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Griechenland-Rettung: Es ist wieder soweit

Griechenland-Bombe: Wie weit kann man die Lunte noch herausziehen?

Die Krise ist längst der Normalzustand. Wie viele kritische Termine gab es schon in Sachen Griechenland-Pleite? Wie oft galt Griechenland schon als gerettet? Am morgigen Donnerstag ist es wieder soweit.

In der Nacht zum Freitag wird feststehen, wie viele private Gläubiger den freiwilligen Forderungsverzicht tatsächlich über sich ergehen lassen. Es geht um die Umwandlung auslaufender griechischer Staatsanleihen in neue Papiere mit schlechteren Konditionen. Der errechnete Schuldenschnitt beträgt 53,5 Prozent. Hier die möglichen Szenarien:

  1. Mehr als 90 Prozent der Gläubiger stimmen der Umschulung zu. Die Sache geht reibungslos über die Bühne.
  2. Zumindest zwei Drittel der Gläubiger willigen ein. In diesem Fall werden die restlichen Gläubiger zwangsverpflichtet. Die Umschuldung gelingt, wenn auch unter Druck.
  3. Weniger als zwei Drittel der Geldgeber lassen sich auf die freiwillige Schlechterstellung ein. Die Umschuldung platzt. Es kommt zu einer unkontrollierten Insolvenz Griechenlands mit derzeit unabsehbaren Folgen für die Finanzmärkte.

Insbesondere aufgrund des drohenden dritten Szenarios sind die Anleger aktuell verunsichert. Dazu beigetragen hat eine Mitteilung des Verbands der internationalen Finanzwirtschaft am gestrigen Dienstag. Die Banker haben ausgerechnet, dass im Falle eines negativen Ausgangs der oben geschilderten Situation wohl mehr als 1 Billion Euro an Belastung auf die europäische Finanzindustrie zukommen würde. Seltsam, dass man kurz vor dem entscheidenden Umschuldungstermin mit einer solchen Aussagen zusätzlich Ängste schürt.

Aber vielleicht ist das auch der Grund, warum die Übernachteinlagen der Geschäftsbanken bei der EZB weiter anwachsen. Gestern waren es 816 Milliarden Euro. Ein Großteil des frisch gezapften Geldes (Europäische Banken leihen knapp 530 Mrd. Euro bei der EZB) wurde von den Instituten erst einmal dort in Sicherheit gebracht.

Unsere Einschätzung: Die Umschuldung wird irgendwie gelingen. Das dürfte für große Erleichterung an den Märkten sorgen, den Euro stützen und auch der Goldpreis sollte wieder Flügel bekommen. Warten wir es ab.

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Eingetragen von am 7. Mrz. 2012. gespeichert unter Banken, Euro, Europa, Gold, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “Griechenland-Rettung: Es ist wieder soweit”

  1. Wenn mehr als 2/3 zustimmen, ist die Kuh vom Eis.Wenn nicht,wird eben so lange verlängert und abgestimmt, bis es paßt.Da die meisten Banken gleichzeitig Anleihehalter und Kreditausfall-Versicherung sind, ist das ohnehin ein linke-Tasche rechte Tasche Spiel.Für die meisten wenigstens.Die anderen fallen eben runter.
    Ene, mene muh, und raus bist du.Man kann auch Monopoly spielen.
    Letztendlich wird man jedoch erkennen,dass der einzig wahre Wert im Gold liegt bzw liegen muss.

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  • taipan: @force majeure genau.Auf den Punkt gebracht. Es ist ein Wertaufbewahrungsmittel und kein Handelsgut wie...
  • Force Majeure: @taipan Schon klar. Nimmt man mit Jastram die „Goldene Konstante“ so ist Gold eben einfach...
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  • taipan: @force majeure Gold und Silber ist eben etwas für Eliten. Papiere und Schuldverschreibungen etwas fürs Volk...
  • taipan: @Autoverkäufer Also, da gibt es noch die berufsständigen Versorgungswerke. Und die Lebensversicherer müssen...
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