
Exklusiv Vielerorts gibt es derzeit keine Silberbarren zu kaufen. Laut Edelmetallanbieter Heraeus bestehen Lieferprobleme bei einigen Silber-Anlageprodukten, weil die Hersteller ihre gedrosselte Produktion noch nicht wieder voll hochgefahren haben.
Meldungen über Silberknappheit in Europa machen die Runde. Kilo-Barren sind im Handel kaum mehr zu bekommen. Über die britische Handelsplattform BullionVault konnte man in dieser Woche kein Silber mehr kaufen. Was ist dran am Silber-Engpass in Europa? Geht dem Markt das Silber aus?
„Es ist auf gar keinen Fall eine Frage einer generellen physischen Knappheit. Silber in seiner industriellen Urform, Granalien, ist derzeit in mehr als nur ausreichender Menge verfügbar“, erklärte Wolfgang Wrzesniok-Rossbach, Leiter Marketing und Sales im Edelmetallhandel der Heraeus Metallhandelsgesellschaft, am Montag gegenüber Goldreporter. Das Unternehmen stellt die bekannten Heraeus-Gold- und Silberbarren her.
„Das Problem ist die in jüngster Zeit wieder sehr hohe Nachfrage nach Investmentbarren (und Münzen) durch private Anleger und die beschränkten Herstellungskapazitäten bei den Produzenten“, so der Manager. Und weiter: „Über den Jahreswechsel hatten die Barrenproduzenten die Vorräte aus Kapitalbindungsgründen nach unten gefahren und jetzt dauert es einfach eine Weile, bis die in der Zwischenzeit angefallenen Bestellungen abgearbeitet und danach die Vorräte wieder aufgefüllt sind.“
Einige Gattungen seien bei Heraeus aber derzeit ohne Probleme verfügbar. Man arbeite mit Hochdruck daran, dass man in Kürze von allen Gattungen wieder genügend Barren zur Verfügung stellen könne.
„Generell gilt, dass gegossene Barren, weil einfacher herzustellen, sicher eher wieder „in Massen“ verfügbar sein werden, als die kleineren geprägten“, so Wrzesniok-Rossbach.
Goldreporter
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