Donnerstag,08.Dezember 2022
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Größter Gold-ETF: Halbe Milliarde Dollar abgeflossen

Gold, ETF, GLD
Goldpreis und ETF-Bestände kamen in dieser Woche erneut gemeinsam zurück. Das Inventar des SPDR Gold Shares (GLD) erreichte den niedrigsten Stand seit dem 16. Februar 2022.

Die Bestände des weltweit größten Gold-ETFs sanken innerhalb der vergangenen fünf Handelstage erneut um 4,64 Tonnen.

Gold-ETF

Die jüngste Goldpreis-Schwäche ist weiterhin begleitet von einer sinkenden ETF-Nachfrage. So sind die Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) nun in der dritten Woche in Folge gesunken. Denn der Betreiber meldete per 13. Juli 2022 ein Inventar von 1.019,79 Tonnen. Damit ergibt sich ein Rückgang um 4,64 Tonnen gegenüber Vorwoche. Der Metallabgang war begleitet von Netto-Kapitalabflüssen im Umfang von 575 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Fonds eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Beim GLD handelt es sich um den weltweit größten Gold-ETF.

Silber-ETF

Die gleiche Entwicklung sehen wir beim iShares Silver Trust (SLV). Er bildet das Silber-Pendent zum GLD. Dessen Inventar sank gegenüber Vorwoche um 298,33 Tonnen auf 15.976,96 Tonnen. Damit wurde ein neues Jahrestief erreicht. Die Betreiber des SLV müssen pro emittierter Aktie eine Unze Silber in den Fonds-Tresoren einlagern.

Goldpreis

Der Goldpreis am Spotmarkt notierte am Donnerstag-Vormittag um 10 Uhr mit 1.717 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.711 Euro. Silber kostete 18,99 beziehungsweise 18,91 Euro pro Unze. Damit standen Euro und US-Dollar unmittelbar vor der Parität. Dabei gab der Goldpreis auf Dollar-Basis gegenüber Vorwoche um 1,5 Prozent, während die Euro-Notierung unverändert blieb. Dagegen büßte der Silberkurs noch einmal 2,2 Prozent ein (-0,75 % in Euro).

Einordnung Gold- und Silber-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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9 Kommentare

  1. Man übersieht, dass das Gold den Preis behält, nur wahnsinnige verkaufen GOLD!

    Goldbarren 1000 g – philoro

    Goldbarren 1000 g – Münze Österreich

    1000,00 € 54.836,00 V + E€ 55.900,00 E€

    Das lohnt sich nie und nimmer, die Preise werden sobald nicht ansteigen, aber zuletzt lacht der sein GOLD behält und nicht die Scheine!

  2. Alle reden jetzt von Inflation
    Die Wahrheit ist das die Inflation schon im sinken ist seit über einem Monat das sieht man am ISM der bereits stark rückläufig ist und die Rezession ja schon anzeigt

  3. @Helmut Kögel
    Es findet eine Flucht der instit. Anleger, sprich Banken, aus dem Papiergold statt. Keine Frage.
    Dies reisst natürlich auch den physischen Preis mit.
    Nur eben bis zu der Grenze um die 1600 Dollar.
    Dies sind die Förderkosten zur Zeit, auch wenn Fake Infos wie Newmont etc anderes vermelden.
    Darunter geht es kaum, ohne Verluste zu machen.
    Zwar könnte man das, wären diese Minen/Förderer in Bankenhand, aber meist sind das doch kaufmännisch geführte Unternehmen. Trotzdem sind genug Minen komplett in Händen der Grossbanken.
    Immer wieder wird behauptet, Gold sei ein Inflationsschutz. Kommt auf die Definition Inflation an.
    Bei einer Hyperinflation allemal. Da gibt es keinen Zweifel.
    Bei einem Währungscrash auch. Auch bei einem Staatsumsturz, Revolution oder Krieg.
    Aber nicht unbedingt bei einer hausgemachten Teuerung, wie wir sie jetzt erleben.
    Gefühlte Inflation im Euroland: 15-18%.
    Um soviel müsste Gold in Euro zulegen.
    Es hat aber nur etwa 8% zugelegt. Besser als der DAX.
    Und besser als nichts.
    Ob es so bleibt, werden die nächsten paar Monate zeigen.
    Es kann gut sein, dass zum Jahresende unterm Strich weniger als Null Gewinn übrig bleibt.
    Dazu gilt die alte Regel:
    Gold kann, aber muss kein Inflationsschutz sein.
    Gold ist aber eine 100% Vollkasko Versicherung ohne wenn und aber oder Kleingedrucktes.
    Bei all den oben genannten Szenarien.
    Bitte, das niemals vergessen.
    Und wenn man so eine Versicherung noch dazu günstig bekommt, dann heisst es zugreifen, auch ohne wenn und aber.
    Bei einer üblichen Vollkasko Versicherung bleibt am Jahres Ende nichts übrig. Sie ist dann wertlos geworden oder abgelaufen.
    Bei Gold hat man aber immerhin noch das niemals wertlose Metall. Nur die Prämie kann eben weg sein.
    Beispiel: Kaufe ich Gold zu Anfang des Jahres um 50.000 Euro und ist dieses am Jahresende nur noch 45.000 wert, so war die Versicherungsprämie eben 5.000 Euro.
    für dieses Jahr. Allerdings, mit erheblicher Chance der Wiedergutmachung in späteren Jahren.
    @christian und co.
    Das dürfen Sie von mir ausdrücklich erlaubt „Geschwurbel“ nennen.
    Für alle anderen sei es, so Gott will, “ Ein Quantum Trost“,

      • @Helmuth Kögl
        Es wird noch DA SEIN, wenn das ganze Kartenhaus auf dem Boden liegt.
        DAS ist der Punkt.
        Und der zählt.
        Ich denke gerade an den Maruti-Fallschirm.
        Ohne ist nicht so gut…….

  4. Metalle Inflation plus 84 %. Wahrscheinlich kaufen alle jetzt Eisen statt Edelmetalle. Daran sieht man doch die Fummelei an den sogenannten Märkten.

  5. Es ist kein Wunder das die jungen Anleger in die ETFs gelockt werden denn tagtäglich werden sie z.b. mit YT Videos über das Thema bombadiert .
    —-
    Man kann förmlich die frustration der Finanzmafia spüren weil der Goldpreis immer noch über die 1700€ notiert man kann ganz deutlich sehen wie sie versuchen den Kurs darunter zu bekommen um natülich die schwachen Hände rauszuschütteln . Wie gesagt mMn ist das die Enddrückung weil die Wirtschaft in den westlichen Pleitestaaten übelst einbrechen allen voran in USA und der Eurozone da bleibt nur noch die option Staatspleiten riskieren oder die Falschgeldpresse mit Vollgas bis zur Hyperinflation laufen lassen .Deshalb bleiben die physischen Edelmetalle sogut wie alternativlos weil alles andere nicht sicher vor dem Regime ist .

  6. Wie schön die Stund‘
    https://www.youtube.com/watch?v=xg282my5QyU

    Wie schön die Stund‘, wenn freitags spät
    mich hehrer FIAT-Duft umweht!
    Dann flieh ich an des Drückers Herz
    und klag ihm allen meinen Schmerz.
    Und wenn der Zweifel mich umfängt,
    das Gold vom Preisverfall bedrängt,
    so kauf ich schnell dazu, wenn’s geht,
    bevor der Goldpreis aufersteht.

    Wie schön die Stund‘, wenn freitags spät
    das Gold zum neuen Besitzer geht,
    zu ihm, zu dem all Segen fließt,
    was EZB und Fed verdrießt.
    Weil mich verlangt, zu euch zu fleh’n,
    Vom Drücken niemals abzuseh’n.
    Die Bürde nehm‘ ich, die bedrückt,
    entlaßt mich, durch mehr Gold beglückt.

    Wie schön die Stund‘, wenn freitags brav
    geschoren wird so manches Schaf,
    das gleich, sobald der Preis abknickt
    beim Juwelier all sein Gold vertickt.
    In Panik hin zum Trödler rennt,
    die Wirklichkeit am Markt verkennt,
    sieht nicht die Manipulation.
    Rasiert zu werden, das ist sein Lohn.

    Wie schön die Stund‘, wenn einstmals rot
    von Blut der Aktienindex tot,
    der Markt für Staatspapiere kracht –
    der Goldbug, der hat nichts falsch gemacht.
    Hilft sich und ander’n in der Not
    und sitzet aus das Goldverbot.
    Die Aktienhalter ganz verstört,
    auf Hermann-Josef hat man gehört.

  7. Die US-Banken zollen dem drohenden Abschwung der Weltwirtschaft Tribut: Milliarden-Rückstellungen für drohende Kreditverluste und maue Geschäfte mit Fusionen und Übernahmen haben die Gewinne der US-Großbanken JP Morgan und Morgan Stanley deutlich schrumpfen lassen. Der US-Branchenprimus JP Morgan erzielte im zweiten Quartal einen Überschuss von 8,6 Milliarden Dollar – ein Rückgang von 28 Prozent, wie der Finanzkonzern am Donnerstag mitteilte. Die Bank setzte zudem geplante Aktienrückkäufe aus. Auch beim Rivalen Morgan Stanley fielen die Gewinne kräftig. Der Ergebnisrückgang bei beiden Instituten war zudem größer als von Analysten erwartet. Bei Investoren kam das nicht gut an: JP-Morgan-Aktien büßten an der Wall Street 4,8 Prozent ein, Morgan-Stanley-Aktien verloren 2,9 Prozent.

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/520895/Vorboten-des-Finanzsturms-Gewinne-der-US-Bankriesen-brechen-ein

    Die ganze Welt ist in Aufruhr usw, usf !

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