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Verdacht auf Edelmetall-Manipulation bei der UBS

Goldbarren © ravemotion - Fotolia.com

Früher nur eine Verschwörungstheorie. Nun tauchen immer häufiger Hinweise auf Manipulationen im Edelmetallsektor auf.

Laut einem aktuellen Bericht von Financial Times ist die Innenrevision der Schweizer Bank auf Unregelmäßigkeiten beim Handel mit Edelmetallen gestoßen.

Bereits Anfang Oktober berichtete die New York Times über eine bevorstehende Anklage der US-Staatsanwaltschaft gegen eine Reihe von Großbanken (darunter auch die UBS), denen vorgeworfen wird, Währungskurse manipuliert zu haben (Goldreporter berichtete). Nun ist ein Bericht in Financial Times (FT) erschienen, demzufolge Unregelmäßigkeiten beim Handel mit Währungen und Edelmetallen bei der Schweizer Großbank UBS aufgetaucht seien.

Die Sache habe die Bank selbst im Rahmen interner Untersuchungen festgestellt, heißt es. Eine Person, die mit der Innenrevision der UBS vertraut sei, erklärte laut FT, dass die Bank eine kleine Anzahl von potenziell problematischen Vorfällen in ihrer Edelmetallhandels-Abteilung entdeckt habe. An dem Desk würden hauptsächlich Gold und Silber gehandelt.

Es wird berichtet, dass Forex- und Edelmetall-Handel bei der UBS eng verknüpft seien. Sie besäßen ein gemeinsames Management und das Personal sitze auf der gleichen Etage. Die UBS selbst äußerte sich nicht zu den Recherchen der Zeitung. FT erwähnt in dem Artikel auch, dass der Chef der Edelmetall-Abteilung in Zürich ohne offizielle Begründung seit Januar beurlaubt sei. Es wird zudem gemutmaßt, dass die UBS mit mindestens einer Aufsichtsbehörde bezüglich des Fehlverhaltens eines Edelmetallhändlers einen Vergleich anstrebe, möglicherweise im Verbund mit einem Vorfall im Bereich des Währungshandels.

Hinweise auf Gold- und Silberpreis-Manipulation durch Großbanken gibt es seit geraumer Zeit. Und zuletzt wurden auch Beweise vorgelegt. Im vergangenen Mai war die britische Barclays von der Aufsichtsbehörde FCA mit einer Geldstrafe von 26 Millionen Pfund belegt worden, weil ein Händler des Hauses der Manipulation des Londoner Gold-Fixings überführt wurde (Goldreporter berichtete).

Vor Gericht gab es bislang allerdings keine Verurteilungen in dieser Angelegenheit. JP Morgan wurde zuletzt aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Bank war eine Manipulation des Silberpreises vorgeworfen worden (Goldreporter berichtete).

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Eingetragen von am 10. Nov. 2014. gespeichert unter Europa, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

8 Kommentare für “Verdacht auf Edelmetall-Manipulation bei der UBS”

  1. Nochmals Hmmmm,– (sorry).
    Zerohedge war so frei, dem betroffenen Mitarbeiter der UBS eine „kleine“ E-Mail-Anfrage zuzuschicken, mit der Bitte um Stellungnahme zu den Vorwürfen der Gold-Manipulationen:


    Andre, we are following up on the FT’s gold rigging story and were wondering
    if we could ask you a few follow up questions on the record?

    Auf gut Deutsch: „Andre, nach dem Artikel in der Financial Times zum
    Vorwurf der Goldpreis-Manipulation würden wir sehr gerne ein paar weitere
    Fragen zu dem Thema an Sie richten?“

    http://www.zerohedge.com/news/2014-11-09/what-happens-when-trying-get-bottom-ubs-gold-rigging-scandal

    Der nette „Abwesenheits-Assistent“ quittierte die Anfrage mit einem dezenten Hinweis, daß Mr. Andre Flotron für dieses Thema nicht mehr zuständig sei und verweist auf seinen Stellvertreter.

    Nun, 0Hedge leitet die Anfrage an den Stellvertreter weiter, dessen Mailadresse aber (leider) nicht mehr existiert.

    Der schweizer Gold-Initiative Ende November kommt mittlerweile eine interessante Bedeutung zu. Hmmmmm…

  2. Was sagen denn die Schweizer Medien zu den Vorwürfen?

    Offenbar droht den Banken sowohl von der Britischen Finanzaufsicht
    FCA als auch der amerikanischen US-Derivate-Aufsicht CFTC ordentlich
    Gegenwind mit «angemessenen» Geldstrafen aus der Kaffeekasse.

    Wie die Schweizer «Sonntagszeitung» unter Berufung auf «Insider» berichtet,
    könnte sich die von Ex-UBS-Banker Mark Branson geführte Aufsicht zu
    einer «noch nie dagewesenen» Aktion entscheiden.

    http://www.finews.ch/news/banken/16715-ubs-gold-forex-skandal-busse-usa-grossbritannien-finma-mark-branson

    Was bedeutet bitte im Schwyzerdütsch „eine «noch nie dagewesenen» Aktion“?

    Freispruch „in dubio pro reo?“ Oder aber?

  3. Wenn man selbst beim Kursrutsch kauft finde ich es nicht schlimm !!

  4. gibt es denn eine Bank, die nicht bei der Manipulation dabei ist? Also ich nehme mal an, dass alle dazu gezwungen werden, den Goldpreis zu drücken, was bleibt ihnen dann auch übrig.

  5. @hanny.Ja!Das Finksche Bankhaus und auch das Fuggersche!Dazu noch ein paar kleine Landbanken der Adligen in Niedersachsen und Baden-Württemberg.

  6. Hanny@ bei der „Kursoptimierung“ sind nur die größten Systembanken dabei. Kleine Privatbanken haben da nichts zu melden, Banken wie die Fürst Fugger beschäftigen sich hauptsächlich mit Vermögensverwaltungen und Stiftungen.
    Heiko@ Schon interessant, dass der „böse“ Adel der noch immer das Feindbild jedes Sozen ist, in keiner Bankensauerei der letzten Jahre verwickelt war.

  7. Nach UBS folgen 5 weitere Banken, die den Devisenmarkt „manipuliert“ haben.

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article134251282/Milliarden-Strafen-fuer-fuenf-Banken.html

    Eigentlich nichts Neues,- eben Business as usual.

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