Donnerstag,20.Juni 2024
Anzeige

Goldpreis: Zwei neue Kursrekorde in Folge

Eine Abkühlung der US-Inflation und erneute Impulse aus China begünstigten zwei weitere Tage in Folge mit einem neuen Goldpreis-Rekord.

Goldpreis

Die Rekord-Rally bei Gold ist zurück. Am Freitag und Montag setzte der Goldpreis erneut zwei neue Bestmarken in Folge. Der aktuelle Höchststand in US-Futures-Handel lautet nun 2.438,50 US-Dollar pro Unze. Dagegen besteht auf Euro-Basis weiterhin der Rekord vom 19. April 2024 bei 2.264,99 Euro.

Gold, Goldmünzen, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Auf Basis der US-Futures wurde am Montag mit 2.438 US-Dollar pro Unze ein neuer Goldpreis-Rekord gesetzt. Auf Euro-Basis gilt weiter der Beststand vom 19. April 2024 bei 2.264 Euro (Bild: Goldreporter).

Zuletzt festigten sich Markterwartungen über eine US-Zinssenkung im September und einen ersten Zinsschnitt der Europäischen Zentralbank im Juni. Dazu beigetragen hat auch die Abkühlung der Inflation in den USA. Damit wertete der Euro zuletzt weiter gegenüber dem US-Dollar auf, was den Anstieg beim Euro-Goldpreis dämpfte.

Marktzinsen

Dagegen sehen wir eine uneinheitliche Entwicklung der Marktzinsen im Vorwochenvergleich. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit 4,43 Prozent, nach 4,48 Prozent vor einer Woche. Allerdings stiegen die Renditen in den Euro-Kernländern an. So waren es bei deutschen Papieren zuletzt 2,51 Prozent – nach 2,48 Prozent am vergangenen Donnerstag. Dagegen sehen wir Abschläge bei den Renditen in Griechenland, Spanien und Italien.

Der internationale Goldpreis war zuletzt erneut getrieben von Preisaufschlägen in China. Denn hier lag der Preis für die Feinunze Gold am der Shanghai Gold Exchange vergangene Woche wieder 80 US-Dollar über dem Spotkurs in Europa.

Berichtstermine

Im Fokus der aktuellen Berichtswoche stehen unter anderem die „Fed Minutes“ am Mittwochabend. Dabei handelt es sich um das Protokoll der letzten US-Notenbank-Sitzung vom 01.05.2024. Weitere Daten aus der US-Wirtschaft folgen am Donnerstag (wöchentliche Arbeitsmarktzahlen, S&P OMI, Chicago Fed Index) und am Freitag mit den Auftragseingängen langlebiger Gebrauchsgüter und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Anleihen, Renditen Staatsanleihen

Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

Anzeige

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

14 Kommentare

  1. Nun etabliert sich die Schlacht um die 2.400 Dollar.
    Wer hätte das gedacht. Alle Deckel sind fulminös weggegeflogen. Das Kartell konnte nur mit viel Kapital bremsen, jedoch die Gurte hielten nicht und das Geld der Banken, wahrscheinlich such deren Bestes, das Gold, wurde sinnlos verbraten.
    Geld kann man drucken, jedoch kaum von China wieder bekommen und die Minen in US Hand sind leer, bis auf ein paar Unzerln.
    Man kann nun nur noch Panik erkennen, Zölle bis 100%, weg von Globalisierung, weg von Werkbänken in Asien, weg von allem, was einst lieb und sehr teuer war, weg von Klima, Pandemiegedanken ( obwohl Corona mehr wütet als in den schlimmsten Zeiten), weg von Masken, Impfung, Shutdown, Die Panik ist da, die Reise nach Jerusalem entschieden. Nun gilt es, wer aus dem Feuer noch rauskommt.
    Wohl dem, welcher rechtzeitig vorsorgte.

  2. …. da überlegt man schon ob man mal einen guten Teil seiner Ag Bestände versilbern soll.
    Hab da heute mal interessehalber bei nahmhaften Händlern angefragt.
    Bis zu 10 Kg kein Problem, danach nur noch – wenn überhaupt- mit einem satten Abschlag.
    Also dann nur in entsprechenden Charchen.
    Merke: Gold ist vermutlich einfacher umzusetzen als Silber in entsprechenden Mengen.
    Sagt mir für dir Zukunft: Zwar vieles richtig gemacht, aber Au kaufen und insbesondere verkaufen ist einfacher als Ag.

