Freitag,21.Juni 2024
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Goldpreis: War das der große Kursausbruch?

Der Euro-Goldpreis hat sich auf Basis der US-Futures oberhalb von 1.800 Euro etabliert und den viermonatigen Abwärtstrend durchbrochen.  

Euro-Goldpreis weiter gestiegen

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 1.952 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.820 Euro. Damit kam die Dollar-Notierung des Edelmetalls gegenüber Vorwoche zwar um 0,7 Prozent zurück. Allerdings ist Gold auf Euro-Basis im gleichen Zeitraum um diesen Prozentsatz gestiegen. Wir betrachten die aktuelle Lage beim Euro-Goldchart per 5. September 2023.

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Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 5. September 2023. Der Futures-Preis notiert derzeit rund 25 Dollar über dem Spotkurs.

Abwärtstrend durchbrochen

Mit dem jüngsten Kursschub durchbrach der Goldpreis auf der Höhe von 1.810 Euro den Anfang Mai etablierten Abwärtstrend. Allerdings prallte der Chart in der Folge zunächst am Widerstand von 1.825 Euro nach unten ab. An dieser Stelle ereignete sich Ende Juli eine markante Kursspitze. Sollte sich die Aufwärtsbewegung nicht noch kurzfristig als Fehlausbruch entpuppen, dann wäre der aktuelle Aufschwung ein geeigneter Auftakt für noch deutlich höhere Kurse bis zum Jahresende.

Maximal-Szenario

Denn mit dem Break-out aus der weit aufgespannten Dreiecksformation ließe sich aus charttechnischer Sicht ein Kursanstieg von rund 8,5 Prozent innerhalb von vier Monaten ableiten. Das entspräche vom Ausbruchsniveau ausgehend Kursen von 1.963 Euro oder einem Anstieg von gut 150 Euro.

Sentiment

Aktuell nähert sich der RSI (Relative-Stärke-Index) mit einem Wert von 64 (Vorwoche: 61)  dem „überkauften“ Bereich. Dieser beginnt definitionsgemäß ab Werten von 70. Allerdings sehen wir hier einen langsamen Anstieg und noch keine harsche Übertreibung.

Dabei laufen 50- und 200-Tage-Durchschnitt weiterhin auf einer Linie bei zuletzt 1.779 Euro. Somit beträgt der Abstand zum aktuellen Goldpreis gerade einmal 2,3 Prozent. Das heißt, in beiden Fällen ist in Sachen Marktstimmung weiter Spielraum nach oben.

Goldpreis auf Dollar-Basis

Auf Basis des US-Dollars ist der Goldpreis auf das Niveau der 50-Tage-Linie zurückgekommen. Gold steht nun vor der bedeutenden kurzfristigen Unterstützung von 1.945 US-Dollar. Und anders als beim Euro-Goldchart ist der Ausbruch über die Kante des viermonatigen Abwärtsmechanismus noch nicht vollzogen. Hier wäre auf Tagesschlussbasis ein Anstieg auf Kurse von mehr als 2.000 US-Dollar notwendig. Dagegen muss die Unterstützung von 1.915 US-Dollar auf der Unterseite dringend halten. Allerdings ist der Support hier auch massiv. Denn in dieser Region hat sich zuletzt ein Doppelboden gebildet und auch die 200-Tage-Linie befindet sich an dieser Stelle.

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Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 5. September 2023.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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12 Kommentare

  1. Der grosse Kursausbruch und somit das Beste kommt noch.
    Es dauert vielleicht noch ein paar Monate bis die Zinserhöhungen Wirkung zeigen, aber Anzeichen für den Kollaps sind längst da. Die Volksbanken rechnen mit fallenden Immobilienpreisen und das Heizöl kostet heute im Ländle schon wieder
    1,11€.
    Autofahren wird zum puren Luxus, laufende Preiserhöhungen. 37 % haben dieses Jahr ganz auf Urlaub verzichtet.
    Die Saudis und Russen kürzen die Ölförderung bis Jahresende, wollen und brauchen 100 Dollar fürs
    Barrel.
    Europa muss und wird sich weiter verschulden müssen. Der € wird unter Druck geraten, vielleicht sogar unter die Parität fallen.
    Die Inflation kann sich dann richtig schön zur Hyperinflation entfalten.
    Goldene Zeiten stehen uns bevor!

