Mittwoch,01.Februar 2023
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Silber und Gold kaufen: Das sind die aktuellen Marktpreise!

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Silber und Gold kaufen: Das Aufgeld ist auf das Vorweihnachtsniveau gesunken. Bei Silbermünzen lohnt es sich weiterhin, die Preise genau zu vergleichen (Foto: Goldreporter)

Jetzt Gold kaufen? Nach den Feiertagen ist das Aufgeld für Gold- und Silberanlageprodukte im deutschen Edelmetall-Handel zurückgekommen.

Gold kaufen

Auch wenn der Goldpreis zum Jahresauftakt deutlich gestiegen ist, wer jetzt Gold kaufen möchte trifft im Handel auf eine normalisierte Angebotslage. Am heutigen Freitagvormittag um 11 Uhr kosteten Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze durchschnittlich 1.831 Euro pro Unze. Basis ist unsere wöchentliche Preiserhebung unter fünf deutschen Edelmetall-Händlern. Zum gleichen Zeitpunkt notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.745,95 Euro pro Unze. Damit errechnete sich für Krügerrand-Unzen ein Aufgeld von 4,90 Prozent. Dagegen waren es in der Vorwoche noch 5,11 Prozent.

Aufgeld gesunken

Die gleiche Entwicklung sehen wir bei Goldbarren der Größe von 100 Gramm. Wer in dieser Form Gold kaufen wollte, musste im Mittel zuletzt 5.755 Euro pro Stück zahlen. Somit lag der Preis 2,51 Prozent oberhalb des reinen Goldwertes. In der Vorwoche waren es 2,76 Prozent. Diese Entwicklung deutet zumindest daraufhin, dass es sich die Lage bei Angebot und Nachfrage im neuen Jahr entspannt hat. Allerdings befinden sich Preisen befinden weiterhin auf einem erhöhten Krisenniveau. Zum Vergleich: Lange Jahre waren Krügerrand-Goldmünzen mit einem durchschnittlichen Aufgeld von weniger 3 Prozent zu haben. Bei 100-Gramm-Goldbarren waren es in der Regel weniger als 2 Prozent.

Silber kaufen

Die Preisentwicklung im Bereich der Silberanlageprodukte ist von der neuen steuerlichen Behandlung von Silbermünzen geprägt. Seit dem 1. Januar 2023 unterliegen alle Silberanlageprodukte in Deutschland dem vollen Mehrwertsteuersatz. Allerdings war diese Änderung schon im Dezember weitgehend eingepreist, da vor dem Jahreswechsel nur noch Restbestände differenzbesteuert angeboten wurden. Allerdings gibt es weiterhin Ausnahmen, nämlich bei angekaufter und zum Wiederverkauf angebotener Ware.

So erklärte Tim Schieferstein, Geschäftsführer der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de) am Freitag gegenüber Goldreporter: „Wir verkaufen von Privatpersonen angekaufte Ware differenzbesteuert weiter. Dies ist eine Win-Win-Win-Situation für alle drei Parteien: Wir können dem Verkäufer hohe Ankaufspreise bieten, da der differenzbesteuerte Weiterverkauf lukrativer ist als der von Neuware. Dem Käufer können wir gleichzeitig einen Preisnachlass gegenüber regelbesteuerter Neuware geben“. Andere Anbieter verfahren genauso, zum Beispiel ESG Edelmetall Service – wie uns Geschäftsführer Dominik Lochmann bestätigte.

Silbermünzen

So kosteten Silbermünzen der Sorte Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs im Rahmen unserer Erhebung durchschnittlich 31,37 Euro pro Unze. Der Silberpreis notierte zum gleichen Zeitpunkt mit 22,26 Euro pro Unze. Damit ergab sich ein Aufgeld von 40,91 Prozent, was nur geringfügig über dem Wert vom 30. Dezember 2022 lag. Dagegen ist der Spread noch einmal zurückgekommen, sprich: die prozentuale Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufpreis im Handel. Denn der belief sich auf 27,63 Prozent, nach 28,73 Prozent in der Vorwoche. Einige Händler haben das Niveau der Ankaufspreise etwas heraufgesetzt – vermutlich aus den oben genannten Gründen. Das heißt auch: Es lohnt sich nach wie vor, die Preise für Silbermünzen genau zu vergleichen – insbesondere dann, wenn man bereit ist, auch Wiederverkaufsware zu erwerben.

