Sonntag,21.April 2024
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Noch mehr Gold: Türkische Goldreserven steigen weiter an

Die Goldreserven der Türkei sind nun sieben Monate in Folge gestiegen auf zuletzt 756 Tonnen.  Im Februar kamen mehr als 17 Tonnen Gold hinzu.

Währungsreserven

Die türkische Zentralbank (TCMB) hat neue Angaben zu den finanziellen Rücklagen ihres Landes gemacht. Demnach beliefen sich die gesamten Währungsreserven der Türkei Ende Februar auf 128,49 Milliarden US-Dollar. Damit sank dieser Wert gegenüber Vormonat um 4 Prozent.

Gold, Goldbarren, Goldreserven (Bild: Goldreporter)
Offizielle besitzt die Türkei Goldreserven im Umfang von 756 Tonnen. Das rein staatliche Gold wurde zuletzt mit 552 Tonnen beziffert (Bild: Goldreporter)

Goldreserven steigen um 17 Tonnen

Allerdings sind die Goldreserven der Türkei nun sieben Monate in Folge gestiegen. Denn die TCMB beziffert das Gewicht nun mit 24,316 Millionen Unzen, was umgerechnet 756,31 Tonnen entspricht. Damit ergibt sich gegenüber Vormonat eine Zunahme des gemeldeten Inventars um 2,4 Prozent oder 17,95 Tonnen. Allerdings sind die Goldbestände der Türkei innerhalb von zwölf Monaten um rund 63 Tonnen oder 8 Prozent gesunken.

Gold-Wert gestiegen

Der Wert der Goldreserven wird nun mit 49.430 Millionen US-Dollar angegeben. Damit ergibt sich gegenüber Vormonat ein Anstieg um 2 Prozent. Zuletzt nahm auch der Gold-Anteil an den Gesamtreserven der Türkei zu, von 36 Prozent im Januar auf nun 38 Prozent.

Gold, Türkei, Goldreserven
Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in Tonnen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Innerhalb eines Jahres verzeichnete die türkische Zentralbank einen Rückgang der monetären Goldreserven um 4 Prozent oder 2,7 Milliarden US-Dollar. Aber im vergangenen März hatten das Währungsgold des Landes mit 52,17 Milliarden US-Dollar ein Rekordhoch erreicht. Gemessen am Goldgewicht wurde der Rekordstand im Februar 2023 mit 836,65 Tonnen festgestellt (26,899 Mio. Unzen).

Gold, Türkei, Goldreserven, Dollar
Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in US-Dollar (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Hintergrund Türkei

In den oben genannten Zahlen ist auch Gold enthalten, das Geschäftsbanken bei der TCMB hinterlegt haben. Die rein staatlichen türkischen Goldreserven bezifferte der World Gold Council zuletzt mit 552 Tonnen. Das Gold der Finanzinstitute wird auch als Sicherheit für Zentralbankgeld hinterlegt.

Die Türkei verzeichnet seit Jahren einen sinkenden Außenwert ihrer Landeswährung. Hohe Goldimporte tragen auch dazu bei, weil dafür in der Regel US-Dollar erforderlich sind. Nach einem kontinuierlichen Rückgang der Inflationsrate seit dem Hoch vor einem Jahr (85 Prozent im Oktober 2022) sind die türkischen Verbraucherpreise in den vergangenen beiden Monaten wieder stärker angestiegen. Denn im Juni waren noch 38 Prozent Inflation gemeldet worden, nun betrug die offizielle türkische Inflationsrate im Februar zuletzt wieder 67 Prozent.

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7 Kommentare

    • Kann jemand das kryptische Geschwurbel des Gesandten mal einfach erklären? Was wollen die?
      „…dass Gold im Handgepäck von Passagieren besondere Herausforderungen mit sich bringe…“ Hää?

      Also ich habe schon 2017 mal nen 100-Grammer im Gold-Souk gekauft. Der Freundliche am Abu Dhabi Airport erkannte es am Röntgengerät, fragte „Silver?“. „Nö, Gold,Would you like to see it?“ – „No“ und winkte mich lächelnd durch.
      Also ich versteh nicht ganz, was die in den VAE mit Touris vorhaben, die dort Gold kaufen. Weis schon jemnad mehr?

