Sonntag,05.Dezember 2021
Anzeige

Inflation: Warum der Staat profitiert und Gold nicht steigt

Inflation, Gold, Goldpreis (Foto: Goldreporter)
Die Inflation steigt, aber der Goldpreis stagniert. Gold könnte deutlich anziehen, wenn die Inflations-Erwartungen anziehen, meint Rudolf Brenner von Philoro Edelmetalle (Foto: Goldreporter)

Niedrigste Zinsen, hohe Inflation. Das hilft vor allem dem Staat, sich zu entschulden. Aber warum steigt der Goldpreis nicht? Erklärungen von Philoro-Geschäftsführer Rudolf Brenner.

Bleibt die Inflation?

Lange Zeit haben die Zentralbanken behauptet, die erhöhte Inflation sei nur ein kurzfristiges Phänomen. Das diente als Argument, die Zinsen auf Rekordtief zu halten und mit einer Straffung der Geldpolitik abzuwarten. Nun gibt es fast jeden Tag neue Schreckensnachrichten über steigende Verbraucherpreise.

Die starke Verteuerung der Energie und der Mangel an vielen Vorprodukten in der verarbeitenden Industrie lassen jetzt auch die Kosten für Güter des täglichen Konsums rasant ansteigen. Wir sahen zuletzt innerhalb kürzester Zeit zweistellige prozentuale Preisanstiege etwa bei Lebensmitteln, Energie und Elektronikprodukten.

Offizielle Inflation / Goldpreis

Und dabei scheint sich die wahrgenommene und tatsächliche Preisexplosion trotz der deutlich gestiegenen Verbraucherpreisindizes (+4,1 % in Deutschland) nicht angemessen in den offiziellen Inflationsraten widerzuspiegeln. Und auch der Goldpreis tut nicht das, was viele in diesem Umfeld vielleicht erwarten würden.

Der Staat entschuldet sich

In einem Interview in der österreichischen Sendung Fellner! LIVE erklärt Rudolf Brenner, Geschäftsführer der Philoro Edelmetalle GmbH, warum realistisch ausgewiesene offizielle Inflationsraten nicht im Interesse der Geldpolitiker sind. „Dann müssten sie die Zinsen erhöhen. Und wenn Sie die Zinsen erhöhen, können sie sich nicht entschulden. Und das tun sie gerade“, so Brenner.

Die Logik dahinter: Der Staat muss für die Schuldenaufnahme nichts zahlen (keine oder negative Zinsen für Staatsanleihen), der reale Wert der vorhandenen Schulden sinkt aber mit steigender Inflation (Geldentwertung). „Die Zentralbanker haben sich dieses Szenario sehnlichst gewünscht, Sie hoffen nur, dass es nicht ausufert. Politiker haben es sich auch gewünscht, weil Inflation in einem überschaubaren Ausmaß auch als Wachstum verkauft werden kann“, sagt Brenner. Schließlich treibe die Inflation auch das Bruttoinlandsprodukt in die Höhe. Das gesamte Interview sehen Sie im unten eigebundenen Video.

Goldpreis und Inflation

Aber warum steigt der Goldpreis nicht als traditioneller Inflation-Profiteur? Der Philoro-Manager betont, dass vor allem die Inflationserwartung bei der Entwicklung von Gold eine Rolle spiele. Die suggerierte Erwartung hinsichtlich einer nur temporär auftretenden Inflation aber auch die nach wie vor stark gefragten Aktien-Investments bremsen seiner Meinung nach den möglichen Goldpreis-Anstieg. „Die Inflationserwartungen werden steigen und das wird auch den Goldpreis beflügeln“, so Brenner. Auch der stark negative Realzins und (angekündigte) Goldkäufe von Zentralbanken (z.B. Polen) würden langfristig dazu beitragen. Das ganze Interview sehen Sie im unten eingebundenen Video.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Goldreporter

