Sonntag,16.Juni 2024
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Steigende Zinsen belasten Goldpreis

Der Goldpreis hat gegenüber Vorwoche 2,5 Prozent abgegeben. Währenddessen stiegen die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen in der Breite deutlich an.

Goldpreis schwächer

Am Dienstagvormittag um 10 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.956 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.811 Euro. Silber kostete 23,20 US-Dollar beziehungsweise 21,46 Euro pro Unze. Damit gab Gold gegenüber Vortag 0,6 Prozent ab. Dagegen sank der Silberpreis in beiden Währungen um rund 1,8 Prozent. Im Vorwochenvergleich sehen wir beim Goldpreis einen Kursrückgang um rund 2,5 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent (in Euro).

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Steigende Zinsen können den Goldpreis belasten: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist gegenüber Vorwoche von 3,47 % auf 3,73 % angestiegen. Immerhin ist das der höchste Wert seit Anfang März (Bild: Goldreporter)

Zinsen steigen

Die Kursentwicklung steht auch unter dem Eindruck steigender Anleihe-Renditen. Denn diese haben in der von uns wöchentliche beobachteten Gruppe teilweise deutlich zulegt. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstagvormittag mit 3,73 Prozent. Dagegen waren es in der Vorwoche noch deutlich niedrigere 3,47 Prozent.

Anleihen, Renditen, Zinsen, Länder, USA, Deutschland

In gleichem Maße stiegen auch die Marktzinsen in den Ländern der Eurozone. Denn die Rendite deutscher 10-jähriger Schuldscheine stieg von 2,27 Prozent in der Vorwoche auf zuletzt 2,46 Prozent. Entsprechend angezogen haben auch die Zinsen in den anderen europäischen Staaten – Ausnahme: Griechenland, wo sich nach den Parlamentswahlen eine Fortsetzung der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und damit politische Kontinuität abzeichnet.

US-Schuldenobergrenze

Nach wie vor ungeklärt ist die Frage, wie es mit der Anpassung der US-Schuldenobergrenze weitergeht. Eine Einigung noch in dieser Woche ist erforderlich, um eine kurzfristige Zahlungsunfähigkeit des US-Staates im Juni zu verhindern. Darauf hat auch US-Finanzministerin Janet Yellen gedrängt.

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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4 Kommentare

  1. Immer wieder wurde behauptet, dass sich die USA überhaupt keine Zinsen mehr leisten können.
    Das stimmt, gilt aber nur für den Bürger, nicht für die FED.
    Für den Bürger gilt:
    Ich kann ihnen jeden Zins zahlen, wenn ich das Kapital nicht tilgen muss.
    Für die FED gilt:
    Ich kann jeden Zins zahle und jedes Kapital tilgen.
    Weich ich mir beides selbst drucken kann.
    Das ist der Unterschied zu den beiden, Bürger und FED.
    Das Drucken führt unweigerlich zur Inflation und weder die Zinsen, noch das zurückgezahlte Kapital wird viel wert sein.
    Deshalb und nur deshalb braucht es Gold.
    Weil man dieses eben nicht drucken kann. Noch nicht.
    Aktien und Immobilien verlieren an Wert in der Inflation.
    Nicht an Papierwert, sondern am inneren Wert.
    Firmen gehen bankrott, Aktien machen Verluste und Immobilien müssen abgestossen werden, da der Unterhalt unbezahlbar wird.
    PS
    Himmel, bin ich zur Zeit der einzige, welcher sich Gedanken macht ?

    • @Maruti Noch machen Aktien keine schlechte Figur aber als Aktienbesitzer würde ich keine Woche ohne Internet ruhig schlafen .Wenn ich schon diese krankhaften Zuckungen um den Industriestrompreis sehe ,völlig unbezahlbar,nicht wert drüber zu reden unter vernünftigen Menschen.Das Ende der Fahnenstange rückt unaufhaltsam näher da helfen die tollsten Hütchrnspielertricks nicht mehr.

  2. Die fed hört eben halt gerne Udo lindenberg nach dem motto
    „Hinterm Horizont geht’s weiter“
    Die obergrenze der schulden wird einfach
    Angehoben wie immer und das geld carrousel dreht sich weiter
    Gold wird aber nebenbei mit läufen und marsschiert in richtung
    Neue höhen schöne grüsse aus holland

  3. Trotz rücksätzer und (-Vorsicht, Verschwörungstheorien) Manipulation, wird auf lange Sicht der Goldpreis steigen. Aber nicht nur der Goldpreis, sondern alles andere auch. Sei es Immobilien, Aktien, Lebensmittel, Energie, und. und.
    Sich über seine finanzielle Lage und Möglichkeiten Gedanken zu machen ist intelligent und richtig. Aber nur für die jenigen die auch Geld übrig haben, um dies zu investieren, anzulegen.
    Ich denke es gibt aber auch wichtigere Themen die uns alle betreffen werden, sollten wir nicht massiv dagegen steuern. Eins davon sind die Befugnisse der WHO, sprich zukunftige Pandemien, Lockdowns und Impfpflicht. Über die Köpfe der Parlamente und der Bürger, eine Art freifahrtschein. Gestern Gerichtsverfahren gegen Herrn, Professor Sucharit Bakdi. Er macht weiter, lässt sich nicht entmutigen, als Mediziner hat er ein Schwur geleistet.
    Sowas muss unterstützt werden, ein Mann mit Ehre und Weitblick.

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