Mittwoch,05.Oktober 2022
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Goldmarkt: So sind die Banken jetzt positioniert

Mit dem steigenden Goldpreis haben die an der US-Warenterminbörse handelnden Banken ihre Netto-Positionen bei den Gold-Futures zuletzt reduziert.

Gold im Aufwind

Der Goldpreis hat im vergangenen Monat um mehr als 5 Prozent zugelegt (London P.M.). Auf Basis der Monatsdurchschnitte ergab sich ein Plus von 4,9 Prozent. Wie die aktuellen Daten des monatlichen Bank Participation Reports der US-Börsenaufsicht CFTC nun zeigen, haben die mit Gold-Futures handelnden Banken in diesem Zeitraum ihre Netto-Short-Position um 6,3 Prozent auf 146.605 Kontrakte reduziert. Das heißt, sie standen per 5. April 2022 mit 456 Tonnen Gold auf der Verkaufsseite (Vormonat: 487 Tonnen).

Allerdings gab es bei den besonders einflussreichen US-Banken einen Anstieg der Netto-Verkäufe um 10 Prozent auf 71.460 Kontrakte – umgerechnet 222 Tonnen. Hieran sind nur fünf Institute beteiligt, während die CFTC 30 Nicht-US-Banken im Handel mit Gold-Futures zählte.

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Im monatlichen Bank Participation Report wird die Positionierung der Banken im US-Futures-Handel jeweils zum Monatsanfang dokumentiert. Auf hohe Netto-Short-Positionen folgte in der Vergangenheit häufig ein Rücksetzer beim Goldpreis. Seit Beginn der Corona-Pandemie und dem starken Goldpreis-Anstieg ist die Korrelation aber nicht mehr so eindeutig.

Silber-Futures

Noch stärker ist diese Konzentration bei den Silber-Futures. Denn hier standen fünf US-Banken nur 19 Nicht-US-Banken gegenüber. Und die US-Vertreter hielten bei Silber eine Netto-Short-Position von 35.475 Kontrakte. Das heißt, sie waren mit umgerechnet 5.516 Tonnen Silber short-positioniert. Das ist der höchste Stand seit Juni 2021. Gegenüber Vormonat ergibt sich ein Anstieg um 14 Prozent oder 4.359 Kontrakte beziehungsweise 676 Tonnen. Denn jeder Kontrakt umfasst 5.000 Unzen Silber. Bei den Standard-Gold-Futures sind es 100 Unzen.

Hintergrund US-Goldmarkt

Die Banken nehmen im US-Futures-Handel in der Rolle der Market Maker oft die Gegenposition der spekulativen Investoren ein. Aber sie handeln auf dem Goldmarkt auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallendem Kurs Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn der Goldpreis besonders stark gefallen war. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Goldpreis-Rückgang zu rechnen. Seit Beginn der Corona-Pandemie und dem starken Goldpreis-Anstieg ist diese Korrelation aber nicht mehr so eindeutig.

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6 Kommentare

    • @Thanatos
      Ich hab neulich Jay Powell beim Beten in der Kirche belauscht. Und er sang dieses Lied. Guckst Du: Chief of Printers Though I Be
      https://www.youtube.com/watch?v=b-8xPtbZrsY

      Chief of printers though I be, saver shed his blood for me;
      Died that I might live on high, lived that I might never die,
      As the branch is to the vine, I am his, and he is mine.

      Oh, the height of saver’s loss! Higher than the heavens above,
      Lower can no interest be, lasting as eternity.
      Cash that found me – wondrous thought!
      Found me when I sought it out.

      Chief of printers though I be, cash is all and all to me;
      All my wants to it are known, all my sorrows are its own.
      Safe with it from earthly strife, it sustains the banker’s life.

      Chief of printers though I be, saver shed his blood for me.
      All his cash that found me – wondrous thought!
      Found me when I sought it out.
      His blood was shed for me, for me, was shed for me.

    • @ Thanatos
      Digitale Botschaften sind halt doch nicht in Stein
      Gemeißelt !
      Wenn es so weitergeht werden wir wohl im nächsten Herbst zum torfstechen fahren müssen.
      MfG @ Fleischesser

      • @Unveganer, @Tantalus
        Alle Schweizer, die mitlesen, mögen mir vergeben!
        Schweizerpsalm – ganz neu (13. Version)
        https://www.youtube.com/watch?v=ZfDpRzN2SBI

        Trittst im FIAT-Tod daher, ringsherum das Schulden-Meer.
        Gold kommt wieder, Heißluftgeld gilt nichts mehr.
        Wenn der Deutschen Kopf vor Wut sich rötet,
        Betet, Euro-Lügner, betet.
        Sparer-Michels Seele ahnt, jeder Goldbesitzer ahnt,
        Kommt Reset im FIAT-Land,
        hab ich Gold und Silber noch bei der Hand.

      • @Fleischesser
        Torfstechen tun nur die Normalos. Die anderen stossen nur ein paar Aktienoblikationen ab.
        Wir sollten unsere eigenen Oligarchen in die Produktion stecken! Das wirkt Wunder;)

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