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

24 KOMMENTARE

  1. Niedrige Zinsen und hohe Inflation, das gibt es nicht.
    Das ist so, wie waschen, aber nicht nass werden.
    Es schliesst sich schlicht und ergreifend aus.
    Man kann es nur in einer autoritären Planwirtschaft verwirklichen, kurze Zeit.
    Denn, niemand wird einem, ohne einem vorgehaltenen Gewehr, Geld leihen und damit einverstanden sein, ein Viertel weniger oder gar nichts zurück zu bekommen.
    Das bedeutet, die Leute werden weniger in Pecuniam sparen und dafür Sachwerte anschaffen.
    Früher waren das Fischteiche, Wälder, Grundstücke
    ( Goethes Faust), heute sind das eher anonyme Wertgegenstände, wie Artefakte und Edelmetalle, vielleicht auch Diamanten oder sogar Bitcoins.
    Denn, diese Werte müssen in einer autoritären Gesellschaft absolut anonym sein.
    Und da das breite Volk solches oft nicht versteht, wird man weniger arbeiten und damit zum Niedergang einer ehemals prosperierenden Volkswirtschaft beitragen.
    Stück für Stück und Tag für Tag.
    Sparen in Fiat Money lohnt sich nicht mehr, hört auf zu Sparen, konsumiert, verschuldet Euch oder investiert in und, die Eliten.
    Das ist derBefehl der Eliten und Obrigkeiten.
    Noch ist viel Fleisch am Knochen der BRD dran, aber es wird weniger. Und ist er mal abgenagt, wird man umkehren müssen. Zu den alten Werten.

    • Soll heissen, investiert in uns, die Eliten.
      Man soll also in elitäre Institutionen sein Geld tragen, in die Aktien der grossen, multinationalen Konzerne

      • Der Wahlbürger beschwert( tut er eigentlich nicht) und empört sich über Bezkos & Co., deren Zuständen in den Leistungshallen und deren Allmacht in Wirtschaft und Politik (s. Gates ) , benutzt aber deren Unternehmen und füttert so den gesellschaftlichen Schmarotzer. Ein Umdenken scheint nicht mehr möglich, selbst Verhöhnungen werden ohne Widerspruch angenommen( CO2 Neutralautomobile und FFF Forderungen in Werbungen stellen, aber mit Raketentreibstoff durch die Gegend schießen oder mit ca. 40tsd. Satelliten den Orbit vermüllen).

    • Maruti:
      Für diejenigen, die nicht zwingend im Hamsterrad stecken, ist die Reduzierung der Arbeit durchaus eine Option. Man kann sich abmühen und Steuern erwirtschaften für einen Staat, der Schwachsinnigkeiten en masse finanziert, der aber für die eigenen Bürger nichts übrig hat.
      Hat man selbst für eben diesen Staat nichts übrig, sollte man die eigene Steuerlast reduzieren, indem man weniger arbeitet, soweit und solange die eigene Situation dies möglich macht. Den Konsum muss man dann natürlich anpassen, was ich aber eher als Vorteil betrachte.

      • @racew
        So ist es. Das eigene Leben ist wichtiger.
        Me first. Ich habe mich schon lange von Hansterrad und Steuer- und Abgabenlast befreit. Gold ind Bargeld gab mir die Sicherheit dazu und ich vermisse nichts. Gesünder lebt man ohnehin ohne den Konsum Balast und für die Umwelt ist es erträglicher. Diese Erkenntnis wird sich vermehrt durchsetzen. Me first, dann meine Familie und ganz zuletzt der Staat und seine Wirtschaft.
        Teuerung bei Einkauf ? Man setze den Rotstift an und kaufe das eben nicht.
        Braucht man wirklich Glashaus Gurken, Tomaten und Salate, voll von Schneckengiften und Dünger ?
        Wirklich Obst aus Übersee voll von Pestiziden ?
        Wirklich Fleisch aus den Schlachtereibetrieben und Geflügelfarmen ?
        Man sehe sich mal dort um, da wird man zum Veganer.
        Muss ich wirklich jedes Wochenende irgendwo hin rasen, im Stau stehen ?
        Und so weiter.
        Ich kenne einen neuen Sport:
        Konsumverweigerer und Minimalist.
        Jedes überflüssige Kilo Körpergewicht ist überflüssiger Konsum bei der Nahrung, bei der Mobilität.
        Man verweigere das Betreten der Supermärkte und Getränke Läden, und fahre dorthin, mit Fahrrad, wo es Jahreszeit typisches Gemüse und Obst gibt. Statt Getränke Leitungswasser oder Tee, manchmal Kaffee. Weissbrot rühre ich nicht an, beispielsweise, auch keinen Zucker. Nur dann wird es besser und die Einsicht reift.
        Gönnen Sie sich denn nicht mal Joghurt oder Müsli oder einen Aperitif fragte mich einer unlängst.
        Sondermüll sagte ich ihm, können sie auf der Deponie entsorgen.
        Diese Einsicht der Lebensweise kommt, hat man genug Gold im Hintergrund.
        Ich könnte ja alles haben, aber sehen sie, ich will es eben nicht, weil ich es nicht brauche, diesen Firlefanz.
        Wie gesagt, me first.

