieser schnelle Anstieg und das kurz darauf folgende Zurückkommen ist kein natürliches Marktgeschehen.
    Kein Mensch kauft um 2.200 etwas um kurz darauf selbiges deutlich billiger wieder zu verkaufen.
    Jeder Kaufmann, welcher solches tut, macht in Kürze den Benko.
    Es wird eben so erklärt, dass da staatliche Markteingriffe,
    finanziert mit Steuergeldern, stattfinden. Sowohl nach oben, als auch nach unten.
    Nur, weshalb, cui bono, das ist letztlich die Frage.
    Wahrscheinlich wissen es die Betreffenden selbst nicht.
    Würden die es wissen, hätten all die Staaten nicht so exorbitante Schulden.
    Oder es ist ihnen ohnehin egal, da, wenn man am längeren Hebel sitzt, sich darum nicht zu kümmern braucht.
    Die EZB forziert die Bargeldabschaffung und ist diese erreicht, kann man sowieso ohne Scham beim Besitztum jedes einzelnen hemmungslos zugreifen.
    20 Stundewoche, bei vollem Lohn und wenn der Arbeitgeber ( Kleinbetrieb) das nicht stemmen kann, greift man eben bei seinem erschaffenen Häusle zu oder seiner Rente. oder was man eben greifen kann.
    Da findet sich schon was.

    • @Maruti
      Die von Ihnen beschriebene Enteigung bei der Rente findet ja schon statt.
      323 Milliarden hat die DDR 2.0 in 2022 für Rente ausgegeben.
      Da die echte Inflation in den letzten 3 Jahren gut 20 % über den „Rentenerhöhungen“ lag, sind das schon mal über 60.000 Millionen faktische Enteignung.
      Selbiges bei Betriebsrenten etc.
      Bei den Billionen Papier der Germanen auf den Bankkonten kommen nochmals einige 100.000 Millionen Enteignung per Inflation (finanzielle Repression als Fachbegriff) dazu.
      Man hat den Germanen also in 3 Jahren faktisch 2 bis 3x den kompletten Bundeshaushalt geklaut und was macht die betroffene Masse ?
      Nix.
      Sagenhaft.
      Wir können das als Argument sehen, daß die Römer unser kleines rebellische Dorf Aurumium in Ruhe lassen werden, weil es viel bessere und komplett phlegmatisch wehrlose Opfer gibt.

  2. @Meister Eder
    Ist man auf angestellten Verhältnis, kommt man nicht drumherum in die gesetzliche Rente einzuzahlen. Auch nicht wenn der Arbeitgeber parallel dazu eine sogenannte Betriebsrente anbietet. Ob nun Facharbeiter, unteres bzw. mittleres Management, diesbezüglich sitzen alle im gleichen Boot.
    Wenn ich nun bedenke meine persönliche Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung, die zum größten Teil unterfinanziert ist (-von wegen die Rente ist sicher), hätte ich diese Beträge nun in Gold investiert würde ich in Rente alter mehr davon gehabt.
    Ist man von Staat vollkommen abhängig hat man schon die A…h Karte. Nur ein Beispiel von Staates Willkür, in der Corona Zeit müssten alle ungeimpfte Rentner in Griechenland, eine monatliche Strafe von 150,00 € bezahlen und das bei kleine Renten von 500,00 €. Hier heißt das impf dich oder Hungere.
    Wie sagte meine verstorbene Mutter, Gott hab sie sellig, die Griechische Regierung wird nichts schlechtes gegen die eigene Bevölkerung tun. Von wegen, alles korrupte Mitläufer.

  3. @Big Driver
    Klar, so ging es mir auch, ich war ja auch Lohnsklave. wenn auch in der Teppichabteilung. Staatsrente und Betriebsrente.
    Aber wir haben unser Geld nicht sinnlos verballert und den netten Rest eben mit Hirn angelegt.