    • @Donaustreuner
      Als der Ölpreis gegen 10 Dollar fiel ( vor ein paar Jahren, 2013 glaube ich), sagte der Saudi Ölchef:
      Wir können Öl zu 5 Dollar das Barrel noch lukrativ produzieren. Damals wurde von Namhaften Analysten aber auch von Sandra Navidi von Beyond Global erklärt, der Ölpreis würde wie die Zinsen negativ werden.
      Da konnte man völlig umsonst tanken, den Öltank gratis füllen und bekam noch einen Flachfernseher dazu.
      Wie ist das heute in Deutschland ?
      Kein gratis Tanken mehr oder Heizen ?
      Kein 1.000 Euro Kredit zu Null Zinsen und nur 900 Euro zurückzahlen ?
      Wie kommts ? Alles schon vergessen.

  2. zur Zeit wieder 1793 Euro.
    Mag sein, dass sich die Futures oberhalb von 1800 Euro etablieren, der Goldpreis selbst aber nicht.
    Wäre auch interessant, Papiergold teurer als physisches Gold.:)

  3. @Maruti
    Der Nachfrage-Peak bei Öl , Gold und Silber scheint noch lange nicht erreicht zu sein.
    Anders auf der Angebotsseite:
    Das Brentöl ist leergepumt, die Minen bald leergekratzt und das Ami-Fracking könnte auch schnell vorbei sein.
    Dabei gibt es noch Öl für Jahrzehnte.
    Mit Acker und seiner Ostgeschäftsverbindung und einer neuen Raute würde Schlaraffia einfach weitergehen.

  4. Alles besser als Euros auf dem Konto.

    Habe heute einen Freund in München besucht, wir waren auf der IAA, die halbe Innenstadt ist mit protzigen millionenteuren Ständen der deutschen Hersteller zugestellt.

    Sollte man sich ansehen, es ist die Totenmesse der deutschen Autoindustrie.
    Was das für den Standort, Arbeitsplätze, Steuern etc. heissen wird, ist hier wohl jedem klar.
    Schon in den letzten 12 Jahren haben wir fast die Hälfte der Produktion verloren, von 6,5 auf knapp über 3 Mio. Autos pro Jahr.

    https://mbpassion.de/2023/09/iaa-2023-was-zeigt-mercedes-benz-wo-auf-der-iaa-mobility-2023/
    In der riesen Kiste steht z.B. nur ein einziges Autochen (wohl die zukünftige C-Klasse), davor der EQE, also die elektrische E-Klasse, für 127.000 Euros.

    200 Meter weiter stellt BYD fünf Autos einfach so auf die Ludwigstrasse.
    Heute für 45.000 Euros zu kaufen und sowohl technisch als auch vom Design etc. der Zukunftsstudie von Mercedes um 10 Jahre voraus, z.B. der BYD Seal.
    In der Verarbeitung und Materialanmutung voll gleichwertig, mindestens.
    Die Akkus eine Generation voraus, da gibt es schon die Blade-Akkus mit Lithium-Eisen-Phosphat.
    Zu kaufen.
    Heute.
    Und nicht erst vielleicht in 4 Jahren.

    Wenn man von BYD 50 m zu VW geht (auch so ein Millionenstand), und sich in ID3 oder ID4 setzt, weiss man nach 10 Sekunden, warum das kein Chinese auch nur noch ansieht.
    Technik von gestern, Material und Verarbeitung 2 Klassen schlechter.
    Und natürlich teurer.
    Völlig veraltete Akkus etc.
    Gute Nacht.

    Also: raus aus dem Euro. das wird nix mehr.
    Es ist so krass, dass man es in 10 Sekunden greifen kann.
    Und das bei der Industrie, die mal Kern des Wohlstandes dieses Landes war.

