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Wichtig für Goldanleger: Kommt der erneute Euro-Crash?

Das Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar hat hierzulande starken Einfluss auf die Edelmetallpreise. Wie wird sich das Währungspärchen in den kommenden sechs Monaten entwickeln?

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verliert, dann verteuern sich hierzulande die Preise für Goldmünzen und Goldbarren. Am 8. Juni 2010 waren Anlageprodukte in Deutschland nominell so teuer wie noch nie zuvor. Der Goldpreis notierte in London bei 1.248 Dollar. Umgerechnet in die Europäische Gemeinschaftswährung waren das 1.048 Euro pro Feinunze. Für einen Euro waren im Devisenhandel nur noch 1,19 US-Dollar zu zahlen, so wenig wie seit 2006 nicht mehr. Es hieß, Spekulanten hätten sich auf den Euro und die Euro-Schuldenkrise eingeschossen.

In den folgenden Wochen drehte dann der Wind. Der EU-Schuldenschirm mit einer Spannweite von 750-Milliarden Euro war aufgestellt, der Euro/USD-Kurs bildete charttechnisch einen Boden aus und schnellte in die Gegenrichtung zurück. Mittlerweile kostet der Euro wieder knapp 1,30 Dollar.

Wie der Euro sich im Vergleich zum Dollar schlägt, ist somit für Goldanleger hierzulande von Interesse. Weniger für langfristige Anleger, die ohnehin regelmäßig Gold kaufen, um ihre Durchschnittskosten zu reduzieren. Hochinteressant jedoch für Anleger, die gerne nach günstigen Gelegenheiten für Zukäufe suchen oder Spekulanten, die einfach günstig ein- und teuer verkaufen wollen.

Wie sind also die Aussichten für den Euro in den kommenden Wochen?

Abb.: EUR/USD, 1 Jahr (Deuba-Indikation)

Wir nehmen hierzu eine kurze technische Analyse vor. Der 1-Jahres-Chart zeigt, dass der EUR/USD-Kurs auf die Spitze zweier Keilformationen zuläuft. Der Euro ist zuletzt zwar wieder deutlich angestiegen, er konnte die Marke von 1,30 Dollar aber nicht mehr nachhaltig überqueren.

Zwar verläuft der EUR/USD-Chart wieder oberhalb der 50-Tage-Linie, der 200-Tage-Durchschnitt wurde allerdings seit dem starken Euro-Kurseinbruch Ende 2009 nicht mehr nachhaltig überschritten.

In den kommenden Tagen steht somit aus charttechnischer Sicht eine bedeutende Richtungsentscheidung an. Es muss sich zeigen, ob der Euro weiter Aufwind erhält und möglicherweise beide recht symmetrischen Dreiecke nach oben durchbricht. Kurse von bis zu 1,44 Dollar innerhalb der kommenden sechs Monate wären dann denkbar.

Ein Ausbruch nach unten könnte der Europäischen Gemeinschaftswährung im gleichen Zeitraum deutliche Verluste bescheren. Euro-Kurse um 1,15 Dollar wären dann möglich.


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Eingetragen von am 15. Sep. 2010. gespeichert unter Charttechnik, Euro, US-Dollar. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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