Sonntag,24.Oktober 2021
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Silber kaufen als Geldanlage: Warum eigentlich?

In Sachen Geldanlage hat Silber gegenüber Gold zahlreiche Nachteile. Dennoch setzen viele Anleger auf das weiße Edelmetall. Wann ist das überhaupt sinnvoll?

Silber, Silbermünzen, Silber kaufen, Geldanlage (Foto: Goldreporter)

Von Jürgen Fröhlich

Silber kaufen als Geldanlage

Silber ist ein edles Metall. Es handelt sich um einen realen Vermögenswert, selten und auch industriell stark nachfragt. Aber für Anleger besitzt der begehrte Rohstoff gegenüber Gold zunächst einmal viele Nachteile.

Das Metall ist teurer

Beim Kauf von Barren und Münzen fallen Steuern an. Das resultiert in einem vergleichsweise höheren Aufgeld und in höheren Spreads. Denn während man bei einer Krügerrand-Goldmünze in der Regel 4 bis 5 Prozent Aufschlag auf den Goldpreis zahlt, sind es bei differenzbesteuerten Silbermünzen rund 25 Prozent „Premium“. Alle anderen Silbersorten unterliegen in der Regel dem vollen Mehrwertsteuersatz. Und will man das Edelmetall wieder gewinnbringend veräußern, dann muss der Silberpreis nach dem Kauf derzeit rund 17 Prozent steigen.

Bei Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze beträgt der „Spread“ gerade einmal 4 Prozent. Denn als Privatperson bekommt man die für das Silber gezahlte Steuer beim Wiederverkauf natürlich nicht zurück. Beim Erwerb von Anlagegold fällt hingegen grundsätzlich keine Mehrwertsteuer an (Stand: September 2021).

…. und weniger mobil

Und weiter geht’s: Bei gleichem Anlagewert und einer angenommenen Gold-Silber-Ratio von 70 benötigt man bei der physischen Silber-Anlage rund 30-mal mehr Lagerraum als im Falle einer Gold-Anlage. Vielleicht noch gewichtiger: Das Silber ist 63-mal mehr schwerer als der gleiche Betrag in Gold.

Silber ist „hässlicher“

Auch optisch hat Silber nur Nachteile. Die Schönheit des Goldes in unvergleichlich und auch bei langer Lagerung nicht zu trüben, während das weiße Metall mit der Zeit anläuft und gereinigt werden muss. Das kann sich beim Wiederverkauf sogar wertmindernd auswirken.

Wer genügend Lagerplatz besitzt und nicht glaubt, das Edelmetall jemals über weite Strecken transportieren zu müssen oder Silber schlichtweg in einem Zollfreilager (z. B. als Geldanlage im Ausland) erwirbt oder verwahrt, mag über alle diese Nachteile hinwegsehen.

Silberpreis ist volatiler

Aber auch dessen Kursentwicklung hinkt dem Goldpreis praktisch seit Jahren hinterher. Ein Blick auf die Gold-Silber-Ratio, als Maß für die Unterbewertung von Silber gegenüber Gold, gibt hier Aufschluss. Natürlich existieren immer wieder Phasen, in denen der Silberkurs gegenüber Gold aufholt. Aber in Bärenmärkten geht es für den Silberpreis regelmäßig auch überproportional bergab. Die Schwankungsintensität (Volatilität) ist also generell größer.

Gold, Silber, Gold-Silber-Ratio
Gold-Silber-Ratio (Goldpreis geteilt durch Silberpreis), 10 Jahre: Ist der Wert hoch, so gilt Silber gegenüber Gold als besonders stark unterbewertet. Im „Handbuch Silber-Investment“ erörtern wir auch, wie sich das Verhältnis bei einer realistischen Marktbewertung entwickeln könnte.

Also, wofür braucht man das eigentlich?

Im Vordergrund steht zunächst einmal der spekulative Aspekt der Geldanlage. Man kauft einen realen Sachwert mit erhöhter Kursphantasie. Das heißt, man kann darauf wetten, dass sich die notorische Unterbewertung irgendwann einmal auflöst und sich entsprechende Preisaufschläge materialisieren.

Argumente für das weiße Metall

Weiteres Argument: Gerade, weil die Wertdichte von Silber geringer ist als die von Gold, zieht das Argument des besseren Krisengeldes. Man kann das silberne Edelmetall, gemessen an der Kaufkraft, kleiner gestückelt erwerben und es in der Not womöglich besser gegen Waren des täglichen Bedarfs tauschen.

Und dann wären wir bei dem letzten großen Argument vieler Silberfreunde. Diese setzen darauf, dass Silbermünzen oder Silberbarren niemals einem staatlichen Handels- oder Besitzverbot unterliegen werden. Eben, weil es weniger „geldnah“ ist (Zentralbanken halten kein Silber) und das Metall für die Industrie ein wichtiger Rohstoff ist.

Silber kaufen: Ja, aber nicht übertreiben

Wie ist meine persönliche Einschätzung dazu? Ja, Silber kaufen, aber nicht übertreiben. Denn immer wieder zeigt sich, dass Silber eigentlich das schwächere Krisenmetall ist. Sprich: der Goldpreis reagiert unmittelbarer (steigend) auf Verwerfungen an den Finanzmärkten. Dagegen kann Silber in der Regel stärker punkten, wenn der inflationäre Aspekt überwiegt. Also etwa dann, wenn Rohstoffe generell boomen.

Silber als Geldanlage

Der Silberkauf als Geldanlage ist in jedem Fall eine gute Alternative, wenn Gold weniger verfügbar ist. Der Rat, Silber im Edelmetall-Portfolio beizumischen, kann also nie falsch sein. Abgesehen davon überwiegen aber die teilweise großen Nachteile, insbesondere jene der höheren Anschaffungs- und Lagerkosten sowie das der geringeren Mobilität.

Alles andere ist Spekulation. Sprich: Schön, wenn man mit seinen Annahmen richtig liegt, aber eine solche Entwicklung ist alles andere als sicher, und ganz nebenbei auch nicht wirklich wünschenswert.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, dem empfehle ich den Goldreporter-Ratgeber „Handbuch Silberinvestment“.

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26 KOMMENTARE

  1. man kann auch auf Papier bzw. bedruckte Baumwolle setzen…. ob das besser ist darf stark bezweifelt werden. Es spricht nichts gegen eine gesunde Depot-Beimischung von 10-20 % in Form von physischem Silber,

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  3. Silber diente immer so als Bezahlgeld. Heute würde man sagen, Klimpergeld. Falls man mal hier auf Zypern macht.
    Eine Silbermünze wird beim Bäcker, Handwerker eher genommen.
    Früher sagte mal:
    Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Edelleute, Tausch das Geld der Bauern und Schulden das Geld der Sklaven.
    Wer sich verschuldet, ist nicht mehr frei, sondern ein Sklave.

    • @Maruti
      Sehr schön und vollständig beschrieben.

      Ich möchte aber noch darauf hinweisen, dass Papier und Baumwolle interessant sind, aber nur wenn man den nötigen Lagerplatz hat und nicht überteuert von der Zentralbank kauft. Die Tonne für 20€ kaufen und für 60€ verkaufen ist schon OK.

      • @RolandB
        Wir haben mal gehört, dass eine Europalette voller 100 Euroscheine gar nix bringt, sondern sogar Entsorgungskosten anfallen wegen der ganzen Beschichtungen etc.
        Also doch EM……..

  4. 2004 hat mir mein Metallhändler in Schweden
    eine Riesenmenge Silber zu 5 Dollar die Unze
    angeboten, völlig mehrwertsteuerfrei. Habe
    abgelehnt und nur 10 kg Silbermünzen gekauft.
    Hatte Angst vor dem Zoll und dass mein Auto
    zusammenbricht.
    Somit kann ich b a l d beim Bauern um die
    Ecke meine Silberfuechse zu 4,5,7,22 Gramm
    pro Stück gegen Kartoffeln, Eier und Milch
    eintauschen.
    Obwohl ich sehr bullish für Silber bin, beträgt
    mein AG Anteil nur 6 %.
    Die Wertanlage Nr.1 ist und bleibt
    G O L D !

    • @Donaustreuner
      Hast Du richtig gemacht. Der deutsche Zoll hätte Deinem Händler und Dir „Unter-Fakturierung“ unterstellt, um beim Import den Fiskus um Einfuhr-Abgaben zu prellen. Im Ergebnis hätten sie Dein Silber konfisziert (wie Schmuggel-Zigaretten), und Du hättest noch den Staatsanwalt am Halse. Mit Straf-Verfahren, Verurteilung, etc. Hier in Preußen hatten die Menschen noch niemals Rechte. Und hier hast Du vor Gehorsam gefälligst die Arschbacken zusammenzukneifen, daß eine Münze dazwischen die Prägung verliert.

  5. Auf dem Foto ist der Wiener Philharmoniker.
    Nikolaus Jilch, ein bekannter Wirtschaftsjournalist hat einmal geschrieben:
    Er fragte eine Sprecherin der Münze Österreich, warum der Silber Phil. keinen
    geriffelten Rand habe.
    Keine Antwort darauf, arrogante Staatsdiener.
    Den Gold Phil. schätze ich, wie auch der Goldreporter ihn beschreibt.
    Groß – dünn – schwer fälschbar.
    Der Silber Phil. schaut billig aus, wird aber im Endeffekt “wurscht“ sein.
    Eine Unze bleibt eine Unze.

  6. silber eignet sich für den durchschnittsanleger in keiner weise… mwst, platzbedarf usw…

    aber ich habe vor einiger zeit etliche silbermünzen in unzengrösse gekauft, und verwende diese für kleingeschenke, wenn man nicht unbedingt bargeld oder blumen schenken will…
    manchmal hatte ich allerdings den eindruck, daß es der beschenkte vorgezogen hätte, eine flasche wein statt einem silberphili zu kriegen…

  7. @Kafri
    Kann durchaus berechtigt sein. Wenn ein staatliches Verbot kommt, Edelmetalle zu besitzen.
    https://www.youtube.com/watch?v=uMtOIdvCxbQ
    Ansonsten halte ich mich aber an Prof. Bocker. Friede seiner Seele. Die bekannten Silbergruben sind bald erschöpft. Und 80% der Silber-Förderung werden von der Industrie aufgesogen und für immer verbraucht – es findet kein Recycling statt bei den Produkten, in denen das Silber verbaut wird. Ist auch bei den E-Autos so. Die Mio. Teslas & Co. kann und will keiner verwerten; das Lithium, Kobalt und Silber in ihnen ist verloren. Die Zeit wird kommen, da man uns das Ag aus den Händen reißt. Es sei denn, wir beenden den Konsum-Fetischismus und führen eine sozialistische Kontingent- und Planwirtschaft ein, damit die Rohstoffe auch für künftige Generationen ausreichen, denn noch sind wir nicht soweit, Asteroiden mit dem Lasso einzufangen und Bergbau auf dem Mars zu betreiben. Was wird sein, wenn die Erzeuger-Länder von Öl, Gas, Silber, Gold, Lithium, Kobalt, seltenen Erden & Co. verkünden, sie geben nichts mehr ab gegen FIAT-Geld? Daß wir uns Dollars, Euros, Pfund & Yen in eine Ritze des Körpers klemmen dürfen? Ich befürchte, dieser Zustand ist bald erreicht.
    https://www.youtube.com/watch?v=jUyn42v0RcA

  8. Ich mag die 10 Unzen und Kiloscheiben der Australier. Mein Ratio im persönlichen Besitz lautet 1-20. Für die Kinder im familiären Umfeld verschenke ich gerne Silber. Die Lunar- Reihen waren in Silber fast ALLE schöner als die Goldigen. Schaut Euch mal den OchsenIII und den TigerIII an! Eine Vergewaltigung des Augapfels !

  9. @Maruti und Kafri
    Das ist traurig. Silber ist keineswegs
    K l i m p e r g e l d.
    1980 konnte man für 50 kg Silber ein sehr
    schönes Einfamilienhaus in USA kaufen.
    Im Mittelalter war der Wert am Höchsten,
    vermutlich mehrere 100 Dollar die Unze.
    Gold hatten nur Könige.
    Das Volk quälte sich mit Silberblechpfennigen
    ab.
    Geschichte wiederholt sich. Nur immer etwas
    anders.

  10. @Translator
    Das mit dem preussischen Gehorsam kenne
    ich von meinem Vater, er war aus Posen und
    duldete keine Widerrede. EinDespot.
    Kann man zum Teil auch verstehen: die Krim
    erobert, Hof und alles Land verloren.
    Aber einen Silberring mit Goldplatte gerettet,
    Original von der Krim.
    Das ist Militaria und hat für mich einen hohen
    ideellen Wert. Natürlich unverkäuflich.

  11. Selten so einen Schmarn gelesen. Silber ist eine Topanlage. Beispiel Ende 2018 100derte Unzen Lunar Schwein 2019 gekauft. Bsp. mehrere 5 OZ und 10 OZ Stücke. Kaufpreis 5 OZ für 93 Euro verkauft auf Ebay für 159+ 10 OZ Kaufpreis unter 200 Euro auf Ebay verkauft mit über 50% Gewinn. Die 1 OZ besitze ich immer noch sicher verwahrt u. a. Schließfach Ebay Wert derzeit geschätzt 30 Euro EK 19 – 20 Euro. Und übrigens die MWST spielt keine Rolle wenn man an privat verkauft. Wer ist schon so dumm und verkauft beim Händler zum Niedrigpreis? Es kommt darauf an welche Münzen das man kauft. Lunar China Panda etc. verkaufen sich immer gut. Meine Prognose Lunar III wird es einige Münzen geben die in ein paar Jahren heiß begehrt sind. Warum? Weil viel sich scheuen zu 27 -30 Euro derzeit zu kaufen und somit die Verfügbarkeit in DE geringer sein wird. Meine Meinung. Und ich werde weiter jedes Jahr mir einige Unzen Lunar kaufen….

    • Dann haben Sie den „Schmarn“ nicht richtig gelesen. Ich wünsche Ihnen in jedem Fall viel Freude mit ihrem Silber. Ja, das ist ernst gemeint.

    • Um das vielleicht noch einmal näher auszuführen: Natürlich kann man Silber über eBay verkaufen. Wir haben das in diesem Artikel auch beschrieben: Gold verkaufen: So machen Sie es richtig! Bei kleineren Silbermengen mag das auch kein Problem darstellen. Aber wie sieht es aus, wenn Silber für 10.000 Euro oder in noch deutlich größerem Wert verkauft werden soll. Wir reden dann von 15 Kilo Gewicht aufwärts. Es fallen Versandkosten an (versicherter Werttransport). Alternativ übergebe ich das Metall direkt. Aber wie? Vor meiner Haustür? Irgendwo auf einem Parkplatz? Die eBay-Gebühren können beträchtlich sein: 10 % des Verkaufspreises, wenn ich mich nicht irre. Bei 199 Euro pro Artikel wird zwar gedeckelt. Die Frage ist, wie viele Tranchen man anbieten muss. Gebühren für Treuhandservice (auf den kein Käufer verzichten wird) kommt hinzu. Außerdem gibt es das Geldwäschegesetz und das Finanzamt kann jederzeit bei eBay verdeckt mitbieten. Das kann Ärger geben. Silber extern zu lagern, ist übrigens sehr sehr teuer. Auch hier gilt: kleiner Mengen (Sammlerstück) sind nicht das Problem. Wie soll man 50 Kilo Silber in ein (erschwingliches, oder überhaupt verfügbares) Schließfach bekommen? Es sind also in Sachen Wiederverkauf bei Silber einige Hürden zu überwinden. Aber klar, Silber kann ein Top-Investment sein. Das bestreitet niemand.

      • Lieber GR, ich werde mein Silber nicht verkaufen. Ich werde es eintauschen gegen was zu essen. Mein Bauchgefühl sagt mir, die richtigen Sauereien, die man mit uns vorhat , werden erst nach dem Wahlsonntag scheibchenweise auf uns losgelassen. Italien ist pleite, der Euro ist tot, die Guthaben sind alle futsch, USA ist bankrott, Dollar ist tot. Goldverbot, Bargeld-Verbot, etc. pp. Muß morgen den Leiter Wahlvorstand in meinem Heimatdorf machen. Wünscht mir alles Gute, ich hab einen Mords-Bammel vor dem Tag. Hab grad die Katze in den Schlaf gestreichelt. Vorgestern wurde der kleine Kater der Nachbars-Tochter totgefahren. Mieze Tina sucht ihn ständig noch im Garten. Hab das kleine Mädel mit einer Kiste frischen Saft von der Mosterei getröstet, den sie am liebsten trinkt. Habe auch ihren Kater begraben und ein schönes Grab gemacht. Hab den Keller voll mit hunderten Flaschen Wein, Rum und Whisky, dazu 51 Flaschen haltbarem Saft und 62 Fünf-Liter-Gebinden Saft, der sich 3 Jahre lang hält. Apfel-Orange-Maracuja trinkt sie am liebsten, die kleine Nachbarin, hab davon noch 18 Flaschen da, und die soll sie sukzessive bekommen. Apfel-Kirsch bekommt der Vater meines fleißigen Handwerkers, er trinkt den so gern, der andere Flaschen-Saft geht zu den Diakonissen als Geschenk. Die sollen für mich beten, damit Gott mir so boshafte Lieder verzeiht wie dieses hier:
        What a Friend We Have in Silver
        https://www.youtube.com/watch?v=ZdBVBLxEDJ0