    Wirklich schlimm dran sind ja die, die nur darauf angewiesen sind, weil sie
    1.) Finanziell einfach kein Sparpotential haben
    2.) So doof sind, ihr Geld für unnützen Konsum und Satussymbole rauszuwerfen und so aus reiner Blödheit keine Reserven aufbauen können (wir könnten uns jeden Mist leisten, aber alles von Apple über Porsche bis Rolex würden wir nur kaufen, wenn wir mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen werden würden).
    Proleten-Hochstapler-Utensilien kommen uns eben nicht ins Haus. Mal ehrlich: wer trägt schon eine Prolo-Rolex , wenn man eine Jaeger oder Blancpain Villeret oder was aus Glashütte haben kann ? )
    3.) Geld anlegen mit Glauben an Tenhagen, Fratzscher und ähnliche Gestalten.

    Man kann in jungen Jahren auch mit einer Silbermünze pro Monat anfangen.
    Es gibt keine Ausreden.

    • Oh das ist ja mal interessant. Ein Typ Mensch der nicht mehr häufig anzutreffen ist hat diesen Kommentar verfasst. Nein im Ernst! Es zählen dicke Häuser auf Schulden, inkl finanzierten KFZ vor der Einfahrt. Da bleibt nicht viel übrig um zu „sparen“. Und selbst wenn meinen diese Personen sie würden sparen wenn sie den Euro auf ihrem Konto anhäufen.
      Sie verstehen es nicht, aber umso besser für uns.
      Lassen sie uns genießen und überzeugen sie nicht mehr Leute von unserem Stil. Dann bleibt weniger für uns übrig.

      • @HansPeter
        Ich schreibe ja immer mit Überzeugung:
        Das Geld wandert immer von den Doofen zu den Cleveren.
        Logischerweise benötigen wir also immer eine ausreichend große Zahl Doofies.
        Glücklicherweise müssen wir uns keine Sorgen machen, daß es da ein Nachschubproblem gibt.

        • @MeisterEder
          Nachwachsende Rohstoffe sind sehr en vogue.
          Ich mag mich nicht weit aus dem Fenster lehnen. Lebend Rind wächst auch ständig nach, wie Doofheit. Beides als Ressourcen betrachtet: Was macht man damit, wie verarbeitet man das und wie kann man damit Geld verdienen.
          Oh, ich glaube es gibt eine Menge Spezialisten, die das verinnerlicht haben.

    • @Meister Eder
      Was haben sie denn gegen Uhren mit der Krone:.)?
      Diese Wecker sind gute Gekdanlagen, vor allem wenn sie sehr alt und in Top Zustand sind. Dann noch ein sehr beliebtes Modell und schnell sind wir im 6 Stelligen Bereich.
      Vor allem ist die Robustheit dieser Uhren einzigartig, fällt man nicht auf diesen Händlerschwachsinn mit den Revisionen rein hält so eine Uhr ein lebenslang. Und das Wartungsfrei…
      In einem Punkt teile ich aber ihre Meinung, es gibt schönere Uhren.

      • @Commander
        Hinweis: nur nicht über den Flughafen München. Die haben ein Auge auf besondere Uhren.
        Es wurden schon etliche Fußballer und vor ein paar Wochen Herr Schwarzenegger erwischt, der einen 200.000 Euro-Wecker für eine Charity-Versteigerung nach Kitz bringen wollte.
        Gibt sofort ein Strafverfahren.
        Wir haben Bekannte aus Indien, die müssen bei jedem Flug nach Hause Uhr und Schmuck der Frau deklarieren, weil die bei der Einreise mit hoher Wahrscheinlichkeit gefilzt werden.
        Der Hintergrund ist interessant: die Inder sind sehr goldaffin, ab einer gewissen Einkommensklasse wird ein größerer Teil der Schätzchen aber in Europa gelagert.
        Und da guckt der Zoll hin.

      • @TheMac
        Beim Blick auf den Goldpreis geht gerade der kleine Humorteufel mit mir durch.
        Sehen Sie sich meine aktuelle Antwort an Goldeneye an.
        Jeder kann kaufen, was er will.
        Geschmack ist individuell, mir gefallen die Dinger halt nicht.
        Ich kaufe Uhren mit dem Auge aus Genuß und denke nicht an Wertentwicklung.
        Die Wertentwicklung hole ich mir mit reinem Metall ohne Uhrwerk.

    • Ich werde auch noch in zehn Jahren meinen alten Diesel-Benz fahren wenn sich die Injektoren nicht durch den Motorblock brennen bzw. sich die Steuerkette aufhängt. Und was Armabanduhren angeht, tuts für mich auch so ne albanische Fake-Rollëks.

