Freitag,30.September 2022
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Größter Gold-ETF: Kapitalabzug setzt sich fort

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Die Metall-Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) sind nunmehr zwölf Wochen in Folge gesunken.

Investoren des SPDR Gold Shares (GLD) haben weiteres Kapital aus dem Fond angezogen. Dagegen erhielt der größte Silber-Fonds erstmals seit fünf Wochen wieder Zulauf.

Goldpreis gestiegen

Am Donnerstagvormittag um 9 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.722 US-Dollar pro Unze. Der gleiche Betrag erschien auf den Kurstafeln in Euro. Damit kletterte der Goldkurs gegenüber Vorwoche jeweils um rund 1 Prozent.

Gold-ETF

Währenddessen verzeichnete der weltweit größte Gold-ETF im gleichen Zeitraum einen Rückgang der Metallbestände um weitere 2,32 Tonnen. Denn das Inventar des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) wird per 7. September 2022 mit 971,05 Tonnen beziffert. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber des Gold-Fonds eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Die Goldbarren werden in London in Tresoren bei der britischen Großbank HSBC und der Bank of England verwahrt. Und zuletzt sanken diese Goldbestände zwölf Wochen in Folge. Dabei zogen Investoren innerhalb der vergangenen fünf Handelstage netto noch einmal 288 Millionen US-Dollar an Kapital ab.

Silber-ETF

Dagegen sind die Silberbestände des iShares Silver Trust (SLV) im Vorwochenvergleich um 57,42 Tonnen gestiegen. Denn der Fonds weist nun 14.539,37 Silber an Lagervorräten aus. Es ist im Rahmen unserer wöchentlichen Berichterstattung der erste Anstieg der Metallbestände des Fonds seit Anfang August. Pro Aktie ist dieser Exchange Traded Fonds offiziell mit einer Unze Silber gedeckt.

Gold, ETF, Silber, GLD, SLV

Einordnung Silber- und Gold-ETF

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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12 Kommentare

  1. Die einen verkaufen ihre Goldanteile, die anderen kaufen Silberanteile. Man könnte sich ein Umschichten vorstellen, da Silber viel zu billig ist,
    Das könnte ein Trugschluss sein.
    Es bringt meist nur Verluste, von einem Papier in ein anderes umzuschichten. Allenfalls in US ratet Treasuries.
    Oder wie man diese Schuldscheine mit den Magerzinsen nennt. 2.25 % ( nötig wären 5,75%), bei einer Inflation über 8%, in Wahrheit einer nahe 20%. Je nachdem, wie man es auslegt.

    • @ Maruti

      … denke mal, Silber ist zu rasch angestiegen und vs. Gold zu hoch bewertet.
      Fände einen Preis von Silber von z. Zt. US$ 15 oder besser 14,5 gerechtfertigt

      • @der Schrauber
        Interessante Ansicht. Viele Silberminen haben z. Zt. Finanzierungsprobleme, weil
        die Produktionskosten den aktuellen Silberpreis übersteigen.

        • @ Odin

          … sie wissen aber schon, dass Produktionskosten und Marktpreis nicht immer… und jederzeit… zwangsläufig konform laufen müssen.

    • @Stillhalter
      Hören Sie doch endlich auf mit Ihrer „Alte-Weisse-Männer-Ökonomie“ !

      Das ist jetzt so.
      Heisst Habeck-Ökonomie.

      Wer seinen Laden zusperrt, die Mitarbeiter rauswirft, seine Kredite und Miete nicht mehr zahlt, der ist nicht insolvent, der macht nur eine verlängerte Mittagspause.
      Ist genauso logisch, dass 10 x so viele Photovoltaik-Module auch bei Nacht Strom produzieren und 10 x so viele Windräder auch bei Flaute.
      Alternative Fakten.
      Hab auch eine: Papiergeld ist im November 2023 (zum 100.sten Jubiläum der Hyperinflation) noch was wert.

      Man muss nur feste daran glauben.
      Steht so in den Kinderbüchern von Robert.

    • @Stillhalter
      Der DAX ist nur kurz danach mächtig unter die Räder gekommen. Das Bankenkartell hat versucht, den Dax nach oben zu manipulieren und einige Milliarden verpulvert. Ist aber nicht gelungen. Geld futsch. Und hat ein paar dummdreiste Anleger so nebenbei mit nach unten gezogen. Die sind jetzt nicht pleite, sie machen nur eine Pause.

  2. „dös is was net kapier, die oberen ham ka hirn.
    oba die depperten san wir“

    … sagte der Otto Schenk vor langer Zeit, ich gebe ihm recht zu 100%!

  3. Nach den läppischen 0.75% der EZB zeigen sich die Aktien erholt. Offenbar hat man mit 1.75% gerechnet.
    Derweil beantragen die nächsten Firmen Staatshilfen oder Insolvenz. Öl und Gas werden wieder teurer.
    Ein klassisches marktökonomisches Beispiel für Manipulationen und Jonglieren mit Zahlen:
    Je höher die Pleitewellen sind, je schlechter es den Konzernen geht, desto mehr Aktien kaufen die Banken und treiben die Kurse. Das Kapital dafür wird gefiatet und den notleidenden Firmen als Staatshilfen zur Verfügung gestellt.
    All das aber führt zu weiterem Verfall der Währung und zur Wirtschaftsdepression. Das Ende ist Simbawe oder Cuba, Venezuela, Bolivien, Argentinien usw. Die Läden leer, die Fabriken ohne Produktion, die Zinsen exorbitant und die Währung ohne Wert für andere.
    Nehmen wir also gerne das Gold dieser Fonds als Geschenk.
    Die Nachrichten sind voll vom Tode der Queen.
    Dafür leer von Nachrichten über das wirtschaftliche Desaster. Erinnert einen an Nordkorea. Man weint seitenweise über die Corona Infektion von Kim und nicht über die verhungerten Kinder. Er selbst leidet vermutlich an keinem Hunger, so nehme ich an.

  4. Der grosse Crash ist da, meint einer.
    Und rät, sich jetzt mit Gold und Silber einzudecken.
    Eines ist klar, durch die homöopathischen Zinsen wird die Inflation, die echte, nicht zurückgehen. Die Lebenshaltungskosten werden teurer und teurer werden.
    Auch dann, wenn das Land in die Rezession rutscht.
    Weil dann Firmen aufhören zu produzieren ( Betriebs Still-Legung) und die Waren knapper und damit teurer werden. Hinten herum wird die Zentralbank weiter drucken und drucken müssen und noch weiteres Benzin ins Feuer giessen.
    https://www.goldseiten.de/artikel/551078–Der-grosse-Crash-ist-da-Zeit-reich-zu-werden–Robert-Kiyosaki.html
    Jetzt kommt es nicht mehr darauf an, ob Gold nochmal etwas billiger werden könnte, sondern dass man es hat.
    Unze für Unze in physischer Form in eigenen Händen und keinesfalls als ETF oder sonstige Schuldverschreibung.
    Ja, es könnte ein letztes Aufbäumen sein, dass Gold noch Richtung 1640 Dollar manipuliert werden kann, aber sicher ist das keineswegs und es ist im Nachhinein wahrscheinlich dann auch egal.

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