Mittwoch,21.Februar 2024
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Philoro eröffnet eigene Scheideanstalt in Österreich

Philoro hat das GOLDWERK in Korneuburg eröffnet. Die moderne Anlage soll jährlich 120 Tonnen Gold und 140 Tonnen Silber verarbeiten.

Scheideanstalt GOLDWERK

Der österreichische Gold- und Edelmetallhändler philoro hat seine neue hochmoderne Scheideanstalt in Korneuburg bei Wien eröffnet. Die Investition in das GOLDWERK belief sich auf 60 Millionen Euro. Die Anlage soll jährlich bis zu 120 Tonnen Gold und 140 Tonnen Silber verarbeiten.

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Die philoro-Scheideanstalt GOLDWERK wurde in 19 Monaten für 60 Millionen Euro fertiggestellt. An dem Standdort in Korneuburg bei Wien wird es auch eine Verkaufsstelle für Edelmetalle und eine moderne Schließfachanlage geben (Bild: Philoro).

Bei einer Feierstunde mit 100 Gästen am vergangenen Sonntag übernahm die Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Schirmherrschaft. Die philoro-Geschäftsführer Rudolf Brenner und René Brückler betonten die Bedeutung des neuen Werks, das in einer Bauzeit von 19 Monaten errichtet wurde.

Recycling steht im Vordergrund

Ein Großteil des aufbereiteten Metalls soll aus recyceltem Gold stammen, auch aus Deutschland. „Ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft“, bemerkt Brenner. Dabei werden die höchsten Qualitätsstandards mit der Zertifizierung durch die „London Bullion Market Association“ (LBMA) sichergestellt, deren Mitglied philoro seit 2014 ist. Deshalb sei auch geplant, die eigene Scheideanstalt entsprechend zu zertifizieren.

René Brückler hebt die Bedeutung der heimischen Wertschöpfung hervor, indem er erklärt: „Aktuell sind 70 Prozent der Fertigungskapazitäten für Goldbarren in der Schweiz. Mit dem neuen philoro GOLDWERK schließen wir diese Lücke in unserer eigenen Wertschöpfung und können nun auch Goldbarren `Made in Austria´ herstellen – mit unserer eigenen Prägung, jedoch auch gerne für andere Unternehmen“.

300 Arbeitsplätze

Dabei spielt der Standort Korneuburg eine große Rolle für philoro. Denn hier ist nicht nur das GOLDWERK mit 100 neuen Arbeitsplätzen entstanden. Auch die Zentrale und das Logistikteam des Unternehmens soll dort angesiedelt werden. Insgesamt werden am Standort Korneuburg 300 Mitarbeiter beschäftigt sein.

Hohe Sicherheitsstandards

Die Sicherheitsausstattung des Neubaus wurde mit mehreren Millionen Euro investiert. Dabei kommen modernste Technologien sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zum Einsatz. „Man kann hier durchaus von einem neuen ‚Fort Knox‘ sprechen“, sagt René Brückler. Außerdem wird erstmals eine vollautomatisierte Schließfachanlage mit rund 3.000 Schließfächern in unterschiedlichen Größen an einem philoro-Standort angeboten. Eine neue Filiale im Erdgeschoss des Goldwerks wird noch in diesem Jahr eröffnet und bietet Kunden die Möglichkeit, beim Schmelzen ihres Altgolds zuzusehen.

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20 Kommentare

  1. Noch habe ich nicht verstanden, wie man mit den eher kleinen Margen Gewinn machen kann und dann so eine riesene Investition finanziert.

    • @Todo: Die Masse machts. Lt. Northdata waren es 2022 etwa 600 Mio. € Umsatz. Bei angenommener 4% Marge bleiben 24 Mio. Ertrag für Mieten , Mitarbeiter ,Strom und Millionenkredit für die Scheideanstalt, die sicher noch mit günstigem Zins 20 Jahre finanziert wird, man zudem in einem Wachstumsmarkt ist.
      Jedenfalls haben die in Hamburg -an bester Adresse- sehr nette Leute und günstige Tafelpreise samt einer Tafel Schokolade als Giveaway. Glatte Empfehlung vom Commander.

    • @todo
      Das habe ich auch noch nicht verstanden wie zb. Goldhändler so gut verdienen wenn an eine Unze Gold 100 Euro verdient sind.
      Habe auch schon überlegt in das Geschäft einzusteigen…
      Evtl. Kann uns Maruti oder der Meister Eder weiterhelfen

    • Todo
      Ich rechne jetzt mal ganz als Milchmädchen:
      – die 60 Mio. werden über 20 Jahre abgeschrieben, macht 3 Mio. pro Jahr
      – Die Kreditzinsen auf die 60 macht bei 3,7 % ca. 2,2 Mio. p.a.

      In Summe also grob 5,2 Mio. p.a. die sind auch noch steuerlich abziehbar.
      Bei 260 Tonnen p.a. sind das 20 Euro Gebäudekosten je Kg oder 63 Cent je Unzen-Münze.
      Geht grad so.

      Solange der Spread zwischen Einkauf des Goldschrotts (es soll ja überwiegend recycelt werden) und dem Verkaufspreis der Unze über 63 Cent je Münze liegt, reicht es für Personal und Gewinn.
      Bin da ganz zuversichtlich.