  4. @Big Driver
    Kleine Korrektur zum Angestellten-Verhältnis. Als Kammermitglied (z.B. als angestellter Architekt) ist man auch aus der gesetzlichen Rente raus und im Versorgungswerk mit all den damit verbundenen Vor- und Nachteilen drin.

    • @Goldtiger
      Das ist nicht ganz so, wie ich erst kürzlich erfahren musste.
      Die berufsständischen Versorgungswerke sind der gesetzlichen Sozialversicherung gleichgestellt und werden bei Auszahlung steuerlich auch so behandelt.
      Das heisst, sie müssen in Deutschland versteuert werden, auch dann, wenn Sie in Deutschland weder Wohnsitz noch Besitztum haben. Ausnahme, bestimmte, wenige Doppelsteuerabkommen der EU und nur in der EU.
      Südsee oder Kanada zählt nicht dazu, da sind sie zudem in Deutschland beschränkt Steuerpflichtig und dürfen den allerhöchsten Steuersatz geniessen.

  5. @Meister Eder
    Wir waren gerade draußen, einfach schön die Luft und die Sonne scheint. Wir haben es genossen, das ist Luxus gesund zu sein und das Leben genießen.
    Wir brauchen genau so wenig wie Sie, diese ganze überteuerten Konsumgüter.
    Eine Silbermünze pro Monat, wo denken Sie hin? Für das Geld geht die jungend bei MC Donalds und haut sich diesen komischen fraß rein. Die Mehrzahl der Leute ob jung oder älter wollen garnichts über Edelmetalle wissen, da die denken das alles ist Asbach Uralt. Heute ist alles besser und sicherer, Gesichte blenden die gänzlich aus.

    • @Big Driver
      Spruch von meinem Vater:
      Alles was man für Geld kaufen kann ist letztlich nichts wert.
      Alles was man nicht für Geld kaufen kann ist unbezahlbar wertvoll.
      (Gesundheit, Zeit, Freunde, Liebe).
      Der hätte es als einfacher Arbeiter nie in den bezahlten Propaganda-Ethikrat der Regierung geschafft, war aber klüger als die alle zusammen hoch 5.

      • @MeisterEder
        Wie wertvoll der Satz Ihres Vaters ist!!!
        Die wichtigsten Dinge im Leben sind kostenlos und trotzdem unbezahlbar.

  6. @Schreinermeiser
    Ich liebe meine Rolexen!
    Mais: eine IWC Grand Complication (oder „Lange I“) würde ich auch nicht vom Balkon stoßen…!
    Bitte haben Sie Mitleid mit einer Rolex-Schwuchtel…!
    Dokta

    • @DocWatch
      Mensch Goldeneye, jetzt habe ich soooooo schöne Vorurteile und Sie wollen anfangen, mir die kaputt zu machen.
      Geht ja gar nicht.

      Also (da der Goldpreis einfach gemütlich nach oben rennt und wir so gemütlich Zeit haben, uns ums normale Leben zu kümmern) eine Klarstellung:
      Ich habe keine Vorurteile.
      Sondern genau wie der beste Wirtschaftsminister aller Zeiten den direkten und exclusiven Zugang zur absoluten und alleinseligmachenden Wahrheit.
      Es wird also nicht über meine Aussagen diskutiert, jeder Widerspruch ist Blasphemie und Ketzerei. Fertig.
      Die Titanic ist unsinkbar, die Energiewende funktioniert und ich habe immer Recht.
      Genau wie in Berlin und Brüssel.
      Ist doch nicht so schwer.

      So, nun die Stellungnahme des Wahrheitsministeriums, Abteilung Alltagsleben, Referat Konsumgewohnheiten:
      1.) Rolex kaufen nur die Bürgergeldlinge, die sich keine RICHTIGE Uhr leisten können, vorzugsweise 3.-klassige Makler.
      Nebenbei: die besten Uhren kommen nicht von den Eidgenossen, sondern von einem Uhrmacher aus dem Schwarzwald. Der baut in Einzelfertigung fliegende Tourbillons, Bauzeit über ein Jahr pro Uhr, Kaufpreis auf Anfrage (nota bene: wer fragen muss, kenn es sich sowieso nicht leisten). Auch ohne Brillis teurer als die teuerste Uhr aus der Schweiz.
      https://www.youtube.com/watch?v=_ZHgr_NdA0U
      Ab Minute 14.