  2. Anzeige
  3. @Maruti
    Ist hoffentlich nicht zu vulgär am Schluß.
    Zehn kleine Eurolein
    https://www.youtube.com/watch?v=dnfKSqRYlhE

    Zehn kleine Eurolein, die taten sich sehr freuen.
    Doch Griechenland saß mit im Boot, neune tun’s bereuen.
    Neun kleine Eurolein, die hatten nichts gedacht.
    In Irland ist jetzt Helloween, da waren’s nur noch acht.
    Acht kleine Eurolein, die haben’s übertrieben.
    Italien geht die Puste aus, nun sind es nur noch sieben.
    Sieben kleine Eurolein, die sind völlig perplex.
    In Lissabon ist Schicht im Schacht, da waren’s nur noch sechs.
    Sechs kleine Eurolein, die waren ganz genervt.
    Beim Ami zu viel Schrott gekauft, den Belgier hat’s entschärft.
    Fünf kleine Eurolein, die kam es ganz schön teuer.
    Der fünfte büßt den Persien-Feldzug nun im Höllenfeuer.
    Vier kleine Eurolein, die fanden nichts dabei,
    die Bankenrettung war zu viel, da waren’s nur noch drei.
    Drei kleine Eurolein, die riefen laut Hurra.
    Doch eines fiel beim Rating durch, zweie sind noch da.
    Zwei kleine Eurolein, die kamen nicht ins Reine.
    Den Staatsbankrott noch abzuwehren schaffte nur der eine.
    Ein kleines Eurolein, die hatte was gebissen.
    Das Gold liegt in Bankrottistan, nun hat es sich geschissen.

  4. @Maruti/Racew/W.S. Wenn dem Hamsterrad die Läufer ausgehen, entweder was die Anzahl oder die Abhängigkeit betrifft, dann muß man etwas tun! (Enteignungen, 0 Zinsen, Viren, Klimapolitik,etc)