    Ja ja, ich weiß schon was ihr sagen wollt: “ warum verkaufen und was dann mit den Baumwollappen?“

    • Auch wenn ich Gold liebe sehe ich die Chancen bei Silber in Zukunft wesentlich höher ,ich denke das Ratio könnte sich wieder auf 1:15 – 1:20 verringern . Ich setze bei Silber hauptsächlich auf die 1Kg Münzbarren die finde ich viel schöner und werden wohl auch einfacher zu verkaufen sein als die Unzen aber natürlich habe ich auch Silberunzen .

      • Große Chancen bedeuten immer auch erhöhtes Risiko und eigentlich sind wir wegen des geringen Risikos bei Gold.

    • @fritzthecat
      Hmm. Dann verkaufen Sie es doch in Tranchen zu je 10 Kg.
      Bei jedem Händler 10 Kg, macht so 8 Händler.
      Das ist in einer Woche zu schaffen und Sie wären die 80 Kg los. Das Geld investieren in Dividen starke Qualitätsaktien, wie Commerzbank, Deutsche Bank, Delivery Hero, Escada
      oder Bayer, Thyssen Krupp, Continental, SGL Carbon ( der Geheimtip der Millionäre).

      • @Maruti
        eine tolle Entsorgungsexpertise. Aber warum jetzt nicht das eine Metall in das andere tauschen? Die Ratio rauscht in den Keller und wer weiß, vielleicht bekommt man, wenn man jetzt nicht schnell genug handelt, am Ende nur noch 1 Unze Gold für 30 Silbertaler, oder?

        • @Nivel
          Naja, wenn man es unbedingt los sein will.
          Keine Sorgen mehr über charts.
          Man überlässt es einfach dem Bankberater oder Herrn Maschmeier, da wird einem geholfen.:)
          Übrigens, diese Expertise war als Witz gedacht.
          Zum Geld: Alles mögliche kann als Geld verwendet werden. Salz, Tabak, Alkohol usw.
          Jedoch hat sich seit 5 Tausend Jahren nur Gold bewährt. Dieses hat kein Gegenparteien Risiko und verrottet auch nicht.
          „Geld ist Gold und nichts anderes, JP Morgan 1912.“
          Silber kann ein sehr gutes Tauschmittel sein oder werden, aber es ist kein Geld.
          ( Das ist der Grund, weshalb alle Notenbanken, BIZ, WWF eben nur Gold horten).
          Und weil es Goldreporter heisst und nicht Whisky Reporter oder sonstiges :), obwohl ich manchmal schon den Eindruck habe……:)

          • @Maruti
            Milton Friedman formulierte es so: Silber ist das wichtigste Geldmetall der Geschichte. Der Grund, warum die Notenbanken nur Gold halten ist ein anderer.

      • @Maruti Den Aktienmüll wird dann wohl der Christian in Massen ankaufen für seine auf Pump finazierte Aktienrente. Der DAX wird dann sicher auf 30000 steigen und irgendwelche Gweinne oder Erträge der Firmen sind völlig uninteressant.Zu Zeiten des glorreichen neuen Marktes nannte man das Kursphantasie,das Ende ist bekannt.

        • @materialist
          Man kann schon mit Aktien Gewinne haben.
          Auch mit einem Lottoschein.
          Aber es ist und bleibt ein Schuldversprechen und ein Glücksspiel ( kann süchtig machen).
          All das Geschwafel der Schuldner ( Firmen) über Anteilsinhaber, Firmenbeteiligung usw ist das Papier nicht wert, auf dem solches steht.
          So gesehen ist jeder Bürger auch Anteilsinhaber der Bundesrepublik ( GmbH) und Beteiligter einer solchen.:)
          Er kann schon auf Gewinnbeteiligung hoffen, so das Finanzamz mitspielt und die Corona Hilfen nicht wieder einfordert, samt Zinsen).

  3. Heute pünktlich wie die Eisenbahn 2 konzertierte Aktionen um den Gold und Silberpreis unter die bekannten Marken zu bekommen. Kostete wieder einiges Gold, aber es funktionierte.
    Eigentlich sind das Freitags Geschehnisse.
    Man stellt sich also um.
    Die Zinsphantastereien waren es bestimmt nicht.
    Aber das ist bekannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige