Samstag,10.April 2021
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Schweiz lieferte im Juli 85 t Gold nach Fernost

Gold, China, Schweiz
Nach China sind seit Januar schon 292 Tonnen Gold aus der Schweiz angekommen (Foto: Malp – Fotolia.com)

Die Verschiebung von physischem Gold von „West“ nach „Ost“ geht munter weiter. China hat seit Januar bereits 292 Tonnen Gold aus der Schweiz erhalten, 100 Tonnen mehr als vor einem Jahr. Aus UK sind im gleichen Zeitraum 201 Tonnen Gold abgewandert.

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat die Außenhandelsdaten für den Monat Juli veröffentlicht. Daraus geht auch hervor, wieviel Gold die Schweiz ins Ausland lieferte. Die gesamten Goldexporte der Schweiz beliefen sich demnach auf 114,63 Tonnen im Wert von 4.593,80 Millionen CHF (4.042,54 Mio. EUR). Gegenüber Vormonat wurde 5 Prozent weniger Gold exportiert. Im Vergleich zum Juli 2017 stiegen die Goldexporte um 1,4 Prozent.

Größter Abnehmer war zuletzt Indien mit gerundeten 25 Tonnen, gefolgt von China (19 t), Hongkong (14 t) und Thailand (10 t). Die Goldlieferungen nach Fernost summierten sich insgesamt auf 85 Tonnen, rechnet man Singapur (8,7 t) und Malaysia (4,2 t) sowie Kambodscha und Taiwan noch hinzu (Details in der Tabelle).

Die Lieferung nach China ging gegenüber den Vormonaten aber deutlich zurück. Es war der niedrigste Wert seit September 2017. Allerdings hat das Land seit Januar bereits 292 Tonnen Gold aus der Schweiz erhalten und damit genau 100 Tonnen mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

Die Goldimporte der Schweiz werden für Juli mit 166,96 Tonnen im Wert von 5.010,53 Millionen CHF angegeben. Das waren 16,5 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich, aber 7,3 Prozent mehr als im Vormonat.

Aus Großbritannien kamen 66,67 Tonnen Gold. Das waren 40 Prozent mehr als im Vormonat, aber 13,5 Prozent weniger als im Juli 2017. Aus den USA kamen 17,2 Tonnen Gold und damit ebenfalls mehr als in den Vergleichsperioden. Aus Argentinien importierte die Schweiz rund 28 Tonnen Gold, allerdings in einer nur geringen Feinheit.

Bilanz: Die Verschiebung von physischem Gold von „West“ nach „Ost“ geht munter weiter. Während Asien einen massiven Zufluss erfährt, sind aus Großbritannien seit Januar 201 Tonnen Gold abgewandert. Hintergrund: In London sind die zuletzt deutlich rückläufigen Bestände einiger großer Gold-ETFs gelagert, darunter jene des SPDR Gold Trust. Seit Januar ist alleine dessen Inventar um 50 Tonnen auf zuletzt 786 Tonnen geschrumpft.

Hintergrund: In Schweizer Raffinerien wird gut zwei Drittel des weltweit nachgefragten Goldes aufbereitet. Bei dem in der Handelsstatistik genannten Gold handelte es sich definitionsgemäß um „Gold, einschl. platiniertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“.

Goldreporter

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