Silberbarren

Generell sind Silberbarren ab einem Kilogramm aber weiterhin und nun dauerhaft die günstigere Variante zu Silbermünzen. Denn mit einem Durchschnittspreis von 935,97 Euro pro Kilobarren lagen die Kosten hier „nur“ 30,77 Prozent über dem reinen Goldwert. Damit waren es rund 10 Prozentpunkte weniger als bei den klassischen Silberanlagemünzen.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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8 Kommentare

  1. Um 800, unter Karl dem Großen, hatte Silber eine hohe Kaufkraft.
    So kostete damals ein Huhn nur einen halben Pfennig oder
    0,85 Gramm S I L B E R .
    Heute bekommt man für 1 Gramm Silber maximal 4 gequält erzeugte Eier.
    Allerdings musste damals ein Landarbeiter für
    einen halben Pfennig einen ganzen Tag hart buckeln.
    Heute kostet ein Biohuhn schon Mal
    15 bis 18 €, also
    ca. 17 Gramm Silber.
    Dies wird in 10 Jahren völlig anders sein!

    • @ Donaustreuner Im Mittelalter lag das Gold-Silberratio bei etwa 6 Zu 1,des halb ist damals Sachsen mit seinen reichen Silberaufkommen reich geworden.

    • @Donaustreuner
      Das hat sich aber alles im industriellen Zeitalter geändert.
      Ich kann mich noch erinnern, als ein paar neue Schuhe, welche handgefertigt werden mussten, mangels Massenproduktion mit der Maschine, ein halbes Vermögen kosteten. Ähnliches mit Kleidung.
      Ein Überzieher war wertvoll und verschwand gerne, deshalb hängte den keiner in der Gardarobe einer Gaststätte auf.
      https://m.youtube.com/watch?v=nxc4tmVGtGM

  2. @Materialist
    August der Starke hat Silber in großen Mengen aus dem Erzgebirge in uebelster Sklavenarbeit
    herauskratzen lassen um seiner Mätresse Cosel
    eine Apanage von
    100.000 Silberthaler
    pro Jahr zu gewähren.
    Als sie durch Erpressung seine Gunst verlor und in den Turm verbannt wurde, hatte sie schon
    ca. 830.000 Thaler zusammengerafft.
    1 sächsischer Thaler hatte ca. 28 Gramm Feinsilber und Mätresse war damals eine ehrenwerte Beschäftigung.

    • Unsinn, was hier teilweise geschrieben wird. Die großen Silberfunde, die Sachsen reich machten, begannen im Erzgebirge Ende des 12. Jahrhunderts in Freiberg. In der 2. Hälfte des 15. und in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts folgte eine Blütezeit (Schneeberg, Annaberg, Marienberg und andere….), bevor dann das „amerikanische“ Silber die Preise drückte. Mal mit den Gegebenheiten in Potosi vertraut machen, das war Sklavenarbeit! Ebenso mal mit dem Bergstreittag beschäftigen und mit dem Stellenwert, den der Bergmann und das Montanwesen in Sachsen auch im 18. Jahrhundert hatten. Der Beruf des Bergmanns war immer hart und ist es heute noch. August der Starke war sicher kein Tugendwächter, aber die Zeit des Barock bzw. des Absolutismus hatte ihre eigenen Gesetze und da gab es ganz andere Kaliber auf dem Thron. Ökonomisch war Sachsen in Deutschland damals jedoch Vorreiter und das hatte Gründe. Daher ist der obige Kommentar bedenklich und oberflächlich und der Thematik nicht dienlich.

      • @Ekkehard Koch
        Danke für diesen Kommentar. Geschichtlich stimmte hier einiges nicht. Sie war fast 50 Jahre eine Gefangene ( die Burg Stolpen ist kein Château d’If, aber traurig genug), die
        nach ihrer Begnadigung ihre letzten Jahre freiwillig in der Burg blieb. Das hätte keine
        reiche Frau getan.

  3. @Gussev
    Von der eine Seite sollen die Leute 10 – 15 % in Gold investieren, so sagt man. Auf der anderen Seite sollen die Gold fernbleiben, physisch natürlich. Demnächst kommen die versunkenen spanischen Schiffe rund um der Karibik, voll mit edelsteine und Gold. Dazu die vergrabenen Piraten Schätze, Gold in Überfluss. Also Leute schnell alles Gold verkaufen bevor es nichts mehr wert ist.

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