Samstag,13.August 2022
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Goldpreis: Wenn Dollar und Euro Parität erreichen!

Der Euro-Goldpreis hielt sich zuletzt wacker im Bereich von 1.720 Euro pro Unze. Dagegen drohen Gold auf Dollar-Basis drohen weitere Abgaben.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis schloss im US-Futures-Handel am gestrigen Dienstag mit 1.763 US-Dollar pro Unze (August-Kontrakt). Das entsprach 1.718 Euro. Der seit Wochen überaus starke US-Dollar gibt den Takt an den Märkten an. Schließlich ist die US-Notenbank angesichts der hohen Inflation dabei, den Leitzins konsequent anzuheben. Anders, als etwa die Europäische Zentralbank. Dieser Umstand führte auch dazu, dass sich der Goldpreis auf Euro zuletzt deutlich von der Kursentwicklung in US-Dollar abgesetzt hat. Wir betrachten dazu die aktuelle charttechnischen Lage.

Charttechnik

Der der Goldchart fand in den vergangenen Monaten auf der Höhe von 1.720 Euro immer wieder eine belastbare Unterstützung. Auch wenn der Kurs am kürzlich knapp unter dieser Marke schloss, muss diese Schwelle erst einmal deutlich unterlaufen werden. Sollte dies allerdings geschehen, dann   dürfte auch dem Euro-Goldpreis eine stärkere Abwärtsbewegung drohen.

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Goldpreis in Euro, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 05.07.2022

Im günstigsten Fall könnte der Kurs an der Kante des seit Oktober 2021 bestehenden Aufwärtstrends wieder nach oben drehen. Das wäre im Bereich von 1.700 Euro der Fall. Weiter unten 1.674 Euro und 1.654 Euro die nächsten bedeutenden Unterstützungsmarken.

Sentiment

Die Marktstimmung ist aus Sicht von 14 Tagen weiterhin neutral. Denn der RSI (Relative-Stärke-Index) notiert mit einem aktuellen Wert von 41 weder oberhalb von 70 noch unterhalb von 30. Das heißt, Gold ist auf Euro-Basis weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Währenddessen beträgt zum Abstand zur 200-Tage-Schnitt nun 3,5 Prozent. Diese Line wäre bei einer Korrektur beim Goldpreis eine oft präferierte Anlaufstelle.

Szenario: Euro-Dollar-Parität

Werfen wir auch einen Blick auf den Dollar-Goldchart. Hier wurde zuletzt eine wichtige Aufwärtstrendline verletzt. Das heißt, kurzfristig wäre Raum für eine Fortsetzung der Kurskonsolidierung bis in den Bereich von 1.725 US-Dollar oder sogar bis 1.675 US-Dollar.

Gold, Goldpreis, US-Dollar, Chart
Goldpreis in US-Dollar, 3 Jahre, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 05.07.22

Ein Szenario, in dem der Euro-Goldpreis sein aktuelles Niveau annähernd halten kann, wäre vorstellbar, wenn US-Dollar und Euro Parität erreichen. Das war zuletzt vor ziemlich genau 20 Jahren der Fall. Am heutigen Vormittag um 9 Uhr kostete der Euro 1,025 US-Dollar.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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9 Kommentare

  1. @Endverbraucher

    Kein Sonnenblumen-Öl, kein Gas, kein Holz,
    keine Zuversicht; –
    stattdessen hohe Inflation, eine völlig versagende EZB und
    sehr bald immer mehr Stromausfälle.

    Hätte im Jahre 2019 jemand das 2022-Szenario beschrieben: man hätte
    ihn ausgelacht. ◔_◔
    Während in Deutschland immer weniger Gas aus den russischen Röhren
    zu uns kommt, importiert Frankreich Rekordmengen an Gas:
    das Land ist zum weltgrößten Importeur von russischem Flüssiggas
    geworden. ఠ_ఠ

    https://www.cash.ch/news/boersenticker-ausland/russland-kappt-oeltransit-von-kasachstan-richtung-westen-1984892

    Die Neu-Auflage des Buchtitels „Deutschland schafft sich ab“ wird gerade
    im Buchhandel angepriesen.
    ◴_◶

  2. @Klapperschlange
    Interessant ist ja, dass in der hamburger Lügenpostille Spiegel nun jeden Tag 3 Artikel zur Energiekrise waren.
    Bei einem Artikel habe ich im Forum den Post durchgebracht (die zensieren massiv über Schlüsselwörter), dass ich am Montag zu IKEA fahre und dort alle Kerzen kaufe, die ins Auto passen.
    Man müsste diesen Freitag mal nachsehen……

    Ein Freund hat mir gerade erzählt, dass LIDL in Bayern schon reagiert hat: vor 2 Wochen haben 100 Teelichter irgendwas um 3,80 gekostet.
    Jetzt gibt es nur noch 50 Stück in der Packung für 2,80.
    Mehr als 8 % Inflation.
    Bin gespannt, was die im November kosten.

    Gold ist also doch nicht die beste Investition.
    Nur wohin mit drei 40-Tonnern Teelichtern ?