        What a friend we have in silver, good-bye to the bull and bear!
        What a privilege to hoard it, precious gold is also there!
        All certificates we forfeit, and abandon every share.
        All because we need not worry, paper stuff to bits we tear!
        Speculation and temptation? Is there interest anywhere?
        We should never be discouraged, take it to the hoard in prayer.
        Can we find a friend so faithful, there’s a price hike in the air.
        Cash is now our only weakness; sell some gold, and it is there.

        Are we weak and heavy-laden, stacking cash we cannot dare.
        Precious silver, still our refuge. Take it to the hoard in prayer.

        Did some dummies just forsake it? Take it to the hoard in prayer!
        Hide it from the world, and shield it, once your kids will find it there.

  12. @Goldreporter

    Alles richtig beschrieben, habe selbst ca. 1 500 Unzen, die meisten davon als Anlagemünzen.
    Ein paar 5 kg Barren, ca. 200 Sammlermünzen, mit 15 – 20 Euro gekauft.
    Einzelne kann man sicher gut auf irgendwelchen Plattformen verkaufen, die Menge auf einmal
    ist schwierig.
    Als langfristiger Anleger, würde ich heute nur mehr Großbarren empfehlen.
    Lagerung ist nicht so einfach.

  13. Natürlich kann man Silber auch als Wertanlage benutzen.
    Im Tonnenbereich. Das geht aber auch mit Palladium, Platin, Iridium, Osmium, ja sogar Kupfer, aber auch Briefmarken oder Uhren.
    Nur damit direkt bezahlen ginge nur mit Silber oder Gold.
    Es ist eben ein Unterschied zwischen einem Schatzmittel und einem Bezahlmittel.
    Mit Klimpergeld meinte ich, damit direkt bezahlen.
    Kleine Anschaffungen, Dienstleistungen ect.
    Dafür wäre Gold weniger geeignet.
    Dieses ist ein Schatz und Werterhalt Mittel, mit diesem bezahlt man keine Reinigungs Frau oder Näherin.
    Klimpergeld, das meinte ich keineswegs abwertend.
    So eine Münze hat doch einen Wert wie 1 zwanzig Euroschein in etwa. Damit könnte man den Friseur bezahlen, oder etwas Essen für 4 an der Pommesbude.
    Wie gesagt, mit Gold wäre es umständlich.

  14. Lieber maruti.
    Alles richtig bis auf die Briefmarken, 99 ,99% davon sind mehr oder weniger wertlos.
    Höchstens man hat die blaue oder rote Mauritius.
    Ähnlich abgestürzt ist Porzellan, oder Sie haben ein Stück aus der Ming Dynastie.
    Dann Gratulation.
    Perserteppiche haben auch schon viel bessere Zeiten gesehen.

    https://www.google.com/search?q=blaue+mauritius+preis&rlz=1C1GCEA_enAT942AT942&oq=blaue+m&aqs=chrome.1.69i57j0i20i263i512j0i512j46i175i199i512j0i512j46i512j0i512l4.8279j0j15&sourceid=chrome&ie=UTF-8

    • @ Bauernbua
      Ja, die nachfolgende Generation hat offenbar andere Prioritäten.
      Wir haben vor ca. einem Jahr hier aus einer gehobenen Haushaltsauflösung zwei hochwertige Perser (Nain und Esfahan) für zusammen 500 Euro gekauft.
      Den Erben war das Design zu altmodisch.
      Bestens erhalten, vor 30 Jahren bei einem Tophändler in München für 32.000 DM gekauft.
      Der Esfahan hat über 900.000 Knoten je qm, das waren mal 5 Jahre Arbeit eines Knüpfers.
      Der Irrsinn, dass sowas kein Interesse mehr findet.

      Hauptsache man hat das neueste i Phone, das dann nach 6 Monaten auch schon veraltet ist.

      Fazit: Geldanlage nur in EM.
      Bei den ganzen anderen Super Tipps wie Kunst und Oltimern muss man in der Krise erst mal einen Käufer finden.
      Dürfte schwer werden, das funktioniert nur in Schönwetterzeiten.

