Donnerstag,07.Juli 2022
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So teuer sind jetzt Silber- und Goldmünzen

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Das durchschnittliche Aufgeld für Krügerrand-Goldmünzen betrug am Freitagvormittag 5,3 Prozent. In ruhigen Zeiten waren es regelmäßig weniger als 4 Prozent (Foto: Goldreporter).

In deutschen Edelmetall-Handel sind die Aufschläge beim Kauf von Silber- und Goldmünzen in dieser Woche gesunken. Das Preisniveau bleibt aber erhöht.

Goldpreis-Entwicklung

Am heutigen Freitagvormittag um 11:00 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.845 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.744 Euro. Silber war für 22,02 US-Dollar beziehungsweise 20,81 Euro pro Unze zu haben. Damit hat der Goldkurs auf Euro-Basis gegenüber Vorwoche noch einmal um 0,3 Prozent nachgegeben. Dagegen sehen wir bei Silber einen Kursanstieg um 3,8 Prozent. Wie haben sich die Preise im deutschen Edelmetall-Handel entwickelt?

Goldmünzen und Goldbarren

Zunächst einmal sehen wir bei allen von uns beobachteten Anlageprodukten einen Rückgang des Aufgelds gegenüber Vorwoche. Eine Krügerrand-Goldmünze kostet am Freitag um 11 Uhr durchschnittlich 1.837 Euro. Basis ist unsere wöchentliche Preiserhebung bei fünf deutschen Edelmetall-Händlern. Dabei sank das resultierende Aufgeld im Vorwochenvergleich um 4,5 Prozent auf 5,3 Prozent.

Goldmünzen, Silbermünzen, Aufgeld, Preise, Krügerrand

Bei 100-Gramm-Barren, die im Durchschnitt für 5.762 Euro angeboten wurden, sank der Aufschlag auf den Goldkurs sogar um 9 Prozent auf 2,73 Prozent. Dennoch bleibt das Preisniveau erhöht. Denn in normalen Zeiten waren Krügerrand-Unzen mit einem Aufgeld von weniger als 4 Prozent zu haben. Bei 100-Gramm-Goldbarren waren es in der Regel weniger als 2 Prozent.

Silbermünzen

Auch die Aufschläge für klassische Silber-Anlagemünzen sind zurückgekommen. Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitagvormittag durchschnittlich 28,54 Euro. Damit ergab sich ein (nach wie vor hohes) Aufgeld von 37,16 Prozent (Vorwoche: 38,74 Prozent). Und weiterhin sind einfache 1-Kilo-Gramm-Silberbarren trotz des höheren Steueranteils auf das Gramm gerechnet günstiger als die aktuellen Maple-Leaf-Münzen.

Silber- und Goldmünzen kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber- oder Goldmünzen in Form von Anlageprodukten kaufen will, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Gold- und Silberpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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11 Kommentare

  1. Man sollte auch die Ankaufspreise beachten, da diese ja den Wert des Schatzes darstellen.
    Eine Silbermünze, egal welche, 22 Euro, das Kilo Silber, seit jahren unverändert bei 660 Euro.
    Eine Goldmünze zu einer Unze 1750 Euro.
    Der 100 Gramm Barren 5.600 etwa. Interessant ist, dass man für das Kilo weniger bekommt, etwa 55.000 Euro.
    Beim Einkauf ist der 100 Gramm Barren aufs Kilo hoch gerechnet teurer, dafür bekommt man beim Verkauf aufs Kilo hochgerechnet auch mehr.
    Letztendlich muss man Gold oder Silber schon sehr lange halten, um Gewinne zu machen.
    Ich erinnere, dass ein silbener Maple 2012 etwa 26 Euro kostete. Heute bekommt man, sollte man den verkaufen, höchstens 22 Euro. Aber ohne Milchflecken.
    Nur sind die heutigen 22 Euro inflationsbedingt nur noch
    16 Euro oder so wert. Man hätte also 10 Euro pro Silbermünze verschossen.
    Immerhin, Sicherheit und ein ruhiger Schlaf war niemals billig. Das ist schon einen Asbach Uralt wert.
    https://m.youtube.com/watch?v=RqQwcINwKkU
    ( ich trinke leider keinen Alkohol).

  2. @Maruti
    Goldunzen vor 4 Jahren zu 1050 gekauft, heute gut 1800 wert.
    Macht gut 17 % Rendite / Wertsteigerung pro Jahr.
    Und das bombensicher und steuerfrei.

    Den Eders gefällt das .