    • @Meister Eder
      Das war 1980 und 2005 genau so.
      Schlechte Qualität und teuer bei den deutschen Autos.
      BMW hiess Bring mich Werkstatt, Audi hiess Rostlaube, Mercedes hiess Taxi usw.
      Einzig Opel mit Kapitän und Commodore stachen aus der Reihe.
      VW Jetta, mit Fahrer und Hut und hinten Klopapier Rolle, bestickt mit Häubchen und 80 auf der Autobahn.
      Schneller ging der nicht.
      Es war Fernandez Lopez mit seinem Team, Spanier, welcher dafür sorgte, dass es heute VW überhaupt noch gibt.
      Es wird mehr als Zeit, dass so einige wieder vom hohen Ross herunterkommen.
      Chinesen, von denen stecke ich 10 mit links in die Tasche, so tönte noch vor 10 Jahren ein VW Manager.
      Das süffisante Lächeln gefror ihm später im Gesicht.
      Ich kenne zur Zeit kein einziges deutsches Auto, welches sich zu kaufen lohnt.
      Nur wenn ich es geschenkt bekomme, wie mein Bruder.
      Der bekam über VW Leasing 20 Tiguan, Vollaustattung
      zu mtl 160 Euro pro Fahrzeug.
      Inclusive Versicherung, Steuer, Wartung und vergünstigtes Tanken für 6.000 km pro Jahr. (1 Euro pro Liter).
      Laufzeit 2 Jahre, dann gibt es wieder neue Fahrzeuge für seine Firma. Selbstnutzungs Gebühr für private Fahrten 1%. ( Die nutze ich so ab und zu auch).
      So kann VW nur pleite gehen.

      • Maruti:
        Mein Bruder hatte einen 87er Audi 80 Diesel. Der lief mehr als 500 TKm. Ich hatte dann den B4-Nachfolger als Benziner. Der hatte 29 Jahre geschafft. Jetzt ist er in Rente in Jordanien. Beide Modelle waren unverwüstlich, beste Qualität ohne reparaturanfälligen Schnickschnack. Man bekam günstig und unkompliziert an Ersatzteile und konnte die Autos in jeder kleinen Werkstatt reparieren lassen, weil es keine Elektronik gab, die gnadenlos überteuerte Aufenthalte in Vertragswerkstätten erforderlich machten. Schade, dass solche Autos heute nicht mehr gebaut werden.

      • @Maruti
        Solche Deals wie bei Ihrem Bruder hat man bisher mit den Gewinnen aus China finanziert.
        Gratuliere, 2 Jahre hält so eine Kiste ja auch durch.
        So ein betriebswirtschaftlicher Irrsinn geht nur wg. Staatsbeteiligung und starker IGM in Wolfsburg, vor der die ganzen Politiker noch Angst haben.
        Rein betriebswirtschaftlich müsste man dem Werk Wolfsburg eigentlich schon lange den Stecker ziehen. Die dort noch gebaute Stückzahl könnte man auf andere Werke verteilen.

        Der VW-Konzern ist der derzeit weltweit am höchsten verschuldete Laden, über 190 Milliarden. Bin gespannt, was die in den nächsten Jahren so zu höheren Zinsen zu refinanzieren haben. Und wie die das machen.

        Die Panik ist so groß, dass ID3 etc. in China zur Hälfte des deutschen Preises verramscht werden. Und trotzdem rumstehen.
        Andersherum verlangt BYD in Germanien auch ungefähr das Doppelte der chinesischen Preise. Das bringt jetzt schöne Gewinnmargen zum Aufbau von Händlernetz etc. und kann dann später wunderbar für einen Preiskrieg genutzt werden.
        Musk fängt ja schon an, die deutschen Hersteller mit permanenten Preissenkungen an die Wand zu drängen. Gerade eben gab es beim Model S über 20.000 Euro Senkung des Listenpreises. Da lacht in Stuttgart niemand mehr.

        Fazit: jetzt stellen wir uns mal kurz vor, wir hätten unsere Spargroschen in Aktien von Daimler oder VW, statt in „echtem Metall“.
        Ne, lieber nicht !