      • @Commander
        Ich sehe eher das Problem bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern in die EU.
        Mich haben auch schon mal die Amis (TSA) beim Einchecken/Sicherheitskontrolle rausgeholt. Die sind gut genug, auch in einem RIMOWA-Metall-Trolley einzelne Tubes zu finden.
        Ich musste die Tubes öffnen, man hat nachgesehen was drin war und gut wars.
        Ausfuhr aus USA raus kein Problem.
        Bei der Einreise in die EU gelten logischerweise die engen Wertgrenzen.
        Logisch, Debilistan braucht ja das Geld, um es anschließend weltweit zu verteilen.

        Der Artikel zeigt doch ganz offen die Motive: weitere Freiheitseinschränkung und immer weitere Überwachungsmöglichkeiten.
        Merke: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
        Je früher das Eichhörnchen seine Nüsse verbuddelt hat, desto besser.

      • @Commander
        Da lauert noch eine zusätzliche Gefahr.
        Wenn man bei der Gepäckkontrolle trotz Gold oder Rolex in Abu Dhabi durchgewunken wird, kann es dein, dass die Finanz Kontrolle ( Zoll) in Fraport
        einen Hinweis bekommt ( gegen Honorar).
        Dann wartet man dort und fischt den Betreffenden
        rein zufällig so raus.
        Die meisten „ rein zufälligen“ Kontrollen an Grenzen kommen durch Denunziation zustande.

        • Na das ist aber jetzt wirklich etwas überzogen, lieber @Maruti. Sowas ist ausgeschlossen. Da müsste ja der Beamte in den VAE direkten Telefondraht zum deutschen Zollbeamten haben und das müsste international gesetzlich geregelt sein. Das gibt es aber nicht. Da hört dann die Amtshilfe auf und die muss auch erstmal ein Staatsanwalt beim Richter beantragen. Gerade aus den VAE, die nicht mal ein Auslieferungsabkommen mit DEUTSCH haben. Die halten sich selbst beim OECD-Datenaustausch etwas zurück, obwohl sie von der grauen Liste jetzt mal wieder gestrichen sind.
          Solche „Infoabkommen zur vorauseilenden Verdachtskontrolle“ gibt es nicht mal in der EU. Also bitte nicht solche unsubstantiierten Behauptungen verbreiten. Die Behörden arbeiten immer nach Dienstvorschrift und nach Gesetz, sonst bekommen die Ärger, so von wegen „Honorar“. Das wäre Beamtenbestechnung. Ich bitte Sie!!!! Ganz so paranoid muss man nun auch nicht wieder sein.

          • Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist fast alles möglich zwischen den Abflug/Ankunt Airports. Meine Devise ist: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

          • @Commander
            Ich glaube, das funktioniert viel einfacher.
            Auf Basis von Erfahrungen der Zollbeamten. Die machen den Job ja nicht erst seit Vorgestern. Es ist immer falsch, die „Gegenseite“ zu unterschätzen.
            Ein Flugzeug aus Dubai (Goldsouk) ist eben interessanter als eines aus Stockholm. So kompliziert ist das nicht.

            Dazu haben die Beamten ein Auge auf die Verhaltensweise der Passagiere (Kleidung, Altersgruppen, Verhalten am Gepäckband etc.) .
            Manchmal ist es auch nur eine (stündlich anders definierte) Stichprobengruppe: z.B. Männer zw. 40 und 50, Sonnenbrille, teure Schuhe.

            Beispiel: vor 20 Jahren gab es an der Grenze D / CH und D / Lux mal eine recht hohe Trefferquote bei folgender Stichprobe:
            – Auto obere Mittelklasse (5er, A6)
            – Mann Ü 50, Frau U 40
            – bestimmtes Zeitfenster
            Schwarzgeldexpress.
            Warum ?
            1.) Man fährt nicht mit der eigenen S-Klasse (sieht man als zu auffällig an, einen Golf als Mietwagen will man aber auch nicht), ,also mietet man einen 5-er.
            Mietwagen erkennt der Zöllner auf 50 Meter Entfernung.
            2.) Altersunterschied: oft wird die Kohle nicht nur vor dem Finanzamt in Sicherheit gebracht, sondern zusammen mit der Geliebten vor der Ehefrau.
            Oder Tochter /Sohn bekommt das Schließfach gezeigt.
            3.) Zeitfenster: man will ja noch rechtzeitig zu den Banköffnungszeiten zur Bank oder kommt von da. Also z.B. nicht am Wochenende. Ganz blöd.

            Ganz ohne Paranoia.
            Einfach so denken, wie es „die Gegenseite“ wohl machen wird.
            Top-Tipp: immer schön auf der ehrlichen Seite bleiben, wenn auch haarscharf.

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