Montag,16.Mai 2022
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Russland vom Londoner Gold-Handel ausgeschlossen

Gold, Russland, Goldbarren, Edelmetall (Foto: Goldreporter)
Investment-Goldbarren aus russischer Produktion: Die LBMA verhängt Sanktionen gegen sechs Edelmetall-Raffinerien des Landes (Foto: Goldreporter).

Die LBMA schließt Barren von sechs russischen Raffinerien vom Edelmetall-Handel auf dem Londoner Goldmarkt aus.

Russisches Gold und Silber

Sechs russische Raffinerien dürfen ihre Silber- und Goldbarren nicht mehr über den Londoner Bullion Market handeln. Das hat die London Bullion Market Association (LBMA) mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben. Es handelt sich um die Produkte folgender Unternehmen:

  • JSC Krastsvetmet (Gold und Silber)
  • JSC Novosibirsk Refinery (Gold und Silber)
  • JSC Uralelectromed (Gold und Silber)
  • Moscow Special Alloys Processing Plant (Gold)
  • Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals (Gold und Silver)
  • Shyolkovsky Factory of Secondary Precious Metals, SOE (Gold und Silver)

Diese Firmen werden künftig nicht mehr in der sogenannten Good Delivery List aufgeführt, was Voraussetzung für eine Handelszulassung in London ist. Allerdings bleiben bereits gelieferte und gehandelte Barren weiterhin in London im Umlauf.

Edelmetall-Handelsplätze

Hintergrund: Beim London Bullion Market handelt es sich um den weltweit größten Handelsplatz für Edelmetall. Allerdings ist die Shanghai Gold Exchange als Börse im rein-physischen Spot-Handel führend. In London wird vor allem „OTC“ gehandelt (over the counter), also zwischen zwei Parteien und ohne Börsenanbindung.

Goldreporter

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11 Kommentare

  1. Jetzt wird es für die Mutigen, die immer noch irgendetwas nach Russland verkaufen wollen, ganz haarig, wirklich heikel, aber auch außerordentlich brenzlig.

    Als Reaktion auf die Sanktionen des ‚freien‘ Westens hat Russland beschlossen, finanzielle Verpflichtungen bei „unfreundlichen Staaten“ nur noch in dem Hart-Asset ‚Rubel‘ zu begleichen. Also eine Retour-Kutsche sondergleichen. Auf der Liste der ‚unfreundlichen‘ Staatsgebilde stehen beispielsweise Deutschland und die Schweiz.

    Alle russische Bürger, Unternehmen, selbst der Staat haben haben ab sofort sämtliche Verpflichtungen in anderen Währungen nur noch in Rubel zu bezahlen. Diejenigen Hasardeure, die nun mit freudiger Erwartung auf Rubelzahlungen hoffen, müssen zudem dafür ein Verrechnungskonto bei einer russischen Bank einrichten.

    Also tatsächlich: Der Rubel rollt!

    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/liste-bestaetigt-reaktion-auf-sanktionen-russland-zahlt-an-unfreundliche-staaten-nur-noch-in-rubel-11112475

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  3. Sowas nennt man wohl sich ins eigne fleisch schneiden ,das könnte mittel bis langfristig Gold einen noch stärkeren Aufschwung geben

  4. wird den russen egal sein – zertifiziert, oder nicht…
    auch ich besitze etliche nicht zertifizierte barren einer scheideanstalt, die der degussa (umicore) zugehörig ist…
    gold ist gold, nur der preis ist halt etwas verschieden, aber nicht der rede wert…
    ich will sowieso nicht verkaufen

  5. Zeit für ein kleines Tages-Resümee.

    Ein verfluchter Krieg hat auch heute wieder viel menschliches Leid mit sich gebracht.
    Die Kursentwicklung zu verfolgen, ist da beileibe ein Luxusproblem. Das nur zur Einordnung.

    Dachs minus 3,55 Prozent
    S&P 500 minus 3,21 Prozent
    NASDAQ minus 4,02 Prozent

    Gold in Euro plus 2,02 Prozent
    Gold in Petrodollar plus 1,36 Prozent

    Mir ist tatsächlich völlig schleierhaft, wie in dieser Situation der abhebenden Kurse für unsere Precious Metals – eine in der historischen Perspektive nur selten vorkommende Hausse -, die üblichen Verdächtigen schon wieder von Drückung und kommenden Tiefstkursen fabulieren können.

