Freitag,30.Juli 2021
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Raus aus US-Staatsanleihen – China stößt fast $ 20 Mrd. ab

China, USA
Zwischen den USA und China bestehen enge wirtschaftliche Beziehungen. Zuletzt haben US-Investoren wohl verstärkt Kapital aus China abgezogen (Bild: William Potter).

China hat im Dezember den sechsten Monat in Folge US-Staatsanleihen abgestoßen. Das Volumen der US-Schulden in chinesischer Hand ist auf den tiefsten Wert seit Februar 2017 gefallen. Und die offiziellen Goldreserven China sind seit September nicht mehr gestiegen.

China und USA

Das Volumen an US-Staatsanleihen in den Händen chinesischer Investoren ist im vergangenen Dezember auf den niedrigsten Stand seit Februar 2017 gefallen. China hielt Ende 2019 US-Staatspapiere im Wert von nur noch 1.069,9 Milliarden US-Dollar. Gegenüber Vormonat ergibt sich ein Rückgang um 19,3 Milliarden US-Dollar. Die Bestände verringern sich unter anderem dann, wenn US-Investoren Geld aus China abziehen.

Weniger Auslandsschulden

Die genannten Daten stammen aus dem aktuellen Monatsbericht des US-Finanzministeriums, in dem regelmäßig die ausländischen Halter amerikanischer Staatsanleihen und deren Anlagevolumen aufgeführt sind. Ende Dezember 2019 standen die Vereinigten Staaten von Amerika mit insgesamt 6.696,3 Milliarden US-Dollar über Schuldscheine gegenüber dem Ausland in der Kreide, das waren 44 Milliarden US-Dollar weniger als im Vormonat.

Größte US-Gläubiger

Japan bleibt mit zuletzt 1.154,9 Milliarden US-Dollar größter Auslandsgläubiger der USA. Auch das japanische Dollar-Engagement ging nun drei Monate in Folge zurück – wenn auch nicht im gleichen Ausmaß wie im Falle Chinas. Der größte US-Schuldenhort ist aber weiterhin das U.S. Federal Reserve System. Ende Dezember befanden sich US-Staatsanleihen im Wert von 2.948,86 Milliarden US-Dollar in der Fed-Bilanz, 16 Milliarden weniger als einen Monat davor.

Gold und US-Dollar

China hat in den vergangenen Jahrzehnten hohe Außenhandelsüberschüsse in US-Dollar aufgebaut, die in US-Staatsanleihen angelegt wurden. Zuletzt ist dieser Bestand schrittweise zurückgegangen. Dafür hat China seine Reserven mit Gold gestärkt. Allerdings hat das Land nun offiziell auch seit September 2019 keine Erhöhung ihrer Goldreserven mehr gemeldet.

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7 KOMMENTARE

  1. Anzeige
    • @WS

      Sobald auch Japan anfängt, sich von den ekligen (Corona-verseuchten) Schuldscheinen zu trennen, bleibt der US-Fed nichts anderes übrig, als im Hinterzimmer immer mehr Dollar-Scheine zu drucken und vorne im Laden die Schuldscheine selbst zu kaufen.
      Kann das lange funktionieren?
      Wohl kaum, denn sonst wäre Simbabwe heute ein „Vorzeige-Staat“.

      Dann … endlich geht die Inflationsrate durch die Decke, der Dollar in den Keller und Gold will nach oben.

      • @Klapperschlange
        Die Japaner haben ihre Volkswirtschaft am Rande des Pazifischen Feuerrings gebaut. Der schwarze Schwan, der schwarze Pteranodon wäre ein Erdbeben, der von allen erwartete Big Bang, welches den Großraum Tokio-Kyoto verwüstet, woraufhin das Land aussieht wie 1945, und die Regierung von den USA und der Fed die Einlösung der Schuldscheine verlangen muß, um Japan schnell wieder aufzubauen. Mutter Natur ist der unberechenbare Faktor. Am Ende werden sie es noch Putin (HAARP) an die Backe lügen, das Beben ausgelöst zu haben. Von diesem Szenario las ich 1991 zum erstenmal, als es hieß, 20% der US-Staatsschulden sind mit japanischem Geld finanziert. Aber wie sagen die Kölner doch so schön? Es ist schon immer gut gegangen!

          • @Klapperschlange
            https://de.wikipedia.org/wiki/Einheit_731
            Wir beide haben uns gerade den Goldenen Aluhut verdient. Zitat:
            „In den späteren Prozessen in Chabarowsk (1949) und Shenyang (1956) wurden einige der niederrangigen Verantwortlichen verurteilt, die es im Gegensatz zu ihren Vorgesetzten und der großen Mehrheit der Mitglieder der Einheit 731 nicht geschafft hatten, bei Kriegsende nach Japan zu fliehen. Darunter war auch der Soldat Shinozuka Yoshio. Die Haupttäter mit Ishii Shirō an der Spitze gingen jedoch bei den Tokioter Prozessen straffrei aus, weil die US-Regierung auf Betreiben von Charles Willoughby ihnen im Austausch gegen die Forschungsergebnisse der Einheit 731 Straffreiheit zugestand. „

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  3. Was ist mit diesen Zahlen anzufangen? Erkaufen sich die Länder mit extrem hohen Schuldscheinanteil dadurch Sicherheit gegenüber den USA oder werden diese, gerade wegen einem möglichen Schuldenschnitt, für eine Kriegserkärung angreifbarer? Ein Grund diese zentralisierten „Probleme“ aus Sicht der USA anzugehen ist alleine schon die vermeintliche Erpressbarkeit. Im Wahlkampf findet man doch sicher gerne einen passenden Sündenbock, wenn es gerade doch nicht sooo gut läuft, dass man es vertuschen könnte.

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