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So teuer sind jetzt Silber- und Goldmünzen

Die Preise für Gold und Silber haben in dieser Woche wieder etwas stabilisiert. Und die Aufschläge für Silber- und Goldmünzen sind im Wochenvergleich erneut angestiegen.

Silbermünzen, Goldmünzen, Silberbarren (Foto: Goldreporter).

Silbermünzen sind nach wie vor begehrt. Deren Aufgeld ist mit aktuell 23 Prozent leicht erhöht, aber vergleichsweise moderat. Im vergangenen März waren es fast 100 Prozent (Foto: Goldreporter).

Krügerrand-Goldmünzen

Am Freitagvormittag kosteten Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze auf Basis unserer wöchentlichen Markterhebung durchschnittlich 1.696 Euro. Der Goldpreis notierte zum gleichen Zeitpunkt bei 1.622 Euro. Es ergab sich damit ein Aufgeld von 4,54 Prozent. Das lag etwas über dem Wert der Vorwoche (4,46 %) und weiterhin rund 1 Prozentpunkt über dem Aufgeld was man als Goldanleger in den vergangenen Jahren lange Zeit gewohnt war.

100-Gramm-Goldbarren

Ähnliches gilt für 100-Gramm-Goldbarren, deren Preis wir am Freitag im Mittel bei 5.337 Euro erleben. Das Aufgeld betrug 2,29 Prozent und damit rund 3 Prozent mehr als in der vergangenen Woche. Die Spreads, also die prozentuale Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis im Handel, sind bei den Goldanlageprodukten leicht zurückgekommen (siehe Tabelle).

Goldmünzen, Silbermünzen, Goldbarren, Preise, Aufgeld

Silbermünzen

Eine Unze der kanadischen Silbermünze Maple Leaf kostete in unserer Erhebung durchschnittlich 25,49 Euro. Hier ist das Aufgeld beim aktuellen Silberkurs von 20,62 Euro um 7 Prozent auf 23,62 Prozent angestiegen. Am 18. September war der Aufschlag auf ein Mehrmonatstief von 21,78 Prozent gesunken. Wir erinnern uns: Auf dem letzten Höhepunkt der Corona-Krise stieg das Aufgeld bei den beliebten Silbermünzen auf knapp 100 Prozent an. Das war Ende März. Große Nachfrage und stark begrenzte Warenverfügbarkeit ließen die Aufschläge förmlich explodieren.

Silberbarren

Der Kauf von Silberbarren lohnt sich aus preislichen Gründen kaum. Das Aufgeld liegt trotz der im Juli in Deutschland erfolgten Mehrwertsteuersenkung deutlich über dem der klassischen Silberanlagemünzen. Auch hier machen sich vor allem der hohen Spreads bemerkbar. Aus Investorensicht müsste der Silberpreis um mehr als 24,23 Prozent steigen, damit man den Silberbarren mit Gewinn wieder verkaufen kann. Zum Vergleich: Bei Krügerrand-Goldmünzen müsste der Goldpreis theoretisch nur um mehr als 2,77 Prozent steigen.

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Eingetragen von am 9. Okt. 2020. gespeichert unter Deutschland, Edelmetall, Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Goldpreis, Handel, Krügerrand, News, Silber, Silberbarren. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

26 Kommentare für “So teuer sind jetzt Silber- und Goldmünzen”

  1. Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Der Goldpreis als Spielball des flottierenden Chaos eines POTUS in Disruption. Der Dollarindex tut sein Übriges.

    Heute Nachmittag ab 16:15 Uhr deutscher Zeit wollen die Demokraten im US-Kongress die gesundheitliche Situation des Trumpeltiers untersuchen zu lassen, und damit auch seine Fähigkeit aktuell seine Amtsgeschäfte auszuführen – das verhustete Radiointerview zeigt offenbar Wirkung.

    Natürlich nur ein Wahlkampfmanöver – aber war die Fliege auf dem Kopf von Pence während des Rededuells mit Harris nicht ein Menetekel?

    https://finanzmarktwelt.de/goldpreis-mal-wieder-ueber-1-900-dollar-gestiegen-hoffnung-und-unsicherheit-180657/

    Das alles hat einigen Unterhaltungswert [werde Donald in dieser Hinsicht wirklich vermissen], doch Gold hält man über die lange Strecke, als strategische Absicherung. Was kümmert es die Precious Metals, wenn sich die Sau an ihnen reibt.