    Geopolitische Krisen haben zwar bekanntlich kurze Beine, aber hier überlappen und potenzieren sich multiple Krisenprozesse, die in ihrer Wucht das ‚No Turning Back‘ bedeuten. Die vermeintlich allmächtigen Notenbanken zeigen sich ganz im Gegenteil erschreckend hilflos. Es ist einfach zu too much.

    Gewalt muss man sich auch antun, um immer noch an externe Störfaktoren einer im Kern gesunden, prosperierenden und zu autochthonem Wachstum fähigen Gesellschaftsformation zu glauben.

    Der rheinische Kapitalismus – das Wirtschaftswunder – ist endgültig Geschichte.
    Over and Out.

    Amen.

    • @Thanatos
      Das angelsächsische Modell triumphierte am Ende doch. Um jetzt wie ein ausgebrannter Stern in einer Super-Nova zu explodieren. Ich hatte an der Uni einen Lehrer in der Sprachen-Ausbildung. Der hieß Basil Blackwell und war aus Oxford. Von uns männlichen DDR-Studenten hatten viele 3 Jahre beim Militär gedient, wir fingen erst mit 21 zu studieren an. Basil war bloß ein Jahr älter als wir. Etliche Male erzählte er uns, daß man auf der Insel auf das Rheinland-Modell neidisch ist. Man hätte dort gern sowas wie Erhardt und Adenauer gehabt. Stattdessen Thatcher. Mit ihrer Bewunderung für die Chicago Boys. Im Gleichschritt mit Ronald Reagan. Der durchschnittliche Tommy schaute voller Wehmut auf das System in Westdeutschland, wo der Arbeiter ein Stück vom Kuchen abbekam, und wo man die Steinkohle lieber subventionierte, statt sie verrecken zu lassen. Im berühmten Rhondda Valley in Wales gab es mal 32 Zechen. Eine davon ist noch offen, als Museum. Maggie Thatchers Kampf gegen die Gewerkschaft der Bergarbeiter – deren Chef Arthur Scargill war Staatsfeind Nr. 1 wie weiland der Gangster Dillinger in den USA. Brutaler Klassenkampf vom Feinsten. Dazu Rassen-Krawalle, Unruhen – die Städte GBs brannten. Zwischendurch immer wieder mal ein Bömbchen von der IRA. Sah überhaupt nicht danach aus, daß unser real existierender Sozialismus zuerst die Grätsche macht. Aber die launische Schicksalsgöttin wollte es halt so. 1990/91 dann mein Jahr als Austausch-Student in Moskau zu einer Zeit, als die UdSSR wie ein angeschossener Elefant röchelnd im Sterben lag. Langsam habe ich keinen Bock mehr auf Super-Novae. Ob unser EM uns was nützen wird? Warten wir’s ab.

      • @Translator

        Kennst Du Heinrich Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ aus dem Jahr 1963? Vom Humoristen Jürgen Becker nach der globalen Finanzkrise in seinem Buch „Geld allein macht nicht unglücklich. Mit dem Mysterium des rheinischen Kapitalismus aus der Krise“ wieder unter die Leute gebracht [laut Klappentext ein Plädoyer gegen den entfesselten amerikanischen Kapitalismus und für „Ruhe im Puff. Beine hoch, Bier auf, chillen und mal ganz besonnen überlegen, was zu tun ist“].

        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: Blauer Himmel, grüne See, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick.
        Das Geräusch weckt den dösenden Fischer, der nach seiner Zigarettenschachtel angelt. Schnell bietet ihm der eifrige Tourist schon eine Zigarette an und beginnt ein Gespräch in der Landessprache:
        „Sie werden heute einen guten Fang machen.“
        Kopfschütteln des Fischers.
        „Aber man hat mir gesagt, daß das Wetter günstig ist.“
        Kopfnicken des Fischers.
        „Sie werden also nicht ausfahren?“
        Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen, der traurig an die verpaßte Gelegenheit denkt.
        „Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?“
        Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum gesprochenen Wort über. „Ich fühle mich großartig“, sagt er. „Ich habe mich nie besser gefühlt.“
        Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken: „Aber warum fahren Sie dann nicht aus?“
        Die Antwort kommt prompt und knapp. „Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.“
        „War der Fang gut?“
        „Er war so gut, daß ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen…“
        Der Fischer, endlich erwacht, klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. „Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug“, sagt er, um des Fremden Seele zu erleichtern. „Rauchen Sie eine von meinen?“
        „Ja, danke. Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen“, sagt er, „aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht sogar zehn Dutzend Makrelen fangen … stellen Sie sich das mal vor.“
        Der Fischer nickt.
        „Sie würden“, fährt der Tourist fort, „nicht nur heute, sondern an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal ausfahren -wissen Sie, was geschehen würde?“ Der Fischer schüttelt den Kopf. „Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren 35vielleicht einen kleinen Kutter haben, dann würden Sie natürlich viel mehr fangen -eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden …“, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, „Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik. Sie könnten ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren – und dann…“, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.
        „Und dann…!“
        Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. „Was dann?“ fragt er leise.
        „Dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.“
        „Aber das tu ich ja schon jetzt“, sagt der Fischer, „ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.“

