Samstag,01.Oktober 2022
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Goldpreis und Anleihekurse schwächer: Hohe Zinserwartungen!

Gold, Goldpreis, Anleihen, Renditen
Im Vorfeld anstehender Zinserhöhungen geben Goldpreis und Anleihekurse in der Regel nach. Die Frage ist nur, wie stark die US-Leitzinsen nun tatsächlich angehoben werden.

Die Entwicklung von Anleiherenditen und Goldpreis stehen unter dem zunehmenden Eindruck erwarteter, scharfer Leitzinserhöhungen in den USA.

Zinserwartungen

In den USA wird angesichts der hohen Inflationsraten mittlerweile über eine Zinsanhebung um 75 Basis-Punkte im Juni spekuliert. So schürte Fed-Präsident Jerome Powell jüngst entsprechende Erwartungen. Diese finden beispielsweise Ausdruck im der an den US-Futures-Märkten gehandelten Wahrscheinlichkeiten auf Basis der Fed Funds Futures. Dort wurden die Chancen auf einen solch großen Schritt zuletzt mit 85,1 Prozent taxiert.

Ein Zinsschritt um 50 Basispunkte auf 0,75 bis 1,00 Prozent im kommenden Mai gilt an den Märkten als sicher. Im Zuge dieser Erwartungen rauschen die Anleihekurse weiter Richtung Süden. Das heißt, die Renditen dieser Papiere steigen und steigen. Allerdings fielen die Steigerungsraten gegenüber Vorwoche vergleichsweise moderat aus.

Anleihe-Renditen

So wiesen 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstagvormittag Zinsen von 2,85 Prozent auf (Vorwoche: 2,84 %). Deutsche Schuldscheine rentierten mit 0,85 Prozent (Vorwoche: 0,84 %). Für den Goldpreis bietet dieses Zinsniveau eigentlich wenig Unterstützung. Allerdings hatte sich die Kursentwicklung bei Gold und Silber in den vergangenen Wochen immer wieder von den Zinseinflüssen abgekoppelt, angesichts der facettenreichen Krisenlage.

Silber- und Goldpreis

Zuletzt kamen neben den Aktienmärkten aber auch die Edelmetalle unter Druck. Der Goldpreis am Spotmarkt notierte am Dienstag um 9:45 Uhr mit 1.898 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.776 Euro. Silber kostete 23,63 US-Dollar beziehungsweise 22,09 Euro pro Unze. Damit stand der Goldpreis 3,8 Prozent tiefer als in der Vorwoche (-3,0 % in Euro).

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf Gold? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigt der Goldpreis oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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3 Kommentare

    • @Wolfgang Schneider
      Ich war spasseshalber mal mit einem geliehenen Metalldetektor in Wald und Wiese unterwegs.
      Der Spaß hielt sich bei 11 Grad, Nieselregen und Matsch in Grenzen. Man macht halt Löcher in den Erdboden;). Gefunden habe ich so kleinen alten Metallschrott.

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