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  3. Wolfgang Schneider

    https://goldseek.com/article/central-banks-are-selling-gold-ft-reports-or-want-markets-think-so
    Warum wird man von den Leitmedien, in diesem Fall der Financial Times, bloß so hinter die Fichte geführt? Die Zentralbanken stoßen nicht Gold ab, sie packen in Wahrheit ordentlich drauf, bloß WIR kleinen Würstchen sollen es nicht haben!

  4. Klapperschlange

    Wie ich schon kommentiert hatte, aber nun passend zum Artikel:
    Die US-Mint erhöht mit Wirkung vom 13.10.2020 die Preise für Silber-Eagle auf $67,- US-Dollar.

    https://www.federalregister.gov/documents/2020/10/08/2020-22458/establish-price-increases-for-2020-united-states-mint-silver-numismatic-products

    Aktuell liegt der Preis noch unter 26,-€ pro Unze – das wird sich nächste Woche schnell ändern…

    Aktuell wird der American Silver Eagle noch für $54,- verkauft; das wären dann exakt 25 % Preis-Aufschlag.

    https://catalog.usmint.gov/coins/coin-programs/american-eagle-coins/

    • @Klapperschlange

      Habe der Angelegenheit mal hinterherrecherchiert. Irgendwas kam mir daran s̶̶p̶̶a̶̶n̶̶i̶̶s̶̶c̶̶h̶ amerikanisch vor.

      Die United States Mint muss also notgedrungen die Preise für 15 „numismatische“ Produkte erhöhen. Warum aber der profane Silber Eagle, der seines Zeichens eine kärgliche Existenz als Bullionmünze fristen muss?

      https://www.coinworld.com/news/us-coins/united-states-mint-increases-prices-on-15-silver-products

      Womöglich liegt es daran, dass mit „numismatisch“ hier der Eagle in der aufwendigen Verpackung incl. Zertifikat gemeint ist. Das rechtfertigt schließlich jeden erdenklichen Preis!

      https://catalog.usmint.gov/american-eagle-2020-one-ounce-silver-uncirculated-coin-20EG.html?cgid=american-eagle-coins#start=1

      • Wolfgang Schneider

        @Thanatos
        https://economicprism.com/america-has-an-epic-choice/
        Nicht nur Amerika, wir alle stehen vor einer schicksalhaften Entscheidung.
        Lesenswert auch die Leserzuschriften.

        • @Translator

          In der Tat, das Wirtschafts- und Finanzsystem befindet sich in einem existenziellen Dilemma. Einer Wahl zwischen Szylla – künstliche Stimuli und Geldmengenausweitung bis der Arzt kommt – und Charybdis – Haushaltskonsolidierung, Austerität und Kreditkontraktion bis zum Atemstillstand. Während sich das autochthone Wachstum längst aus dem Staub gemacht hat.*

          Die geld- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen mäandrieren derweil hilflos zwischen diesen Polen hin- und her. Schließlich können die Apologeten der jeweiligen Positionen so manches Argument vorbringen und doch geht es nur um das Erkaufen von Zeit. Nicht ahnend [oder doch?], dass es systemimmanent keinen geordneten Ausweg mehr aus der Krise gibt.

          >The Broken Circle<

          *Das kennt man ja: Da wollen die Männer nur mal kurz Zigaretten holen gehen und schwupps sind sie auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

          • Wolfgang Schneider

            @Thanatos
            1929 hatte Deutschland einen brutalen Sparkanzler namens Brüning. Will sagen, wenn man ein Volk darben läßt, hat das politische Konsequenzen. Das bißchen Demokratie in den USA, was noch da ist, wird dann zwischen Traumtänzern von links und rechten Rednecks zerrieben. Welchen Weg Trump nunmehr einschlagen wird – es kann nur der falsche sein. @Krösus hatte Recht. Da ist kein Fehler im System, das System ist der Fehler. Es hat genauso jede Existenzberechtigung verspielt wie der Stalinismus. Trump wird versuchen zu retten, was nicht mehr zu retten ist, weil er das nicht begreift. Wie weit wird er gehen? Wenn er sich Kriegen verweigert, um das Schuldenproblem zu lösen, wovon ich ausgehe – wie weit werden die gehen, die ihn loswerden wollen? Greta Thunberg unterstützt jetzt offen Sleepy Joe. Dumme Göre, sie soll endlich wieder zur Schule gehen.

