Warnsignale aus dem Bankensektor verstummen nicht

Bank of America: Warren Buffet gibt Finanzspritze über 5 Milliarden Dollar.

Die Kreditausfallprämien in der Banken-Branche sind in dieser Woche erneut stark angestiegen und notieren auf „Lehmann-Niveau“.

Es wird immer teurer für Investoren, die sich gegen den Zahlungsausfall von Großbanken versichern wollen. Die CDS-Preise (Credit Default Swaps) sind auch in dieser Woche stark angestiegen.

Die CDS-Werte zahlreicher Banken notierten am Mittwoch ähnlich hoch wie zuletzt im Umfeld der Lehmann-Pleite Ende 2008.

Wie die folgende Tabelle zeigt, standen Bank of America, Royal Bank of Scotland, WestLB und die französische Société Générale besonders schlecht da.

Die angegebenen Basispunkte stellen die Versicherungsprämie dar, die der Versicherungsnehmer zu entrichten hat, um sich gegen einen Ausfall der Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten abzusichern. Beispiel: 200 Basispunkte bedeuten, dass der Versicherungsnehmer 200.000 Euro pro Jahr bezahlen muss, um sich gegen Anleiheausfälle im Umfang von 10 Millionen Euro zu versichern.

 

Diese Prämien können noch zeitnäher und genauer als manche Ratings Aufschlüsse über die mögliche Bonität eines Emittenten geben. Es ist quasi eine branchen-interne Einschätzung der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Emittenten. Auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise wurden Werte von bis zu 500 Basispunkten bei US-Banken notiert.

Wie schlecht es um die Bank of America bestellt sein muss, zeigt auch der medienträchtig inszenierte Einstieg des Investment-Gurus Warren Buffet. Seine Firma will 5 Milliarden US-Dollar in die BoA investieren. Buffet erhält dafür Sonderkonditionen vom Feinsten. Einige Nachrichtendienste haben dieses Ereignis als „großen Vertrauensbeweis für den Bankensektor“ gefeiert. Wer die Zahlen in der Tabelle oben studiert, der erkennt, dass sich die Banken nicht einmal mehr gegenseitig trauen.

Weiteres Zeichen für Unsicherheit und Misstrauen im Bankensektor: Die Übernachteinlagen der Banken des Euro-Systems befanden sich zuletzt weiter auf hohem Niveau. Am Donnerstag bunkerten die Euro-Banken 103 Milliarden Euro auf den zu lediglich 0,75 Prozent verzinsten Kurzzeitkonten der Europäischen Zentralbank.

Erkenntnis: Die anhaltende Nervosität an den Finanzmärkten ist auch durch die anhaltenden Spannungen im Bankensektor begründet.

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Gold richtig lagern und schützen

Mit Gold durch den Zoll
Gold ins Ausland bringen oder zurückholen? Der Report erklärt die wichtigsten Regeln zur privaten Ein- und Ausfuhr von Gold und Silber.
→ Jetzt ansehen!

Gold vergraben, aber richtig! 
Praxisanleitung für ein nicht ortbares Edelmetall-Depot.
Jetzt in umfangreicher Neuauflage!
→ Jetzt ansehen!

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

Anzeige
Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige