Freitag,21.Juni 2024
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Größter Gold-ETF: Investoren ziehen Kapital ab

Mit den rückläufigen Gold- und Silber-Notierungen sind auch die Bestände der großen Edelmetall-ETFs gegenüber Vorwoche zurückgegangen.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Mittwoch ging der Goldpreis mit 1.984,90 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Juni-Kontrakt). Das entsprach 1.831 Euro. Zur gleichen Zeit notierte der Silberpreis bei 23,90 US-Dollar beziehungsweise 22,05 Euro. Damit gaben die Edelmetall-Kurse im Vorwochenvergleich deutlich nach. Denn der Goldpreis stand 2,6 Prozent tiefer (-1,2 % in Euro) und Silber kostete am US-Terminmarkt 6,9 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent (in Euro) weniger als am vergangenen Mittwoch.

Gold, Gold-ETF, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Die Bestände des größten Gold-ETFs, der SPDR Gold Shares (GLD), nahmen gegenüber Vorwoche um 2 Tonn en ab. Währenddessen gab der Goldpreis um 2,6 Prozent nach auf 1.984 US-Dollar.

Mit dem Ausbleiben weiterer fundamentaler Impulse folgten Gold und Silber zuletzt vor allem den charttechnischen Vorgaben. Und mit dem Preisrutsch sanken auch die Bestände der großen Edelmetall-ETFs.

Größter Gold-ETF

Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) meldet per 17. Mai 2023 ein Inventar von 936,96 Tonnen. Damit verminderte sich die verbuchte Goldmenge gegenüber Vorwoche um 2,03 Tonnen oder 0,22 Prozent. Begleitet waren die Metallabgänge von einem Netto-Kapitalabfluss in Höhe von 36 Millionen US-Dollar. Pro Anteilsschein ist der GLD offiziell mit einer Zehntel Unze Gold physisch gedeckt.

iShares Silver Trust

Eine ähnliche Entwicklung sehen wir beim größten Silber-ETF. Denn die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) fielen gegenüber Vorwoche ebenfalls um 0,2 Prozent, was 28,57 Tonnen entsprach. Damit meldete der Emittent 14.572,91 Tonnen an eingelagertem Silber. Allerdings war der Bestandsrückgang begleitet von leichten Mittelzuflüssen von netto 1 Million US-Dollar. Dieser Fonds ist offiziell mit einer Unze Silber pro Aktie gedeckt.

Gold, Silber, ETF, Bestände. SLV, GLD

Einordnung Silber- und Gold-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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4 Kommentare

  1. Ich denke mal, dass Gold und Silber in Dollar gemessen weiter fallen werden. Ich vermute, Gold bis 1820
    ist realistisch. Grund: Banken sind zu optimistisch für Gold. Außerdem wird die Einigung über eine neue US Schuldenobergrenze als Grund genommen den Abverkauf an der Crimex zu begründen. Über eine US Bankenkrise wird man in 4 Wochen nicht mehr sprechen, dann ist auch der Grund weggefallen.

    Im September oder Oktober kann man das Metall dann wieder billig aufsammeln.

  2. Die Bankster haben kontinuierlich ihre Shortposition auf einen hohen level gesteigert und das in einem Umfeld der Marktstärke für Gold , das kann man nur machen wenn man darüber wissen hat das der Goldpreis in kürze gedrückt wird und genau das ist jetzt passiert . Und das es mMn keine normale „Konsolidierung“ ist sieht man daran das Gold plötzlich in den letzten Tagen nur noch fällt ohne irgendeine eine Kurserholung so verhalten sich nichtmal Schrottaktien . Das Finanzsystem ist am Ende das kann inzwischen jeder sehen der einwenig verstand hat und da bleibt nur physisches Gold und Silber als einzige echte Option .

  3. @Stillhalter
    Also 1820,00$, oder besser um 1750,00$ als preis fürs Gold wäre fein. Bei uns steht in kurze der Sommerurlaub an, was wäre denn passender nach den Urlaub noch einigermaßen gute Kaufpreise fürs Gold zu bekommen. Da werden wir uns die eine oder andere Unze besorgen.
    Wie man sieht das Finanzsystem ist am Ende, oder doch nicht? Es geht munter weiter, neu Schulden müssen her, so eine kleine(?) Währungsreform in der Zukunft mit Abwertung der Währung. Wo ist das Problem? Da müssen eben die jenigen die hohe Geldbeträge aufs Konto haben, zur wohl der Allgemeinheit, ich meine der Finanzmärkte, eben auf 50, 70% auf ihr hart erarbeitetes Geld verzichten.
    Mir soll es recht sein, die paar tausend Euro aufs Konto, shit happens. Die größte Summe ist sowieso anderweitig investiert, nur Sachwerte zählen.

  4. Zum Wochenende ein Appell zur Entspannung der Nerven.
    Es sollte uns komplett egal sein, was der Kurs heute noch macht, oder auch nicht.
    Warum aufregen, wenn der Goldpreis von einem kurzfristigen Peak wieder 100 Dollar zurückkommt ?
    Wir hier sind doch keine Papiergoldspekulanten.
    Bei der Strategie Buy and Hold ist es komplett egal, was „zwischendrin“ passiert.

    Wir wollen mit Gold unsere Lebensersparnisse schlicht und einfach durch den aktuellen Wahnsinn hindurch retten.
    Es gibt nur ein Ziel: das Vermögen soll in 10, 20 oder 30 Jahren noch da sein.
    Wenn es sich dann in 5 Jahren fast verdoppelt (wie seit Sommer 2018 geschehen) ist das ein willkommener Nebeneffekt, aber nicht die Kernmotivation.

    Wir persönlich würden uns über einen massiven Rücksetzer sogar freuen: es liegt immer noch etwas Altpapier herum, das vernünftig gesichert werden will. 1.900 die Münze ist uns aber viel zu teuer.

    Unser wichtigster Punkt: Gold wirkt wie eine Tonne Valium intravenös: es beruhigt unglaublich gut die Nerven.
    Die USA vielleicht nächste Woche technisch bankrott ?
    So what ?
    Ein Heizungsgesetz, das faktisch 80.000 bis 100000 Sanierung je Wohnung/Haus kostet ?
    Egal: Meine Münzen brauchen weder Wärmepumpe noch Dämmung.
    Noch mal 3 Banken pleite ?
    Geht mich nix an, rein gar nix.
    So kann man faktisch (fast) JEDES Thema der täglichen Nachrichten als persönlich irrelevant abhaken.
    Besser geht es nicht.

    Einschränkung: der Wetterbericht regt uns noch auf.
    Wir haben gestern Freunde in Oberbayern besucht. Geplant war ein Biergartenbesuch mit dort spielender Jazzband.
    Haben wir gemacht: mit Mütze, Handschuhen, Winterjacken und Winterstiefeln.
    War super, kein Gedränge, die besten Plätze frei, das Bier ist auch nicht warm geworden.
    Dafür gab es Glühwein.
    9 Grad plus, Mitte Mai, eiskalter Wind.
    Fühlt sich an wie Urlaub auf Grönland.
    Liebe Grüne: Wir müssen dringend was gegen die globale Erwärmung tun.
    Es ist noch nicht kalt genug.
    Nächstes Jahr will ich zum Vatertag mit Langlaufski in den Biergarten.

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