    • Tresorfritze:
      Unser System ist auf Wachstum angewiesen. Trotz aller Schönrednerei und günstiger Prognosen gibt es diesen nicht und es wird ihn nicht geben.
      Im Gegenteil: der Wachstum wird verhindert. Seit Jahren findet ein Kampf gegen die Industrie statt, insbesondere die Autoindustrie wird vorsätzlich kaputtgemacht. Die Corona-Maßnahmen haben viele Klein- und mittelständische Unternehmen schwer beschädigt. Das ist nur noch nicht überall sichtbar. Die Energiewende wird sich tödlich auswirken, und zwar auf alle Wirtschaftszweige. Unser wichtigstes Gut – die Bildung – wird seit vielen Jahren kaputtreformiert. Die Folgen sind für eine von ihrem Humankapital abhängige Wirtschaft fatal. Davon abgesehen wandern die gut ausgebildeten Menschen ab, weil sie sehen, dass Deutschland sich und sie selbst um die eigene Zukunft bringt.
      In dieser Situation bleibt nur eine Option: man lebt von der Substanz, solange es geht. Und genau das passiert hier seit Jahren. Wir halten eine Matrix aufrecht und finanzieren dieses Trugbild mit den bisher geschaffenen und den künftig erzielbaren Werten.
      Das das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Und auf der Hand liegt ebenfalls, dass man diese Show nur am Leben halten kann, wenn man das verwertet, was noch irgendwo vorhanden ist.
      Die zwangsläufige Folge ist, dass der Staat das Vermögen der Privaten anzapft. Und gerade das läuft jetzt.
      Über die Inflation werden Barwerte vernichtet. Die künstliche Verknappung auf dem Energiesektor und die dadurch bedingten Preissteigerungen folgen zu einer weiteren Umverteilung. Und wenn der Staat jetzt weiche Drogen legalisiert, dann tut er das nicht aus Fürsorglichkeit, sondern um Steuern in Milliardenhöhe abzugreifen und um die Pharmaindustrie mit ihren Lobbyisten zu bereichern.
      Die Enteignung von Grundbesitz wird vorbereitet und sie wird kommen, siehe Berlin. Hier tut der Staat alles, um Neid, Mißgunst und Spaltung zu betreiben, damit man die Besitzenden unter dem Jubel der Nichtbesitzenden ausnehmen kann. Und wer hier auf die Justiz vertraut, der sollte sich mal untersuchen lassen. Frau Merkel hat das BVerfG längst durchgetrimmt. Von dort erwarte ich nichts.
      Nein Tresorfritze, Enteignungen, Umverteilung, Steuererhöhungen werden definitiv kommen. Es geht gar nicht anders. Und weil das so ist, bin ich nicht bereit, mich an diesem Zirkus zu beteiligen. Wir befinden uns im Endspiel, auch wenn uns etwas anderes erzählt wird und auch wenn viele Menschen das nicht merken oder nicht merken wollen. Die Frage ist für mich nur, wann der Abpfiff kommt. EM habe ich schon seit meiner Jugend. Aber seitdem ich den von mir soeben geschilderten Sachverhalt erkannt habe, bereite ich mich vor. Deswegen kaufe ich EM, wenn es geht. Eine andere Möglichkeit, von Vorräten, Investitionen ins Eigenheim, etc. mal abgesehen, erkenne ich nicht.
      Abschließend sei erwähnt, dass ich davon überzeugt bin, dass es ohne großen Knall nicht geht. Wir Deutsche machen es darunter nicht. Was hier abläuft, wäre in keinem anderen Land der Welt möglich. Wir müssen auf die Fresse fliegen, bevor etwas Neues kommen und der derzeitige Irrsinn beendet werden kann. Und auf etwas Neues freue ich mich, wenn es gut für unser Land ist. Daran werde ich mich gerne beteiligen.

      • @Racew
        Es gibt Grund zu Hoffnung.
        Das Endspiel ist schon weiter als die meisten Leute glauben.
        Die Masse ist ja sowieso komplett blind und sieht nichts.
        Und wenn in China jetzt der Immomarkt kollabiert und sich 1 oder 2 Billionen Anleihen von Immokonzernen in Luft auflösen……
        Meine „Nachricht der Woche“ war, dass seit 1 Woche alle Ammoniakfabriken in Europa die Produktion eingestellt haben (wg. Preis/Verfügbarkeit von Gas und Strom).
        Who cares about Ammoniak ?
        Das ist nur das Grundprodukt von Kunstdünger.
        Da wir keine Lagerhaltung mehr betreiben (Geiz ist geil) haben unsere Bauern für 2022 keinen Dünger mehr.
        Auch die Stromerzeugung aus Biogas wir kollabieren, da die hierfür nötigen gigantischen Mais-Monokulturen ausfallen werden.

        Der „moment of truth“ rückt schneller näher als erwartet.

        Nebenbei: die BASF-Ammoniak-Fabriken in Ludwigshafen und Antwerpen stehen zwar still, aber die neue 800 Millionen Fabrik in USA soll laufen.
        Die Jungs sind clever und haben rechtzeitig mit der Verlagerung begonnen.

    • @Tresorfritze

      Das System („unser System“?) ist auf Wachstum angewiesen. Trotz aller Klagelieder wird es dieses nicht mehr geben.
      Im Gegenteil: Das Wachstum hat sich erschöpft. Aus den eigenen Strukturen und Krisen des Wirtschaftssystems heraus. Da hilft auch alles Gejammer über böse Buben, die das eigentlich Beste aller möglichen System von außen kaputt machen, nicht.
      Das „Humankapital“ der Wirtschaft wird zunehmend enteignet, während sich ein kleiner Teil der Menschen immer größere Anteile des gesellschaftlichen Reichtums anhäuft. Auch das ist im Wirtschaftssystem strukturell angelegt.
      Der Staat versucht sich hier zwar in seiner klassischen Rolle als Reparaturbetrieb der Marktwirtschaft. Aber es hilft alles nichts: Auch die verzweifelte Suche nach neuen Verwertungsmodellen („grüner Kapitalismus“) wird die permanente Krise nicht aufheben.
      Die Profiteure halten derweil immer aggressiver an ihren Latifundien fest und sind nahezu rund um die Uhr damit beschäftigt, die „Neidischen“ von ihren Futtertrögen fernzuhalten.
      Wir befinden uns im Endspiel. Die Mehrheitsbevölkerung muss sich aber darauf einstellen, dass der reaktionäre Block der Marktapologeten zu allen, wirklich ALLEN Mitteln greifen wird, um eine Veränderung zu verhindern.