      2.) Krempel von Apple kaufen nur die Hartz4-Linge, die sich nicht mal eine Rolex leisten können, aber trotzdem unbedingt angeben wollen. Deshalb ist ja überall unübersehbar der Apfel drauf. Als Kennzeichen dafür, dass man für China-Schrott das 10-Fache der Herstellungskosten ausgibt.
      3.) Die auf Porsche umgebauten VW-Teile (übrigens: zu 85 % geleast oder finanziert) kaufen auch nur die, die sich keinen echten Sportwagen aus Maranello oder Sant Agata Bolognese leisten können.
      Es gab da mal eine schöne Doku: das Ferrari-Autohaus ist nur die erste Kontaktstelle. Danach fliegt man für 2 bis 3 Tage ins Werk und darf sich das Spielzeug zusammen mit Ferrari-Ingenieuren im Detail konfigurieren.
      Logisch, sonst könnte man sich ja gleich einen VW (oder Porsche) von der Stange kaufen.
      Frage des Reporters: zahlt dann das Ferrari-Autohaus den Flug ?
      Antwort: also bisher sind wir immer mit den Privatjets der Kunden nach Italien geflogen…….
      Aha.
      Nobel geht die Welt…..

      So, jetzt mal unter uns ganz privat: die Eders wir sind halt TTV-Enthusiasten (Copyright bei Ihnen !) .
      Wir finden es gei…, wenn man uns nix ansieht.
      Ich habe gerade eine Glashütte am Handgelenk, so ein Spielzeug mit 6 Zeigern, aber schon aus 1 Meter Entfernung hält Otto Normalgermane das gerne auch für was von Tchibo, der China-Chronograph aus der letzten Weihnachtsaktion für 70 Euro. Gut so.
      Nachhaltigkeit: das Ding erbt mal mein Sohn und dann der Enkel.
      Wenn man dann noch die gesparten Batteriewechsel einrechnet, hat sich die Uhr schon in rd. 5000 Jahren amortisiert.
      Nur ein Spässle.
      Ernsthaft: wer sein Geld clever anlegt, kann sich auch mal ein Spielzeug gönnen.

      Aber was soll man derzeit über Gold schreiben ?
      Es läuft, wir sind am Anfang des Abbruchs der Schuldenlawine.
      Es geht los.
      Hoffentlich kommt noch mal ein kleiner Rücksetzer für die Restmüllentsorgung.
      Bin gespannt, ob wir in einem Jahr den 20-Gramm-Barren noch unter 2000 bekommen.

  7. @MeisterEder. Sehe ich ähnlich. Habe mir aber 2019 doch mal ne Longines Master Collection Moonphase mit 11 Komplikationen gegönnt, so als Abschlussgeschenk meines Unternehmerlebens. Vorab habe ich aber ebenfalls umfangreiche Recherchen vorgenommen, da ich auch diesen Kauf als Investment betrachtete. Rolex war mir für den Einstieg zu teuer, obwohl die Performance über die Jahre nicht schlecht war, um die 10 % damals.

    Aber was soll ich sagen. Meine Longines hat doch tatsächlich in den letzten 5 Jahren Gold übertroffen, 14 % p.a. Wertssteigerung, was den Kaufpreis angeht. Zumindest würde ich sie heute als Gebrauchte mit Gewinn veräußern können. Vorteil: hohe Wertdichte am Handgelenk. Mit einer Patek kann man so auch mal unbemerkt paar zehntausend ins Ausland verschieben….

  8. @MeisterEder
    Ich wußte, dass auf Ihren Humor Verlaß ist! Im Ernst: habe so einige Uhren (Breitling, Nomos, eine 25 Jahre alte Omega-moonwatch und auch Rolex). Die beste ist die schlichte „GMT-Master II“ in Edelstahl – ideal zum verreisen, da 3 Zeitzonen manuell!!! Ein Meisterwerk der Technik! Der Dokta ist halt a stiller Angeber… Und die Preissteigerung ist ansehnlich… :-))) Aber zur Beruhigung: alle anderen Überschüsse landen in AU…
    Der Dokta (grad mit Fidel-Rum am rolexen…)

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