    • Thanatos
      Ich wage die steile These, dass wir alle hier im Forum (und gelegentlich bei den EM-Händlern) sind, weil wir die blendende Zukunft unseres wunderbaren Finanz- und Wirtschaftssystems aufgrund unserer querdenkerischen, verschwörungstheoretischen und aluhutmässigen pessimistischen Grundeinstellung nicht erkennen können oder wollen.
      Sonst würden wir unsere Spargroschen ja bei Tenhagen oder Maschmeyer oder den Ackermann-Betrügern abliefern.

      Meine Sorge: was kommt „danach“.

      Ich glaube nicht an ein wirklich gerechtes, wirklich demokratisches System.

      Wir werden wohl die Wahl haben zwischen
      1.) China/Russland , eine staatskapitalistische Diktatur, oder
      2.) Leben als Big-Tech-Pharma-Sklave bei Herrn Schwabs Finanziers.

      Mein Tipp: es wird Nr. 2.

      Begründung:
      1.) Corona war die Generalprobe (quasi der Intelligenztest), was man mit einer (in der Mehrheit dummen) Gesellschaft (die „Brave New World“ zu 99 % für ein neues Computerspiel und 1984 für eine Cognacsorte halten) anstellen kann.
      2.) Es hat fast lehrbuchmässig geklappt: Angst verbreiten, eine Massenpsychose aufbauen, alle Medien auf Linie bringen, die wichtigen Positionen mit bezahlten Sprechpuppen besetzen und die 20 % denkende Minderheit stigmatisieren, ausgrenzen und zum Schweigen bringen.

      So wird man es wieder machen. Genau so.

      Schwab: Du wirst nichts mehr besitzen und du wirst es toll finden.
      80 % der Amis hängen rettungslos an ihrer Kreditkarte und hangeln sich von einem Konsumentenkredit und Leasinggeschäft zum nächsten Abzockdesaster. Viel besser ist es bei uns auch nicht mehr.

      Die Hälfte unserer Mitbürger lebt doch heute schon als Sklave von Big Tech. Und die sind so doof, dass sie es nicht mal merken.
      Gelesen wird, was Google und Facebook einem auf den Bildschirm setzen, gekauft, was Amazon, Check 24 etc. vorschlagen und….. 1 x im Jahr stellt man sich freiwillig in eine lange Schlange, um ein Handy im Herstellungswert von 85 Dollar (Schrott von Foxconn aus China) für 1.000 Euro kaufen zu „dürfen“.
      Weil man ja zur Gemeinde der Apfelgläubigen dazugehören will/muss.

      Die Masse rennt jetzt ins Verderben.
      Und sie wird bei der nächsten Gelegenheit wieder ins Verderben rennen.
      Die ganze Menschheitsgeschichte ist voll davon.

      Das ist mein optimistisches Szenario.

      Die Sonne scheint und gleich gibt es vor dem Mittagessen eine Prosecco.
      Das muss sein.

      • Lieber @Meister Eder,

        lassen Sie es mal gut sein.

        Ich schreibe hier schon – gefühlt – seit der Menschwerdung des Affen. Und konnte wirklich wertvolle Einblicke gewinnen – was gar nicht mal ironisch gemeint ist. Komme schließlich aus dem Völkerrecht, äh, nein, das war ja Annalena, ich komme aus der Genderwissenschaft [© by Translator].

        Kurz und gut – vertrauen Sie mir einfach.

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  7. Als hätte Russland das nötig und wäre darauf angewiesen. Ist das das sogenanntes „Blutgold“? Was für ganz, ganz Schlaue. Das ist so, wie etwa „Deutschland ist Exportweltmeister“. Man schaue sich bei aller Sanktionerei mal die Staatsverschuldung Amerika, Deutschlands und dann im Gegensatz dazu Russland an. So wird Europa und die westliche Welt enteignet. China und Russland bringen den Goldstandard retour und keiner soll´s merken. Die Agenda zum Weltkommunismus läuft.

    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/liste-bestaetigt-reaktion-auf-sanktionen-russland-zahlt-an-unfreundliche-staaten-nur-noch-in-rubel-11112475

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