      • @Trust
        Nein, das Wachstum hat sich nicht erschöpft.
        Wenn ein Land nicht durch einen Krieg zerstört wird und in der Folge „Wachstum“ durch den Wiederaufbau entsteht, dann muss eben die Regierung das eigene Land zerstören, um einen Wiederaufbau erforderlich zu machen.
        Unrealistisch ?
        Ich kenne ein Land, das
        1.) Ohne Notwendigkeit 60 % seiner perfekt funktionierenden Kraftwerke verschrottet, um eine komplett neue aber unzuverlässige Energie-Infrastruktur aufzubauen.

        2.) Die Hauseigentümer zwingt, funktionierende Ölheizungen zu verschrotten um auf GAS+Strom umzusteigen, die es absehbar nicht ausreichend geben wird
        3.) Die Leute zwingen will, noch 15 Jahre problemlos fahrende Autos gegen neuen Elektroschrott zu tauschen…

        Keine Sorge: das Wachstum der Dummheit der Politiker ist unbegrenzt, deshalb wird es immer neue Wachstumsfelder geben.

        Wenn in 10 Jahren die E-Mobilität gescheitert sein wird (Rohstoffe für Akkus und Ladeinfrastruktur, kein Strom mehr…), werden wir wieder gezwungen „innovative“ Diesel zu kaufen.
        Es geht immer weiter….

        • In 10 Jahren will keiner mehr Diesel, wenn man mal ein geniales E-Auto gefahren ist. Weil Erdöl ja so unbegrenzt verfügbar ist ;-)

          • MAB:
            Es ist schon richtig, alle paar Jahre wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Mitte der 80er mussten Katalysatoren nachgerüstet werden. Es folgte der FCKW-Wahn mit neuen Kühlschränken usw.. Die Einheit hat dann erstmal Nachfrage generiert. 2009 kam die Abwrackprämie und Massen von gut funktionierenden Pkw kamen in die Schrottpresse, damit Nachschub gebaut werden konnte. Pellet-Heizungen wurden massiv beworben, obwohl sie nach meiner Erfahrung untauglich sind. Dann kam die EnergieeinsparVO mit der Folge, dass Heizungen verschrottet werden mussten, nur weil sie vor einem bestimmten Datum gebaut worden waren.
            Für alles wurden uns gute Gründe präsentiert, Umweltschutz, Gesundheit, usw.. Faktisch ging es nur darum, immer neue Nachfrage zu generieren.
            Jetzt wird es noch perfider und größer. E-Autos werden propagiert, obwohl sie untauglich und überteuert sind. Wärmepumpen werden beworben, obwohl sie wahre Stromfresser sind. Hingegen ist weder für E-Autos noch für Millionen von Wärmepumpen ausreichend Strom vorhanden.
            Ab 2025 sollen PV-Anlagen bei Dachsanierungen von Altbauten Pflicht werden. Bei Neubauten ist das bereits der Fall. Man zieht den Menschen das Geld quasi mit Zwang aus der Tasche. Aber der Großteil applaudiert und findet es gut, weil man ihm erfolgreich Flausen in die Köpfe gesetzt hat. Deswegen sind die Menschen in Deutschland auch für die Einführung der CO2-Steuer auf die Straßen gegangen. Wenn man hierzulande gute PR-Leute hat, dann ist der größte Unsinn durchsetzbar. MeisterEder liegt (leider) richtig, wenn er sich über die Dummheit der hiesigen Bevölkerung beklagt.
            Aber auch dies ist Programm. Ein dummes Volk muckt nicht auf und lässt sich leichter regieren.