            • @WS
              Die Frage ist wo liegt die richtige Zukunft für den Normalbürger? Kleine Einheiten und keine großen Staaten? Globalisierung zurückdrehen? Auf etwas materiellen Wohlstand verzichten, kann auch ein mehr sein.
              Falls es die Eliten zulassen. Wäre nicht schlecht. Glaube aber nicht daran das es so kommt. Leider.

              • Wolfgang Schneider

                @Dieter
                https://deutsch.rt.com/inland/107668-guttenberg-beriet-merkel-beim-einsatz-fuer-wirecard/
                Die kleinen Sterne leben wesentlich länger; die großen verbrauchen ihren Brennstoff (Wasserstoff) zu schnell. Peter Scholl-Latour merkte an, die Dauer der Imperien verkürzt sich immer mehr. Ich glaube auch nicht, daß unsere Regierigen das begreifen, ist es doch geradezu eine Voraussetzung für hohe Posten, ein gieriges, ignorantes Arschloch zu sein. Und was haben wir für eine Wahl? Den grünen Habeck als Kanzler oder den Warburg-Freund Scholz. In der DDR sagten wir, privat geht vor Katastrophe. Also richtet man sich privat ein, in unserem Fall ist es EM.

              • Dieter: Ich sehe es ähnlich. Der Wohlstand mit seinen vielfältigen Verirrungen ist ausgeufert, die Menschen haben den Blick für das Wesentliche verloren. Wenn das System endet, wird versucht werden, das Machtvakuum mit etwas Anderem auszufüllen. Dies ist der kritische Punkt. Extremismus – ob von links oder rechts – wird das Land zurückwerfen. Aus meiner Sicht wird auf einen grünen Sozialismus hingearbeitet. Das wäre das Ende für den Industriestandort Deutschland und für den Sozialstaat. Ich denke nicht gerne darüber nach, was dann hierzulande los sein wird. Ereignisse wie in Berlin (Liebig 34) oder Frankfurt und Stuttgart (“Partyszene“) lassen erahnen, mit was der Schlafmichel konfrontiert werden könnte.
                Man selbst sollte die Zeit nutzen, um sich vorzubereiten.

            • @WS Wobei man angesichts von 400 bis 600 Dollar pro Woche Arbeitslosengeld in den ueberschuldeten Staaten und 80 bis 90% Kurzarbeitergeld ueber 2 Jahre in D nicht unbedingt von darben reden kann.Meiner Meinung ist es mehr billigster Stimmenkauf durch Party auf Pump.Man sucht nur noch einen der die Rechnung zählt,der Donald möchte ja am liebsten die Chinesen zum Zahlmeister machen aber das wird nicht funktionieren .

            • Wolfgang Schneider

              @Dieter
              https://www.youtube.com/watch?v=eCvJR35fGpQ
              Und hier erklärt Ernst Wolf, was in Wahrheit los ist und warum.

            • @Wolfgang Schneider

              Trump wird nicht mehr viele Gelegenheiten haben, Fehler zu machen.
              Der 3. November ist nicht mehr weit.
              Danach wird Biden in der Zwickmühle stecken.

    • Wolfgang Schneider

      @Klapperschlange
      https://www.lewrockwell.com/2020/10/no_author/buy-gold-and-silver-coins-instead-of-lottery-tickets-and-turn-the-tables-on-the-bankers/
      Zitat:“ So, Americans are losing ~$450 billion a year in the purchasing power of their banked money. Mindless bank depositors have nowhere else to park their money outside of buying precious metals. If they knew they are getting fleeced there might be a bank run. Americans put good money into Social Security in their working years and get back devalued money back to live off of in their pension checks decades later.“

    • Das scheint eine Sonderprägung zu sein. Auf der Rückseite ist unten links ein „W“ geprägt, was für die Münzstätte in West Point steht.

      Each coin bears the “W” mint mark reflecting its striking at the West Point Mint and is packaged in a blue presentation box accompanied by a Certificate of Authenticity.

      https://catalog.usmint.gov/american-eagle-2020-one-ounce-silver-uncirculated-coin-20EG.html?cgid=american-eagle-coins#start=1

      Sowas kostet „extra“.

      Abgesehen davon, Preise von 54 $ oder 67 $ werden wir noch erleben.

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