Freitag,09.Dezember 2022
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Größter Gold-ETF: Halbe Milliarde Dollar abgezogen

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Der Goldpreis legte gegenüber Vorwoche um 1,8 Prozent zu. Dagegen sanken die Bestände des größten Gold-ETFs erneut – um 4,34 Tonnen.

Der Goldpreis holt auf Dollar-Basis wieder auf. ETF-Investoren ziehen aber erneut beträchtliches Kapital aus dem größten Gold-ETF ab.

Silber- und Goldpreis

Am Donnerstagvormittag um 10 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.662 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.652 Euro. Mit dem jüngsten Comeback des Euros zurück über die Marke von einem US-Dollar ergibt sich gegenüber Vorwoche ein Kursplus von 1,8 Prozent auf Dollar-Basis. Dagegen gab der Euro-Goldpreis im gleichen Zeitraum um weitere 0,9 Prozent nach.

Dagegen legte der Silberpreis mit 19,35 US-Dollar und 19,23 Euro pro Unze innerhalb der vergangenen fünf Handelstage um 4,7 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent zu.

Gold-ETF

Währenddessen verzeichneten die großen Edelmetall-ETFs erneut kräftige Bestandsabgänge. Denn das Inventar der SPDR Gold Shares (GLD) verringerte sich per 26.10.2022 gegenüber Vorwoche um 4,34 Tonnen auf 928,39 Tonnen. Diese Bestandsminderung ging einher mit einem Netto-Kapitalabfluss im Umfang von 566 Millionen US-Dollar. Denn jeder GLD-Anteil ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold physisch gedeckt. Seit Jahresbeginn zogen Investoren netto 1,86 Milliarden US-Dollar aus dem Fonds ab.

 Silber-ETF

Gleichzeitig verminderten sich die gemeldeten Silberbestände des iShares Silver Trust (SLV) gegenüber Vorwoche um 50,12 Tonnen auf 10.056,93 Tonnen. Das Anlagevermögen des SLV ist laut Wertpapierprospekt mit einer Unze Silber pro Anteilsschein gedeckt.

Aber während dieser weltweit größte Silberfonds Kapitalabflüsse verzeichnete, sprangen Investoren erneut auf Anteile des Sprott Physical Silver Trust (PSLV) an. Denn hier stiegen die Bestände gegenüber Vorwoche um 34,23 Tonnen auf 5.201,32 Tonnen – was einem neuen Bestandsrekord entspricht. Dieser ETF wird auch von der Internetgemeinde „Wall Street Silver“ promotet, die sich zum Ziel gesetzt hat, mit gemeinschaftlichen Silber-Käufen den Silbermarkt auf die Probe zu stellen.

Gold, Silber, ETF, GLD, SLV, Bestände

Denn die Betreiber und Mitglieder des Reddit-Forums sehen den Silberpreis als notorisch unterbewertet an und gehen davon aus, dass Finanzinstitute den Kurs systematisch drücken. Die Mitgliederzahl von „Wall Street Silver“ wird mittlerweile mit 226.000 angegeben.

Einordnung ETF / Silber- und Goldpreis

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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14 Kommentare

  1. Der Grund werden wohl die Dollar Stärke und die Zinspapiere sein.
    Für den Dollar gibt es mehr Mercedes Benz und zudem mehr Zinsen. Und weniger stürmisch ist der Dollar auch geworden.
    Da kann man schon mal den sicheren Hafen Gold verlassen und ein wenig Seeluft schnuppern.
    Ist doch verständlich. Man bekommt mehr Weisswurst und Bier für den Dollar im Hofbräuhaus.

    • @goldi
      Physicial silver. Das ist kein ETF.
      Es wird wohl so kommen, wie immer schon vorhergesagt, dass sich physische Ware von der Papier Ware entkoppeln wird.
      Dann wäre für die Zentralbanken der letzte Ausweg nur, eine Handelsbeschränkung auf physische Ware.
      Ähnlich, wie bei einer Waffenbesitzkarte.
      ( Eine auf Papier gemalte Waffe darf heutzutage wohl ?
      jeder (noch ) haben, aber eben nicht physisch. :),)

      • Heute in Goldseiten: Nachfrage nach physischem Silber steigt stark. Man soll sich jetzt in Silber positionieren. Silberaktien kaufen, sind billig, so heisst es. Ich kann es nicht mehr glauben. Seit Jahren das Trauerspiel mit Silber. Sollte es wirklich auf 28 Dollar ansteigen, dann sofort verkaufen, es fällt danach wie ein nasser Ziegelstein.
        Salve liebe Kollegen.

        • @Geronimo
          Silber habe ich die letzten Jahre genug angesammelt.
          Zum Glück, denn ich denke nicht einmal daran, bei Aufschlägen von 50% und mehr auch nur eine Unze zu kaufen.
          Sorry, aber die Märchen mit den sagenhaften Preisanstiegen kommen vielleicht irgendwann, wenn ich schon längst das Zeitliche gesegnet hab und ich bin 52.
          Fazit: Die Dreispeichen Regel ist und war noch nie verkehrt und günstige Einstiegspreise in Aktien bei Substanzwerten sehe ich allemal.
          So , und diejenigen, die jetzt wieder Aktienbashing betreiben sei eines gesagt:
          Gleich vorweg, mit meinen Edelmetallen bin ich hochzufrieden, aber:
          Fakt ist auch, mit Aktien bin ich schon immer gut gefahren und der vielbesagte Crash ist bis heute ausgeblieben.
          Die sagenhaften Preisanstiege beim Silber müssen sich erst noch bewahrheiten ;-)

    • @goldi
      Wenn diese „beispiellose“ Nachfrage nach physischen Silber zu sinkenden Preisen führt, wohin geht der Silber Preis, wenn diese noch nie dagewesene Nachfrage nachlässt?