    • @themac
      Es ist in erster Linie eine Scheideanstalt und knabbert an der Münze Österreichs und womöglich auch an der Schweizer Institution, welche völlig überlastet ist.
      Daneben hat man, so als Aushängeschild wohl, ein Tafelgeschäft und ein paar Schliessfächer.
      Es ist eine gemischte Kalkulation.
      Verdient wird mit der Raffinerie, das andere ist eher als Aushängeschild zu sehen.
      Goldhändler verdienen eher im Einkauf und der Stammkundenschaft, welche individuell und anonym bedient werden wollen.
      Stammkunden kann man sehr wohl anonym auch über die 2.000 Grenze bedienen.
      Man muss nur wissen wie.

    • @all:. Danke für die Kommentare. Hatte bislang einmal dort online bestellt, war rundum zufrieden, fand nur das eigene gedruckte Kundenmagazin und die Rechnung mit Goldglanzdruck doch unnötig, kostet ja alles nur. Bin halt aber auch kein Kunde der auf das Premium-Luxus-Gedöns was gibt, und rumzeigen will ich das eh nicht. Bin bei sowas immer misstrauisch, ob sich da nicht einer vor lauter Aussendarstellung übernimmt, aber evtl. muss das in der Branche auch so sein. Wie auch immer, Konkurrenz belebt das Geschäft und ich bin sowieso austrophil veranlagt.

  2. 120 Tonnen Gold und 140 Tonnen Silber. Ein Mengenverhältnis nahe 1 : 1.
    Das lässt aufhorchen.
    Wird Silber bedeutungslos (warum dann noch verarbeiten?) oder sehen
    wir da eine völlig neue Gewichtung der beiden EM am Horizont auftauchen?
    Oder fehlen da einfach nur zwei Nullen beim Silber?

    • @Nivek
      Das Silber wird zum größten Teil Nebenprodukt von Goldlegierungen sein.
      Kupfer, Platin und Palladium wird sicher auch in nicht erwähnenswerten Mengen „destilliert“.
      Nebenbei: Wer ist denn momentan so blöd, Silber zu verkaufen ?!?

  3. Landeshauptfrau eröffnete den Laden…?? Wat it denn dat??? Frau des Häuptlings? Seine Hauptfrau? Diese Ösis sind schon schräg.

    • @giori di cristallo
      In Österreich läuft vieles Hand in Hand. Man kennt sich, schätzt sich und hilft sich.
      Den überheblichen Piefke schätzt man nicht all zu hoch ein.
      Ist es in Italien anders ?

      • Ich hatte nur den Begriff Landeshäuptlingsfrau gemeint… Mittlerweile weiß ich es: Entspricht dem Ministerpräsidenten in D… Dennoch extrem schräg.
        Mögen Sie die Italiani nicht, Maserati? Maseruti klingt nicht sehr germanisch.

  4. Wer Gold anonym und bar kaufen will, kauft in Österreich.
    Jetzt noch besser als früher.
    Für 100.000 in bar anonym Gold kaufen, an einem Tag, bei einem Händler ?
    In Österreich !

    • @Maruti
      Das hat sich möglicherweise schon bei den cleveren Goldbugs herumgesprochen:
      In Innsbruck (130.000 Einwohner) gibt es mehr Goldhändler als im Großraum München (2 Mio. Einwohner).
      Ein paar km weiter östlich in Salzburg (150.000 EW) die gleiche Geschichte nochmals.
      Die Ösis müssen extrem reich sein, bei so vielen Goldläden.
      Oder…..

    • @Maruti
      Danke für ihre Hilfe. Kann man in Österreich echt soviel anonym kaufen? Wie verhält es sich dann beim Grenzübertritt nach BRD im Falle einer Kontrolle?

  5. @Schreinermeister & TheMac
    Aus eigener Erfahrung – es läuft perfekt! Nun ein kleiner Spaziergang über die Salzachbrücke – Schallmoser Hauptstr.!
    Beste Beratung, megageile Auswahl, etc. …
    Anonym in A = 10.000,– EUR!
    Plus eine Einkehr im Cafe „Tomaselli“ in der Salzburger Altstadt – genial! Plus Likörchen beim Sporer!
    Heimreise dann legal – besser aber über Bad Dürrnberg – Obersalzberg. Keine dummen Fragen, weil keiner da! :-)))
    Dr. Goldfinger

    • Geht in Haramburg auch. Muss man nur etwas sportlicher nehmen. Große Goldmeile rund ums Rathaus radeln und bei mind. 5 bekannten größeren Läden Schokotafeln, Haribo u.a. abholen ;-). Zwar mit Preisunterschieden aber wenn mans mehrfach macht, hat man einen guten Durchschnitt. Im Bundeshauptslum ginge das auch ähnlich.

  6. @Schreinermeister
    Die Ösis in Salzburg haben richtig Kohle – da war ich ein ganz kleines Licht… Aber auch viele deutsche Kunden…
    „Jedermann!! Da müssen’s schon noch Salzburg fahrn – weil dort ist der Tod dahoam…“ (EAV) :-)))
    Der güldne‘ Dokta-Bestatter

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