Donnerstag,25.April 2024
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So entwickelt sich der Goldpreis im September

Der Goldpreis beschloss den August mit einem kleinen Kursgewinn. Dagegen brachte der September Gold-Anlegern in den vergangenen sechs Jahren nur Verluste.

Jüngste Goldpreis-Entwicklung

Am letzten Handelstag im August notierte der Goldpreis auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) mit 1.942,30 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.789,83 Euro. Damit verbuchte das Edelmetall auf Euro-Basis gegenüber Vormonat einen kleinen Kursgewinn von 0,27 Prozent. Nun steht mit dem September ein Monat an, der statistisch gesehen nicht gerade zu den besten Monaten des Jahres gehört.

Gold, Goldbarren, September, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Es geht auf den Herbst zu: Der September ist auf Basis unserer seit 1970 geführten Goldpreis-Statistik nur der sechsbeste Gold-Monat des Jahres – auf Euro-Basis (Bild: Goldreporter).

Gold-Monat September

Denn Euro-Goldanlegern bescherte der September in den vergangenen sechs Jahren stets Verluste. Und in den vergangenen zehn Jahren endete der September sogar neunmal mit roten Vorzeichen. Dagegen zeigt die Bilanz seit 1970 noch ein durchschnittlichen Kursgewinn von 0,63 Prozent. Damit rangiert der September immerhin noch auf Platz sechs der besten Gold-Monate des Jahres.

Dabei ging der Goldpreis 28- von 53-mal seit 1970 mit Verlusten aus dem Monat hervor (Quote: 53 Prozent). Aber im vergangenen Jahr fiel das Minus mit 0,27 Prozent noch relativ milde aus. Vor genau einem Jahr notierte der Goldpreis mit 1.715 Euro pro Unze. Das heißt, innerhalb der vergangenen zwölf Monate verzeichnete Gold auf Euro-Basis einen Kursanstieg von 4,4 Prozent. Damit gewährte das Edelmetall den Besitzern hierzulande nominell zumindest einen partiellen Inflationsausgleich. Denn die offizielle deutsche Inflationsrate hatte im August laut Destatis 6,1 Prozent betragen.

Das Jahr der Eurokrise

Der letzte große Kursgewinn in diesem Monat ereignete sich 2012. Damals erreichte der Euro-Goldpreis im Folgemonat ein Rekordhoch. Es waren die letzten Ausläufer der Euro-Krise, bis der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi in seiner denkwürdigen Ansprache erklärte, man werde alles tun („whatever it takes“), um den Euro zu retten. In der Folge fiel der Goldpreis bis Ende 2013 bis auf rund 860 Euro pro Unze zurück.

Lehman-Pleite

Im September 2008 ereignete sich ein weiterer denkwürdiger Goldmonat. Als damals durchsickerte, dass die US-Investmentbank Lehman Brothers im Zuge der Weltfinanzkrise nicht gerettet werden würde, stieg der Goldpreis an einem einzigen Tag um 100 US-Dollar. Der September endete seinerzeit mit einem Kursgewinn von mehr als 10 Prozent.

Gold, Goldpreis, September
In den vergangenen zehn Jahren ging der Goldpreis im September neunmal mit Verlust aus dem Handel.

Goldpreis-Ausschläge

Größere Kursbewegungen gab es im September immer wieder. Hier die größten Goldpreis-Ausschläge in Euro gerechnet seit 1970:

Die beste September-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1979: +19,52 %
  • 1999: +16,28 %
  • 2005: +11,22 %
  • 2008: +10,17 %
  • 1976: +9,72 %

Die schlechteste September-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1975: -11,45 %
  • 2013: -7,14 %
  • 1993: -7,00 %
  • 1985: -6,78 %
  • 1988: -6,75 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,955 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

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2 Kommentare

  1. Wir sind ja jetzt bereits bei einem kleinen plus, im September. Ich denke das wird auch so bleiben, wobei ich eher an einen goldenen Oktober glaube.
    Sollten die 1800 € halten, kann es bald was werden mit den 2000.
    Schönen Sonntag allen

    • @Oliver
      Ich fürchte, den Ausschlag gibt der Dollar und die US Börse. So wie es aussieht, wird man den Goldpreis nicht lange bei 2.000 Dollar verweilen lassen. Und je nach Eurokurs können das auch 2.000 Euro oder 1700 Euro sein. ( Parität oder 1.18 zum Dollar).
      An 1.18 glaube ich in naher Zukunft nicht, es sei denn, die USA senkt die Zinsen gegen null und legt QE 4 auf, während die EZB die Zinsen belässt oder noch abhebt.
      Die EZB hinkt den USA und der FED immer 1-2 Jahre hinterher.
      So war es beim Senken des Zinssatzes und nun beim Erhöhen desselbigen.

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