    • @MeisterEder

      Die 3 40-Tonner sollte man unter dem Brandenburger Tor parken und die
      Kerzen leuchten lassen, damit den „Polit-Darstellern“ ein Licht aufgehe.

      Warum schert sich Frankreich einen „Dreck“ um die Sanktionen gegen Rußland
      und importiert billiges Flüssiggas aus Rußland, während wir das viel teurere
      US-Flüssiggas kaufen ( müssen ?), (siehe hier.)

      Hätten wir noch Politiker (wie Schmid, Strauß, Schröder,…), die gemäß
      ihres Amtseides Schaden vom deutschen Volk abwenden
      wollten , wäre Nordstream 2 jetzt zum richtigen Zeitpunkt in
      Betrieb gegangen und das Thema Gaslieferungen wäre
      gegessen.

      Der „lachende Dritte“ bei dieser Flüssiggas-Sanktionsorgie ist wieder
      mal . . . und wir haben die „Ar***karte“ gezogen.

      ✌(༼•!•༽)✌

      • @Klapperschlange
        Na, eine klitzekleine Kleinigkeit fehlt in dem Jubel-Artikel: der Preis des LNG.
        Untergrenze dürfte recht sicher das 6-Fache des bisherigen „Putin“-Preises sein (das ist der aktuelle Marktpreis Dutch Natural Gas TTF .
        Dazu noch der Zuschlag für Verflüssigung, Transport, die neuen Terminals.
        Könnte so auf den 10-fachen Preis hinauslaufen.
        Hurra !
        Reiche erkennt man künftig nicht mehr an der S-Klasse, sondern daran, dass sie frisch gewaschene Klamotten anhaben und nicht stinken.

        Kleiner Tipp: ich würde mir jetzt keine Gasheizung einbauen lassen.
        Oder allenfalls nach einem Lottogewinn.

        Spass beiseite: das bedeutet eine massivste langfristige Inflation bei den Energiepreisen.
        Der Gaspreis aus dem 20-Jahresvertrag kommt i.d.R. ja nie wieder runter.

        • Meister Eder:
          M.E. gibt es nur zwei Möglichkeiten: russisches Gas oder den Ruin. Die nächste Regierung wird mit Russland verhandeln müssen. Adenauer konnte unsere Leute rausholen, weil die UdSSR auf diplomatische Beziehungen angewiesen war. Vielleicht ergibt sich eine ähnliche Konstellation, wenn es darum geht, die Verhältnisse nach dem Krieg wieder auf eine auskömmliche Basis zu stellen. Diesmal schicken wir den Schneider Wolfgang, der kriegt das hin.

          • @Racew
            Update:
            171 : Gaspreis heute (Börsenpreis für Europa, +15 % in den letzten ZWEI Tagen)
            82 : vor einem Monat
            32 : vor einem Jahr
            20 : die alten Langfristverträge mit Gazprom (das Gas, das wir nicht mehr haben wollen, sondern lieber zum Zehnfachen Frackinggas einkaufen).

            Letzte Woche gab es wieder einen „Erfolg“: wir haben in einer Auktion eine Ladung LNG (einen Tanker) meistbietend ersteigert, gegen Japan.
            Der Preis wird streng geheim gehalten, er muss astronomisch sein.

            Dirk Müller hatte einen Gedanken:
            Uns erscheinen die Entscheidungen unserer Politiker als dumm und falsch.
            Weil wir an das Ziel glauben, es geht darum, dieses Land und seine Bürger sicher und gut zu versorgen.
            Was wäre, wenn wir mit unserer Zieldefinition falsch liegen ?
            Wenn wir ein neues Ziel definieren: dieses Land und seine Bürger so schnell wie möglich zu ruinieren.
            Dann sind die Entscheidungen der Politiker plötzlich logisch, sachgerecht und zielführend.
            Upps !

            Zu Ihrem Gedanken:
            Wenn wir zu lange warten, braucht uns Russland nicht mehr.
            Es sind weitere Pipelines Richtung China im Bau, der Ölexport durch Iran nach Indien scheint super zu laufen. Die 3 LNG-Terminals des Jamal-Gasfeldes (das bisher uns versorgt hat) scheinen voll zu laufen und u.a. Frankreich zu versorgen. Oder jedes andere Land der Welt.
            Es bildet sich eine neuer Block RU-China und Indien. Dran hängen 80 % von Afrika und wesentliche Teile Südamerikas.
            Viele Länder haben mit den USA noch eine Rechnung offen.

            Es riecht irgendwie nach strategischem und wirtschaftlichem Selbstmord.

            Noch was:
            Hamburg (Rot-Grüner-Senat) hat ja das modernste Kohlekraftwerk in Moorburg abgeschaltet (mit vielen vielen Millionen Steuergeld). Das hätte die Stadt auch mit Fernwärme versorgen können.
            Jetzt hat man den Eigentümer Vattenfall angebettelt, es wieder in Betrieb zu nehmen.
            Antwort: geht nicht, ist schon im Abbau. Weil weltweit jede Menge neuer KKW gebaut werden, sind die ganzen technischen Anlagen (Turbinen etc.) schon verkauft. Es laufen die Vorbereitungen fürs Zerlegen.
            Ruinen schaffen ohne Waffen.

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