        Ich habe die Tage irgendwo eine Kolumne gelesen mit folgender Geschichte:
        Ein Deutscher kommt nach 25 Jahren im fernen Ausland zurück nach Germanien.
        Der Flieger landet in Paris oder Zürich (wo genau hab ich vergessen) ab da geht es mit der SBB oder dem TGV in die alte Heimat.
        50 km hinter der Grenze steht der dann schon DB-Zug gleich mal wegen irgendeinem technischen Problem ohne Klimaanlage 1 Stunde auf freier Strecke. Der Bahnhof sieht aus wie……
        Den Rest erspare ich uns.
        Er glaubt in einem krassen Alptraum gelandet zu sein.
        So ist es ja auch.
        Als er die Preise in den Geschäften sieht (in denen, die noch nicht pleite sind) glaubt er , es wäre aus irgendeinem Fehler in Schilling ausgeschildert. Der Espresso für 3,50, also ehemals 7 Mark ?
        Ne, das kann nur Schilling sein.

        Ich spinne die Geschichte jetzt mal weiter: er kommt bei Degussa (o.a.) vorbei.
        Neugierig , wie er nun mal ist, guckt er nach, was seine 300-Euro 1 OZ Krügerrand jetzt wert sind.
        Ab da ist er halbwegs happy.

  5. @Meister Eder
    Das BYD gute Autos baut ist schon längst kein Geheimnis, wenn Sie sich die Mühe machen und ausser Dolphin, Seal, Atto 3, mal auch den Han und Tang anschauen. Guter Preis, Leistungsverhältnis, gute Ausstattung, Qualität. Für die besser betuchten BYD U 8 & U 9, da geht die Post ab.
    Bin froh das ich bei BYD rechtzeitig investiert hatte, ist zwar nicht die größere Position, aber 30 % Steigerung ist auch nicht schlecht.
    Bei der ganzen Euphorie darf man den Goldkauf nicht vernachlässigen, schließlich ist in knapp 4 Monaten Weihnachten. Der Baum muss geschmückt werden, da bitten sich doch Goldmünzen an, an der Spitze kommt dann eine richtig fette 10 oz. Silber. So als Sahnehäubchen, da sollte jetzt ein Witz sein :).
    Wie Sie schreiben, alles ist besser als das Geld aufs Konto zu lassen, bis es durch die Inflation gefressen wird.

    • @Big Driver

      Ha, nachdem ich Ihre Idee mit den „wertvollen“ Weihnachtsbaumkugeln gelesen habe, habe ich beschlossen, den Baum dieses Jahr nicht beim Förster zu kaufen.
      Sondern das Teil bei meinem Freund aus 3 cm dicken Stahl-Wasserrohren zusammenschweissen zu lassen.
      Wegen das Statik !

      Spässle gmacht.

      Ernsthaft: Vrenelis (etc.) für Frau und Kind könnte man schon gut versteckt dranhängen.

  6. @Meister Eder
    Na, nicht vergessen den Stahlbaum eh, Weihnachtsbaum grün zu lackieren, wegen der Optik. Meine Frau findet zwar Goldmünzen als Anlage Strategie schon richtig, aber als Geschenk glaube ich nicht. Wir haben nächstes Jahr Jubiläum, zum Dank das sie mit so einem verrückten wie mir ausgehalten, schenke ihr eine schöne goldkette.
    Die kids finden mittlerweile Gold schon interessant, dank meiner Sturheit Ihnen Gold als das ultimative Geld beizubringen. Die haben verschiedene Gold Pandas und Gold Lunars, wirklich sehr schöne Motive. Was die Vrenelis angeht, ich stehe voll auf solchen old school Münzen. Am besten Gold Helvetias oder ältere Sovereigns:)

    • @Big Driver
      Das ist jetzt wirklich kein Witz: wir haben wirklich einen Stahl-Weihnachtsbaum.
      Hat mein Kumpel mal aus Jux gemacht: mit einem Plasmaschneider aus einer 5 mm Stahlplatte.
      Bulletproof.
      Ist in rot-flake-metallic lackiert und steht im Winter mit Deko und Lichterketten hinten im Garten.
      Mit der richtigen Beleuchtung sieht das Teil (insb. bei Schnee) absolut toll aus.

      An die Klimaschützer: das ist Nachhaltigkeit pur. Der hält ewig.

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