    • Vor 3,5 Jahren 1kg Silbermünzchen für 530 EUR erworben. Heute im Ankauf werden im Internet bis zu 915 EUR dafür angeboten. Selbst mit der damals erhobenen Steuer, ist die Inflation mehr als ausgeglichen. Selbst wenn es Abzüge in der B-Note (Milchflecken) geben sollte. Das muss nicht so bleiben, aber ich finde, das kann sich als Zwischenstand sehen lassen. Man kann auch einmal ein gutes Händchen haben. Dafür hat man vorher ein paar mal daneben gegriffen und Erfahrung gesammelt. Solange meine Gesamtbilanz ausgeglichen ist und nicht auf Null fällt, bin ich vorerst zufrieden („vorerst“, weil man nicht weis, ob die Ostländer auf Besuch kommen und auch gerne ihren Teil haben wollen würden…).

      • Sie haben recht. Vor allem sind die 1 kg Münzen wirklich selten geworden. Man findet fast nichts mehr zu vernünftigen Preisen.
        Kein top invest aber kann ja noch werden

  3. @Dummkopf2

    So, und jetzt stellen wir uns mal kurz vor, wir wären so megaschlau gewesen und hätten nach dem Rat von Tenhagen und den lieben Bankern in Aktien investiert.

    Nur ein paar Beispiele:

    Tesla: – 35%, von 1040 auf 668, in 6 Wochen
    AMAZON: -31 % , von 3100 auf 2140 in 6 Wochen

    VW : – 40 % von 310 auf 188 in 6 Monaten

    Für die Freunde der Charttechnik:
    Das sind lauter „Friedhofs-Charts“
    50-Tagelinie durchbricht die 200 Tagelinie im freien Fall von oben.
    Bilderbuchmässiger intakter Abwärtstrend durch alle Haltelinien in Richtung Orcus.
    Jetzt müsste man Short auf diese aufgeblasenen Phantasiewerte sein.

    Im Vergleich dazu sind unsere PLUS 70 % (STEUERFREI UND SICHER )
    gar nicht so übel.
    Oder ?

    Wenn ich jetzt meine böse Stunde hätte, würde ich noch auflisten, wie das Bitcoinchen abschließt.
    Ok, von 66.000 auf 29.000 USD.

    Noch Fragen ?

    • @MeisterEder

      Ja, genauso ist es!

      Ich setzte da jetzt mal noch einen darauf. Wenn man heute Gold kauft, dann spielt der Preis von heute in ein paar Jahren gar keine Rolle mehr.

      Im Prinzip tauscht man ja das Scheingeld Euro richtiges Geld, also Gold. Das Spiel kann man meiner Meinung nach nur gewinnen!

    • @MeisterEder

      Äpfel und Birnen!
      Z.B. bei Tesla. Vor vier Jahren (2018): ca. 70 Dollar
      Heute: 636 Dollar. Also so schlecht ist das immer noch nicht. Klar sie stehen mit dem Goldkauf damals auch nicht schlecht dar, aber Tesla eben besser. Ähnlich ist amazon usw.

      • @GoUn
        Stimmt soweit.
        Bei Amazon waren wir auch drin (hat ein logisches Geschäftsmodell, auch wenn ich es für eine Ausbeuterhölle halte) , bei Tesla aber nicht (war für uns eine über-gehypte Zockerbude ohne Gewinne im Kerngeschäft). Nebenbei: mit echt mies zusammengebastelten Autos und Vollüberwachung.

        Für jeden Anlegertyp gibt es was am Markt.
        Gut so.

        Ich werde nie etwas grundsätzlich gegen Aktien sagen. Wir haben auch ordentlich Geld damit verdient.
        Komplett irre fand ich aber, dass noch in 2021 für Aktien geworben wurde.
        Das ist meine Kritik. Das Timing.
        Man hätte den Leuten ehrlich sagen müssen: so , schön wars, die Party ist jetzt aber over. Bringt Eure Schäfchen ins Trockene.
        Klar, macht man nicht, man braucht die Kleinanleger ja als Kanonenfutter.

        Der Trick besteht immer darin (nur meine private Meinung), die Äpfel und Birnen zu verkaufen wenn sie reif sind. bevor sie das Verschimmeln anfangen.
        Reif waren die spätestens im Sommer /Herbst 2021.

        Mein Bauchgefühl und das was ich an harten Infos bekomme, sieht die Wiederholung von 2000 und 2007.
        Man kann die Welle gerne und mit Genuß reiten, muss aber runter, bevor sie bricht und einen selbst mitreisst.

        Nur das will ich sagen.
        Damit ist aber auch gesagt, wo man (wieder nur die persönliche Meinung) in den kommenden stürmischen Zeiten seine Spargroschen bunkert.
        Unsere Aktienquote ist seit fast einem Jahr bei Null und bleibt da auch die nächsten 2 Jahre. Mindestens. War 2000 bis 2003 auch richtig.
        Viel lustiger als damals sieht die Lage nun wirklich nicht aus.

        Die Mischung der Assets machts und extrem das Timing.
        Das entscheidet über den Wohnsitz, Dahlem oder nicht.
        Glück braucht man auch.
        Immer.
        Wünsche ich uns allen.
        Werden wir brauchen können.

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