        • @Meister Eder

          Trust hat völlig Recht. Was seit dem Ende des sogeannten Wirtschaftswunders ergo ca 1970 als Wachstum bezeichnet wird, ist Wachstum auf Kreditkarte ( Jeremy Rifkin ) .

          Dies ist der maßgebliche Grund, es gibt freilich noch andere, warum Nixon 1971 den Goldstandard aufkündigen musste. All das Klabautermann-Wachstum, von der Abschaltung der Atomkraftwerke, den E-Mobilen, den Corona- Wahnwitz, die Klimakatastrophe, der demographische Wandel usw.usw.usw.usw. dient einzig und allein dazu, aus der schönen Maschine ( Adam Smith ) oder dem automatischen Subjekt ( Marx ) was im Grunde dasselbe ist, noch irgendwie Profit heraus zu würgen.

          Die hierzu gemachten Schulden – anders ist die Wachstumssimulation nicht aufrecht zu erhalten – werden entweder mit einer zunehmenden Verschlechterung des Lebensstandards der Mehrheitsbevölklerung aufgenötigt oder in irgendwelchen Schattenhaushalten versteckt.

          Dies alles ist nichts Neues, es war in den frühen 30ziger Jahren ebenso und man konnte das zusammenbrechende Schweinesystem nur mit einer historisch nie gekannten Zerstörungsorgie von Sachwerten reaktivieren. Diese Zerstörungsorgien waren im Übrigen auch die Vorraussetzung des sogenannten Wirtschaftswunders, das nach gerademal 15 Jahren ( ca von 1955 bis ca 1970 ) auch schon wider an sein Ende gelangte.

          Die Zeiten werden, wie in den 30zigern weltweit zunehmend unsicherer, mit ein Grund warum die Herrschaft schon mal weltweit den Notstand übt. Natürlich ist dies alles nur zu unseren Besten. Selbst das Gros der LINKEN in diesem Land begreift nicht was vor sich geht und verfällt der Illusion der bürgerliche Staat sorge sich um die Gesundheit seiner Insassen.

          Wer wirklich zu erfahren wünscht was vor sich geht und warum diese Entwicklung determiniert war und ist, der darf nicht bei bösen Bankstern, finsteren Gestalten, korrupten Politikern stehen bleiben, sondern muss sich mit der Strukur des derzeitigen Wirtschaftssystems beschäftigen.

          Wenn man bei den Grundlagen bleibt ist die Sache eigentlich auch sehr einfach zu begreifen. Die dem System inhärente Konkurrenz, treibt die wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische Entwicklung mit gerdazu atemberaubender Geschwindigkeit voran, entwickelt eine ungeheure ökonomische Dynamik und bereitet ( unbeabsichtigt und unbewusst ) dadurch den eigenen Untergang. Je produktiver die Ökonomie wird, je geringer die Wertschöpfung. Wenn immer mehr produziert wird, fallen die Preise für das Endprodukt, gleichzeitig steigen die Kosten für Investitionen aufgrund der technischen Entwicklung ins Unermessliche. Die Erlöse des Verkauften können die Investitionen nicht mehr decken, geschweige denn Gewinne generieren. Damit steht und fällt die Vorraussetzung der kapitalistischen Produktionsweise. Kapital flüchtet aus der Produktion mit der kein Blumentopf mehr gewonnen werden kann, in die Spekulation mit wertlosen Finanztiteln. Dies alles geschieht vor unser aller Augen und die finsteren Gestalten re-agieren lediglich auf etwas, was Sie nicht verstehen können.

          Mehr und Genaures dazu hier:

          https://www.exit-online.org/link.php?tabelle=autoren&posnr=503

          Wo ist eigentlich Thanatos verblieben ?

          • @Krösus
            Ja, Thanatos fehlt hier.
            Was Sie so treffsicher beschrieben haben, verstehen aber max. 5 % unserer Gesellschaft, wenn sie sich denn damit beschäftigen würden und es denn lesen würden.
            99 % WOLLEN es aber auch gar nicht wissen.
            Wie sagt der Rheinländer : et hat no immer jot jegange.
            Tja, wenn man 15 Alt in der Rübe hat, kann man so denken.

            Unser Volk lernt NICHTS.
            Egal, wie schlimm die Katastrophe war.

