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Finanzkrise reloaded – Tage der Wahrheit

Der deutsche Leitindex DAX hat in den vergangenen acht Handelstagen 15 Prozent abgegeben. Auch in den Aktienkursen drückte sich nun aus, was sich über Monate hinweg an finanziellen Problemen angestaut hat.

Es herrschte ein Anflug von Panik an den Märkten. Die Börsen brachen weltweit ein. Der DAX verlor innerhalb der letzten acht Handelstage gut 15 Prozent. Nebenbei durchbrach der deutsche Leitindex wichtige charttechnische Marken. Die Kursverluste spiegelten bekannte Probleme wieder, die sich in ihrer Anhäufung nun in einem kleinen Crash entluden.

Hier einige Faktoren, die zum Abverkauf an den Märkten beitrugen:

  • Erkenntnis: Das Schuldenproblem in den USA ist nur kurzfristig „gelöst“.
  • Seit Wochen grottenschlechte Wirtschaftsdaten aus den USA, mit Befürchtungen einer erneuten US-Rezession.
  • Erwartungen an neue Geldspritzen der US-Notenbank (QE3).
  • Warnende Worte des EZB-Chef Trichet: „Außerordentliche schlechte Perspektiven für die europäische Konjunktur“.
  • Deutlich steigende Renditen für Anleihen aus Italien und Spanien.
  • EU-Kommissionschef Barroso bringt bereits zwei Wochen nach den letzten Rettungsbeschlüssen eine weitere Anhebung der EU-Rettungsgelder ins Gespräch.
  • Schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor (Entlassungen, schlechter Ausblicke, überraschend hoher Quartalsverlust bei der Royal Bank of Scotland).
  • Abzug amerikanischer Investorengelder aus Europa (US-Bonds steigen, DAX verliert stärker als US-Indizes)
  • Bereits am Freitag gab es Gerüchte, dass die Rating-Agentur S&P die Bonität der USA herabstuft. Am heutigen Samstag kam die Bestätigung.

Man könnte hier viele weitere schlechte Nachrichten aufführen. Am bedeutendsten ist sicherlich die Erkenntnis, dass die 2008 begonnene Finanzkrise mit enormer Wucht zurückkommt.

Das Problem: Mit der Geldflut der Zentralbanken und den staatlichen Konjunkturprogrammen wurde der große Kollaps seinerzeit nur um einige Monate/Jahre auf der Zeitachse nach hinten verschoben.

Die Zentralbanken haben ihre Instrumente voll ausgereizt (Niedrigzinsen, Sonderfazilitäten, Anleihenkäufe), ohne nachhaltiges Ergebnis. Die Staaten, die einst die Banken retteten, sind nun selbst in arger Finanznot.

Es bleibt dabei: Die Krise wird nur mit einem breiten Schuldenschnitt (alle OECD-Staaten) gelöst werden. Bis es dazu kommt, dürfte die Welt noch einmal eine schwierige Deflationsphase durchlaufen, die möglicherweise vor dem System-Reset in horrende Inflation übergeht.

Wie auch immer die Krise enden wird: Anleger, die regelmäßig physisches Gold und Silber kaufen, haben alles richtig gemacht.

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Eingetragen von am 6. Aug. 2011. gespeichert unter Europa, Gold, Marktkommentare, News, USA, Währung, Welt. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Finanzkrise reloaded – Tage der Wahrheit”

  1. „Wie auch immer die Krise enden wird: Anleger, die regelmäßig physisches Gold und Silber kaufen, haben alles richtig gemacht.“
    Die Frage ist nur, ob es angemessen ist einen potentiell zu hohen Preis zu bezahlen und dann kommt die Krise doch nicht über einen wie ein Taifun hereingebrochen. Die Glücklichen sind jene, die noch vor 2008 Goldreserven angehäuft haben.

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  2. Die Frage die ich mir Stelle, sind wir langsam in Gold schon zu lange in einem Bullenmarkt? Inzwischen bekommt man an jeder Straßenecke von Gold zu hören. Ich weiß, dass das bei weitem noch nicht von der breiten Masse beherzigt wird, aber die Tendenzen sind genau in diese Richtung. Mainstream Medien hatten 10 Jahre von Gold abgeraten, jetzt sind zumindest die Hälfte anderer Meinung.
    z.B. die Deutsche Bank hebt die 12 Monatsprognose auf 1850 USD
    Und empfieht aktiv einen physisch hinterlegten Gold ETC, neben dem db Commodity und den Rohstoffe Direkt 2014, die nur Papierrohstoffe sind.
    Ich meine zwar viel zu spät, aber wenn die großen Player aktiv empfehlen ist es in den meisten Fällen doch schon zu spät. Oder eben an den Zeit, dass WIR langsdam über Alternativen nachdenken… z.B. Silber
    Oder was ist eure Meinung dazu???

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  3. Hallo Markus,

    Silber ist für mich die einzige echte Alternative. Gold wird verboten werden und zwar, um eine goldbasierte Währung zu errichten, die scheinbar sicher wird. Das wird in nicht allzu ferner Zeit passieren. Die Leute werden immer abgezockt. Das ist die Realität.

    Ich halte mich an Silber, denn das können die Eliten nicht verbieten, weil als Rohstoff für die Industrie sehr wichtig.

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  4. Markus… wir reden hier vom System-Ende… rein mathematisch gesehen kollabieren alle Kreditgeldsysteme welche auf Zinsen beruhen nach ca. 60 bis 80 Jahren…. und nun ist es bald soweit. Guck Dir mal diese Graphik an: http://geldverdienen-imschlaf.de/staatsverschuldung-de-1960-200_756_396.jpg Und so sieht es bei allen Staaten aus… immer mehr Schulden die wiederum mit Krediten bekämpft werden. Es ensteht ein astronomischer Schuldenberg und irgendwann kippt das System. Wenn aber die Staatsanleihen kippen (die ja als relativ sicher gelten) gibt es nur eine Hilfe: Sachwerte !!!! Also… die jetzige Krise ist nicht nur einfach eine Durstrecke an der Börse… nein… das ist das grosse Finale… das Endspiel. Amen

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  5. Es ist garnichts zu spaet nur weil die Banken einen Trend erkannt haben und nun weiterhin Papier verkaufen, nur mit dem neuen Slogan nunmehr auf Gold zu setzen.

    Die Investoren sind bisher kaum „physisch“ investiert, wenn man vorhandene Geldmenge und Ersparnisse hierzu in Relation setzt. Wo ist da die Blasenbildung wenn ca. 90 % des investierten Kapitals in den Aktien- und Anleihemaerkten herumschwirren und China, Russland und Indien Gold in grossem Masze akkumulieren, vom Silber ganz zu schweigen…..Edelmetalle sind Dank der Manipulation unterbewertet und immer noch billig!

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