Dienstag,26.Oktober 2021
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Großbritannien: Gordon Brown wegen Goldverkäufen unter Beschuss

Als Schatzkanzler verantwortete Premier Gordon Brown zwischen 1999 und 2002 den Verkauf großer Teile der britischen Goldreserven. Der Goldpreis lag damals auf einem 20-Jahre-Tief. Kurz vor den Unterhauswahlen wird die britische Regierung nun gezwungen, Details über die umstrittenen Goldverkäufe zu enthüllen.

Man spricht in Großbritannien vom „Brown Bottom“. Gemeint ist damit das historische Goldpreistief um die Jahrtausendwende. Der damalige Schatzkanzler und heutige Premierminister Gordon Brown veranlasste seinerzeit den Verkauf von 395 Tonnen Gold der damals 715 Tonnen umfassenden britischen Gold-Reserven. Das Gold wurde zwischen 1999 und 2003 im Rahmen von insgesamt 17 Auktionen zu Preisen zwischen 256 Dollar und 296 Dollar veräußert. Seither hat sich der Goldpreis vervierfacht. Kritiker kommen somit auf einen entgangenen Gewinn von geschätzten 7 Milliarden Dollar, für die Brown sich gegenüber den Steuerzahlern nun rechtfertigen soll.

Nicht alleine der Verkauf, sondern auch die Art und Weise, wie sich Großbritannien damals von seinem Zentralbankgold trennte, erhitzt im aktuellen Wahlkampf erneut die Gemüter. Schließlich hatte Brown seinerzeit eigenmächtig gehandelt und die Auktionen sogar einige Zeit vorher angekündigt. Keine gute Idee, wenn man in diesem Markt den bestmöglichen Preis erzielen will. Denn der Goldpreis fiel damit schon im Vorfeld der Auktionen. Faktisch nie bewiesen, aber bis heute von Kritikern gemutmaßt: Großbritannien half im Umfeld der Euro-Einführung vor gut 20 Jahren, den Goldpreis zu drücken.

Trotz zahlreicher Initiativen, Licht in das dunkle Kapitel von Brown Amtszeit zu bringen, verweigerte die Regierung bis heute jegliche Aussage zu den damaligen Goldverkäufen. Doch dies dürfte sich nun ändern.

Der Leiter der britischen Datenschutzbehörde wurde nun auf Initiative der Tageszeitung The Daily Telegraph sowie auf Anfrage der politischen Opposition aktiv. Der Information Comissioner ordnete an, die Regierung müsse bis Ende April Details über den Vorgang vorlegen. „Die britische Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, was passierte und warum so viel Geld verloren gegangen ist. Die Dokumente müssen sofort veröffentlicht werden“, sagte Oppositionsführer George Osborne von der Conservative Party vergangene Woche gegenüber der britischen Zeitung Telegraph.

Demnächst stehen Parlamentswahlen in Großbritannien an.

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1 KOMMENTAR

  1. Beugehaft wäre doch das probate Mittel, um diese gouvernementalen Gross-Betrüger zum Reden zu bringen; oder können die Engländer nur dumme deutsche Jungs einsperren, die Lesestoff übers Bombenbasteln in Omas Küche dabei haben?
    Man hat immer stärker den Eindruck, in einer Welt zu leben, die von Imbezillen & Psychopathen bewohnt wird.

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