Mittwoch,05.Oktober 2022
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Royal Mint: Goldmünzen aus Elektroschrott

Gold, Recycling, Goldmünzen, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Jede höher der Goldpreis steigt, desto mehr lohnen sich Recycling-Verfahren, um den begehrten Rohstoff aus Elektroschrott zu extrahieren. Die Royal Mint will Goldmünzen aus dem gewonnenen Metall prägen (Foto: Goldreporter).

Die Royal Mint will zukünftig größere Mengen an Gold aus Elektroschrott zurückzugewinnen, um daraus Goldmünzen zu prägen. 

Versteckte Gold-Ressource

Moderne Mobiltelefone enthalten durchschnittlich 0,04 Gramm Gold, heißt es in einem aktuellen BBC-Bericht zum Thema Recycling. Bei einem Goldpreis von 1.740 Euro pro Unze entspricht dies einem Wert von zirka 2,20 Euro. Das klingt zunächst nicht viel. Dabei fallen weltweit pro Jahr aber rund 50 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Währenddessen würden derzeit nur 20 Prozent davon zur Rohstoffgewinnung wiederaufbereitet.

Goldmünzen aus Elektroschrott

Auch durch den in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Goldpreis lohnt es sich das Recycling zunehmend. So hat die britische The Royal Mint ein Verfahren entwickelt, um auf einfache Weise Gold und andere Metalle aus Platinen zu extrahieren. Dabei liegt das Geheimnis in einer speziellen flüssigen Substanz, in der das Ausgangsmaterial aufgelöst wird. Herkömmliche Verfahren nutzen „Königswasser“ (eine spezielle Säuremischung), um Gold herauszulösen und per Elektrolyse später wiederzugewinnen.

So plant die britische Prägeanstalt, in einem neuen Labor ab dem kommenden Jahr bis zu 90 Tonnen Elektroschrott pro Woche zu verarbeiten. Aus dem so gewonnen Gold sollen Goldmünzen hergestellt werden. Außerdem will man auch Metalle wie Silber, Zinn, Kupfer und Nickel zurückgewinnen. Zum Sortiment der staatlichen Prägestätte gehören unter anderem Münzen der Sorten Britannia und Sovereign. Ein Video gewährt einen kurzen Einblick in den Prozess.

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6 Kommentare

    • @Klapperschlange
      Die Lösung ist ganz einfach: Die Grünen beklagen sich doch immer über den Verpackungswahnsinn.
      Beide Probleme lassen sich in Kombination beheben:
      Ich hole mir den ganzen Plastikmüll von Lidl und verbrenne das in meinem Öfchen.
      Auch die Syroporabfälle aus den ganzen Neubauten brennen so gut wie Heizöl.

      Nenne ich ( genau wie der „Grüne Punkt“) ganz öko THERMISCHES RECYCLING.
      So ist allen geholfen.
      So geheizt wird immer, wenn die Windrichtung auf das Finanzamt geht.

      Fast ganz ernst gemeint.

      • @MeisterEder

        Die (toxischen) Rauchsignale Richtung FA finde ich „angemessen“.
        Leider dürfte die Lebensdauer Deines „Öfchens“ minimal sein, wenn
        Du überwiegend Plastik und Styropor zuführst.
        Aber im Ernst: erlaubt Vater Staat neuen Bauherren dann nur noch
        Heizung/Warmwasser-Aufbereitung per „Pellets“ oder Wärmepumpen
        mit P-Voltaik?
        Jetzt probier‘ ich es mit Humor:

        Seid Ihr beiden Zwillinge?
        Nein, warum fragen Sie?
        Weil euch eure Mami genau gleich angezogen hat.
        Das reicht, Ihren Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!“

        (◌˘◡˘◌).

  1. @GR ❤
    Zitat: „Dort werden als Goldanteil in Handys aber fälschlicherweise 0,4 Gramm eingeblendet.“
    Scheinbar haben die Produzenten des Videos die Angabe korrigiert. Bei mir werden korrekt 0,04g bei Minute 1:05 als Text eingeblendet.
    Interessanter Vergleich, so oder so. Aus einem Krügerrand können 777 Smartphones gemacht werden (mit ein bisschen mehr von den anderen, unwichtigen Materialien ;-)
    Was die Mint wohl bei der Erhitzung (Verbrennung) des roten Blobs an Abgaseemissionen erzeugen? Irgendwo muss ja der Kohlenstoff mit dem Prozess ausgesiebt werden. Wird das auch gefiltert, bevor das aus dem Labor rausgeblasen wird oder ist das eine „vernachlässigbare“ Randerscheinung, dass das CO2 dann doch wieder in der Umwelt landet?

  2. Der Youtuber Norio hatte vor kurzem ein Verfahren ohne Erhitzung/Verbrennung beschrieben, welches in der Erforschung zur Umsetzbarkeit ist: https://www.youtube.com/watch?v=FZBVeVT_Tqs
    Mir scheint, dass im Video der Mint beschriebene Verfahren als nicht besonders fortschrittlich. Aber gut, hauptsache, es wird etwas in Richtung mehr Recycling unternommen. Und die BBC kann dazu beitragen den AU-Preis nach unten zu pushen. Man kann ja schließlich das wertlose Zeug selber in Massen billig und unkompliziert herstellen… ohne Russland :-)

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