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Palladium: Heraeus erwartet Versorgungslücke

Gold, Silber, Platin, Palladium, Heraeus

Heraeus stellt für den Privatanlegermarkt Barren in Gold. Silber, Platin und Palladium her (Foto: Wolfgang Hartmann, Heraeus).

Der Palladium-Preis ist im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel angestiegen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Im Rahmen der „Edelmetallprognose 2019“ gibt Heraeus Precious Metals einen Ausblick über die erwartete Marktentwicklung.

Der Hanauer Technologie-Konzern Heraeus erwartet eine andauernde Angebotsverknappung bei Palladium. „Der Palladiumengpass wird auch 2019 anhalten“, heißt es von Seiten der Firmensparte Heraeus Precious Metals. Im Rahmen der gestern erschienenen „Edelmetallprognose 2019“ gibt man einen Ausblick auf die erwartete Marktentwicklung. So geht Heraeus von einem weiteren, aber volatilen Anstieg des Palladium-Preises aus. Man rechnet für dieses Jahr mit Kursen in einer Bandbreite von $ 1.130 und $ 1.650 pro Unze.

Das Metall ist essenzieller Rohstoff für den Bau von Abgaskatalysatoren für Ottomotoren. Schon im vergangenen Jahr war die Palladium-Nachfrage größer als das Angebot. Das befeuerte den Preis. Der Kurs des Edelmetalls überflügelte sogar den Goldkurs. Innerhalb eines Jahres ging es an der Börse um mehr als ein Drittel nach oben. Der Kurs notiert aktuell bei 1.374 Dollar pro Unze.

Palladium, Chart

Palladium in USD, 5 Jahre

 

Und Heraeus erwartet eine weiter steigende Palladium-Nachfrage. „Die sichtbaren ETF-Bestände sind von 39,4 Tonnen auf zirka 20 Tonnen geschrumpft. Die Automobilindustrie ist mit 81 Prozent der stärkste Palladiumabnehmer. Ein leichtes Wachstum des Automobilmarktes und strengere Abgasregelungen in China erhöhen die Palladiumnachfrage zusätzlich. Trotz einer gegenüber der Nachfrage leicht höheren Produktion von Palladium aus Minen und aus dem Recycling bleibt ein Marktdefizit von 17 Tonnen. Streiks südafrikanischer Minenarbeiter könnten dieses Defizit erhöhen“, heißt es in dem Heraeus-Report. Entlastung könne es geben, wenn sich die Wirtschaft der automobilen Schwergewichte China und USA schwächer entwickelten.

André Christl, President Heraeus Precious erklärt: „Wir recyceln heute schon rund 100 Tonnen Platin und Palladium im Jahr. Damit sparen wir gegenüber der Primärgewinnung nicht nur ein Vielfaches an C02-Emissionen und Energieverbrauch ein. Edelmetallrecycling wird immer wichtiger, um die Lücke zwischen dem sinkenden Angebot aus Minen und Nachfrage aufzufüllen“. Das Unternehmen investiere zudem in die Entwicklung neuer Technologien, unter anderem in die Wasserstofftechnologie. Hier werde schwerpunktmäßig Platin als Katalysator genutzt. Elektrofahrzeuge benötigten dagegen keines der beiden weißen Edelmetalle.

Die Nachfrage nach Platin war zuletzt gedämpft. Dieses Edelmetall wird beim Bau von Katalysatoren für Dieselfahrzeuge eingesetzt. Die Automobilindustrie ist mit 42 Prozent Anteil auch der größte Platin-Abnehmer. Die geringere Nachfrage nach Dieselfahrzeugen belastete den Platinkurs.

Heraeus dazu: „Das Angebot von Platin aus Minen, hauptsächlich aus Südafrika, wird um voraussichtlich ein Prozent wachsen. Mögliche Streiks aufgrund von Lohnverhandlungen in der Minenindustrie könnten den Preis temporär stützen. Das Angebot aus Recycling wächst dieses Jahr nur moderat. Insgesamt wird jedoch ein Produktionsüberschuss von 21 Tonnen Platin für 2019 erwartet, bei einer Gesamtproduktion von 207 Tonnen im Jahr 2018. Die enge Korrelation zu Gold könnte temporär den Preis für Platin stützen. Es wird eine Bandbreite zwischen 700 US-Dollar und 950 US-Dollar für die Feinunze Platin erwartet.“

Für Privatanleger eignen sich Platin und Palladium in geringerem Maße als etwa Gold und Silber. Das liegt an dem relativ geringen Produktangebot, am hohen Aufgeld (voller Mehrwertsteuersatz) und an den hohen Spreads (schlechte Rücknahmepreise).

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Eingetragen von am 6. Feb. 2019. gespeichert unter Marktdaten, News, Palladium, Platin. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

3 Kommentare für “Palladium: Heraeus erwartet Versorgungslücke”

  1. Dann wird ja Palladium bald billiger.
    Zum Glück haben wir genug. Aber günstig Nachkaufen, beim Retracement von 68% ist bald angesagt.
    Mein Händler erwartet den Preissturz.
    Daimler kürzt die Dividende. Es geht los.
    Hände hoch, Dividende.
    Die armen Säue, welche teure Dividendenaktien kauften und nun sehen, dass die Dividende gestrichen und der Kurs ins bodenlose fällt.
    Ob da den Urenkerln noch was bleibt ?
    Ein Funzerl Papier und Uropa mümelt Kekse und friert.

  2. Die Preise von EM bröckeln von Tag zu Tag ganz leicht ab. Man kann feststellen, dass nicht viel läuft wenn die Chinesen feiern.

  3. Der Chines ist aber extrem fleißig und feiert nur ca. eine Woche im Jahr, den Rest arbeitet er für eine Partei und ein Vaterland für ein Appel und ein Ei für sein eines Kind und ein Enkelkind, alles möglichst nur männlich. Dann können Sie sich in der Zukunft alles selbst besorgen im Parteikommitee bei rotem Tee außer Palladium :-)

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