  15. Zitat: „… will man das Edelmetall wieder gewinnbringend veräußern, dann muss der Silberpreis nach dem Kauf derzeit rund 17 Prozent steigen.“

    Das ist so nicht richtig! Der Spread zwischen An- und Verkauf liegt z. B. bei Heubach Edelmetalle bei der Münze „Maple Leaf“ derzeit nur bei rund 6,5 % und bei den gebrauchten (MIX) sogar nur bei 5,6 %. Selbst wenn man seine Silbermünzen also beim Online-Händler wieder gewinnbringend verkaufen möchte, müsste der Silberpreis somit nicht um ganze 17 % steigen.

    • Das ist richtig, aber quasi bundesweit eine echte Ausnahme. Vermutlich gibt sogar einzelne Händler, die (ggf. auch zeitweise) ebenfalls etwas bessere Ankaufspreise bieten. Aber der von uns berechnete Schnitt lag zuletzt tatsächlich bei ebendiesen 17 Prozent.

      • @GR
        Unser @anaconda verglich seinerzeit EM mit Fallschirm und Rettungsring. (Er hatte ein Boot und eine Cessna.) Man soll beten, sie nie benutzen zu müssen. Sie sind kein unnützer Ballast. Wenn man sie benötigt, dann ist die Welt kaputt, und ich werde einen Teufel tun, mein EM gegen inflationierendes Geld zu verkaufen. Kartoffeln, Speckseite & Co. werden angesagt sein. Die letzten Tage war hier starker Wind, der hat alle Birnen und Äpfel von den Bäumen geweht in der Umgebung. Also die letzte Gelegenheit in diesem Jahr, noch Fallobst zu sammeln und bei der Mosterei gegen Säfte zu tauschen. Hab 3 zerrissene Maschensäcke, daher unlängst neue gekauft. Für Kleinobst (Kirschen, Mirabellen) eignen sich die Pappstiegen aus dem ALDI, in denen 18 oder 24 Bierbüchsen standen. Von „Oderbruchgemüse“ in Manschnow habe ich ca. 40 stabile Erste-Sahne-Pappkartons. Jede Menge Werkzeuge (Äxte, Spaten) und Gartengeräte im Schuppen. Vor paar Wochen ging ich am Sozialamt Frankfurt (Oder) an der Schlange der Anstehenden vorbei. Ob die wohl was wissen von Target2 und „abgeschlossener“ Repatriierung des Bundesbank-Goldes? Geriet gestern in eine Wahlkampf-Demo der Grünen. Viele Kinder dabei. Ob von den Hüpfern wohl jemand weiß, was der Kinder-Kreuzzug war, und wer die Roten Garden Maos waren? Wofür die Kultur-Revolution steht? Ähnlichkeiten zwischen Energiewende und „Großem Sprung nach vorn“ sehen natürlich nur Aluhut-Träger und Verschwörungs-Heinis mit Hang zum Reichsbürgertum wie ich. Damals sind 45 Mio. Chinesen verhungert. Und Typen wie Kretschmann, Trittin u.v.a. entblödeten sich nicht, mit Mao-Bibel durch die Straßen Deutschlands zu laufen und zu kreischen. Meine 2013 verstorbene Mutter sagte stets, auf so viele Dussel kann der liebe Gott gar nicht aufpassen. Er will, daß wir uns selber helfen.

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  17. @Wolfgang
    weil Sie gerade Kinder und diese Wahlveranstaltung ansprechen. Gebürtig bin ich aus einer Gegend, welche unweit von Hameln liegt. Ob Greta sich auch dieses Gewand mal anziehen würde?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rattenf%C3%A4nger_Stadtf%C3%BChrung_Hameln.jpg

    Ja die kommenden Jahre werden „interessant“ werden. Hindert man nun schon Unternehmer sich in Ausland abzusetzen, Nachweise beim Verkauf von Edelmetallen vorzulegen etc. Mit meinen Kindern werde ich auch noch Äpfel sammeln gehen. Nur Mosten werden wir heuer nichts. Aber es ist mit Sicherheit nicht verkehrt, den Vorratskeller zu füllen. Die Berichte über Knappheit nehmen zu, Lieferkettenengpässe, Gaspreise explodieren förmlich. Wird hier im Hintergrund schon ein Wirtschaftskrieg geführt?

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