            Ich würde darauf wetten:
            Wenn z.B. in 2025 der grosse Knall vorbei ist, (das Geld entwertet, die Vermögen vernichtet, Millionen Arbeitslose extra, die Energieversorgung im Winter nur noch stundenweise etc. ) dann wird genau dieses Spiel wieder von vorne anfangen. Nur das Skript ist neu. Wie immer.
            Mit Glück geht es ohne Kriege.
            Dann bauen wir kleine dezentrale fossile Kraftwerke, zuverlässige Verbrenner (ich sehe heute schon die Werbeslogans: halb so teuer wie E-Mobile, 1.000 km Reichweite bei 3 Minuten Ladezeit, warmer Innenraum im Winter, super für Leute in Wohnsiedlungen ohne eigene Wallbox…) .

            Es geht immer nur darum, die dumme Masse abzuzocken.
            Es hat immer funktioniert und es wird immer funktionieren.
            Eben weil die Masse dumm ist.

            Es wird jetzt schon in grossen Fonds Geld eingesammelt, um den Leuten, die in den letzten Jahren unvorsichtig hohe Hypotheken aufgenommen haben, nach dem Platzen der Immobilienblase die Immos nach der Zwangsversteigerung abzunehmen.

            Wir haben ein ganz einfaches Bild unseres Wirtschaftssystems:
            Das Roulette am Spieltisch der Spielbank.
            Die Leute legen ihre Chips auf den Tisch und glauben wirklich mitzuspielen.
            Und nicht kapieren, dass sie bereits in dem Moment des Betretens der Spielbank als Opfer festgestanden haben.
            In regelmässigen Abständen räumt der Croupier alle Chips ab, 95 % haben alles verloren. Sehr wenige haben viel gewonnen.
            Die Spielbank hat aber selbst fast alles eingesammelt.

            Und was sagt der Croupier dann ?
            „NEUES SPIEL“.
            Und die Leute legen ihre Chips wieder auf den Tisch……..

            Gute Nacht !

  5. Wenn jeder endlich sein Wohnmobil mit Anhänger und das 3 Tonnen SUV mit perfekter Rundumsicht hat, dann ist alles in Butter.
    Meine Eisvögel sind bereits verreckt und diese
    Deppen merken es nicht einmal.
    Mein Wunsch:
    Treibstoffpreis mindestens
    1 Gramm Gold pro Liter!

    • @Donaustreuner Letztes Jahr habe ich einen Eisvogel bei mir noch bei der Jagd erlebt.Ich saß mit nem Bierchen auf dem Steg als ein kleiner Vogel ankam eine viertel Sekunde auf dem Geländer stoppte und wie ein Pfeil ins Wasser schoss.Er kam auch gleich wieder mit einem kleinen Fisch im Schnabel raus und verschwand Richtung Nest.Ich habe ihn nur beim Davonfliegen am türkisfarbenen Rückengefieder erkannt.

  6. @Donaustreuner
    Beim Bildungsgrad der heute unter 30-jährigen würde ich wetten, dass die beim Wort „Eisvogel“ zu 95 % im Supermarkt zum Tiefkühlregal rennen um ein Stieleis zu suchen.

  7. @Meister Eder
    Eisvögel kennt doch niemand. Voller Stolz und viel Freude hab ich meinem Nachbarn meine
    Biberbeobachtungen geschildert. Die Antwort war:
    Die sind doch wie
    R a t t e n.
    Irrtum; sind reine Vegetarier und kleine Biber sind sehr süß.

    Aber dafür tolles Haus, Beamtenpension, vermietete Eigentumswohnung,,fetten Mercedes und noch Kleinbuss als Zweitwagen
    Zu Fuss oder mit Fahrrad habe ich den in 3 O
    Jahren nie gesehen.
    Werde nun hier die abscheulich hässlichen
    W a l d r a p p e n ansiedeln um endlich die
    nervigen Touristen loszuwerden.

    • @Donaustreuner
      Als altgedienter Leiter Wahlvorstand (seit knapp 30 Jahren) freue ich mich darauf, wenn in der Reichs-Buletten-Stadt Berlin die Bundestags-Wahl wiederholt werden muß.
      Das Lied von der grünen Parteijugend
      https://www.youtube.com/watch?v=EWMYleDxwWo
      1. Solarplatten auf die Felder, verbrennt man Steuervolks Gelder.
      Auf daß Industrien verrecken, soll all unser Sorgen sein.
      /Refrain:/ Verhindert Lernen! Kein IQ hält uns zurück.
      Mit Hanf und Kasernen bau’n wir uns’rer Heimat Glück.

      2. Der Sachse wird uns nichts schenken, drum sollst du immer dran denken:
      Mag Geldnot das Land bedrohen, Berlin findet seinen Weg.
      /Refrain/

      3. Solang’ Papas Scheck wir sehen, solang’ wir atmen und gehen,
      entdecken wir neuen Schwachsinn, und jeder führt uns voran.
      /Refrain/

      4. Statt freitags den Schulraum sehen, hab’ Mut, zur Demo zu gehen!
      Die Greta wird dich begleiten, und niemals bist du allein.
      /Refrain/

      5. Noch bleibt uns manch’ Lied zu singen, Vernunft ist niederzuringen,
      doch seh’n wir schon klar vor Augen das leuchtende, grüne Ziel.
      /Refrain/

      • @Wolfgang…Du schaffst es immer wieder mir meine Erinnerungen an meine Zeit in Moskau und Uljanowsk zurückzuholen, als ich meinen Baum in der Dubninskaja in meiner stürmischen Jugend pflanzte. Damals waren mir ein Lenin mit dem „Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ so wurscht, aber was wußten wir auch schon. Heute sehen wir, wie Recht er mit den Entwicklungen hatte. Nur wissen wir jetzt auch schon mehr, wie es sich im Endstadium anfühlt. Wer hätte gedacht, daß das einzige Beständige Silber und Gold wären. Aber es gibt zu meinen Lebzeiten etwas viel Beständigeres: Erinnerungen.

  8. @T. Raven
    Es gibt noch etwas Schönes, das Bestand hat, und zwar die Liebe.
    Wie die zwischen Janet Yellen und Mario (Marijuscha) Draghi.
    https://www.youtube.com/watch?v=7J__ZdvsZaE
    Marijuscha

    Leuchtend prangten ringsum Euro-Blüten,
    still vom Main zog Nebel noch ins Land.
    Fröhlich singend druckt Mario die Moneten
    emsig, hurtig, voller Unverstand.
    Fröhlich singend druckt Mario die Moneten
    emsig, hurtig, außer Rand und Band.

    Und er schwang ein Lied aus frohem Herzen,
    jubelnd, jauchzend, bis die Presse kracht,
    weil Frau Yellen ein Brieflein ihm geschrieben,
    Hoffnung ihm auf Zinserhöhung macht.
    weil Frau Yellen ein Brieflein ihm geschrieben,
    Hoffnung ihm auf Zinserhöhung macht.

    Oh, du kleines Lied von Glück und Freude,
    Solch Gefühle kaum er hat gekannt.
    Bringt den Trotteln geschwinde die Nachricht,
    Gold zu kaufen ist ja hirnverbrannt.
    Bringt den Sparern geschwinde die Nachricht,
    Gold zu kaufen ist ja hirnverbrannt.

    Er muß an die Börsenkurse denken,
    An Frau Yellens Stimme Silberklang.
    Weil er innig dem Blankfein ist ergeben,
    Bleibt der Wall Street Liebe ihm zum Dank.
    Weil er innig dem Blankfein ist ergeben,
    Bleibt der Wall Street Liebe ihm zum Dank.

    Leuchtend prangten ringsum Dollarblüten,
    von der FED zieht Nebel heut ins Land.
    Weil er Deutschland in den Ruin getrieben,
    Küßt die Janet Mario die Hand.
    Weil er Deutschland in den Ruin getrieben,
    Küßt die Janet Mario die Hand.

  9. Anzeige
  10. @WS Gutes immer noch sehr aktuelles Gedicht.Nur einer Zeile kann ich nicht ganz zustimmen nämlich der die dem Mario Unverstand nachsagt.Er ist nämlich ein intelligenter und eiskalter Pokerspieler der ohne Rücksicht auf Verluste die Interessen seines Landes mit grossem Erfolg vertritt. So einen Typen hätte Deutschland schon vor 40 Jahren gebraucht,lmeider totale Fehlanzeige.

Schreiben Sie einen Kommentar

Please enter your comment!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige