Donnerstag,29.September 2022
Anzeige

Goldpreis und Aktien: Eine ereignisreiche Woche steht an

Gold, Goldpreis, EZB (Foto: Goldreporter)
Dreht die EZB endlich an der Zinsschraube? Den Euro-Goldpreis könnte die Entscheidung tangieren (Foto: Goldreporter).

Diese Woche erscheinen neue Inflationsdaten aus den USA und die EZB trifft ihre Zinsentscheidung. Das wird Goldpreis und Aktien tangieren.

Goldpreis

Der Goldpreis konnte in der vergangenen Woche wieder zulegen. Am Freitag nach Börsenschluss notierte die Feinunze Gold am Spotmarkt mit 1.945 US-Dollar. Das entsprach 1.789 Euro. Silber kostete 24,71 US-Dollar beziehungsweise 22,73 Euro.

Der Aktienmarkt zeigte sich zuletzt volatil. Der DAX-Futures ging mit 14.216 Punkten ins Wochenende. Und in den kommenden Handelstagen dürften eine Reihe von Berichtsterminen die Kursentwicklung beeinflussen.

Inflationsdaten

Zunächst einmal wird am Dienstag die US-Inflationsrate für den Monat März veröffentlicht. Analysten rechnen mit einem weiteren Anstieg, nachdem im Vormonat mit 7,9 Prozent bereits der höchste Wert seit Januar 1982 erreicht wurde. Die Schätzungen für März liegen nun bei 8,5 Prozent. Und auch am Mittwoch wird es in dieser Sache neue Hinweise geben. Denn am Nachmittag erscheinen die US-Erzeugerpreise für den Monat März.

EZB-Sitzung

Währenddessen sprang die Euro-Inflation zuletzt von einem Rekordhoch zum nächsten. Deshalb wird sich am Donnerstag zeigen müssen, ob die Europäische Zentralbank endlich den Mut aufbringt, um die Zinsen hierzulande zu erhöhen. Zumindest sollte es in Frankfurt eindeutige Hinweise auf eine Zinswende geben, nachdem die Fed diese bereits vollzogen und rhetorisch weiter Dampf gemacht hat. Die Zinsentscheidung wird Einfluss auf den Euro-Dollar-Kurs haben. Womöglich beginnt die EZB zunächst, den Einlagenzinssatz anzuheben. Das wäre positiv für Sparer. Denn dann besteht die Chance auf ein Ende der Negativzinsen für Bankguthaben.

US-Konjunkturdaten

Am gleichen Tag erscheinen nachmittags die US-Einzelhandelsumsätze im Monat März, sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.  Die Berichtswoche schließt mit weiteren US-Konjunkturdaten. Denn am Freitag gibt es noch den New York Empire Manufacturing Index und Zahlen zur Industrieproduktion im März.

Goldpreis-Entwicklung

Wie wird der Goldpreis sich entwickeln? Am US-Terminmarkt wurden zuletzt bei steigendem Kurs wieder mehr Futures-Verträge abgeschlossen. Mehr dazu lesen Sie hier: Goldpreis: Marktstärke nimmt zu. Das ist allerdings nur ein kursrelevanter Aspekt. Eine Zinsanhebung durch die EZB dürfte den Euro-Goldpreis kurzfristig belasten. Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg können die Kurse jederzeit ausschlagen lassen.

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?



8 Kommentare

  1. In der Tat, die Nachrichtenlage könnte für Newsjunkies nicht besser sein. Nichts ist schlimmer als nachrichtenarme Zeiten nur wg. ‚Ostern‘ oder anderen heidnischen Bräuchen. Auf die ‚News‘ aus dem Ukraine-Krieg kann ich aber gerne verzichten. Versteht sich.

    Der Ölpreis fällt derweil weiter, Brent-Öl fällt unter 100 Petro-Dollar. Die Freigabe staatlicher Öl-Reserven und der grassierende Lockdown in China drücken auf den Preis. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass bis zu einem Drittel der chinesischen Automobilproduktion zum Erliegen gekommen ist.