      • Abwarten! Indien „frißt“Silber, und die Türken auch ! China hat seit Jahren großen Appetit! Und die Rohstoffe/Energie wird wohl auch nicht mehr „so richtig günstig“! Ich „mag“ Silber auch sehr, jedenfalls hat mein empfindlicher Magen noch nie eine Silberverstimmung bekommen! :)

  2. Seit Jahren ist zu beobachten, dass man einen anfänglich im Minus befindlichen Aktienindex zur Mittagszeit wie von Geisterhand hochzieht ( DAX grenzt anfängliche Verluste ein), während man Gold und Silber weiter merklich absenkt. Nach Börsenschluss pfeift man auf alles, der DAX rutscht wieder ab und die Edelmetalle legen zu.
    Die Absicht dahinter ist klar.Niemand, vor allem nicht Kleinanleger sollen aufs falsche Pferd gesetzt werden.
    Aktien und Gold werden auf Jahresfrist bewertet.
    Und das ist die erste Jänner Woche und die letzte Dezemberwoche. Es interessiert dabei weder der März noch der August.
    Von wegen, ich habe Gold im April gekauft und bin im August mit 10% im Plus. Das ist uninteressant.
    Aktien haben aufs Jahr gerechnet im Plus zu sein und EM im Minus. Das ist das seit Jahrzehnten bekannte Window Dressing zum Jahresschluss.
    Deshalb ist es günstig, Gold zum Jahresende zu kaufen und Aktien zu verkaufen., letztere spätestens im Frühjahr zu verkaufen und im Herbst zu kaufen.
    Übrigens, es ist kein guter Rat, Gold bei Krisen aller Art auf die Schnelle zu kaufen, mit dem Gedanken, bevor nichts mehr da ist und das Geld wertlos geworden ist.
    Niemals da kaufen !
    Gold kauft man, wenn man meint, bald ist es weniger wert als Dreck, weil es keiner haben will oder braucht.
    Immer da kaufen !

    • @Maruti, bitte widersprechen Sie sich doch nicht immer wieder.Bleiben Sie doch bei ihren vorrigen Aussagen,bei 1700 Euro haben Sie ja auch empfohlen zu kaufen, war es da schon weniger wert als Dreck? Klar man sollte nicht kaufen wenn die Kanonen donnern und bei jeglicher Krise.
      @Geronimo, bei Gold ist genau dasselbe Trauerspiel…. so viele Krisen und Gold sinkt,glaube nicht mehr dass es steigt!

      • @excellent
        Nehmen Sie das nicht wörtlich.
        1700 EUR waren so als Orientierung gar nicht so schlecht.
        Momentan liegt Gold 50 Euro darunter. Das muss man verkraften und ist bei allen anderen Anlagen nicht anders.
        Weniger als Dreck, ja diese Aussage gab es, nicht von mir und es betraf Silber.
        Kurz danach stieg Silber auf über 30 Euro.
        Ich bleibe bei der Behauptung:
        Edelmetalle soll man nur dann kaufen, wenn die Analysten der Finanzpresse schreiben:“ Bald weniger wert als Dreck“
        Erinnern Sie sich noch an Öl und Gas ?
        Vor ein paar Jahren sollte es das für jeden fast umsonst geben oder sogar negativ werden.
        Dann müssten Sie für die Heizölfüllung Ihres Tankes gar nichts bezahlen und bekämen einen Motoroller dazu geschenkt.
        Und Heute ? 5 Jahre später ?
        Das sind alles abgekartete Spiele.
        Die Preise werden von einigen in Hinterstuben gemacht und nicht von Markt.
        Nehmen wir Gas.
        Wer profitiert nun von den Gaspreisen ?
        Nachdem die Pipelines gesprengt wurden und die Sanktionen beschlossen.
        Sind es nicht etwa die bisher maroden und nahezu bankrotten Fracking Firmen aus Übersee samt deren Investoren ?
        Der Wind weht immer aus einer bestimmten Richtung.
        Ich rate diesmal:
        Kaufen Sie Gold oder Silber gegen Jahresende.

  3. @Heli
    Keine Sorge – ich bin schon seit rd. 40 Jahren Goldbug; man muß nur Geduld haben und Geld nutzen, das man nicht akut braucht! Ich weiß noch von einem größeren Kauf im Herbst 2005: zu 379,– EUR die Unze! Keine weiteren Fragen, euer Ehren… :-) Somit steht da jetzt eine gute Reserve für alle Fälle; spätestens wenn alle Manipulationssysteme & staatliche Ordnungen zusammenbrechen, geht’s mit Gold ohnehin steil nordwärts – dann zählen nur noch Werte, die man auch wirklich „anfassen“ kann! Ein Zitat von Helmut Schmidt (auf die Frage, was man auf dem Weg zum Erfolg braucht) hilft mir immer sehr: „Nerven wie Drahtseile und seeehr viele Zigaretten…“ Also: weiterkaufen, so viel man kann!
    In diesem Sinne – Glückauf!
    Dr. Goldfinger (alle Kassen)

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