Montag,06.Dezember 2021
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Griechenland-Krise schlägt auf Bankenbonität durch

Die Credit Spreads der Finanzinstitute sind in den vergangenen Tagen auf breiter Front deutlich gestiegen. Die nun erfolgte Anforderung der EU-Nothilfe durch den griechischen Premier Giorgos Papandreou, dürfte nur kurzfristig Erleichterung bringen.

Nicht nur Griechenland wurde an den Finanzmärkten zuletzt wegen des Schulden-Debakels abgestraft. Gestern erreichte die Rendite 10-jähriger Griechenland-Anleihen mit 9 Prozent ein neues Rekordhoch. Das Szenario eines griechischen Zahlungsausfalls machte sich auch in den Credit Spreads vieler Banken bemerkbar.

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Versicherungsprämien für einen Zahlungsausfall der Finanzinstitute auf breiter Front deutlich angestiegen. Die größte Bonitätsverschlechterung haben die US-Großbank Goldman Sachs und die Schweizer UBS zu verkraften.

Wer sich gegen eine Goldman-Pleite versichern will, musste am gestrigen Donnerstag eine Prämie zahlen, die um 50 Prozent höher lag, als noch vor sieben Tagen. Dies ist sicherlich auch auf die Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen das Geldhaus zurückzuführen (Goldreporter berichtete), deren mögliche Folgen für den Bankensektor noch völlig offen sind.

Auch das Vertrauen der Finanzmärkte in die Zahlungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland hat etwas gelitten, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Da Griechenland am heutigen Freitag die EU-Hilfe angefordert hat, dürften sich die CDS-Werte in den nächsten Tagen wieder etwas erholen. Fragt sich nur für wie lange?

Eine Übersicht über die aktuellen Credit Spreads ausgewählter Wertpapier-Emittenten entnehmen Sie der folgenden Tabelle.

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