    Ein wirklich dramatische Prognose gibt es zur Ukraine: Die Weltbank hat mit dem Fortschreiten des Krieges den ökonomischen Ausblick deutlich nach unten korrigiert. Die Weltank-Ökonomen sagten am Sonntag voraus, dass das ukrainische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um mehr als 45 Prozent einbrechen werde – nachdem sie vor einem Monat noch von einem Minus zwischen zehn und 35 Prozent ausgegangen waren. Aber auch die Wirtschaft Russlands werde mindestens zweistellig schrumpfen.

    https://www.dw.com/de/weltbank-wirtschaftskraft-der-ukraine-halbiert/a-61430407

    Derweil hat eine generalisierte Angststörung in Sachen dräuender Inflation die ‚Märkte‘ fest im Griff und Gold marschiert fast schon unbemerkt wieder in Richtung 2000 US-Dollar resp. 1800 Euro. Nur Russland sollte vielleicht noch am Rubel-Goldstandard arbeiten.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/was-macht-putin-jetzt-mit-seinem-goldschatz-17946109.html

  2. https://www.youtube.com/watch?v=xZK0aHvwdv8
    Der GR möge mir meinen Hang zum Englischen verzeihen! Bad news is good news. Kurzum, ich habe mit meinem Silber nichts falsch gemacht. Stets die Bocker-Regel eingehalten. Und mein roter Kater wird immer dicker. Putin möchte ich „danken“ dafür, daß er sich als nützlicher Idiot zum Ablenken hergab. Weil aus Ukraine und Rußland kein Getreide mehr kommt, stehen Nordafrika und Nahost kurz vor dem Kippen. Die Nahrung wird dort knapp und teuer. Laßt mal noch Marine le Pen die Stichwahl gewinnen und die Invasion Frankreichs auf die harte Tour rückgängig machen, dann haben wir die besten Voraussetzungen für turbulente Zeiten. Nur werden wir an unserem EM-Besitz keine Freude haben. P.S.: Die Bocker-Regel besagt, das eigene Körpergewicht in Silber vorzuhalten + dem Gewicht der zu versorgenden Haustiere. Dazu wird das Silber von der Industrie dringend gebraucht, und ein Verbot würde ins Leere laufen, weil ich es dann zu Elon Musk trage.

  3. Hier könnte mein fröhlicher Kommentar stehen.
    Das ist als Konjunktiv I gemeint – hoffe inständig, er entpuppt sich nicht als Irrealis.

  4. @„Putinflation“ – quo vadis?

    Heute Nachmittag (14:30 Uhr) wird wieder einmal der US-Verbraucherpreisindex
    bekanntgegeben.

    Die Wallstreet bereitet sich auf einen „heißen“ Verbraucherpreisindex vor, da das
    Weiße Haus vor „außergewöhnlich hohen“ Inflationszahlen warnt:
    – während der Konsens von einer gestiegenen Jahresrate von +8,4% ausgeht
    (Februar: 7,9%), rechnen Ökonomen sogar mit einem Wert von +8,6%, – ein Wert,
    der seit 1981 nicht mehr erreicht wurde:
    – als Grund wird der Ukraine-Krieg und die damit verbundene „PutInflation“
    genannt; natürlich nicht das Anwerfen der Notenpresse.

    Damit werden die Befürchtungen lauter, daß die FED im Mai sogar eine
    Zinserhöhung von 0,75% ankündigen könnte, was die US-Börsen mit dem
    Fahrstuhl in die Keller-Abteile schicken dürfte.

    „„Nastrovje“, das haben wir gut hinbekommen !
    (Bild-Quelle: 0-Hedge).

    PS: @Meister Pumuckl
    Heute ist internationaler „Lakritz-Tag „ ! Glückwunsch.

    (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿)

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige