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Goldindustrie hat Angst vor steigendem Ölpreis

Gold und Öl © tiero - Fotolia.com

Ölpreis und Goldpreis weisen eine positive Korrelation auf. Doch Öl ist zuletzt deutlich stärker gesunken als Gold.

Der Anteil der Energieausgaben an den Gesamtkosten ist in der Goldindustrie zuletzt stark gefallen. Nur so konnten sich viele Goldminen angesichts des niedrigen Goldpreises über Wasser halten.

Viele Goldminen können bei einem Goldpreis knapp über 1.000 Dollar nicht mehr profitabel fördern. Dennoch blieb die große Pleitewelle in der Goldindustrie bislang aus. Der Bankrott des US-Unternehmens Allied Nevada Gold Corp. blieb bislang die Ausnahme.

Dass es die Branche nicht noch härter getroffen hat, liegt auch daran, dass die Kosten der Förderung zusammen mit dem Ölpreis gefallen sind.  Vitaly Nesis, CEO des russischen Bergbauunternehmens Polymetal, wittert nun Gefahren für die Branche, sollten die Energiepreise wieder anziehen.

„Die Bedrohung kommt vom Ölpreis. Eine Menge Minen, vor allem in Afrika und Australien, halten sich nur aufgrund des gesunkenen Ölpreises über Wasser. Sollte Öl zurück auf $ 70, $ 75 pro Barrel steigen, dann sind sie mausetot“, so Nesis gegenüber dem Wall Street Journal. Die Anteil des Öls an den Gesamtkosten seines Unternehmens liegen Nesis‘ Angaben zufolge bei bis zu 18 Prozent. 2013 seien es noch 30 Prozent gewesen.

Gold-Öl-Ratio

Gold-Öl-Ratio: Ein Unze Gold kostete im Oktober 2014 rund 13 Barrel Öl (WTI Light Crude). Derzeit sind es über 24 Barrel.

 

Auch Rohstoffanalyst John Meyer vom britischen Beratungsunternehmen SP Angel sagt, steigende Ölpreise wären für einige Goldförderer jetzt „katastrophal“. Er gehe allerdings erst ab Preisen von mehr als 100 Dollar pro Barrel von einer steigenden Zahl von Minenschließungen aus. „Die meisten Goldminen könnten sich mit Ölpreisen von 75 Dollar pro Barrel arrangieren. Sie hätten genügend Zeit, um die anderen Kosten zu drücken“, so Meyer.

Mit dem steigenden Ölpreis könnte allerdings auch Gold wieder klettern. Für den Goldpreis sieht Vitaly Nesis aber erst dann wieder deutliches Aufwärtspotenzial, wenn es zu mehr Minenschließungen kommt. „Wir werden keinen Boden sehen, bis Kapazität aus dem Markt genommen wurde“, sagt er. Er glaubt, es könne bis zu 18 Monate dauern, bis etwa 20 Prozent der globalen Förderkapazität verschwunden seien.  Zur Pleite von Allied Nevada Gold Corp. sagt er: „Ich hoffe, es ist nicht die letzte“.

Hintergrund: Gold hat in den vergangenen sechs Monaten massiv gegenüber Öl aufgewertet. Die Gold-Öl-Ratio (siehe Grafik oben) liegt derzeit bei 24,34. Das heißt, man muss für eine Unze Gold 24,34 Barrel Öl zahlen. Im Oktober 2014 waren es lediglich 13 Barrel. Das entspricht einer Steigerung von 87 Prozent.

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Eingetragen von am 31. Mrz. 2015. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

9 Kommentare für “Goldindustrie hat Angst vor steigendem Ölpreis”

  1. @Goldreporter
    Ein Barrel Öl kostet 24,34 Unzen Gold? Also ein Barrel Öl kostet 29000$?
    Wohl eher umgekehrt, Eine Unze Gold kostet 24,34 Barrel Öl.

    • Jawohl, danke!

      • @Goldreporter
        Sorry^^, aber das ist immer noch der Fehlerteufel.
        Im Oktober 2014 mussten 13 Barrel, nicht Unzen.
        Sorry, ich will nicht der Oberschlaumeier sein xD

        • JaHerrgodSakraCruzufixSchachdaldeifi!!!!
          Danke!

          • Goldreporter – Team@ Nach diesen Zeilen sind sie mir fast so symphatisch wie der guguk !! Der hätte das auch so formuliert !!
            Schade –er fehlt sehr und all die anderen , die mit ihm gegangen sind !!
            Natürlich sind ihre Berichte für mich noch immer interessant und ich lese auch immer mit !!
            Aber das SALZ in der SUPPE fehlt —–ohne unsere edlen Schlangen — den guguk — Force und all die Anderen von denen ich viel gelernt habe

  2. Eine klasse Investment Idee… xD
    Ein goldenes Fass Öl.

  3. Große Beben, zeichnen sich durch viele kleinere Beben in schneller Folge ab, gepaart mit mittleren Beben in proportionalen Abständen zu ihrer Größe.

    Man ersetze die Begriffe „Beben“ durch aktuelle „weltgeschehnisse“….und denke sich seinen Teil.

  4. * sollte heißen

    Große Beben, haben, in ihrem Vorfeld, viele kleinere Beben, in schneller Folge, gepaart mit mittleren Beben.

    Man ersetze die Begriffe „Beben“ durch aktuelle „weltgeschehnisse“….und denke sich seinen Teil.

  5. Damit der Ölpreis auf Lange nicht steigt dafür will Merkel sorgen :
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/01/vorstufe-zum-ttip-bundesregierung-bringt-fracking-nach-deutschland/

    Dabei war die Ankündigung der Trendwende noch gar nicht lange her (1 Tag) und wurde natürlich mit dem begründet was immer bei den Leuten zieht … Angst : (http://www.welt.de/politik/deutschland/article126353724/Ploetzlich-Chancen-fuer-Fracking-in-Deutschland.html)

    Immerhin etwas länger her (Mai 2013) warnte sie noch vor dem Fracking (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umstrittene-gasfoerderung-merkel-warnt-vor-fracking-chemikalien/8269614.html)

    Also das schwarze Haus kann ja froh sein Merkel hällt Obama die Stange … im wahrsten Sinn des Wortes ;))

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  • Sao Paulo: @dog. Danke interessante Seite
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